Livewetten Schweiz 2026: Wer mitmachen darf, was es kostet, was Cash-out wirklich bringt
Ladevorgang...
Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa und die Spielregeln von Swisslos (Version 4.2) sowie das Règlement Jouez Sport (17. Auflage, September 2024).
In der Schweiz darf Livewetten anbieten, wer eine Bewilligung hat. Diese Bewilligung haben zwei: Swisslos (Veranstalterin SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip) und Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; Produkt Jouez Sport). Beide bedienen je eigene Kantone. Wer im deutschsprachigen Raum, in Liechtenstein oder im Tessin wohnt, geht zu Sporttip. Wer in der Romandie wohnt, geht zu Jouez Sport. Wer dort spielt, wo die andere Veranstalterin das Sagen hat, hat kein Online-Konto. Diese geografische Aufteilung ist die erste Restriktion, die eine Live-Wette kostet, noch bevor eine Quote ins Spiel kommt.
Was Livewetten sind und wie sie sich von Prematch-Wetten unterscheiden
Eine Live-Wette wird während des Spiels platziert. Die Annahme endet nicht mit dem Anpfiff, sondern erst mit dem Ende des Ereignisses, gegebenenfalls zuzüglich einer kurzen Karenzzeit. Vor Spielbeginn platzierte Wetten heissen Prematch-Wetten; sie werden mit dem Anpfiff fixiert und sind nicht mehr stornierbar. Bei einer Live-Wette verschiebt sich die Quote mit jedem relevanten Ereignis: ein Tor, eine Rote Karte, ein Elfmeter, ein Videoschiedsrichter-Entscheid. Die Anpassung läuft bei grossen Anbietern automatisch anhand von Spielstand, Einsatzgewicht und Spielzeit. Beim Courtsiding wird diese Zeitverzögerung ausgenutzt, um vom Stadion aus vor der Quote zu wetten; Sporttip schiebt dem einen Riegel vor, indem Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs mit Quote 1.00 gewertet werden. Das gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird oder nicht.

Die beliebtesten Live-Wettarten sind die Wette auf das nächste Tor, die Restzeitwette und die Tore-ab-jetzt-Wette. Branchenangaben zufolge liegt ihr gemeinsamer Marktanteil bei rund 60 bis 70 Prozent. Das restliche Drittel verteilt sich auf Handicap-Linien, Tore-pro-Spielzeit-Fenster und Ereigniswetten auf Karten, Ecken oder nächste Mannschaft mit Ballbesitz. Wer Live wettet, wettet in den meisten Fällen auf Tore im Fussball, weil dort die Quotenbewegung am grössten ist und das Spiel genug lange läuft, um eine Wette zu platzieren.
Der Reiz liegt im Tempo. Die Gefahr liegt im selben Tempo. Wer alle zwei Minuten eine Wette setzt, hat nach einer Stunde ein Mehrfaches seines geplanten Einsatzes riskiert — und ist längst nicht mehr im strategischen Vorschlag, sondern im Reiz.
Beispielrechnung: was eine Live-Wette zahlt
Eine einzelne Live-Wette von CHF 10 zur Quote 2.50 zahlt im Gewinnfall CHF 25 brutto zurück, also den Einsatz plus CHF 15 Nettogewinn. Wird sie mit einer zweiten Live-Wette zur Quote 1.80 kombiniert, multiplizieren sich die Quoten zur Kombiquote 4.50, und der gleiche Einsatz von CHF 10 zahlt im Gewinnfall CHF 45 brutto zurück, also CHF 35 Nettogewinn. Das ist die Rechnung auf einem Schein, der auch tatsächlich gewinnt — beide Beine müssen sitzen, was bei zwei Live-Wetten ungleich schwerer ist als bei zwei Prematch-Wetten, weil jede Eventpresse nachträglich von einem Spielereignis eingeholt werden kann. Eine angenommen wird gerade für ungültig erklärt, wenn beide Beine voneinander abhängig sind und nicht über die Bet-Builder-Funktion von Sporttip kombiniert wurden; Swisslos erstattet in diesem Fall den Einsatz zurück. Eine Annahme, die nach dem Ausgang platziert wird, wird mit Quote 1.00 gewertet und gibt nur den Einsatz zurück.
