Yankee-Wetten 2026: Aufbau, Kosten und die einzigen Anbieter in der Schweiz

Updated Oktober 2026
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Vier Holzwürfel stehen in einer Reihe auf einem Tisch, das Licht einer Lampe wirft vier Schatten auf die Platte.

Wer in der Schweiz eine Yankee-Wette platzieren will, hat genau zwei Adressen: Sporttip von Swisslos und Loterie Romandes Jouez Sport. Beide sind bewilligt, beide sind an den Geldspielkonkordat gebunden, beide setzen ihrer Systemwette ein konkretes Einsatzlimit. Was das bedeutet, wie eine solche Wette rechnerisch funktioniert und was sie kostet, zeigt dieser Vergleich auf Grundlage der Spielregeln und Teilnahmebedingungen beider Organisatoren sowie des Geldspielgesetzes.

Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Daten geprüft am Oktober 19, 2026 gegen die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2) und das Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024).

Was eine Yankee-Wette eigentlich ist

Eine Yankee-Wette bündelt vier einzelne Voraussagen zu elf verschiedenen Wetten. Diese elf Wetten bestehen aus sechs Doppelwetten, vier Dreifachwetten und einer Vierfachwette, jeweils auf jede mögliche Kombination der vier Tipps. Wer vier Auswahlen trifft, platziert also nicht eine Wette, sondern elf, und der Einsatz wird auf alle elf verteilt. Das unterscheidet die Yankee von einer Kombiwette, bei der alle vier Tipps gemeinsam gewinnen müssen.

Ein Golfball liegt auf einem gepflegten Grün nahe am Loch, im goldenen Licht der Abendsonne.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Der Rechner einer Yankee-Wette multipliziert die Quoten der vier Voraussagen für jedes mögliche Ergebnis. Die Gesamtquote einer Dreifachwette ist das Produkt der drei Einzelquoten, und der Gewinn jeder Teilwette berechnet sich aus dem anteiligen Einsatz mal dieser Gesamtquote. Treffen drei der vier Tipps, gewinnen vier Dreifachwetten und die Vierfachwette geht leer aus. Treffen alle vier, gewinnen alle elf Teilwetten. Das ist der strukturelle Vorteil: Teilgewinne sind möglich, ohne dass jede Voraussage stimmen muss.

Der Aufbau entscheidet darüber, wie oft Teilgewinne anfallen. Wer zwei oder drei der vier Tipps richtig hat, bekommt nur einen Teil der elf Wetten bezahlt. Wer einen Tipp falsch hat, verliert die Vierfachwette, die Dreifachwetten mit dem falschen Tipp und einen Teil der Doppelwetten. Wer zwei Tipps falsch hat, bleiben nur die Doppelwetten, die den richtigen Tipp enthalten. Wer drei oder vier falsch hat, geht leer aus.

Die Zahl der richtigen Voraussagen bestimmt den Gewinn, nicht die Quote der einzelnen Tipps. Eine Quote von 2.00 auf einen Tipp bringt bei einer korrekten Vierfachwette weniger als eine Quote von 3.00 auf einen anderen Tipp, aber nur, wenn alle vier stimmen. Genau diese Logik macht den Rechner wichtig: Wer nicht weiss, was ein Treffer in welcher Konstellation einbringt, sieht den Wettschein erst nach dem Spieltag richtig.

Aufbau und Mechanik einer Systemwette

Eine Systemwette im engeren Sinn ist jede Wette, die mehrere Voraussagen zu mehreren Teilwetten kombiniert. Der Yankee ist die bekannteste Variante mit vier Auswahlen. Daneben gibt es den Super Yankee (fünf Voraussagen, 26 Teilwetten), den Heinz (sechs Voraussagen, 57 Teilwetten) und den Super Heinz (sieben Voraussagen, 120 Teilwetten). Bei jeder dieser Varianten wächst der Gesamteinsatz linear mit der Zahl der Teilwetten.

