Neue Online-Buchmacher in der Schweiz – was «neu» in diesem Markt überhaupt bedeuten kann

Updated Oktober 2026
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Eine Fussgängerstrasse in einer Schweizer Altstadt am frühen Morgen, nasses Kopfsteinpflaster und ein leeres Ladenlokal mit hellem Innenraum.

Stand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungs- und Spielregeln-Dokumente von Swisslos und Loterie Romande sowie die BGS-Statuten und die Gespa-Sperrliste.

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von.

Wer nach neuen Online-Buchmachern sucht, geht meistens davon aus, dass die Auswahl wächst. In der Schweiz wächst sie nicht. Seit Inkrafttreten des Geldspielgesetzes am 1. Januar 2019 dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten, und beide sind seit Jahrzehnten im Geschäft. Wer eine Seite findet, die sich «neuer Schweizer Buchmacher» nennt, hat es mit einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung zu tun. Wer sich informiert, erfährt, wie der Markt tatsächlich aussieht, welche Wege offenstehen, und was es kostet, sich anders zu orientieren.

Die Frage, die am Ende bleibt, ist eine der Wahl: zwischen dem engen, aber geschützten Schweizer Angebot und der breiteren, aber ungeschützten ausländischen Welt. Beide Seiten verdienen eine ehrliche Betrachtung. Die Seite ordnet das Angebot nach den Kriterien, die für Spielerinnen tatsächlich zählen: Bewilligung, Limiten, Einsatzgrenzen, Auszahlungsdauer, Zahlungsmethoden, das Spektrum an Sportarten und Märkten. Marketing-Versprechen und Werbe-Rankings spielen dabei keine Rolle.

Zahlungen und Auszahlungstempo

Einzahlungsmethoden im Vergleich

Schweizer Franken ist die einzige Währung, in der lizenzierte Schweizer Buchmacher Wetten annehmen. Das ist kein Detail, sondern die Folge einer regulatorischen Grundentscheidung: Die Gespa schreibt vor, dass Gewinne und Spielguthaben nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen der Spielerin ausgezahlt werden. Anonyme Auszahlungen, Kryptowährungen und Wallet-Lösungen ohne klare Identitätszuordnung gehören deshalb nicht zum Angebot der lizenzierten Veranstalter. Wer bei einem ausländischen Anbieter einzahlt, der mit Bitcoin oder Ether wirbt, bewegt sich ausserhalb dieses Rahmens.

Eine Holzwaage mit zwei kleinen leeren Schalen steht leicht geneigt auf einem Tisch, Tageslicht fällt von der Seite ein.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Swisslos bietet das Aufladen des Spielkontos direkt über PostFinance Pay an. Die Transaktion wird in der PostFinance-App bestätigt, ohne dass ein Drittanbieter zwischen Konto und Spielkonto tritt. Daneben lässt sich Spielguthaben per Einzahlungsschein oder über andere Online-Zahlungsmöglichkeiten kaufen, mindestens 20 Franken pro Aufladung, höchstens 10’000 Franken innerhalb von 30 Tagen, und ein neuer Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben die Grenze von 9’999 Franken nicht überschreitet.

Paysafecard, PayPal, Trustly, Neteller: Solche Marken tauchen in der Schweizer Landschaft vor allem dort auf, wo ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sie bewerben. Im lizenzierten Markt sind sie kein Standard. Wer eine bestimmte Zahlungsmethode gewohnt ist, muss prüfen, ob sie bei dem Veranstalter, der ihm zur Verfügung steht, überhaupt funktioniert. Bei Loterie Romande und Swisslos sind die Wege enger, aber klar definiert.

Auszahlungsdauer und -bedingungen

Wer eine Wette platziert, denkt selten zuerst an die Auszahlung. Spätestens beim ersten Cash-Out wird sie relevant. Swisslos schreibt Gewinne bis 1’000 Franken pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gut. Liegt der Gewinn darüber und ist die Zahlungsverbindung hinterlegt, geht das Geld innerhalb von drei Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto der Spielerin. Bargeldlose Auszahlungen ab dem Wallet sind zweimal pro Jahr kostenlos, ab der dritten Auszahlung fällt eine Kommission von drei Prozent an. Überwiesen wird auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Konto. Fünf bis zehn Arbeitstage Überweisungsdauer sind die Norm.

Ein Seeufer mit einem Holzsteg und einem vertäuten Ruderboot im Morgennebel, im Hintergrund die Silhouette von Bergen.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Wer ausländische Anbieter nutzt, verlässt diesen Rahmen. Auszahlungsdauer, Währungsumrechnung, Gebühren und die Frage, auf welches Konto das Geld geht, hängen allein am Anbieter. Manche werben mit Auszahlungen «innerhalb von 24 Stunden»; diese Versprechen sind an die internen Bearbeitungszeiten des Anbieters gebunden, nicht an Schweizer Bankenlaufzeiten. Es gibt keine Schweizer Aufsicht, die diese Versprechen einfordert.

Wahl der Zahlungsmethode als Kostenfrage

Die Wahl der Zahlungsmethode entscheidet mit darüber, was eine Wette kostet, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussieht. Drei Punkte schlagen zu Buche: Währungsumrechnung bei ausländischen Anbietern, Kommission auf ein wiederholte Auszahlungen bei Swisslos und der Zeitwert des Geldes während der Überweisung. Eine Sportwette, die drei Tage nach Spielende ausgezahlt wird, hat für die Spielerin einen anderen Wert als dieselbe Auszahlung nach zehn Tagen. In der Praxis ist der Zeitunterschied bei kleineren Beträgen zu vernachlässigen; bei grösseren Gewinnen, etwa bei einer Systemwette mit mehreren richtigen Voraussagen, wird er spürbar. Wer regelmässig spielt, sollte die Auszahlungsbedingungen des gewählten Anbieters kennen, bevor er die erste Einzahlung macht.