Rechtslage: erlaubt, aber monopolähnlich
Die Schweiz kennt keine offene Diskothek von Wettanbietern. Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS, SR 935.51), in Kraft seit dem 1. Januar 2019, und unterstehen der Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel, und sie gilt nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz. Wer ohne diese Bewilligung in der Schweiz Sportwetten organisiert, macht sich nach einem strafrechtlich relevanten Tatbestand strafbar — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos (Produkt Sporttip) und Loterie Romande (Produkt Jouez Sport). Das ist eine politische Entscheidung, keine Marktöffnung. Der Markt für Livewetten in der Schweiz ist deshalb ein Duopol, kein Wettbewerb.
Wer wo spielen darf
Die Swisslos führt Sporttip im deutschsprachigen Vertragsgebiet durch — also in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und online live wetten. Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. An ihren Verkaufsstellen gibt es nur Prematch-Wetten; Livewetten bietet ausschliesslich die Internet-Spielplattform der Loterie Romande. Diese geografische Trennung ist hart: ein Zürcher kann kein Konto bei Jouez Sport eröffnen, ein Genfer keines bei Sporttip. Wer in einem anderen Kanton wohnt, hat keinen Zugang zu einem Online-Konto einer der beiden Veranstalterinnen — auch wenn die Schweiz nur vier Kantone besselt, in denen weder Swisslos noch Loterie Romande das Sagen haben. Das bedeutet in der Praxis: kein Online-Konto.
Was überhaupt gewettet werden darf
Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe sind nur erlaubt, wenn sie gelistet sind; Rangwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind nie erlaubt. Eckball- oder Kartenmärkte und ein Esports-Bereich erscheinen in der Liste nicht. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen.
Was sich daraus für eine Live-Wette ergibt: das Programm ist enger, als es bei einem internationalen Anbieter wäre, der Anbieter und Anbieterin mit breiter Marktpalette wirbt. Wer auf Ecken, Karten oder erste gelbe Karte wohnen will, sucht in diesen Optionsmenüs vergebens. Esports-Livewetten sucht man in dieser Liste ebenfalls vergebens — der Bereich fehlt.
Werbung, Boni und Promo-Codes
Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und wird nach Art. 134 BGS mit Busse bis zu CHF 500’000 bestraft. Gratiswette und Gratisspielguthaben brauchen nach Art. 75 Abs. 2 BGS die vorgängige Zustimmung der Gespa — 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Promo-Codes und konkrete Boni werden auf dieser Seite nicht abgedruckt; sie gehören in die Spielregeln und ins Kleingedruckte der Anbieterinnen, nicht in eine redaktionelle Übersicht.
Steuern auf Gewinne
Gewinne aus bewilligten schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn — die bundesrechtliche Schwelle liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht davon ab, weshalb es je nach Kanton heisst. Wer unter dieser Schwelle bleibt, zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Wett- und macht in aller Regel keinen Eintrag in die Steuererklärung. Über der Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, der zurück in der Steuererklärung geltend gemacht werden kann. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer; die kantonale Praxis im Thurgau behandelt solche Gewinne unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz — wer eine solche behauptet, unterhalts eine Legende.
Spielerschutz: Limiten, Spielsperre, Selbstkontrolle
Der Spielerschutz ist im Geldspielgesetz verankert und gilt ausdrücklich auch für Livewetten — gerade dort, weil das Angebot in Sekunden verschwindet, braucht es Vorkehrungen, die langsamer sind.
Verlustlimiten vor der ersten Wette
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 pro Tag, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung gilt erst nach 72 Stunden — eine Karenzzeit, die der Gesetzgeber mit 24 Stunden vorsieht, die Anbieterinnen aber auf 72 Stunden ausgedehnt haben. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Diese Selbstlimitierung ist die einzige Bremse, die das Gesetz den Spielenden in die Hand gibt — alles andere läuft über die Spielsperre.
Spielsperre und Sperrregister
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst für einen Spielsperre sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Sperre kann nach einer Mindestfrist von drei Monaten und nur mit Beteiligung einer Fachstelle aufgehoben werden. Vom Spielsperre ausgeschlossene Personen und Spielsperren ausgeschlossene Minderjährige haben nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.
Testkäufe 2025: der Befund
Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen Testkäufe durchgeführt. Bei 200 Versuchen ging in 47 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person über den Ladentisch. Das ist kein Resultat, das den Schutz an Verkaufsstellen als strenglich wendet — es ist ein Befund, der ihn als durchlässig wendet. Online ist die Kontrolle dichter: Identitätsprüfung mit Ausweis, Abgleich gegen die Adress-Datenbank, Registrierung erst nach bestätigtem Wohnsitz im Vertragsgebiet.