Die Marge des Anbieters wirkt in jeder Teilwette. Wer eine Quote sieht, sieht bereits den Abzug des Buchmachers vom «fairen» Preis. Bei einer Kombiwette aus vier Tipps mit Einzelquoten von 2.00, 2.50, 1.80 und 3.00 ergibt sich eine Gesamtquote von 27.00, wenn jede Einzelquote ihre faire Höhe hätte. In der Realität liegt die Gesamtquote tiefer, weil jede Einzelquote bereits ihre Marge trägt. Über alle elf Teilwetten des Beispiels multiplizieren sich diese Margen.

Der Unterschied zur Kombiwette liegt nicht in den Quoten, sondern in der Risikostreuung. Eine Kombiwette verliert komplett, wenn ein Tipp falsch ist. Eine Yankee-Wette verliert nicht komplett, wenn ein oder zwei Tipps falsch sind. Sie verliert mehr als eine Einzelwette bei gleichem Einsatz, weil der Einsatz auf elf Wetten verteilt wird. Bei einem Einsatz von 110 Franken auf eine Yankee-Wette sind es 10 Franken pro Teilwette. Eine Einzelwette von 110 Franken birgt dasselbe Verlustrisiko wie 10 Franken auf der entsprechenden Doppelwette der Yankee, sofern alle anderen Tipps stimmen.

Für die Rechnung bedeutet das: Der Gesamteinsatz einer Yankee-Wette ist das Elffache des Einsatzes pro Teilwette. Bei einem Einsatz von 1 Franken pro Teilwette kostet die Wette 11 Franken, bei 5 Franken 55 Franken. Das ist der Preis für die Streuung über elf verschiedene Ausgänge.

Marge einer typischen Wette: Was der Anbieter behält

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem Franken Einsatz einbehält. Sie berechnet sich aus der Auszahlungsquote, also dem Anteil, der an die Wettenden zurückfliesst. Bei einer Zweiwege-Wette mit Quoten von 1.90 und 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90), das sind rund 0.95, also 95 %. Die Marge beträgt damit rund 5 %, der Anbieter behält etwa 5 Rappen pro Franken Einsatz.

Dieser Wert ist ein Beispielwert für eine ausgeglichene Wette und gilt nicht für jede Wette gleichermassen. Bei Fussball-Heimsiegen mit Quoten von 1.40 bis 2.80 liegt die Marge oft höher, bei ausgeglichenen Tennis-Matches tiefer. Die Marge ist ein Durchschnitt über alle Ausgänge, kein konstanter Abzug. Wer auf den Favoriten setzt, zahlt tendenziell mehr Marge als wer auf den Aussenseiter setzt.

Bei einer Yankee-Wette wirkt diese Marge in jeder der elf Teilwetten. Vier Einzelwetten gibt es in der Yankee nicht, aber die sechs Doppelwetten tragen jeweils die kombinierte Marge der beiden Tipps. Über alle elf Teilwetten ist die kumulierte Marge höher als die Marge einer einzelnen Wette. Wer die Marge einer Yankee berechnen will, muss die Margen der einzelnen Quoten schätzen und über die elf Wetten mitteln.

Eine grobe Bandbreite: Die Marge einer typischen Einzelwette bei einem bewilligten Anbieter liegt zwischen 4 und 8 Prozent. Bei einer Yankee-Wette liegt die effektive Marge über alle elf Wetten eher am oberen Rand dieser Bandbreite, weil die kombinierten Quoten die Marge jeder Einzelwette mit sich tragen. Wer mit einem Einsatz von 11 Franken spielt, verliert im statistischen Mittel zwischen 50 Rappen und 90 Rappen an die Marge, sofern die Auszahlungsquote über alle elf Wetten durchschnittlich 95 % beträgt.

Rechtslage in der Schweiz: Nur zwei Organisatoren sind bewilligt

In der Schweiz dürfen Sportwetten nur zwei Organisatoren anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Diese Beschränkung ergibt sich aus dem Geldspielgesetz, das Sportwetten als Grossspiel einordnet und je eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel verlangt. Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern.

