Wettboni in der Schweiz: was ein Bonus tatsächlich kostet

Updated Oktober 2026
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Ladevorgang...

Fünf Fussbälle liegen in einer Reihe auf einer Rasenkante, die Sonne steht tief über dem Platz.

Aktualisiert am Oktober 19, 2026; geprüft gegen die Veranstalterbewilligungen der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) und die Spielregeln von Sporttip, Stand 14. Oktober 2026.

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50.

Wer in der Schweiz nach einem «Wettbonus» sucht, stösst rasch auf zwei sehr unterschiedliche Welten. Inlandische Veranstalter bieten kleine Boosts und Gratisspielguthaben an, die sie von der Aufsicht haben bewilligen lassen. Auslandische Buchmacher locken mit grossen Prozentzahlen, knüpfen diese aber an Umsatzbedingungen, die ein durchschnittlicher Spieler selten vollständig tragbar findet.

Die Rangliste der Bonusangebote nach dem, was sie wirklich kosten

Eine Bonushohe ist eine Werbezahl. Was sie kostet, entscheidet sich an drei Stellen: an der Bewilligung, an der Auszahlbarkeit und an den Bedingungen, unter denen das Geld zur Wette oder zur Auszahlung freigegeben wird. Die folgende Tabelle sortiert die zehn Anbieter genau in dieser Reihenfolge. Zwei davon sind die bewilligten Schweizer Veranstalter; acht sind auslandische Marken ohne Schweizer Bewilligung, die Schweizer Spielende auf dem Bildschirm sehen und deren Werbung in der Schweiz verboten ist.

Eine breite Treppe aus Sandstein führt im Morgenlicht zu einem hohen Gebäude.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS (Grossspiel) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel (Produkt Sporttip)
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS (Grossspiel) Société de la Loterie de la Suisse Romande (Produkt Jouez Sport)
BC.Game keine nicht ausgewiesen, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Funbet keine nicht ausgewiesen, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Unibet keine nicht ausgewiesen, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
20Bet keine nicht ausgewiesen, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
FortuneJack keine nicht ausgewiesen, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Rainbet keine nicht ausgewiesen, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Bahigo keine nicht ausgewiesen, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
HornetBet keine nicht ausgewiesen, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die Tabelle zeigt das, was die Gespa-Logik erzwingt: Inlandische Veranstalter stehen oben, auslandische unten, und der Status der auslandischen Lizenz ist jedes Mal derselbe Satz. Sie ist im Inland rechtlich belanglos. Wer bei einem auslandischen Anbieter spielt, hat keinen Schweizer Ausschlussregister-Anschluss, keine Schweizer Beschwerdestelle und keine Schweizer Sperre, die ihn schutzt. Die Gespa veroffentlicht eine Sperrliste gesperrter Domains; die zustandigen Telekomanbieter blocken sie per DNS, neue Domains tauchen in der Regel innerhalb von Stunden wieder auf.

Grundlagen: was ein Bonus in der Schweiz überhaupt sein darf

Schweizer Wettveranstalter bewegen sich im engsten rechtlichen Rahmen aller europaischen Markte. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) klassifiziert Sportwetten als Grossspiel. Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen nach Art. 75 Abs. 2 BGS die vorgangige Zustimmung der Aufsicht. Im Jahr 2025 hat die Gespa der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 solcher Bewilligungen erteilt. Eine runde Summe, nicht im Sinne der Hohe, sondern im Sinne der Zahl der genehmigten Aktionen.

Ein Basketball liegt auf dem Parkett einer leeren Sporthalle im Licht der Deckenlampen.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Daraus folgt eine Mechanik, die jeder Schweizer Wettkunde kennen sollte: was an Bonus beworben wird, ist von der Aufsicht genehmigt, in seinem Umfang begrenzt, in der Regel nicht auszahlbar, und oft an die Online-Kanale gebunden. Der Sporttip-Kombiboost etwa gilt ausschliesslich online, vor Spielbeginn, live und auf Systemwetten; er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 und stockt den Nettogewinn gestaffelt auf, 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei funfzehn. Einsatz und Gewinnerhohung sind limitiert. Es ist ein Prozent-Bonus, kein Bargeld.

Warum die Schweizer Boni kleiner ausfallen als die auslandischen

Die Logik ist einfach. Auslandische Anbieter sind nicht bewilligt und unterliegen nicht dem BGS; sie konnen mit einer Prozentzahl werben, weil sie niemanden fragen mussen. Schweizer Veranstalter durfen nur bewilligte Gratisspielguthaben ausgeben, und die Bewilligung wird restriktiv gehandhabt. Wer «100 % Bonus» liest, hat es fast immer mit einem auslandischen Anbieter zu tun, und die Zahl sagt nichts daruber, was am Ende auszahlbar ist.

Der typische auslandische Bonus hat eine dreifache Sperre: eine Umsatzbedingung (Wagering Requirement), eine Mindestquote pro Wette und eine Frist. Wer nicht innerhalb dieser Frist den geforderten Umsatz erfullt, verliert Bonus und Gewinne. Eine typische Umsatzbedingung ist «Bonus plus Einzahlung, 5-mal umsetzen, Quote 1.50, 30 Tage». Bei einer Einzahlung von CHF 200 und einem Bonus von CHF 200 ist das ein erforderlicher Umsatz von CHF 2’000, mit Wettquoten ab 1.50. Fur einen Gelegenheitsspieler ist das ein Fulltime-Job auf der Wettplattform. Fur einen erfahrenen Spieler mit hohem Einsatz ist es beherrschbar, aber es verschiebt die erwartete Auszahlung nach unten. Das ist der Punkt, an dem die «kostenlose Wette» zu einer Kostenstelle wird.