Livewetten und Cash-out: was die Anbieterin wirklich bietet
Livewetten sind nicht das gleiche wie Cash-out. Eine Live-Wette ist eine Wette, die während des Spiels platziert wird. Cash-out ist eine Funktion der Anbieterin, mit der eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses zu einem von der Anbieterin festgelegten Betrag zurückgekauft werden kann.
Cash-out bei Sporttip
Sporttip bietet Cash-out für Einzelwetten, Kombinationswetten und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live — aber nur online, nicht an Verkaufsstellen, und nur als vollständiges Cash-out ohne Teilauszahlung. Der Cash-out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-out nicht für alle Wetten anbieten; eine Garantie pro Markt besteht nicht. Ein ausgeführtes Cash-out lässt sich nicht rückgängig machen.
Das heisst in der Praxis: Cash-out ist da, wenn die Anbieterin ihn anbietet, und verschwindet, wenn sie ihn nicht anbietet. Wer auf Cash-out setzt, kann das tun — und sollte sich nicht darauf verlassen, dass er auch im entscheidenden Moment zur Verfügung steht. Bei einem Cash-out verfällt zudem ein allfälliger Quoten- oder Profitboost. Ein Boost, der im Gewinnfall mehr ausgezahlt hätte, verfällt beim vorzeitigen Ausstieg ersatzlos.
Cash-out bei Jouez Sport
Die Spielregeln von Jouez Sport erwähnen Cash-out nicht im selben Detailgrad. Wer bei Loterie Romande online spielt, prüft die Cash-out-Verfügbarkeit auf der Internet-Spielplattform selbst — sie kann verfügbar sein oder nicht, ohne Anspruch auf eine bestimmte Auszahlungsmechanik. Das ist kein Mangel, sondern die Folge der Spielregeln.
Die Regeln der Annahme: was live wirklich zählt
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wer auf die nächste gelbe Karte in der 80. Minute wettet und der Schiedsrichter zieht sie in der 79. Minute, wettet auf eine Quote 1.00, wenn die Wette nach der Karte ankommt. Wer in der 81. Minute auf die nächste gelbe Karte wettet, wettet ganz normal — die Quote ist neu berechnet, das Ereignis hat noch nicht stattgefunden. Die Annahmeregeln sind der Ort, an dem das Live-Format aufhört, ein Glücksspiel zu sein, und anfängt, ein Geschicklichkeitsspiel mit einer Stoppuhr zu sein.
Quotenboost und Profitboost: was die Anbieterin verschenkt
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-out verfällt der Boost. Es ist eine Werbung, die einen Bonus verspricht, die einem für genau einen Schein spart; im Cash-out-Fall spart sie einem nichts.
Der Kombiboost von Sporttip gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Boost ist in Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Wer einen Kombiboost mitnimmt, nimmt eine Voraussage mit Quote 1.50 mit, die er ohne Boost nicht mitgenommen hätte. Eine Voraussage mit Quote 1.50 ist ein Voraussage, die das Risiko erhöht, ohne den Erwartungswert zu erhöhen. Ein Boost, der eine riskante Bege ausfüllt, ist ein Marketing-Argument für eine lesbaren Mechanik.
Einsatzlimiten, Annahmeregeln, Auszahlungsmechanik
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit kleineren Limits auf das Live-Format wetten will, hat mit dem Mindesteinsatz keine Hürde — wer mit grösseren Limits auf das Live-Format wetten will, hat mit dem Höchsteinsatz eine.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus dem Einsatz mal der Quote (bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist eine kosmetische Rundung; sie verschiebt den Gewinn um ein paar Rappen nach unten, ohne den Erwartungswert zu verändern. Wer eine Live-Wette mit Quote 1.95 gewinnt, hat einen leicht abgerundeten Gewinn — der Rest ist nie augenfällig.
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt; in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer eine Gewinn-Auszahlung erwartet, wartet nicht 26 Wochen; wer eine Auszahlung nicht bekommt, schreibt innert 10 Tagen einen eingeschriebenen Brief.
Die Veranstalterinnen im Vergleich
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin und Produkt |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel), Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) | Loterie Romande (Lausanne), Produkt Jouez Sport |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Lizenz; im Ausland ausgestellte Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| DirectionBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Lizenz; im Ausland ausgestellte Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| ZotaBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Lizenz; im Ausland ausgestellte Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| Interwetten | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Lizenz; im Ausland ausgestellte Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetLabel | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Lizenz; im Ausland ausgestellte Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Lizenz; im Ausland ausgestellte Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetPanda | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Lizenz; im Ausland ausgestellte Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
| Fezbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Lizenz; im Ausland ausgestellte Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz |
Die Tabelle zeigt die Aufteilung, die das Geldspielgesetz macht: zwei bewilligte Veranstalterinnen für ein Land, acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, die für Schweizer Spielende erreichbar sind, aber unter dem BGS-Tatbestande werben, der mit Busse bis CHF 500’000 bestraft wird. Die Vermischung in einer einzigen Tabelle ist redaktionell; im Markt sind die zwei Gruppen getrennt — eine zugelassene und eine nicht zugelassene, mit unterschiedlicher Reichweite, unterschiedlichem Schutz und unterschiedlicher Steuerbehandlung.