Eine gusseiserne Strassenlaterne in einer ruhigen Altstadtgasse am Abend, das Kopfsteinpflaster glänzt feucht.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land hat hier keine Wirkung. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, hat keinen Schweizer Rechtsschutz, keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister und keinen Anspruch auf Auszahlung im Streitfall. Ausländische Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen und per DNS von Schweizer Internetanbietern blockiert werden. Die Sperrliste wird regelmässig aktualisiert und ersetzt blockierte Domains innert Stunden, wenn diese unter anderer Adresse wieder auftauchen.

Die beiden Organisatoren teilen die Schweiz unter sich auf. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto bei Sporttip ist nur mit Wohnsitz im Swisslos-Gebiet möglich, ein Konto bei Jouez Sport nur mit Wohnsitz in einem der sechs Westschweizer Kantone.

Diese Aufteilung hat Folgen für die Wettenden: Wer im Wallis wohnt, kann nur bei Loterie Romande online wetten, nicht bei Sporttip. Wer in Zürich wohnt, kann nur bei Sporttip, in Form von Online und an Verkaufsstellen. Eine Anmeldung bei beiden ist nicht möglich. Die Verkaufsstellen beider Anbieter decken das jeweilige Gebiet physisch ab; Jouez Sport zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, Sporttip betreibt das dichte Netz der Kantonslotterien.

Die Rechtslage zu kennen ist wichtig, weil sie bestimmt, wer in der Schweiz überhaupt Systemwetten anbieten darf. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ohne den Schutz des Geldspielgesetzes. Das betrifft Streitfälle, die Auszahlung von Gewinnen und die Sperre bei problematischem Spielverhalten gleichermassen.

Spielerschutz und Verlustlimiten bei Sporttip und Jouez Sport

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Wettende Verlustlimiten für einen Tag, sieben Tage und 30 Tage festlegen. Die Obergrenze pro Periode liegt bei 9’999 Franken, für unter 21-Jährige bei 1’000 Franken. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden.

Der Grund für diese Pflicht liegt in der Struktur von Wetten mit mehreren Einsätzen: Eine Yankee-Wette bindet bei gleichem Einsatz pro Auswahl das Elffache einer Einzelwette, was bei einer spontanen Erhöhung des Einsatzes schnell über das geplante Budget hinausgeht. Eine feste Verlustlimite pro Periode ist deshalb die wichtigere Bremse als eine einzelne Einsatzgrenze.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und umfasst Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie das Fürstentum Liechtenstein. Eine bestehende Spielsperre schliesst die Online-Registrierung aus.

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein gekauft werden, Mindestbetrag 20 Franken. In 30 Tagen sind höchstens 10’000 Franken möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben 9’999 Franken nicht übersteigt. Bei Loterie Romande gelten die eigenen Limite aus dem Reglement Jouez Sport.

Diese Schutzregeln gelten nur für die bewilligten Anbieter. Ausländische Buchmacher sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen. Eine Sperre bei Swisslos wirkt nicht gegen einen Anbieter in Malta. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat die volle Verantwortung für sein Spielverhalten, ohne dass die Schweizer Aufsicht eingreift.

Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer an einem Wettereignis als Wettkämpfer teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Pro Person ist nur ein Konto zugelassen, und die Identität wird vor der ersten Einzahlung verifiziert.

Wettmärkte und Quoten bei Systemwetten

Welche Märkte Yankee-Wetten erlauben

Yankee-Wetten bestehen aus Voraussagen, die unabhängig voneinander sein müssen. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; eine Kombination zweier Auswahlen aus dem gleichen Spiel ohne Bet-Builder kann von Sporttip für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Yankee-Wetten sind deshalb in der Regel aus vier verschiedenen Spielen oder zumindest aus vier verschiedenen Märkten zusammengesetzt.

Die Gesamtquote einer Mehrfachwette berechnet sich aus dem Produkt der Einzelquoten. Bei einer Vierfachwette mit Quoten von 2.10, 1.85, 2.50 und 1.95 ist die Gesamtquote 2.10 × 1.85 × 2.50 × 1.95 = rund 18.94. Eine Wette von 10 Franken auf diese Vierfachwette würde 189.40 Rappen Gewinn erbringen, gerundet auf 5 Rappen genau sind das 189.40 Franken Gewinn zuzüglich Einsatz, also 199.40 Franken.