Der Sporttip-Kombiboost: was er taugt

Der Kombiboost ist die sichtbarste Aktion von Sporttip und eignet sich gut, um die Mechanik zu erklaren, weil er ausdrücklich an Bedingungen gebunden ist, die in den Spielregeln stehen. Vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 sind die Einstiegsstufe. Wer das schafft, bekommt 5 % auf den Nettogewinn obendrauf, nicht auf den Einsatz. Bei funfzehn Voraussagen verdoppelt sich der Nettogewinn durch den Boost, was sich nach viel anhort, aber nur, wenn alle funfzehn Voraussagen treffen. Die kombinierte Wahrscheinlichkeit von funfzehn Ereignissen, jedes einzelne zu 1.50 oder höher, ist im einstelligen Prozentbereich. Der Boost ist ehrlich ausgewiesen, und das macht ihn in der Schweizer Landschaft fast schon ungewohnlich.

Die zweite Stufe sind die Quoten- und Profitboosts. Quotenboosts gelten nur online, auf Prematch-Einzelwetten, mit genau einer Voraussage. Profitboosts erhöhen den moglichen Nettogewinn eines benannten Sportereignisses um einen ausgewiesenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettkunde nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhohung limitiert, und verfallen, sobald ein Cash-Out gezogen wird. Cash-Out ist bei Sporttip nur als volliges Cash-Out verfugbar, ohne Teilauszahlung, und der Betrag liegt unter dem nicht vorzeitigen Wettgewinn, weil der Veranstalter den Vorteil der Flexibilitat einpreist.

Was Gratisguthaben von Gratisspielguthaben unterscheidet

Die Schweizer Spielregeln verwenden den Begriff «Gratisspielguthaben» fur ein bewilligtes Werbeguthaben, das nicht auszahlbar ist. Es wird auf dem Spielkonto gutgeschrieben und kann eingesetzt werden, Gewinne sind aber an die Spielregeln gebunden. Auszahlbar wird es nicht. Im Marktumfeld taucht dafur haufig der Begriff «Gratiswette» oder «Freiwette» auf, in der Regel fur Aktionen, deren Einsatz bei einer gewonnenen Wette nicht zuruckbezahlt wird. Wer eine Gratiswette zu Quote 3.00 gewinnt, bekommt den Gewinn ohne den ursprunglichen Einsatz zuruck. Das ist die typische Mechanik. Wer das nicht weiss, lasst sich vom «Gratis»-Begriff leicht in die Irre fuhren.

Loterie Romande: das Pendant in der Westschweiz

Die Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, unter dem Produktnamen Jouez Sport. Sie hat ihren Sitz faktisch in Lausanne, Avenue de Provence 14, und gibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz an. Das Vertriebsmodell unterscheidet sich von Sporttip durch eine grossere Verkaufsstellendichte und eine etwas andere Online-Struktur. Die Bonusmechanik folgt den BGS-Vorgaben, ist also klein, bewilligt und in der Regel nicht auszahlbar. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann kein Online-Konto bei der Loterie Romande eroffnen, und wer in der Romandie wohnt, kann keines bei Swisslos eroffnen. Die Vertragsgebiete sind nach Kanton getrennt.

Die Loterie Romande hat 2025 mehr Bewilligungen fur Gratisspielguthaben erhalten als Swisslos, 24 gegenuber 8, was auf eine etwas aktivere Aktionstatigkeit hindeutet, nicht auf grossere Summen. Beide Veranstalter mussen jede Aktion einzeln bewilligen lassen, und die Aufsicht schaut auf den Charakter der Werbung, auf den Adressatenkreis und auf den Anteil nicht auszahlbarer Guthaben.

Auslandische Anbieter: die Falle hinter dem grossen Prozentzeichen

Acht der zehn hier aufgefuhrten Marken haben keine Schweizer Bewilligung. Es sind BC.Game, Funbet, Unibet, 20Bet, FortuneJack, Rainbet, Bahigo und HornetBet. Sie alle werden auf dem Schweizer Markt beworben oder sind zumindest uber Suchmaschinen erreichbar, obwohl Werbung fur in der Schweiz nicht bewilligtes Glucksspiel nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten ist und mit Busse bis CHF 500’000 bestraft werden kann. Die Spieler werden nicht bestraft, aber es gibt keine Schweizer Sperre, die sie schutzt, kein Schweizer Beschwerdewesen, und das Sperrsystem der Gespa kann Domains blocken, die in der Regel nach Stunden wieder auftauchen.

Die auslandischen Boni sind deshalb nicht per se schlecht, aber sie haben ein anderes Sicherheitsprofil. Wer dort spielt, sollte das wissen. Eine auslandische Lizenz aus Curacao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine rechtliche Kraft. Es gibt keine Schweizer Aufsicht, die bei Streit mit dem Anbieter vermittelt, und kein Schweizer Ausschlussregister, das bei problematischem Spielverhalten eingreift. Das ist der Hauptunterschied zu den beiden bewilligten Veranstaltern, nicht die Hohe des Bonus.

Verantwortungsvolles Spielen: was die Angebote nicht aufheben

Ein Bonus andert das Verlustrisiko nicht. Er verschiebt es nur. Wer einen Bonus von CHF 200 mit einer Umsatzbedingung von 5x bekommt, muss CHF 1’000 an Wetten platzieren, mit Mindestquoten, und am Ende verbleibt der Gewinn auf dem Spielkonto oder wird nach erfolgreichem Durchspielen auszahlbar. In beiden Fallen hat der Spieler CHF 200 eigenes Geld plus CHF 1’000 Umsatz riskiert, und die Markte, auf die er wettet, haben eine Marge des Buchmachers eingepreist. Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher langfristig pro Franken Einsatz behalt. Bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90/1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 90.7 %, die Marge entsprechend bei etwa 9.3 %. Wer den Bonus durchspielt, zahlt diesen Anteil an den Buchmacher. Das ist die Mathematik hinter jeder Bonus-Aktion, und sie verschwindet nicht, weil ein «Boost» daruber steht.