Swisslos Sporttip
Die Swisslos ist die Veranstalterin für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein; das Produkt heisst Sporttip. Sporttip bietet eine breite Sportpalette in der Prematch-Sektion und einen vollwertigen Livewetten-Bereich online. Cash-out ist da, aber nur vollständig und nur online; es ist nicht garantiert pro Markt. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind Pflicht, mit Karenzzeit bei Erhöhung. Sporttip ist die einzige Adresse für Livewetten in der Deutschschweiz — was die Wahlfreiheit im Live-Format gleich null setzt.
Wer in der Deutschschweiz wohnt und online Live wetten will, hat genau eine Anbieterin. Das ist die Realität des Brokers, die eine redaktionelle Bewertung nicht beschönigen kann.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande ist die Veranstalterin für die sechs Westschweizer Kantone; das Produkt heisst Jouez Sport. An Verkaufsstellen gibt es nur Prematch-Wetten; Livewetten sind nur auf der Internet-Spielplattform verfügbar. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Jouez Sport ist die einzige Adresse für Livewetten in der Romandie — und damit auch die einzige Adresse für Spielende, die an einer Verkaufsstelle wetten wollen, ohne online zu spielen.
Wer in der Romandie wohnt und Live wetten will, hat genau eine Anbieterin — was die Wahlfreiheit im Live-Format gleich null setzt. Das gilt auch für Verkaufsstellen-Kunden, die dort nur Prematch wetten können.
Die Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die übrigen acht Marken — Cloudbet, DirectionBet, ZotaBet BetLabel, Interwetten, BetAlright, BetPanda und Fezbet — sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland, Anjouan oder ein anderer Staat) hat in der Schweiz keine Wirkung nach Art. 4 BGS. Sie sind nicht an die Schweizer Spielsperre angeschlossen, nicht an die Schweizer Spielsperre angeschlossen, nicht an die Schweizer Spielsperre angeschlossen — sie sind schlicht nicht an das Schweizer Spielsperren-System angeschlossen. Schweizer Spielende haben dort keinen Rückgriff, keine Spielsperre und keine Steuerfreiheit auf Gewinne; je nach Kanton sind Gewinne aus ausländischen Anbietern anders zu versteuern als Gewinne aus Schweizer Anbietern.
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS-Sperre unzugänglich machen. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste; die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiel, und bet365 ist ebenfalls auf der Liste. Domains werden bei einem Wechsel innert Stunden ersetzt — was die Sperre weniger als dauerhaft wirksam wendet. Schweizer Spielende können diese Anbieter weiterhin über VPN oder über einen ausländischen Internet-Zugang erreichen; das BGS ändert daran nichts.
Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ohne Bundesrat. Das ist die andere Seite der Tabelle, die eine redaktionelle Bewertung nicht verschweigen kann.
Was eine Live-Wette den Spielenden konkret kostet
Eine Live-Wette kostet den Spielenden mehr, als sie auf dem Wettschein zeigt. Der Einsatz ist nur ein Teil der Rechnung; die unsichtbaren Kosten sind die Quote-Aufschläge der Anbieterin, die Zeitverzögerung der Quote, die eigenen Verlustlimiten und die Spielsperre. Wer alle drei Kostenarten einkalkuliert, sieht den Preis einer Live-Wette in einem anderen Licht.
Erstens: die Quote. Eine Live-Wette wird zu einer Quote angeboten, die einen Aufschlag enthält. Wie gross dieser Aufschlag ist, hängt vom Markt und vom Zeitpunkt ab; für die beliebtesten Live-Wettarten — nächste-Tor-Wette, Restzeitwette, Tore-ab-jetzt-Wette — ist der Aufschlag typischerweise höher als in der Prematch-Sektion. Branchenangaben zufolge liegt der Aufschlag im Live-Format bei 5 bis 10 Prozent des Einsatzes, was eine Quote von 1.90 statt 2.00 ergibt. Hätten wir das nicht erwähnt, hätten wir eine Quote erwähnt, die nicht erwähnt wurde.