Die Gewinnberechnung erfolgt gemäss der Sporttip-Rundungsregel, bei der der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet wird. Diese Rundungsregel führt bei vielen kleinen Quoten zu kleinen Differenzen, die sich auf den Gesamtgewinn summieren. Wer viele Teilwetten spielt, sollte diese Rundungsregel im Hinterkopf haben.

Cash-Out und Live-Angebote bei Sporttip

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist.

Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitige Auszahlung. Er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Cash-Out ist ein Service, kein verbindliches Angebot. Wer sich auf Cash-Out verlässt, riskiert, dass die Funktion im entscheidenden Moment nicht zur Verfügung steht.

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zitieren Teilgewinne zur Quote 1.00, das heisst, der Einsatz wird zurückerstattet, aber kein Gewinn ausbezahlt. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Sporttip Wetten ebenfalls zur Quote 1.00 werten.

Quotenboosts und Kombiboost

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, vor Spielbeginn und live, sowie für Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn steigt mit der Zahl der Voraussagen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Für eine Yankee-Wette mit vier Voraussagen greift der Kombiboost nur, wenn jede Einzelquote mindestens 1.50 beträgt. Wer vier Tipps mit Quoten knapp unter 1.50 wählt, bekommt keinen Boost. Wer vier Tipps mit Quoten von 1.60 wählt, bekommt 5 % Bonus auf den Nettogewinn aller Teilwetten, die vollständig korrekt sind. Bei einer Vierfachwette mit Gesamtquote 18 und Einsatz 10 Franken pro Teilwette ist der Nettogewinn 80 Franken (180 minus 100), der Boost 5 % sind 4 Franken extra.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, Profitboosts den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Yankee-Wetten profitieren vom Kombiboost, nicht von Quotenboosts.

Einsatz- und Gewinnlimiten

Sporttip

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten 1 Franken. Der Höchsteinsatz liegt für eine Einzel- oder Kombinationswette bei 1’000 Franken und für eine Systemwette bei 10’000 Franken. Diese Limiten gelten pro Wettschein, nicht pro Tag. Eine Yankee-Wette aus 11 Teilwetten mit Einsatz 10 Franken pro Teilwette kostet 110 Franken und liegt deutlich unter dem Limit.

Die Gewinnberechnung erfolgt gemäss der Sporttip-Rundungsregel. Ein Gewinn von 187’832 Franken wird so zu 187.85 Franken. Die Limiten können von Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert werden. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Bei Systemwetten wie der Yankee gilt das höhere Einsatzlimit, weil die Systemwette als eine Wette mit elf Teilwetten zählt. Das bedeutet: Wer mehr als 1’000 Franken auf eine Mehrfachwette setzen will, muss eine Systemwette wählen. Wer 10’000 Franken auf eine Yankee setzt, verteilt das auf 11 Teilwetten zu rund 909 Franken pro Teilwette, was unter dem Einzelwettlimit pro Teilwette bleibt.

Jouez Sport

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online 2 Franken, in Verkaufsstellen 3 Franken, für Multiples ebenfalls 2 Franken. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei 500 Franken. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens 7’500 Franken Einsatz enthalten.

Für Multiples gilt zudem eine Gewinnobergrenze: Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt 300’000 Franken, für alle Gewinne eines Multiples zusammen 1’000’000 Franken. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Die Limiten bei Jouez Sport sind enger als bei Sporttip. Wer eine Yankee-Wette mit einem Einsatz von 7’500 Franken platzieren will, kann das bei Jouez Sport nicht, weil das Multiple-Limit greift. Wer mehr setzen will, muss zu Sporttip wechseln, sofern der Wohnsitz im Swisslos-Gebiet liegt.

Wettgültigkeit und Fristen

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesag und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Für eine Yankee-Wette bedeutet das: Fällt eine Voraussage aus, verliert diese Voraussage an Wert, aber die anderen Teilwetten mit den verbleibenden Tipps laufen weiter.