Prognosen, Strategien und der Wert einer Vorhersage

Warum keine Prognose eine sichere Wette ist

Eine Wette auf einen Favoritenwechsel von 2026, eine Europameisterschaft 2028 oder eine Weltmeisterschaft 2030 ist nie eine Prognose, die etwas beweist. Favoritenquoten spiegeln die kollektive Einschätzung des Marktes, nicht eine Vorhersage, die jemand verbindlich treffen kann. Wer eine Quote von 1.50 auf einen Favoritenwechsel sieht, sieht keine Sicherheit, sondern den Preis, den der Markt für eine bestimmte Wahrscheinlichkeit verlangt. Zwischen 1.50 und dem tatsächlichen Ausgang eines Spiels liegt der Spielraum, in dem Überraschungen entstehen. Eine Prognose, die diesen Spielraum ignoriert, ist keine Analyse, sondern Werbung.

Das heisst nicht, dass Wetten sinnlos sind. Wer die Form der Mannschaften liest, die Tabelle, verletzte Spieler, den Spielplan und die Eigenheiten eines Wettbewerbs, kann begründete Vermutungen treffen. Eine Vermutung ist kein Tipp, der etwas garantiert. Wer aus diesen Vermutungen Wetten ableitet, sollte sie als eine Möglichkeit unter mehreren behandeln, nicht als Vorhersage.

Strategien, die funktionieren, und solche, die nicht funktionieren

Strategien für Sportwetten gibt es viele. Bankroll-Management – ein fester Prozentsatz des verfügbaren Budgets pro Wette – ist eine der wenigen, die tatsächlich etwas verschiebt, was Spielerinnen kontrollieren können. Das Budget selbst gehört auf die Verlustlimite, die vor der ersten Wette gesetzt wird. Innerhalb dieser Limite bleibt die Disziplin, nicht die Vorhersage. Andere Strategien – Martingale, Fibonacci, das Verdoppeln nach einem Verlust – mögen mathematisch verlockend klingen, scheitern aber an der harten Grenze des eigenen Budgets. Eine Verlustserie von acht aufeinanderfolgenden Wetten ist bei einer Trefferquote von 50 Prozent keine Überraschung. Wer verdoppelt, ist nach dieser Serie aus dem Markt.

Was den Lesenden bleibt, ist die Auswahl an Märkten. Einzelwetten sind einfacher zu beurteilen als Kombiwetten, weil sie nur eine Voraussage verlangen. Kombiwette mit mehreren Voraussagen multiplizieren die Quoten, aber auch die Unsicherheit. Wer auf drei Voraussagen mit einer Quote von 2.00, 1.80 und 1.90 setzt, bekommt eine Gesamtquote von 6.84. Die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt von 50 Prozent auf etwa 14 Prozent, wenn jede Einzelquote unabhängig eine Trefferchance von etwa 50 Prozent hätte. Wer das Spiel versteht, versteht, dass Kombiwetten mehr zahlen, aber seltener treffen.

Was ein «Tipp» wirklich wert ist

Wenn ein Anbieter oder ein Tippgeber «sichere Tipps» verkauft, ist Vorsicht angebracht. Niemand kann den Ausgang eines Sportereignisses sicher vorhersagen, und wer es behauptet, verkauft entweder eine Lüge oder eine Wette, die niemand abschliessen will. Was bleibt, ist die Wertung solcher Tipps nach anderen Kriterien: nachvollziehbare Begründung, ein erkennbares Risikomanagement, die Beschränkung auf seriöse Quellen, das Bewusstsein, dass ein Tipp nur eine Vermutung ist. Wer Wetten als Möglichkeit versteht, sportliche Beobachtung in einen kleinen Einsatz umzusetzen, liegt näher an der Realität als jemand, der Wetten als Einkommensquelle betrachtet.

Wettarten und Quoten

Einzelwette, Kombiwette und Systemwette

Sporttip, das Sportwetten-Angebot von Swisslos, kennt drei Wettformen, die das gesamte Angebot tragen. Die Einzelwette ist die einfachste: ein Ergebnis, eine Quote, ein Gewinn oder Verlust. Die Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen, wobei die Einzelquoten zur Gesamtquote multipliziert werden. Bei einer Systemwette werden mehrere Kombinationen aus den Voraussagen gebildet, sodass auch dann ein Gewinn möglich bleibt, wenn nicht alle Voraussagen zutreffen.

Was die einzelnen Wettformen kosten, zeigt die Quote. Der Gewinnbetrag einer Wette ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Swisslos rundet den Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf fünf Rappen genau ab. Wer 50 Franken auf eine Quote von 2.40 setzt, bekommt 120 Franken zurück, abzüglich des Einsatzes also 70 Franken Reingewinn. Eine Kombiwette mit den Quoten 2.40, 1.85 und 1.65 ergibt eine Gesamtquote von 7.33; 50 Franken Einsatz werden bei einem Treffer zu 366.50 Franken.

Die Marge, die in jeder Quote steckt

Was die Spielerin auf den ersten Blick nicht sieht, ist die Marge, die der Anbieter in jede Quote einbaut. Die Quoten für alle möglichen Ausgänge eines Marktes ergeben zusammen mehr als 100 Prozent der Einsätze. Die Differenz ist die Marge. Bei einem Fussballspiel mit Quoten 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden und 3.60 für Auswärtssieg ergibt die Summe der Kehrwerte 1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60 etwa 1’060. Die Auszahlungsquote des Marktes liegt also bei etwa 94 Prozent; sechs Prozent jedes Einsatzes behält der Anbieter.