Limiten, die der Spieler selbst setzt

Bei Swisslos mussen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten fur 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jahrigen bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhohung erst nach 72 Stunden; das BGS schreibt dafur 24 Stunden vor, Swisslos und Loterie Romande wenden die strengere 72-Stunden-Frist in ihren Bedingungen an. Zusatzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite fur jeweils 30 Tage moglich. Die Limiten sind Selbstanbindung, nicht staatliche Obergrenzen. Wer sie nicht setzt, kann gar nicht spielen.

Die Spielsperre ist die zweite Stufe. Bei Swisslos lasst sich der Zugang produktbezogen fur 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch fur Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Furstentum Liechtenstein. Eine selbst gewahlte Sperre kann nach BGS erst nach drei Monaten uber eine Fachstelle aufgehoben werden. Wer in einem auslandischen Anbieterkonto spielt, ist in dieses Register nicht eingebunden. Die Sperre wirkt nur Inland.

Steuern auf Wettgewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Ab 1. Januar 2026 liegt die bundesrechtliche Schwelle bei CHF 1’071’000. Daruber behalt der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die uber die Steuererklarung zuruckgefordert werden kann. Die kantonalen Schwellen unterscheiden sich, weshalb eine Aussage wie «steuerfrei in der ganzen Schweiz» nicht stimmt; es kommt auf den Kanton an. Die meisten Wettkunden gewinnen weit unter dieser Schwelle und zahlen keine Steuern auf den Gewinn. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht.

Gewinne aus auslandischen Buchmachern fallen nicht unter die Schweizer Verrechnungssteuer. Der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus auslandischen Grossspielen unabhängig von der Hohe als voll steuerbares Einkommen. Andere Kantone handhaben das je nach Praxis anders. Es lohnt sich, die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater zu fragen, bevor ein grosser Gewinn ausgezahlt wird.

Sporttip im Detail: was die Spielregeln wirklich sagen

Wer Sporttip nutzt, sollte die Spielregeln kennen, weil sie die Hohe des maximalen Einsatzes genauso regeln wie die Frage, was im Konfliktfall passiert. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1 pro Einzel- und Kombinationswette, der Hochsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Grunden andern; eine Wette uber der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Er wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, was bei grossen Quotenprodukten sichtbar wird.

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprunglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungultig: Einzelwetten werden zuruckbezahlt, in Kombinationen erhalt die Voraussage die Quote 1.00. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der offentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief erfolgen. Diese Regeln sind nicht versteckt, sie stehen in den Spielregeln, und wer sie liest, versteht, warum der Sporttip-Account kein anonymes Konto ist: Die Verifizierung der Identitat ist Pflicht, eine Spielsperre wird zentral registriert, und jede Auszahlung geht auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto im eigenen Namen.

Livewetten und Cash-Out: was Swisslos anbietet, was es nicht garantiert

Sporttip fuhrt Livewetten unabhangig davon, ob das Ereignis live ubertragen wird. Wetten, die nach dem tatsachlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zahlen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheidung kann Swisslos Wetten ebenfalls mit 1.00 werten. Cash-Out ist fur Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfugbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollstandiges Cash-Out. Der Betrag liegt unter dem moglichen Wettgewinn, weil Swisslos den Flexibilitatsvorteil einpreist. Eine Garantie, dass Cash-Out fur jeden Markt zur Verfugung steht, gibt es nicht. Wer auf Cash-Out als Strategie baut, muss damit rechnen, dass die Option in einzelnen Situationen fehlt.

Loterie Romande im Detail: das Westschweizer Pendant

Die Loterie Romande ist in sechs Kantonen tatig. Sie zahit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, 221 Mitarbeitende und unterhalt das Online-Angebot Jouez Sport. Die Spielregeln sind mit denen von Sporttip in den Grundzugen vergleichbar, weil beide demselben BGS-Regime unterstehen. Der Unterschied liegt in der geografischen Reichweite und in der Vertriebsstruktur. Die Loterie Romande ist starker auf das Verkaufstellennetz ausgerichtet, wahrend Sporttip eine grossere Online-Praxis hat. Beide bekommen von der Gespa die Spielbewilligung, beide mussen jede Aktion bewilligen lassen, beide sind an die Verlustlimiten und die Spielsperre gebunden. Wer im Vertragsgebiet der Loterie Romande wohnt, kann dort ein Online-Konto eroffnen, und wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, geht zu Swisslos. Eine gegenseitige Kontoeroffnung ist nicht moglich.

Was die Online-Teilnahme bei Swisslos konkret bedeutet

Die Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewohnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und sie ist pro Person nur einmal moglich. Die Identitat wird uber einen hochgeladenen Ausweis verifiziert, die Adresse gegen Datenbanken gepruft. Spielguthaben wird per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein gekauft, mit einem Mindestbetrag von CHF 20 und einer Obergrenze von CHF 10’000 in 30 Tagen; ein Kauf ist nur moglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht ubersteigt. PostFinance Pay wird als Auflademoglichkeit angeboten, mit Bestatigung direkt in der PostFinance-App. Das ist mehr Verifizitierungsaufwand als bei vielen auslandischen Anbietern, und es ist der Preis fur die Schweizer Bewilligung.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestatigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne uber CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers uberwiesen. Auszahlungen aus dem Spielguthaben sind zweimal pro Jahr gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % erhoben werden, die Uberweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar, was den zentralen Unterschied zu einer Bargeldauszahlung ausmacht.