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Diese Fristen sind kürzer als sie scheinen: Wer eine Yankee-Wette über mehrere Wochen laufen lässt, muss das Datum der Auswertung im Auge behalten, sonst verfällt der Gewinn.

Die beiden Anbieter im Vergleich

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Aufsicht führt die Gespa. Sporttip deckt die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein ab. Das Sporttip-Angebot umfasst Prematch- und Livewetten, Cash-Out für vollständige Auszahlungen, einen Kombiboost mit bis zu 100 % Bonus auf 15 Voraussagen und einen Profitboost für ausgewählte Sportereignisse.

Die Marge bei Sporttip ist vergleichbar mit anderen bewilligten Anbietern, sie variiert je nach Markt und Sportart. Systemwetten wie der Yankee sind verfügbar mit einem Höchsteinsatz von 10’000 Franken. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kommt an Sporttip nicht vorbei, weil Loterie Romande für die Westschweiz zuständig ist.

Die Stärke von Sporttip liegt in der Kombination aus bewilligtem Status, Online-Plattform und dichten Verkaufsstellen. Wer Fragen zur Auszahlung hat, kann in eine Verkaufsstelle gehen. Wer Cash-Out nutzen will, kann das nur online. Die Spielregeln sind klar definiert, die Fristen sind kurz (26 Wochen für Gewinne), die Auszahlung läuft auf das Bank- oder Postkonto des Wettenden.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz ist Lausanne. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Sie unterliegt ebenfalls der Gespa-Aufsicht. Das Online-Angebot ist für Wettende mit Wohnsitz in einem der sechs Kantone zugänglich.

Die Limiten bei Jouez Sport sind enger als bei Sporttip: 500 Franken Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten, 7’500 Franken für ein Multiples-Wettschein, Gewinnmaximum 1’000’000 Franken pro Multiple. Die Mindestquote liegt bei 1.10. Yankee-Wetten sind bei Jouez Sport verfügbar, sie unterliegen den Multiple-Limiten.

Die Westschweizer Wettenden haben zu Jouez Sport keine Alternative: Ausländische Anbieter sind in der Schweiz nicht bewilligt, und Sporttip bedient die Westschweiz nicht. Wer in Genf wohnt und Yankee spielen will, spielt bei Jouez Sport oder bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Schutz.

Ausländische Anbieter: Warum sie hier keine echte Alternative sind

Die Liste der Anbieter, die international mit Yankee-Wetten werben, ist lang. Sie reicht von 1Bet über PowBet, Cloudbet, Bahigo und BDMBet bis FortuneJack und GG.Bet. Keiner dieser Anbieter hat eine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung, weil das Geldspielgesetz ausdrücklich verlangt, dass die Bewilligung in der Schweiz gilt.

Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Rechtsschutz. Im Streitfall gibt es keine Schweizer Aufsichtsbehörde, die vermittelt. Es gibt keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister. Es gibt keine Garantie, dass Gewinne ausbezahlt werden. Ausländische Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen, was den Zugang aus dem Schweizer Internet erschwert. Die Sperrliste wird laufend aktualisiert, und das sogenannte Domain-Hopping wird innert Stunden blockiert.

Die Werbung für ausländische Sportwetten ist in der Schweiz verboten und kann mit einer Busse von bis zu 500’000 Franken geahndet werden. Das Verbot richtet sich gegen die Werbung, nicht gegen die Wettenden. Wer spielt, wird nicht bestraft. Aber das Vermögen, das auf ausländischen Plattformen liegt, kann in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und die kantonalen Steuerbehörden behandeln Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen.

Die ausländischen Anbieter werden hier genannt, weil Wettende in der Schweiz auf sie stossen, in Suchmaschinen, in sozialen Medien oder in Werbung, die trotz Verbot im Ausland geschaltet wird. Sie sind keine echte Alternative, sondern ein zweites Spiel ohne Schutz. Die Frage ist nicht, ob sie bessere Quoten haben, sondern ob das den Verlust des Schutzes wert ist.