Diese Marge ist es, die ein Quotenvergleich zeigen kann. Ein Anbieter, der bei einem 1X2-Markt eine Auszahlungsquote von 94 Prozent bietet, lässt den Spielenden 94 Prozent der Einsätze zurückfliessen. Ein anderer Anbieter mit 91 Prozent Auszahlungsquote lässt nur 91 Prozent fliessen, behält also neun Prozent. Über viele Wetten hinweg ist der Unterschied erheblich. Wer regelmässig spielt, sollte die Quoten vergleichen, nicht nur die Werbe-Versprechen.

Quotenboost, Profitboost, Kombiboost

Sporttip bietet drei Arten von Quotenboosts an, die alleine online verfügbar sind. Der Quotenboost erhöht die Quote einer Prematch-Einzelwette auf eine bestimmte Voraussage. Der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn einer Kombinationswette und verlangt dafür mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten von je mindestens 1.50. Bei vier Voraussagen gibt es fünf Prozent Bonus auf den Nettogewinn, bei sieben 20 Prozent, bei zehn 40 Prozent und bei fünfzehn Voraussagen 100 Prozent. Jeder dieser Boosts ist pro Spielerin nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert.

Was hinter diesen Boosts steht, ist eine Marketing-Logik: Mehr Quote klingt nach mehr Gewinn, ist aber nur dann mehr, wenn die Wette gewinnt. Bei einem Cash-Out verfällt ein offener Boost. Wer einen Boost nutzt, sollte die im Thermostat lesen, nicht die Überschrift.

Sportarten und Turniere

Welche Sportarten zugelassen sind

Das Sportwettenangebot in der Schweiz ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen; was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Fussball, Eishockey, Handball und Boxen sind die Sportarten, die in der Praxis das ganze Angebot tragen. Eishockey nimmt eine besondere Stellung ein, weil die Schweizer Nationalliga eine relevante Wettbewerbslandschaft ist und das Spieltempo viele kleine Marktbewegungen erzeugt. Eishockey-Wetten gehören zum Kerngeschäft von Sporttip. Boxwetten sind seltener, aber Teil des Angebots.

Was fehlt, ist die ganze Kategorie, die international wächst: E-Sports. Die Gespa-Liste führt keinen E-Sports-Bereich; E-Sports-Wetten sind in der Schweiz nicht zugelassen. Wer E-Sports wetten möchte, muss zu einem ausländischen Anbieter wechseln und akzeptiert die Rahmenbedingungen, die damit verbunden sind.

Bundesliga, Champions League und die grossen Turniere

Fussball bleibt die meistgewettete Sportart, und die grossen europäischen Wettbewerbe prägen das Angebot. Bundesliga, Champions League und Europa League sind Standard. Die grossen Turniere, eine Fussball-Weltmeisterschaft 2026 oder eine Fussball-Europameisterschaft 2028, sind die Höhepunkte des Wettkalenders, an denen das Angebot breiter wird und die Quoten sich stärker bewegen.

Die Spielerin, die auf eine Weltmeisterschaft wettet, sollte wissen, dass die Quoten auf Favoritenwechsel im Vorfeld eines Turniers nicht stabil sind. Sie reagieren auf Verletzungen, auf Formverläufe, auf die öffentliche Wahrnehmung. Wer früh wettet, akzeptiert eine Quote, die sich noch verändern kann. Wer spät wettet, sieht eine Quote, die die aktuelle Einschätzung des Marktes enthält.

Live-Wetten und Cash-Out

Live-Wetten sind im lizenzierten Schweizer Markt erlaubt, und Sporttip bietet sie an. Was bei Live-Wetten zählt, ist die Geschwindigkeit: Wer nach dem tatsächlichen Eintreffen eines Wettausgangs wettet, sieht die Quote 1.00; eine Wette in einer spielentscheidenden Situation – Elfmeter, Rote Karte, Schiedsrichter-Entscheidung nach Videobeweis – kann von Swisslos mit Quote 1.00 gewertet werden. Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn; er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Cash-Out ist kein Geschenk des Anbieters. Es ist eine Möglichkeit, eine offene Wette vorzeitig zu schliessen, oft zu einem schlechteren Preis, als ein Warten auf das Ende bringen würde. Wer Cash-Out nutzt, sollte verstehen, dass der Anbieter jederzeit ablehnen kann und der angezeigte Preis eine Momentaufnahme ist.

Was auf der Liste fehlt

Was die Gespa-Liste nicht enthält, ist ebenso aufschlussreich wie das, was sie enthält. Eckball-Märkte, Karten-Märkte und ähnliche Mikroteklaumen fehlen in der Liste. Auch Wetten auf Trainingsläufe sind nicht erlaubt. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Wer nach solchen Märkten sucht, ist im lizenzierten Schweizer Markt falsch. Wer ausländische Anbieter nutzt, findet sie dort, aber zu welchen Bedingungen.

Neue Buchmacher: warum das in der Schweiz kein Angebot ist

Die zwei Veranstalter, die es gibt

Seit 2019 dürfen in der Schweiz nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos und Loterie Romande. Beide sind interkantonale Genossenschaften, die per Gesetz auf diese Rolle beschränkt sind. Swisslos, mit Sitz in Basel, betreibt das Sportwetten-Angebot unter dem Namen Sporttip; Loterie Romande, mit Sitz in Lausanne, betreibt es unter dem Namen Jouez Sport. Beide Organisationen sind älter als die Online-Welt, die sie bedienen.