Auslandische Anbieter im Detail: was sie kosten, was sie bieten

Die acht auslandischen Marken in der Tabelle haben gemeinsam, dass sie in der Schweiz keine Bewilligung haben und dass eine auslandische Lizenz in der Schweiz keine rechtliche Kraft hat. Was sie im Einzelnen an Boni, Wettmärkten oder Auszahlungszeiten bieten, wird in den AGB der jeweiligen Anbieter beschrieben. Diese AGB sind nicht Schweizer Recht und werden nicht von der Gespa gepruft. Wer dort spielt, sollte die AGB lesen, die Bonusbedingungen verstehen und sich bewusst sein, dass es bei Streitigkeiten kein Schweizer Beschwerdewesen gibt. Die folgende Auflistung bewertet die Anbieter nach denselben Kriterien wie die Schweizer Veranstalter: Bewilligungsstatus, Auszahlbarkeit, Bedingungen, Markt.

BC.Game

BC.Game ist eine Marke, die vor allem durch Kryptowahrungen und Casino-Spiele bekannt ist. Sie hat keine Schweizer Bewilligung, die Lizenz ist nicht ausgewiesen, der Anbieter unterliegt nicht dem BGS. Schweizer Spieler, die ein Konto eroffnen, sind nicht in das Schweizer Ausschlussregister eingebunden, und die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen. Wer hier spielt, hat keine Schweizer Sperre und keine Schweizer Beschwerdestelle. Der «Bonus»-Wert bei solchen Krypto-orientierten Anbietern ist haufig an den Einsatz in Kryptowahrung gebunden, und die Bewertung in CHF schwankt mit dem Kurs.

Funbet

Funbet ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Er operiert mit einer auslandischen Lizenz, die in der Schweiz keine Kraft hat. Die Werbung fur solche Anbieter ist in der Schweiz verboten, das Vorkommen in Suchresultaten ist keine Empfehlung. Spieler, die dort ein Konto eroffnen, sollten die Bonusbedingungen genau prufen: Welche Umsatzanforderung gilt, welche Mindestquote, welche Frist, welche Spiele oder Markte sind ausgeschlossen. Diese Angaben sind in den AGB, nicht in der Werbung, und sie sind der Punkt, an dem die Hohe des Bonus zur Kostenstelle wird.

Unibet

Unibet ist eine etablierte europaische Marke mit einer langen Geschichte, aber in der Schweiz ohne Bewilligung. Die Marke wird in der Schweiz beworben, was gegen Art. 74 Abs. 3 BGS verstosst. Fur Schweizer Spieler bedeutet das: keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Sperre. Die Bonusstruktur folgt dem europaischen Standard: Prozentbonus auf die Einzahlung, Umsatzbedingung, Mindestquote, Frist. Wer die Bedingungen nicht vollstandig versteht, sollte den Bonus nicht annehmen, weil ein nicht durchgespielter Bonus den Gewinn auszahlt und damit den gesamten Gewinn verlieren lasst.

20Bet

20Bet ist ein Anbieter, der in mehreren Landern tatig ist, mit auslandischer Lizenz und ohne Schweizer Bewilligung. Die Werbung in der Schweiz ist verboten, das Vorkommen in Suchresultaten ist keine Genehmigung. Die Bonusstruktur entspricht dem Marktstandard, mit Umsatzbedingungen, die zwischen 5x und 10x Bonus plus Einzahlung liegen, und mit Mindestquoten, die oft bei 1.50 oder 2.00 angesetzt sind. Spieler, die dort spielen, sollten die AGB lesen und sich bewusst sein, dass die Schweizer Verrechnungssteuer auf Gewinne aus auslandischen Grossspielen je nach Kanton anders behandelt wird.

FortuneJack

FortuneJack ist ein Krypto-orientierter Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz ist nicht ausgewiesen, in der Schweiz hat sie keine Kraft. Spieler, die dort ein Konto eroffnen, sind nicht in das Schweizer Ausschlussregister eingebunden. Die Auszahlung erfolgt in Kryptowahrung, was in der Schweiz fur bewilligte Anbieter ausgeschlossen ist. Bei FortuneJack gilt: keine Schweizer Sperre, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Beschwerdestelle, auslandische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz.

Rainbet

Rainbet folgt dem gleichen Muster: auslandischer Anbieter, keine Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht ausgewiesen oder ohne Kraft in der Schweiz. Die Bonusstruktur ist marktublich, mit Umsatzbedingung, Mindestquote, Frist. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, was in der Regel innerhalb von Stunden umgangen wird. Wer dort spielt, sollte die AGB lesen, die Bonusbedingungen verstehen und sich bewusst sein, dass die Schweizer Aufsicht nicht eingreift.

Bahigo

Bahigo ist ein Anbieter mit Schwerpunkt auf dem Schweizer Markt, was die Werbung in der Schweiz noch problematischer macht. Art. 74 Abs. 3 BGS verbietet Werbung fur in der Schweiz nicht bewilligtes Glucksspiel, und die Busse kann bis CHF 500’000 betragen. Fur Spieler bedeutet das: keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Sperre, auslandische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz. Die Bonusstruktur ist marktublich, die Bedingungen sind in den AGB.

HornetBet

HornetBet ist ein weiterer auslandischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz ist nicht ausgewiesen, in der Schweiz hat sie keine Kraft. Wer dort spielt, hat keine Schweizer Sperre und keine Schweizer Beschwerdestelle. Die Bonusstruktur folgt dem Marktstandard, mit Umsatzbedingungen und Mindestquoten, die in den AGB stehen.