Vergleichstafel der Anbieter

Anbieter Bewilligung Veranstalter
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung (BGS, SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung (BGS, SR 935.51) Loterie Romande, Lausanne
1Bet ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
PowBet ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
GG.Bet ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert

Die Tabelle trennt die zwei bewilligten Anbieter von den ausländischen Buchmachern ohne Schweizer Bewilligung. Bei den ausländischen Anbietern ist der Veranstalter nicht etabliert, weil keine Schweizer Bewilligung vorliegt und eine ausländische Lizenz in der Schweiz keine Wirkung hat. Die Tabelle zeigt, wer in der Schweiz Systemwetten legal anbieten darf und wer nicht.

Wann sich eine Yankee-Wette rechnet und wann nicht

Eine Yankee-Wette rechnet sich dann, wenn die Voraussagen mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreffen und die Quoten einen Mehrgewinn bringen, der über dem Verlust durch die Marge liegt. Wer vier Tipps mit Quoten von 1.50, 1.60, 1.70 und 1.80 wählt, hat eine Gesamtquote von 7.34 für die Vierfachwette und einen mittleren erwarteten Verlust durch die Marge von etwa 25 % des Einsatzes über alle elf Teilwetten.

Eine Yankee-Wette rechnet sich nicht, wenn die Quoten einzelner Tipps sehr hoch sind, weil hohe Quoten zwar den Gewinn vervielfachen, aber auch die Wahrscheinlichkeit des Treffers senken. Wer einen Tipp mit Quote 10.00 in die Yankee aufnimmt, gewinnt im Erfolgsfall mehrfach, verliert aber mit höherer Wahrscheinlichkeit die Mehrfachwetten, weil dieser eine Tipp mit niedriger Wahrscheinlichkeit eintrifft.

Die Frage ist nicht «Wetten oder nicht», sondern «Wetten mit oder ohne System». Wer vier unsichere Tipps hat und alle vier auf einer Kombiwette spielt, gewinnt entweder alles oder nichts. Wer dieselben vier Tipps als Yankee spielt, gewinnt auch bei drei oder zwei richtigen Tipps einen Teil zurück. Wer drei richtige Tipps hat, bekommt bei der Yankee vier Dreifachwetten-Gewinne, bei der Kombiwette nichts.

Der Rechner hilft bei der Frage, was ein Treffer bringt. Ein typischer Yankee-Rechner im Internet nimmt die vier Quoten, berechnet die elf Teilwetten und zeigt den Gewinn für jede Konstellation von null bis vier richtigen Tipps. Was der Rechner nicht zeigt: Die Marge. Der Rechner rechnet mit den eingegebenen Quoten, aber die Marge ist bereits in jeder Quote enthalten. Wer die «faire» Quote für einen Tipp schätzen will, muss die Marge herausrechnen, was die meisten Rechner nicht können.

Rechner und ihre Genauigkeit

Ein Yankee-Rechner im Internet ist ein nützliches Werkzeug für die Frage, was eine richtige Konstellation einbringt. Er nimmt die vier Quoten und berechnet die elf Auszahlungen für null bis vier richtige Tipps. Diese Berechnung ist mechanisch und korrekt, sofern die Quoten korrekt eingegeben werden.

Was der Rechner nicht berücksichtigt, ist die Marge. Die eingegebenen Quoten sind die Quoten des Anbieters, nicht die fairen Quoten ohne Marge. Eine Quote von 2.00 entspricht bei einer Zweiwege-Wette einer Wahrscheinlichkeit von 50 %, aber bei einer realen Wahrscheinlichkeit von 45 %, wenn die Marge 10 % beträgt. Der Rechner rechnet mit 50 %, der Anbieter hat 45 % zugrunde gelegt. Über alle elf Wetten summiert sich diese Diskrepanz.

Zweitens berücksichtigt der Rechner die Sporttip-Rundungsregel nicht. Diese Rundung kostet bei kleinen Einsätzen kaum etwas, bei vielen kleinen Gewinnen kann sie sich summieren.

Drittens berücksichtigt der Rechner die Mindestquote nicht. Bei Jouez Sport muss jede Einzelquote mindestens 1.10 betragen. Wer einen Tipp mit Quote 1.05 eingibt, bekommt vom Anbieter die Wette nicht angenommen. Der Rechner rechnet trotzdem.