Was «neu» in diesem Markt heisst, ist deshalb nicht die Einführung eines weiteren Veranstalters. Die Bewilligungs-Statuten lassen das nicht zu. Was sich ändert, sind die Produkte, die Quotenstruktur und das digitale Angebot der beiden Veranstalter: neue Wettformen, neue Märkte innerhalb der erlaubten Liste, neue Apps. Swisslos hat die Sporttip-App für iOS und Android, die sowohl die Wettabgabe online als auch das Spielen per QR-Code an einer Verkaufsstelle erlaubt. Loterie Romande bietet Jeux Sport online über ihre Plattform an.

Die ausländischen Anbieter, die «neu» aussehen

Wer im Internet nach neuen Buchmachern sucht, stösst auf Namen wie FortuneJack, Gamdom, ZotaBet, 1Bet, IviBet, Fezbet, Cloudbet, Betwinner. Diese Anbieter werben aggressiv, mit Kryptowährungen, mit Bonus-Versprechen, mit grosszügigen Auszahlungsversprechen. Was sie nicht haben, ist eine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft. Die Gespa führt eine Sperrliste solcher Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 waren 671 Domains auf der Liste, und blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt.

Die Spielerin, die bei einem solchen Anbieter spielt, hat keinen Schweizer Schutz: keine Verbindung zum Schweizer Ausschluss-Register, keine Schweizer Aufsicht, keinen Schweizer Rekurs. Gewinne aus ausländischen Grossspielen werden nach kantonalem Recht behandelt; der Kanton Thurgau besteuert sie vollständig, unabhängig vom Betrag. Die Sperrliste ist eine Sperre für den Zugang, nicht für die Zahlung: Schweizer Banken und Kartenanbieter blockieren Zahlungen an solche Anbieter nicht.

Welche Anbieter im 2026 wirklich neu sind

Im 2026 sind die «neuen» Schweizer Anbieter genau die, die es schon sind: Swisslos mit Sporttip, Loterie Romande mit Jouez Sport. Kein dritter Veranstalter ist in Sicht. Was sich verändert, sind die Funktionen innerhalb dieser Angebote: neue Wettmärkte, neue Quotenboosts, neue Apps. Wer eine echte Auswahl erwartet, findet sie nicht. Die Auswahl findet zwischen lizenziertem engem Angebot und ungeschützter ausländischer Breite statt.

Wie ein Buchmacher funktioniert

Das Geschäftsmodell hinter jeder Quote

Ein Buchmacher nimmt Wetten zu festgelegten Quoten an, zahlt Gewinne aus und verdient an der Marge, die in jeder Quote steckt. Das klingt einfach, hat aber Folgen für jede Spielerin. Die Quote, die eine Spielerin sieht, ist nicht der faire Preis für ein Ereignis, sondern der faire Preis minus der Marge, die der Anbieter einbehält. Bei einer Quote von 2.10 für einen Favoritenwechsel gewinnt die Spielerin das Doppelte ihres Einsatzes, wenn der Favorit wechselt, verliert ihn aber, wenn nicht. Der Anbieter gewinnt in beiden Fällen einen Teil des Einsatzes.

Die Marge ist der Preis, den eine Spielerin für die Möglichkeit zahlt, eine Wette zu platzieren. Über viele Wetten hinweg, statistisch erwartet, verliert die Spielerin einen Prozentsatz ihrer Einsätze, der ungefähr der Marge des Marktes entspricht. Wer auf einem Markt mit fünf Prozent Marge spielt, verliert im Durchschnitt fünf Prozent seines Einsatzes. Wer auf einem Markt mit acht Prozent Marge spielt, verliert im Durchschnitt acht Prozent.

Was eine Quote über ein Ereignis sagt

Quoten sind kollektive Einschätzungen, keine Tatsachen. Eine Quote von 2.10 für einen Favoritenwechsel sagt, dass der Markt diese Mannschaft als ungefähr doppelt so wahrscheinlich einstuft wie das Gegenteil. Das ist eine Schätzung, die auf Form, Tabellenstand, Verletzungen und öffentlicher Wahrnehmung beruht. Sie ist nicht richtig oder falsch, sondern eine Wette auf eine kollektive Meinung. Wer eine bessere Einschätzung hat als der Markt, kann auf lange Sicht gewinnen. Wer die Einschätzung des Marktes akzeptiert, verliert im Mittel die Marge.

Warum Limits existieren

Sporttip setzt Mindest- und Höchsteinsätze, die nicht beliebig sind. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt einen Franken; der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei 1’000 Franken, für eine Systemwette bei 10’000 Franken. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Was hinter diesen Limiten steht, ist der Schutz der Spielerin und der Schutz des Anbieters. Eine Spielerin, die einen grossen Einsatz auf ein einzelnes Ereignis setzt, kann sich ruinieren, wenn das Ereignis verliert; ein Anbieter, der beliebig grosse Einsätze annimmt, kann sich ruinieren, wenn die Auszahlungen die Einnahmen übersteigen.