Wie die Marge den Bonus-Wert auflost

Eine 100/2.00-Wette bei einem Buchmacher hat eine implizite Auszahlungsquote von 100 % minus Marge. Bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90/1.90 ist die Auszahlungsquote 1 geteilt durch (1/1.90 plus 1/1.90), also ungefahr 0.95, was 95 % entspricht. Die Marge liegt bei rund 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswartsieg) im Fussball mit Quoten 2.10/3.40/3.50 ist die Auszahlungsquote 1 geteilt durch (1/2.10 plus 1/3.40 plus 1/3.50), also ungefahr 0.94, und die Marge entsprechend bei rund 6 %. Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher pro Franken Einsatz langfristig behalt. Wer einen Bonus durchspielt, zahlt diesen Anteil an den Buchmacher, und bei einer Umsatzbedingung von 5x Bonus plus Einzahlung mit 5 % Marge ist der erwartete Verlust beim Durchspielen ein Bruchteil des Bonus-Betrags.

Was die Marge konkret bedeutet

Bei einer Marge von 5 % und einem erforderlichen Umsatz von CHF 1’000 betragt der erwartete Verlust etwa CHF 50. Bei einer Marge von 7 % und demselben Umsatz sind es CHF 70. Bei einer Marge von 9 % sind es CHF 90. Das ist die Mathematik hinter jeder Bonus-Aktion: Der Spieler erhalt einen Bonus, der erwartete Verlust beim Durchspielen ist ein Bruchteil davon, und der Bonus ist nur dann ein Geschaft, wenn die eigene Trefferquote hoch genug ist, um die Marge zu kompensieren. Fur einen Gelegenheitsspieler ist das fast nie der Fall. Fur einen erfahrenen Spieler mit hoher Trefferquote kann es sich lohnen, ist aber an Bedingungen geknupft, die der Anbieter in den AGB festlegt.

Die Mechanik der Bonusbedingungen

Eine typische auslandische Bonusaktion hat vier Bestandteile: den Prozentbonus, die Umsatzbedingung, die Mindestquote und die Frist. Der Prozentbonus ist die Werbezahl, oft «100 % bis CHF 200». Die Umsatzbedingung ist der Faktor, oft «5x Bonus plus Einzahlung», was bei einer Einzahlung von CHF 200 und einem Bonus von CHF 200 einen erforderlichen Umsatz von CHF 2’000 ergibt. Die Mindestquote ist die untere Grenze, oft 1.50 oder 2.00, und schliesst Wetten auf klare Favoriten aus, weil dort die Marge am hochsten ist. Die Frist ist das Zeitfenster, oft 30 Tage, und wer den Umsatz in dieser Zeit nicht erfullt, verliert Bonus und Gewinne.

Was eine Gratiswette wirklich wert ist

Eine Gratiswette zahlt bei einem Gewinn nur den Gewinn, nicht den Einsatz. Bei einer Gratiswette von CHF 50 zu Quote 3.00 betragt der Gewinn 50 mal (3.00 minus 1), also CHF 100. Bei einer Quote von 2.00 sind es CHF 50, bei einer Quote von 5.00 sind es CHF 200. Der Wert der Gratiswette ist der Einsatz mal (Quote minus 1) geteilt durch Quote, multipliziert mit der Auszahlungsquote des Marktes. Bei einer Quote von 3.00 und einer Auszahlungsquote von 95 % ist der erwartete Wert etwa CHF 31.67, also rund 63 % des Nominalwerts. Das ist der typische Wert einer Gratiswette, und es ist der Grund, warum «Gratiswette» nicht «Gratis-Geld» bedeutet.

Wer was bekommt: die Rangliste im Detail

Die folgende Bewertung fasst die zehn Anbieter nach den Kriterien zusammen, die fur den Kosten-Nutzen-Vergleich entscheidend sind: Bewilligung, Auszahlbarkeit der Gewinne, Bonusmechanik und Schutz durch Schweizer Recht. Sie ist keine Empfehlung, sondern eine Einordnung.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist einer der zwei bewilligten Veranstalter in der Schweiz. Das Produkt Sporttip deckt die Deutschschweiz, das Tessin und das Furstentum Liechtenstein ab. Die Bonusaktionen sind bewilligt, in der Regel nicht auszahlbar, an Online-Kanale gebunden und an Mindestquoten und Voraussage-Anzahlen geknupft. Der Kombiboost, die Quotenboosts und die Profitboosts sind das, was Swisslos an Werbeaktionen anbietet, und sie sind in den Spielregeln klar definiert. Wer Sporttip nutzt, bekommt die volle Schweizer Aufsicht, die Spielsperre, die Verlustlimiten, die Steuerfreiheit bis zur Schwelle, und den Schutz durch das BGS. Es ist die langweiligste Option im Vergleich, aber auch die einzige mit Schweizer Bewilligung fur die Deutschschweiz.

Der Swisslos-Reingewinn 2025 lag bei CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportforderung Schweiz. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., gegenuber CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Das ist relevant, weil es zeigt, wo das Geld landet: in der Sportforderung, nicht in einer auslandischen Konzernstruktur. Wer bei Sporttip spielt, finanziert den Schweizer Sport mit, ohne dass es ihn etwas zusatzlich kostet.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande ist das Pendant in der Westschweiz, mit Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Die Bonusaktionen sind bewilligt, in der Regel nicht auszahlbar, und folgen derselben Mechanik wie bei Swisslos. Wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt, kann hier ein Online-Konto eroffnen. Die Schweizer Aufsicht gilt voll, die Spielsperre gilt schweizweit, die Auszahlung geht auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto.