Zweitens: die Zeitverzögerung. Eine Live-Wette wird zu einer Quote platziert, die beim Absenden des Wettscheins gilt; die Anbieterin kann die Quote zwischen Anzeige und Annahme ändern. Wer mit der Stoppuhr wettet, wettet gegen eine Aktualisierung, die zwischen Anzeige und Klick passiert. Die Anbieterin kann in spielentscheidenden Situationen Wetten mit Quote 1.00 werten — was den Gewinn auf den Einsatz reduziert. Sie kostet den Spielenden den erwarteten Gewinn, ohne den Einsatz zurückzugeben. Wer in der spielentscheidenden Situation wettet, wettet auf eine Quote, die er nicht kennt.
Drittens: die Verlustlimiten. Wer in 30 Tagen mehr verliert als die selbstgesetzte Limite, wird vom Tisch genommen — was die Anzahl der Wetten pro Tag nicht beschränkt, sondern die Summe des Verlusts. Wer viele kleine Wetten platziert, hat weniger Limit-Druck als wenige grosse; wer ein Hochrisiko-Pro-Markt erkennt, hat denselben Limit-Druck wie ein Spieler mit niedrigem Risiko. Die Anzahl der Wetten ist nicht das, was die Limite misst; das, was die Limite misst, ist der Verlust.
Viertens: die Spielsperre. Wer sich selbst sperrt, wird von allen bewilligten Anbietern gesperrt — was die Sperre für einen Spieler mit Selbstkontrolle-Problemen zu einer echten Bremse macht, die die Live-Wette stoppt, bevor sie beginnt.
Häufige Fragen
Wie funktionieren Livewetten, und worin unterscheiden sie sich von Wetten vor dem Spiel?
Eine Live-Wette wird während des laufenden Spiels platziert, eine Prematch-Wette vor Spielbeginn. Bei der Prematch-Wette ist die Quote fix; bei der Live-Wette verschiebt sie sich laufend mit dem Spielstand, der Spielzeit und den Einsatzgewichten. Wetten, die nach dem tatsächlichen Ausgang ankommen, zählen bei Swisslos mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen kann die Anbieterin Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Der grosse Unterschied liegt in der Mechanik: schneller, instabiler, mit mehr Aufschlag.
Sind Live-Wetten in der Schweiz verboten?
Nein. Livewetten sind in der Schweiz erlaubt, aber bewerbiet an eine Schweizer Bewilligung gebunden, die nur zwei interkantonale Veranstalter besitzen: Swisslos (Produkt Sporttip) und Loterie Romande (Produkt Jouez Sport). Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz keine Livewetten anbieten; Werbung für sie ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und wird nach Art. 134 BGS mit Busse bestraft. Wer ohne Bewilligung organisiert, macht sich strafbar.
Wer darf in der Schweiz Livewetten anbieten, nur Sporttip und Jouez Sport?
Ja, nur diese beiden. Swisslos mit Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein; Loterie Romande mit Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. An Jouez-Sport-Verkaufsstellen gibt es nur Prematch-Wetten; Livewetten sind nur online verfügbar. Wer im Vertragsgebiet der anderen Veranstalterin wohnt, hat kein Online-Konto bei der zuständigen.
Was geschieht mit einer Wette, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird?
Bei Sporttip zählt eine solche Wette mit Quote 1.00 — der Einsatz wird zurückgegeben, mehr nicht. Das gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer nach dem Ausgang wettet, wettet auf eine Quote, die ihm die Anbieterin gibt, nicht auf eine Quote, die er sich wünscht.
Gibt es bei Livewetten einen Cash-out, und was bedeutet voller Cash-out bei Sporttip?
Cash-out ist eine Funktion der Anbieterin, mit der eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses zu einem von der Anbieterin festgelegten Betrag zurückgekauft wird. Bei Sporttip gibt es Cash-out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live — aber nur online und nur als vollständiges Cash-out ohne Teilauszahlung. Der Cash-out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Eine Garantie pro Markt besteht nicht.
Wie schützen Verlustlimiten und die Spielsperre bei schnellen Livewetten, und wann gilt eine Erhöhung der Limite?
Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit Obergrenze CHF 9’999 pro Tag (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre trägt sich in ein schweizweites Register ein und gilt für Casinos und Lotterie Romande gleichermassen. Die Karenzzeit ist eine Bremse gegen das impulsive Erhöhen — sie ist die einzige Bremse, die das Gesetz den Spielenden in die Handlegende gibt.
Wettarten – rasentenniswetten
Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»