Vergleich der zehn Anbieter

Was die Tabelle zeigt und was sie nicht zeigt

Die Tabelle «Vergleich der zehn Anbieter» ordnet die im Schweizer Markt relevanten Anbieter nach drei Kriterien: Bewilligung, Produkt und Veranstalter. Diese Tabelle kann nicht zeigen, was die Spielerin am meisten interessiert: die persönliche Passung. Eine Spielerin, die in Lausanne wohnt, kann sich nicht bei Swisslos registrieren; eine Spielerin, die in Zürich wohnt, kann sich nicht bei Loterie Romande registrieren. Eine Spielerin, die eine bestimmte Sportart oder einen bestimmten Markt sucht, muss prüfen, ob er im Angebot des lizenzierten Veranstalters enthalten ist, der für sie erreichbar ist.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter
Swisslos Sporttip Ja, Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel)
Loterie Romande Jouez Sport Ja, Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung BGS Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
FortuneJack Keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
Gamdom Keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
ZotaBet Keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
1Bet Keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
IviBet Keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
Fezbet Keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
Cloudbet Keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
Betwinner Keine Schweizer Bewilligung nicht festgestellt

Die ausländischen Anbieter teilen den Status «ohne Schweizer Bewilligung»; sie unterscheiden sich untereinander in Märkten, Quoten und Bonus-Versprechen, aber im Schweizer Rechtsrahmen sind sie gleichgestellt. Eine Lizenz aus dem Ausland hat in der Schweiz keine Kraft, gleich aus welchem Land sie stammt.

Worauf die Spielerin bei der Wahl achten sollte

Wer in der Schweiz wettet, hat am Ende zwei echte Optionen und acht Pseudo-Optionen. Die echten Optionen sind Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport, je nach Wohnkanton. Die Pseudo-Optionen sind ausländische Anbieter mit Versprechen, die in der Schweiz nicht eingelöst werden. Die Wahl ist keine Wahl zwischen «besser» und «schlechter», sondern zwischen «eng und geschützt» und «breit und ungeschützt».

Innerhalb der lizenzierten Optionen unterscheiden sich die Angebote: Verfügbarkeit im eigenen Kanton, Sprache des Angebots, Sportarten und Märkte im Wettprogramm, Funktionsumfang der App. Wer die Wahl hat, sollte prüfen, welche Verkaufsstellen in der Nähe sind, ob die App den eigenen Bedürfnissen entspricht und ob das Wettprogramm die Sportarten enthält, die einen interessieren. Wer keine Wahl hat, weil der eigene Kanton nur einen Veranstalter zulässt, hat nur diesen.

Überblick: was der Markt der Spielerin bietet

Die zwei Lager im Schweizer Markt

Der Schweizer Sportwettenmarkt besteht aus zwei klar getrennten Lagern. Das eine Lager umfasst Swisslos und Loterie Romande, beide mit Schweizer Bewilligung, beide unter Gespa-Aufsicht, beide verbunden mit dem Schweizer Ausschluss-Register, beide auf das eigene Vertragsgebiet beschränkt. Das andere Lager umfasst alles, was sich online als Buchmacher bezeichnet und keine Schweizer Bewilligung hat: FortuneJack, Gamdom, ZotaBet, 1Bet, IviBet, Fezbet, Cloudbet, Betwinner und Hunderte weitere. Die Gespa-Sperrliste enthält Ende 2025 671 Domains solcher Anbieter.

Der Unterschied zwischen den beiden Lagern ist nicht Marketing, sondern rechtlich und praktisch: Schutz, Aufsicht, Ausschluss-Register, Rekurs, Besteuerung. Wer im lizenzierten Lager spielt, hat diese Rahmenbedingungen; wer im anderen Lager spielt, hat sie nicht.

Was der Markt den Spielerinnen nicht bietet

Der Schweizer Markt bietet keine breite Auswahl an Wettanbietern, keine Vielfalt an Lizenzjurisdiktionen, keine Auswahl an Bonus-Modellen, wie sie in anderen Märkten üblich ist. Wer aus einem Markt mit vielen Anbietern kommt, mag das als Einschränkung empfinden. Wer die regulatorische Logik versteht, sieht es als bewusste Entscheidung: ein enger Markt mit hohem Schutz statt eines breiten Marktes mit unklarem Schutz.

Der Markt bietet auch keine Anonymität. Wer spielen will, muss sich identifizieren, eine Ausweis-Kopie hochladen, eine Verlustlimite setzen. Wer das nicht will, ist im Schweizer Markt falsch.

Was die Spielerin erwarten kann

Wer im lizenzierten Schweizer Markt spielt, kann eine begrenzte Auswahl an Sportarten und Märkten erwarten, eine App mit den grundlegenden Funktionen, faire Quoten mit moderater Marge, Auszahlungen auf ein Schweizer Konto, einen funktionierenden Schutz vor übermässigem Spielen, und die Möglichkeit, sich im Konfliktfall an die Aufsichtsbehörde zu wenden. Wer im ungeschützten Lager spielt, kann alles andere erwarten und riskiert, das alles zu verlieren.

Rechtliche Lage: wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Das Geldspielgesetz und seine Folgen

Seit dem 1. Januar 2019 regelt das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51) den Schweizer Markt. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach Artikel 3 lit. c und e BGS; sie werden von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel; sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos, mit dem Produkt Sporttip, und Loterie Romande, mit dem Produkt Jouez Sport. Weitere Veranstalter sind nicht zugelassen. Die Gespa führt keine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher, weil es keine gibt; sie führt nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains.

Das Vertragsgebiet jedes Veranstalters

Swisslos bedient die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer im deutschen Sprachraum wohnt, kann sich nur bei Swisslos registrieren; wer im französischen Sprachraum wohnt, nur bei Loterie Romande. Das ist keine Wahl, sondern eine Folge der interkantonalen Vereinbarung.

Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre, einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre; jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, kann kein Konto eröffnen.

Was auf der Gespa-Liste steht und was nicht

Was gewettet werden darf, bestimmt die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Die Liste ist eine geschlossene Liste; was nicht drauf steht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsrunden sind nur wetbar, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; nie Wetten auf Trainingsläufe. Eckball-Märkte und Karten-Märkte sind nicht in der Liste; E-Sports ist nicht in der Liste. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen.