Der Hauptunterschied zu Swisslos ist die geografische Reichweite. Wer in Genf wohnt, kann nicht bei Swisslos spielen, und wer in Zurich wohnt, kann nicht bei der Loterie Romande spielen. Die Vertragsgebiete sind nach Kanton getrennt, und die Kontoeroffnung ist nur im eigenen Vertragsgebiet moglich. Das ist eine Schweizer Besonderheit, die es in dieser Form in keinem anderen europaischen Markt gibt.

BC.Game — Wer was bekommt

BC.Game ist ein Krypto-orientierter Anbieter. Bonusaktionen sind marktublich mit Umsatzbedingungen. Es gibt keine Schweizer Sperre, keine Aufsicht und keine Beschwerdestelle. Die Auszahlung erfolgt in Kryptowährung. BC.Game ist fur Spieler, die bewusst ein Krypto-Angebot suchen und die damit verbundenen Risiken kennen.

Funbet — Wer was bekommt

Funbet operiert ohne Schweizer Bewilligung. Bonusaktionen folgen dem europaischen Standard mit Prozentbonus, Umsatzbedingung, Mindestquote und Frist. Spieler sollten die AGB lesen, da die Schweizer Aufsicht nicht eingreift. Die Auszahlung erfolgt auf ein vom Spieler benanntes Konto, das nicht zwingend in der Schweiz liegen muss.

Unibet — Wer was bekommt

Unibet ist eine etablierte europaische Marke mit langer Geschichte, aber ohne Schweizer Bewilligung. Die Werbung in der Schweiz ist verboten, das Vorkommen in Suchresultaten ist keine Genehmigung. Die Bonusstruktur folgt dem europaischen Standard. Unibet zahlt in der Regel auf Bankkonten in EU-Staaten aus, was fur Schweizer Spieler mit Kosten und Wechselkursverlusten verbunden sein kann. Die Schweizer Aufsicht greift nicht, das Schweizer Ausschlussregister gilt nicht.

20Bet — Wer was bekommt

20Bet folgt dem gleichen Muster: auslandischer Anbieter, keine Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht ausgewiesen. Die Bonusstruktur ist marktublich, die Bedingungen stehen in den AGB. Wer dort spielt, hat keine Schweizer Sperre und keine Schweizer Beschwerdestelle. Die Auszahlung erfolgt auf ein vom Spieler benanntes Konto, und die Wechselkursverluste zwischen CHF und der Auszahlungswahrung mindern den Gewinn.

FortuneJack — Wer was bekommt

FortuneJack ist auf Kryptowährungen spezialisiert. Die Auszahlung erfolgt in Kryptowährung. Spieler haben keinen Zugriff auf das Schweizer Ausschlussregister und keine Schweizer Sperre. Die Bonusstruktur folgt dem Krypto-Marktstandard.

Rainbet — Wer was bekommt

Rainbet ist ein weiterer auslandischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz ist nicht ausgewiesen. Die Bonusstruktur ist marktublich, die Bedingungen stehen in den AGB. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, was in der Regel innerhalb von Stunden umgangen wird.

Bahigo — Wer was bekommt

Bahigo richtet sich stark auf den Schweizer Markt, was die Werbung in der Schweiz noch problematischer macht. Art. 74 Abs. 3 BGS verbietet Werbung fur in der Schweiz nicht bewilligtes Glucksspiel. Die Bonusstruktur ist marktublich, die Bedingungen sind in den AGB.

HornetBet — Wer was bekommt

HornetBet bietet marktubliche Boni an, deren Bedingungen in den AGB stehen.

Wie ein Bonus in der Praxis funktioniert: ein durchgerechnetes Beispiel

Stellen Sie sich eine auslandische Aktion vor: 100 % Bonus bis CHF 200, Umsatzbedingung 5x Bonus plus Einzahlung, Mindestquote 1.50, Frist 30 Tage. Einzahlung CHF 200, Bonus CHF 200, erforderlicher Umsatz CHF 2’000. Bei einer Marge von 5 % auf den Markten, auf die der Spieler wettet, ist der erwartete Verlust beim Durchspielen rund CHF 100. Der Bonus ist also nur dann ein Geschaft, wenn der Spieler die Marge durch eigene Trefferquote kompensiert, was bei einer Mindestquote von 1.50 und einem Markt mit etwa 50 % Trefferchance ein Nettoergebnis von null ergibt. Bei einer hoheren Trefferquote ist der Bonus positiv, bei einer tieferen negativ.

Das ist die Rechnung, die jeder Spieler im Kopf haben sollte, bevor er einen Bonus annimmt. Der Prozentbonus ist die Werbezahl, die Umsatzbedingung ist die Kostenstelle, die Mindestquote ist die Hürde, die Frist ist der Zeitdruck. Wer die Marge nicht beachtet, sieht nur die Hohe des Bonus. Wer die Marge beachtet, sieht, was der Bonus tatsachlich kostet.

Die offene Liste der Gespa und was sie bedeutet

Die Gespa fuhrt keine offentliche Liste bewilligter Sportwettenveranstalter, weil es nur zwei gibt: Swisslos und Loterie Romande. Was sie fuhrt, ist die Sperrliste gesperrter auslandischer Domains. Ende 2025 umfasste sie 671 Domains, blockiert per DNS durch die Schweizer Telekomanbieter. Die Liste wird regelmassig aktualisiert, und neue Domains tauchen in der Regel innerhalb von Stunden auf, wenn die alten gesperrt sind. Die Sperre schutzt nicht perfekt, aber sie ist ein Hurdeneffekt, der die einfache Erreichbarkeit auslandischer Anbieter reduziert.