Viertens berücksichtigt der Rechner die Gültigkeit von Wetten nicht. Wird ein Spiel abgesag und nicht nachgeholt, wird die Voraussage ungültig und die Quote fällt auf 1.00. Der Rechner weiss nichts über abgesagte Spiele und rechnet mit den eingegebenen Quoten weiter.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 1’071’000 Franken. Darüber behält der Organisator 35 % Verrechnungssteuer ein, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, deshalb gilt «je nach Kanton».

Ein typischer Wettender gewinnt weit unter diesem Freibetrag, sodass weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer anfallen. Yankee-Wetten, die mit Einsatz besetzen von 22 Franken gespielt werden, gewinnen im Erfolgsfall selten mehr als ein paar hundert Franken. Solange der Gewinn unter dem Freibetrag bleibt, ist er steuerfrei.

Gewinne aus ausländischen Anbietern sind nicht der Verrechnungssteuer unterworfen, weil kein Schweizer Anbieter die Steuer einbehält. Aber kantonale Steuerpraxis, etwa diejenige des Kantons Thurgau, behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte den Gewinn in der Steuererklärung deklarieren.

Die Frage, ob und wie ein Gewinn zu versteuern ist, hängt vom Kanton und vom Anbieter ab. Wer unsicher ist, fragt den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung. Die Verrechnungssteuer bei einem Schweizer Anbieter wird automatisch einbehalten und über die Steuererklärung zurückgeholt.

Auszahlung und Spielguthaben

Gewinne bis 1’000 Franken pro Spielbestätigungsquittung schreibt Sporttip automatisch dem Wallet gut. Gewinne über 1’000 Franken werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.

Spielguthaben kann per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein gekauft werden, Mindestbetrag 20 Franken. In 30 Tagen sind höchstens 10’000 Franken möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben 9’999 Franken nicht übersteigt. PostFinance Pay wird als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos angeboten, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Die Auszahlung von Spielguthaben ist an ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto gebunden. Swisslos zahlt Guthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis aus, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Die Auszahlung bei Loterie Romande folgt dem Reglement Jouez Sport, das die Modalitäten ähnlich regelt. Die genauen Fristen und Beträge sind im Reglement festgelegt, das in Verkaufsstellen und online vorliegt.

Wie sich das Beispiel aus dem Rechner schlägt

Eine Beispielrechnung zeigt, was eine Yankee-Wette konkret kostet und einbringt. Vier Voraussagen mit Quoten von 2.10, 1.85, 2.50 und 1.95 ergeben folgende Gesamtquoten:

Bei einem Einsatz von 10 Franken pro Teilwette, Gesamteinsatz 110 Franken, ergibt sich folgender Gewinn je nach Trefferzahl:

Diese Beträge sind Bruttogewinne ohne den Einsatz. Der Nettogewinn bei vier richtigen Tipps ist 389.70 Franken, bei drei richtigen 31.90 Franken. Der Gesamteinsatz von 110 Franken wird in jedem Szenario abgezogen.

Die Marge von rund 5 % schlägt auf die Bruttogewinne durch: Ein fairer Markt ohne Marge würde etwa 5.3 % mehr auszahlen. Über elf Teilwetten kumuliert sich dieser Verlust. Wer 110 Franken einsetzt, verliert im statistischen Mittel etwa 5 bis 6 Franken an die Marge, sofern die Quoten marktgerecht sind.

Was beim ersten Wettschein zu prüfen ist

Wer eine Yankee-Wette bei Sporttip platzieren will, prüft vor der Abgabe folgende Angaben: Die Quoten der vier Voraussagen, die Einsatzverteilung auf die elf Teilwetten, den Höchsteinsatz für eine Systemwette (10’000 Franken), die Gültigkeit der Verlustlimiten, den Kombiboost bei mindestens vier Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50.

Bei Loterie Romande prüft der Wettende: Die Mindestquote 1.10, den Höchsumgesetz 7’500 Franken pro Multiples-Wettschein, das Höchstgewinnmaximum 1’000’000 Franken pro Multiple, den Wohnsitz in einem der sechs Westschweizer Kantone.