Wettern, die auf einen Markt setzen wollen, der nicht in der Liste steht, bleibt nur der Weg zu einem ausländischen Anbieter. Was das bedeutet, steht im Abschnitt zu den ausländischen Anbietern.

Werbung, Boni und ihre Grenzen

Werbung für Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu 500’000 Franken bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte die Gespa 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos.

Bonus-Versprechen ausländischer Anbieter unterliegen nicht der Schweizer Aufsicht. Wer einen Bonus-Coupon aus dem Ausland nutzt, hat keinen Schweizer Rekurs, wenn der Bonus nicht wie versprochen ausgezahlt wird.

Verantwortungsvolles Spielen

Verlustlimiten, die vor der ersten Wette stehen

Bevor eine Spielerin bei Swisslos die erste Wette platziert, muss sie Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei 9’999 Franken, bei Spielerinnen unter 21 Jahren bei 1’000 Franken. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Was vor der ersten Wette steht, kann während des Wettens nicht ohne Wartezeit erhöht werden. Das ist die regulatorische Idee hinter dem Mechanismus: das Limit, das in der Ruhe gesetzt wird, gilt auch im Spiel.

Die Spielerin kann die Limite jederzeit im Konto senken, ohne Wartezeit. Sie kann sie auch erhöhen, aber erst nach drei Tagen; die Erhöhung gilt nicht rückwirkend. Wer nach einer Verlustserie das Limit erhöht, um weiter zu spielen, hat die Wirkung des Mechanismus bereits verfehlt.

Spielsperre und das gemeinsame Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, mit Beteiligung einer Fachstelle.

Das Register ist der Kern des Spielerschutzes im Schweizer System. Eine Spielerin, die sich bei Swisslos sperrt, ist automatisch auch bei Loterie Romande und den Schweizer Casinos gesperrt. Die Sperre ist nicht aufgehoben, wenn die Spielerin versucht, sich bei einem anderen Schweizer Anbieter zu registrieren; sie gilt zentral.

Wer sich nicht sperren lassen kann

Spielsperren richten sich an Spielerinnen, die sich selbst schützen wollen oder sollen. Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind nicht an das Register angeschlossen. Eine Spielerin, die sich bei Swisslos sperrt und dann bei einem ausländischen Anbieter spielt, umgeht die Sperre. Was bleibt, ist die Selbstdisziplin: Wer eine Sperre braucht, braucht sie, und die Frage ist nicht, ob sie hilft, sondern ob sie ernst genommen wird.

Spielsperren sind auch nicht für minderjährige Spielerinnen da. Wer unter 18 ist, darf gar nicht erst spielen; die Gespa-Aufsicht und die Veranstalter prüfen das Alter bei der Registrierung. Was bleibt, ist das Risiko, dass Minderjährige über ausländische Anbieter spielen, die keine Schweizer Aufsicht haben.

Wo Spielerinnen Hilfe finden

Spielerinnen, die Hilfe suchen, finden sie bei Fachstellen für Spielsucht. Die Gespa führt eine Liste anerkannter Stellen; die Veranstalter verweisen auf ihrer Website auf Hilfsangebote. Eine Spielerin, die merkt, dass das Wetten zur Belastung wird, sollte nicht zögern, sondern handeln: zuerst die eigene Limite senken, dann eine Spielsperre in Betracht ziehen, dann den Kontakt zu einer Fachstelle suchen.

Boni und Gratiswetten: was die Werbung verschweigt

Wie Boni im Schweizer Markt funktionieren

Boni sind im Schweizer Markt keine Selbstverständlichkeit. Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). 2025 erteilte die Aufsicht 24 solcher Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Die meisten ausländischen Bonus-Modelle, die im Internet beworben werden, gibt es im lizenzierten Schweizer Markt nicht.

Was Swisslos an Bonus-Formen anbietet, ist begrenzt: Quotenboosts für Prematch-Einzelwetten, Profitboosts für definierte Sportereignisse, den Kombiboost für Kombinationswetten mit mindestens vier Voraussagen und Einzelquoten von mindestens 1.50. Jeder dieser Boosts ist pro Spielerin nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt ein Boost.

Die Bedingungen hinter «risikofrei» und «gratis»

Wer «risikofreie» Wetten oder «Gratiswetten» aus ausländischen Quellen kennt, weiss, dass diese Begriffe wenig sagen. Eine «risikofreie» Wette ist oft eine Wette, deren Verlust als Gratiswette zurückerstattet wird – nicht als Bargeld. Eine «Gratiswette», die nicht gewinnt, ist verloren; wer sie gewinnt, bekommt oft nur den Nettogewinn, nicht den Einsatz zurück. Die Werbung verschweigt die Hälfte; die Bedingungen stehen im Kleingedruckten.

Im Schweizer Markt sind diese Modelle selten, weil die Gespa sie vorab prüft. Was Swisslos anbietet, ist definiert und limitiert. Was ausländische Anbieter bieten, ist nicht definiert, weil es keine Schweizer Aufsicht gibt.

Warum Boni die Marge nicht ausgleichen

Wer auf einen Bonus hofft, um die Marge zu kompensieren, irrt. Die Marge ist in jeder Quote eingebaut; ein Bonus ändert die Quoten nicht. Wenn eine Spielerin einen Bonus über 100 Franken bekommt und diesen 35 Mal zu einer Mindestquote von 2.00 umsetzen muss, hat sie 3’500 Franken Einsatz bei einer durchschnittlichen Marge von vielleicht fünf Prozent. Der erwartete Verlust auf diesen 3’500 Franken liegt bei etwa 175 Franken; der Bonus von 100 Franken wird durch den erwarteten Verlust aufgezehrt, plus die Bedingungen, die der Bonus trägt.