Wer bei einem auslandischen Anbieter spielt, dessen Domain auf der Sperrliste steht, muss technische Umgehungsmoglichkeiten nutzen, etwa VPN-Dienste oder DNS-Aenderungen. Das ist rechtlich nicht verboten, weil der Spieler nicht bestraft wird, aber es ist ein Hinweis darauf, dass die Aufsicht den Anbieter als problematisch einstuft. Wer bewusst einen gesperrten Anbieter nutzt, sollte sich fragen, warum die Gespa ihn gesperrt hat. Die Sperrung erfolgt nicht zufallig.

Was ein Bonus im Vergleich zu einem normalen Wettangebot bringt

Ein normaler Wettanbieter nimmt Einsatze, halt eine Marge, und zahlt Gewinne aus. Ein Bonus ist eine zustzliche Schicht, die der Anbieter auf das normale Geschaft setzt, um neue Kunden zu gewinnen oder bestehende Kunden zu binden. Aus Sicht des Anbieters ist ein Bonus eine Marketing-Ausgabe, die sich durch die Marge und die Kundenbindung refinanzieren soll. Aus Sicht des Spielers ist ein Bonus eine Chance auf einen zustzlichen Gewinn, der an Bedingungen geknupft ist, die der Anbieter festlegt. Die Hohe des Bonus ist also nur die Halfte der Information; die andere Halfte sind die Bedingungen, und sie entscheiden, ob der Bonus ein Geschaft ist oder eine Kostenstelle.

Warum die Schweizer Boni sich weniger anfühlen

Ein 5-%-Kombiboost auf den Nettogewinn klingt nach wenig im Vergleich zu einem 100-%-Einzahlungsbonus. Aber der 5-%-Boost ist bewilligt, transparent, an klare Regeln gebunden und in den Spielregeln definiert. Er ist nicht auszahlbar, aber er ist ehrlich. Der 100-%-Bonus eines auslandischen Anbieters ist grosser, aber er ist an eine Umsatzbedingung geknupft, die den Spieler zwingt, ein Vielfaches des Bonus zu setzen, mit Mindestquoten und Frist. Wenn der Spieler die Bedingungen nicht vollstandig versteht oder nicht erfullen kann, verliert er den Bonus und die Gewinne. Das ist der typische Fallstrick.

Die Schweizer Boni sind klein, weil das BGS sie klein halt. Sie sind nicht auszahlbar, weil das BGS die Auszahlung von Gratisspielguthaben ausschliesst. Sie sind an Online-Kanale gebunden, weil die Aufsicht den Vertriebsweg kontrolliert. Sie sind bewilligt, weil jede Aktion einzeln genehmigt wird. Das ist der Rahmen, in dem sich Sporttip und Jouez Sport bewegen, und er ist eng. Wer auslandische Angebote gewohnt ist, empfindet die Schweizer Boni als mager. Wer den Rahmen versteht, sieht, dass die Magerkeit der Preis fur die Sicherheit ist.

Wie sich die Bonusangebote in den nachsten Monaten entwickeln konnten

Die Gespa fuhrt ihre Bewilligungspraxis fort, mit einer kleinen Zahl von Bewilligungen pro Jahr. Im Jahr 2025 waren es 24 fur die Loterie Romande und 8 fur Swisslos. Diese Zahl wird sich nicht grundlegend andern, weil die Aufsicht restriktiv bleibt. Die Sperrliste wird wachsen, weil die Gespa neue Domains hinzufugt, sobald sie auftauchen. Die auslandischen Anbieter werden weiter mit grossen Prozentzahlen werben, weil sie keine Bewilligung brauchen. Die Schweizer Veranstalter werden ihre Aktionen weiter in den Spielregeln definieren, weil das die Voraussetzung fur die Bewilligung ist.

Was sich andern kann, ist die Hohe der auslandischen Boni, weil der Wettbewerb unter den auslandischen Anbietern hart ist. Was sich nicht andern wird, ist die rechtliche Lage in der Schweiz: nur zwei Veranstalter, geschlossene Liste der Sportarten und Wetttypen, Verlustlimiten, Spielsperre, keine Werbung fur nicht bewilligte Anbieter. Das ist der Rahmen, und er ist stabil.

Worauf ein Spieler vor der Annahme eines Bonus achten sollte

Wer einen Bonus annimmt, sollte vier Punkte prufen: die Umsatzbedingung, die Mindestquote, die Frist und die Auszahlbarkeit. Die Umsatzbedingung sagt, wie viel gesetzt werden muss, bevor der Bonus und die Gewinne auszahlbar werden. Die Mindestquote sagt, welche Wetten zahlen. Die Frist sagt, wie viel Zeit bleibt. Die Auszahlbarkeit sagt, ob der Bonus selbst auszahlbar ist oder nur die Gewinne daraus. Wer diese vier Punkte versteht, weiss, was der Bonus kostet. Wer nur die Prozentzahl sieht, weiss es nicht.

Ein bewilligter Schweizer Anbieter hat diese Punkte klar in den AGB stehen. Ein auslandischer Anbieter hat sie ebenfalls in den AGB, aber die AGB sind nicht Schweizer Recht und werden nicht von der Gespa gepruft. Bei Unstimmigkeiten mit einem auslandischen Anbieter gibt es keine Schweizer Beschwerdestelle, sondern nur die AGB des Anbieters und gegebenenfalls die Aufsicht des Landes, in dem der Anbieter lizenziert ist.