Bei beiden Anbietern gilt: Die Identität muss vor der ersten Wette verifiziert sein. Die Verlustlimiten sind vor der ersten Teilnahme zu setzen. Eine bestehende Spielsperre schliesst die Anmeldung aus. Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, kann nicht spielen.

Die Spielregeln liegen in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) und im Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024). Diese Dokumente sind die rechtsverbindliche Grundlage für jede Wette. Wer eine Wette platziert, akzeptiert diese Regeln.

Häufige Fragen zu Yankee-Wetten in der Schweiz

Was ist eine Yankee-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?

Eine Yankee-Wette bündelt vier Voraussagen zu elf Teilwetten: sechs Doppelwetten, vier Dreifachwetten und einer Vierfachwette, jeweils auf jede mögliche Kombination der vier Tipps. Der Einsatz wird auf alle elf Teilwetten verteilt. Treffen alle vier Voraussagen, gewinnen alle elf Wetten. Treffen drei, gewinnen vier Dreifachwetten und die entsprechenden Doppelwetten. Treffen zwei, gewinnen nur die Doppelwetten mit zwei richtigen Voraussagen.

Wie viele Voraussagen müssen bei einer Yankee-Wette richtig sein, damit ein Gewinn entsteht?

Mindestens zwei der vier Voraussagen müssen richtig sein, damit überhaupt ein Gewinn entsteht. Bei zwei richtigen Tipps gewinnen die Doppelwetten, die beide richtigen Tipps enthalten. Bei drei richtigen gewinnen die Dreifachwetten ohne den falschen Tipp und die entsprechenden Doppelwetten. Bei null oder einem richtigen Tipp gibt es keinen Gewinn. Die Vierfachwette gewinnt nur bei vier richtigen Tipps.

Welcher Höchsteinsatz gilt bei Sporttip für eine Systemwette?

Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette 1’000 Franken, für eine Systemwette 10’000 Franken. Eine Systemwette mit höherem Einsatz wird nicht angenommen. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Bei Loterie Romande liegt der Höchsteinsatz für ein Multiples-Wettschein bei 7’500 Franken, der Höchstgewinn pro Multiples bei 1’000’000 Franken.

Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?

Ein Yankee besteht aus vier Voraussagen und elf Teilwetten. Ein Super Yankee (auch Canadian genannt) besteht aus fünf Voraussagen und 26 Teilwetten: zehn Doppel-, zehn Dreifach-, fünf Vierfach- und eine Fünffachwette. Ein Heinz besteht aus sechs Voraussagen und 57 Teilwetten. Je mehr Voraussagen, desto mehr Teilwetten und desto höher der Gesamteinsatz bei gleichem Einsatz pro Teilwette. Die Grundlogik bleibt: Mehrere Teilwetten auf jede mögliche Kombination der Voraussagen.

Wie genau sind Yankee-Rechner, und was berücksichtigen sie nicht?

Yankee-Rechner im Internet berechnen korrekt, was eine bestimmte Konstellation richtiger Tipps bei gegebenen Quoten einbringt. Was sie nicht berücksichtigen: Die Marge des Anbieters (ist bereits in den Quoten enthalten), die Rundungsregel auf 5 Rappen bei Sporttip, die Mindestquote von 1.10 bei Loterie Romande, die Gültigkeit von Wetten bei abgesagten Spielen und das Verfallsdatum für Gewinne. Ein Rechner ist ein Rechenwerkzeug, keine Prognose.

Welche Organisatoren bieten in der Schweiz Systemwetten an, und was gilt bei ausländischen Seiten?

In der Schweiz bieten nur Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten an, beide mit Schweizer Bewilligung. Beide bedienen je ihre Kantone. Ausländische Anbieter wie 1Bet, Wettigo, PowBet oder GG.Bet haben keine Schweizer Bewilligung, was in der Schweiz keine Wirkung hat. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat keinen Schweizer Rechtsschutz, keine Anbindung an das Ausschlussregister und keine Garantie für Auszahlung im Streitfall. Ausländische Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.

Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»