Was am Ende bleibt, ist das Risiko, dass die Spielerin das Bonus-Ziel nicht erreicht und den vollständig bonus verliert. Die Frage ist nicht, ob der Bonus «es wert ist», sondern ob die Spielerin bereit ist, die damit verbundenen Wetten zu platzieren.

Anbieter im Vergleich

Swisslos Sporttip

Swisslos mit Sitz in Basel veranstaltet Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip. Die Genossenschaft hat die Schweizer Bewilligung für Grossspiele (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51) und ist einer der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht zulässt. Der zweite ist die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Sporttip bedient die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein; online registrieren kann sich nur, wer im Vertragsgebiet wohnt.

Das Sporttip-Angebot umfasst Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten, Prematch- und Langzeitwetten, Live-Wetten und Cash-Out. Quotenboosts und Profitboosts sind online verfügbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten von je 1.50 oder höher; bei fünfzehn Voraussagen gibt es 100 Prozent Bonus auf den Nettogewinn. Auszahlungen auf das eigene Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto erfolgen innert 5 bis 10 Arbeitstagen; die ersten beiden Auszahlungen pro Jahr sind kostenlos, ab der dritten fällt eine Kommission von 3 Prozent an.

Swisslos ist die einzige Option für Spielerinnen in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein. Die Beschränkung ist regulatorisch bedingt und gilt für alle gleich. Wer mit dem Angebot von Sporttip zufrieden ist, hat eine vollständige Plattform, die alle Grundbedürfnisse abdeckt. Wer ein breiteres Angebot erwartet, ist im Schweizer Markt falsch.

Loterie Romande Jouez Sport

Loterie Romande mit Sitz in Lausanne betreibt das Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wie Swisslos hat Loterie Romande eine Schweizer Bewilligung und ist einer der beiden zugelassenen Veranstalter. Das Angebot deckt dieselben Wettformen ab: Einzel-, Kombinations- und Systemwetten, Live-Wetten, Cash-Out.

Die Westschweizer Spielerinnen können sich nur bei Loterie Romande registrieren; eine Registrierung bei Swisslos ist nicht möglich. Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende; die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Wer im französischen Sprachraum wohnt, hat keine andere lizenzierte Option.

Wer eine App sucht, die auf Französisch funktioniert, ist bei Jouez Sport richtig. Wer ein vergleichbares Angebot auf Deutsch sucht, ist bei Sporttip richtig. Der Unterschied zwischen den beiden ist Sprache und Vertriebsgebiet, nicht Tiefe oder Fairness des Angebots.

FortuneJack

FortuneJack gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus dem Ausland hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS); FortuneJack ist nicht an das Schweizer Ausschluss-Register angeschlossen; eine Schweizer Spielerin hat keinen Schweizer Rekurs, wenn es Probleme gibt. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, was den Zugang aus dem Schweizer Netz blockiert; Schweizer Banken und Kartenanbieter blockieren Zahlungen nicht.

Wer bei FortuneJack spielt, akzeptiert diese Rahmenbedingungen. Die Spielerin, die mit einem ausländischen Anbieter spielt, sollte verstehen, dass die Aufsicht fehlt, der Schutz fehlt, der Rekurs fehlt. Was bleibt, ist das Angebot selbst, das breiter sein kann als im Schweizer Markt, mit Kryptowährungen, mit anderen Märkten, mit anderen Bonus-Modellen. Die Frage ist, ob das den fehlenden Schutz aufwiegt.

Gamdom

Gamdom ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die der Anbieter ausweist, hat in der Schweiz keine Kraft. Die Gespa-Sperrliste kann die Domain blockieren; ein Schweizer Schutz existiert nicht. Was Gamdom vom vorherigen Anbieter unterscheidet, sind die konkreten Märkte und Bonus-Modelle; im Schweizer Rechtsrahmen sind alle ausländischen Anbieter gleichgestellt.

Wer Gamdom nutzt, sollte sich nicht auf Bonus-Versprechen verlassen, die auf der Website stehen. Wer einen Konflikt hat, hat keinen Schweizer Anlaufpunkt. Die Spielerin, die ihre Rechte wahren will, sollte nur bei lizenzierten Anbietern spielen.

ZotaBet

ZotaBet gehört zur gleichen Kategorie wie FortuneJack und Gamdom: kein Schweizer Bewilligung, keine Kraft ausländischer Lizenzen in der Schweiz, keine Verbindung zum Schweizer Ausschluss-Register. Was ZotaBet von anderen unterscheidet, ist das eigene Angebot, nicht der Schweizer Rechtsrahmen. Die Spielerin, die bei ZotaBet spielt, spielt ausserhalb der Schweizer Aufsicht.

Die Sperrliste-Mechanik bedeutet, dass Schweizer Internetanbieter den Zugang zu ZotaBet blockieren können. Wer den Anbieter trotzdem erreicht, nutzt einen Umweg. Die Spielerin, die diesen Umweg geht, hat keinen Schweizer Schutz für ihr Spielguthaben oder ihre Gewinne.

1Bet

1Bet ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die 1Bet trägt, hat in der Schweiz keine Gültigkeit; die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Die Spielerin, die bei 1Bet spielt, hat keinen Schweizer Schutz und keinen Schweizer Rekurs.

Die Frage, ob 1Bet «besser» oder «schlechter» ist als FortuneJack, Gamdom oder ZotaBet, ist im Schweizer Kontext irrelevant. Alle vier sind ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens; die Schweizer Spielerin, die bei einem von ihnen spielt, verlässt den geschützten Bereich.