Der Unterschied zwischen «Bonus» und «Echtgeld»

Bei einem Schweizer Veranstalter wie Sporttip ist ein Bonus Gratisspielguthaben und nicht auszahlbar. Es wird auf dem Spielkonto gutgeschrieben und kann eingesetzt werden, aber eine Auszahlung des Bonus selbst ist nicht moglich; nur die Gewinne aus Wetten, die mit dem Bonus platziert wurden, konnen nach den Spielregeln ausgezahlt werden. Bei einem auslandischen Anbieter ist die Logik ahnlich, aber die Auszahlung des Bonus ist oft an die Umsatzbedingung gebunden. Erst wenn der Umsatz erfullt ist, wird der Bonus in Echtgeld umgewandelt und kann ausgezahlt werden. Wer die Umsatzbedingung nicht erfullt, verliert den Bonus und die Gewinne.

Das ist der entscheidende Unterschied: Bei einem Schweizer Anbieter ist der Bonus bewilligt und in den Spielregeln definiert, und es gibt keine Umsatzbedingung im klassischen Sinn. Bei einem auslandischen Anbieter ist der Bonus an eine Umsatzbedingung gebunden, die der Spieler erfullen muss, bevor er auszahlbar wird. Die Hohe des Bonus ist also nur ein Teil der Information; die Bedingungen sind der andere, und sie sind haufig der wichtigere.

Fazit: was bleibt vom Bonus-Begriff

Ein Bonus ist ein Marketing-Instrument, kein Geschenk. Bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter ist er klein, bewilligt, nicht auszahlbar und an klare Regeln gebunden. Bei einem auslandischen Anbieter ist er grosser, an eine Umsatzbedingung gebunden, und der Spieler zahlt die Marge des Buchmachers beim Durchspielen. Die Hohe des Bonus ist die Werbezahl; der Wert des Bonus ist das, was nach Marge, Umsatzbedingung und Frist ubrig bleibt. Wer nur die Werbezahl sieht, ubersieht die Kostenstelle. Wer die Bedingungen liest, weiss, was der Bonus tatsachlich bringt.

Die Rangliste der zehn Anbieter ordnet sie nach diesem Kriterium. Swisslos und Loterie Romande stehen oben, weil sie bewilligt sind und die Schweizer Aufsicht gilt. Die acht auslandischen Anbieter stehen unten, weil sie keine Schweizer Bewilligung haben und die Schweizer Aufsicht nicht gilt. Innerhalb der auslandischen Anbieter unterscheiden sich die Boni nach Hohe und Bedingungen, aber sie haben gemeinsam, dass die auslandische Lizenz in der Schweiz keine Kraft hat. Wer dort spielt, sollte das wissen, bevor er einen Bonus annimmt.

Häufig gestellte Fragen

Welche Wettangebote und Boni sind in der Schweiz zulassig?

In der Schweiz durfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten, gestutzt auf eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach BGS. Bonusaktionen wie Gratisspielguthaben, Kombiboosts, Quoten- und Profitboosts brauchen die vorgangige Zustimmung der Gespa. Werbung fur in der Schweiz nicht bewilligte Anbieter ist verboten und kann mit Busse bis CHF 500’000 bestraft werden.

Warum sind die Bonusangebote bei den Schweizer Veranstaltern kleiner als bei auslandischen Seiten?

Die Schweizer Veranstalter sind an die Bewilligungspflicht nach Art. 75 Abs. 2 BGS gebunden, und die Gespa erteilt nur wenige Bewilligungen pro Jahr. Im Jahr 2025 waren es 24 fur die Loterie Romande und 8 fur Swisslos. Auslandische Anbieter unterliegen dieser Pflicht nicht und konnen daher grossere Prozentzahlen bewerben. Die Hohe eines auslandischen Bonus sagt jedoch nichts daruber aus, was am Ende nach Marge, Umsatzbedingung und Frist ubrig bleibt.

Wie funktioniert der Sporttip-Kombiboost und welche Voraussagen zahlen dafur?

Der Kombiboost gilt nur online, vor Spielbeginn, live und auf Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn betragt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei funfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhohung sind limitiert, und ein Cash-Out lasst den Boost verfallen.

Wird bei einer Gratiswette der Einsatz mit dem Gewinn zuruckbezahlt?

Bei einer typischen Gratiswette wird nur der Gewinn ausgezahlt, nicht der Einsatz. Bei einer Gratiswette von CHF 50 zu Quote 3.00 betragt der Gewinn 50 mal (3.00 minus 1), also CHF 100. Bei einer Quote von 2.00 sind es CHF 50, bei einer Quote von 5.00 sind es CHF 200. Der erwartete Wert der Gratiswette ist der Einsatz mal (Quote minus 1) geteilt durch Quote, multipliziert mit der Auszahlungsquote des Marktes.

Welche Bedingungen sind bei einem Bonusangebot vor der Annahme zu prufen?

Vor der Annahme eines Bonus sollten vier Punkte gepruft werden: die Umsatzbedingung (Wagering Requirement), die Mindestquote, die Frist und die Auszahlbarkeit. Die Umsatzbedingung sagt, wie viel gesetzt werden muss, bevor der Bonus und die Gewinne auszahlbar werden. Die Mindestquote sagt, welche Wetten zahlen. Die Frist sagt, wie viel Zeit bleibt. Die Auszahlbarkeit sagt, ob der Bonus selbst auszahlbar ist oder nur die Gewinne daraus.

Was bedeutet es fur Wettende, wenn ein Angebot von einer Seite ohne Schweizer Bewilligung stammt?

Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung unterliegt nicht dem BGS und steht nicht unter Aufsicht der Gespa. Eine auslandische Lizenz hat in der Schweiz keine rechtliche Kraft nach Art. 4 BGS. Spieler haben keinen Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Beschwerdestelle und keine Schweizer Sperre. Die Werbung fur solche Anbieter ist in der Schweiz verboten.

Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»