IviBet

IviBet gehört zur gleichen Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die IviBet trägt, hat in der Schweiz keine Kraft. Die Gespa-Sperrliste kann die Domain blockieren; eine Schweizer Spielerin hat keinen Schutz und keinen Rekurs. Was IviBet konkret anbietet, unterscheidet sich von anderen Anbietern, aber die Schweizer Rechtsstellung ist identisch.

Die Spielerin, die mit einem ausländischen Anbieter spielt, sollte sich nicht von Bonus-Versprechen oder Marktbreite blenden lassen. Die Frage ist nicht, was der Anbieter verspricht, sondern was im Konfliktfall passiert – und im Konfliktfall gibt es keinen Schweizer Anlaufpunkt.

Fezbet

Fezbet ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz aus dem Ausland hat in der Schweiz keine Gültigkeit; die Gespa-Sperrliste kann die Domain blockieren. Die Spielerin, die bei Fezbet spielt, verlässt den Schweizer Schutzraum.

Die Tatsache, dass Fezbet «etabliert» wirkt, ändert die Schweizer Rechtsstellung nicht. Eine Lizenz aus Malta oder Curaçao hat in der Schweiz keine Kraft; eine Spielerin, die bei Fezbet spielt, hat keinen Schweizer Schutz für ihr Spielguthaben, ihre Gewinne oder ihre personenbezogenen Daten.

Cloudbet

Cloudbet gehört zur gleichen Kategorie der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die Cloudbet trägt, hat in der Schweiz keine Gültigkeit; die Gespa-Sperrliste kann die Domain blockieren. Eine Schweizer Spielerin, die bei Cloudbet spielt, hat keinen Schweizer Schutz und keinen Schweizer Rekurs.

Was Cloudbet von anderen ausländischen Anbietern unterscheidet, ist die Ausrichtung auf Kryptowährungen. Diese Ausrichtung ist im Schweizer Markt irrelevant, weil lizenzierte Schweizer Anbieter keine Kryptowährungen akzeptieren und keine Krypto-Auszahlungen anbieten. Wer mit Kryptowährungen wetten will, ist auf ausländische Anbieter angewiesen und akzeptiert die damit verbundenen Rahmenbedingungen.

Betwinner

Betwinner schliesst die Liste der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ab. Eine Schweizer Spielerin, die bei Betwinner spielt, hat keinen Schweizer Schutz und keinen Schweizer Rekurs.

Betwinner gehört zu den bekannteren Namen im internationalen Wettanbietermarkt. Die Bekanntheit ändert nichts an der Schweizer Rechtsstellung: kein Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht. Wer bei Betwinner spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens.

Häufige Fragen

Was ist ein Buchmacher, und wie verdient er an jeder Wette?

Ein Buchmacher nimmt Wetten zu festgelegten Quoten an, zahlt Gewinne aus und verdient an der Marge, die in jeder Quote eingebaut ist. Die Quoten für alle möglichen Ausgänge eines Marktes ergeben zusammen mehr als 100 Prozent der Einsätze; die Differenz ist die Marge, die der Anbieter einbehält. Über viele Wetten hinweg verlieren Spielerinnen im Durchschnitt einen Prozentsatz, der ungefähr der Marge des Marktes entspricht.

Wer darf in der Schweiz Sportwetten anbieten, und was heisst «neu» in diesem Zusammenhang?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten. Diese Beschränkung gilt seit dem Inkrafttreten des Geldspielgesetzes am 1. Januar 2019 und ist nicht aufgehoben. «Neu» kann in diesem Markt nicht einen neuen Veranstalter bedeuten, weil das Gesetz keine weiteren Veranstalter zulässt. Was sich verändert, sind Produkte und Funktionen innerhalb der bestehenden Angebote.

Welche Folgen hat es, bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung zu wetten?

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wettet, hat keinen Schweizer Schutz: keine Verbindung zum Schweizer Ausschluss-Register, keine Schweizer Aufsicht, keinen Schweizer Rekurs. Gewinne ausländischer Grossspiele werden nach kantonalem Recht behandelt; der Kanton Thurgau besteuert sie vollständig, unabhängig vom Betrag. Die Domain des Anbieters kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, was den Zugang aus dem Schweizer Netz blockiert.

Wie berechnet sich ein Gewinn aus Einsatz und Quote?

Der Gewinnbetrag einer Wette ist Einsatz mal Quote; bei Kombinationswetten ist es Einsatz mal Gesamtprodukt der Einzelquoten. Wer 50 Franken auf eine Einzelwette mit Quote 2.40 setzt, bekommt bei einem Treffer 120 Franken zurück, also 70 Franken Reingewinn nach Abzug des Einsatzes. Swisslos rundet den Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf fünf Rappen genau ab.

Welche Verlustlimiten und welche Spielsperre gelten vor und während des Wettens?

Vor der ersten Wette muss die Spielerin bei Swisslos Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von 9’999 Franken (1’000 Franken unter 21 Jahren). Eine Senkung gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Eine Spielsperre kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden; eine unbefristete Sperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Sind Gewinne aus Sportwetten steuerfrei, und was bedeutet «je nach Kanton»?

Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei; der Bund setzt den Freibetrag ab dem 1.1.2026 auf 1’071’000 Franken, die Kantone setzen eigene Freibeträge. Oberhalb des Freibetrags zieht der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der typische Wettgewinn liegt weit unter dem Freibetrag, sodass keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer anfallen. «Je nach Kanton» bedeutet, dass die kantonale Steuerpraxis variiert; in Thurgau sind Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig steuerpflichtig.

Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»