Strategien für Unentschieden-Wetten: Wert, Quote und Livewetten
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Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie das Reglement Jouez Sport (17. Auflage, September 2024).
Wer in der Schweiz auf ein Unentschieden setzt, zahlt dafür vor allem eins: Geduld. Das Unentschieden ist die niedrigste Auszahlung im 1X2-Markt der meisten Buchmacher und liegt meist irgendwo zwischen Quote 2.80 und 4.50 – wenn überhaupt. Genau darin liegt sein Reiz, und genau darin liegt sein Risiko. Eine Strategie für Unentschieden-Wetten ist darum weniger die Jagd nach dem vermeintlich sicheren Ausgang als die ehrliche Auseinandersetzung mit Quote, Wahrscheinlichkeit und Einsatz. Wer das begriffen hat, hört auf, Muster in vergangene Ergebnisse zu lesen, und fängt an, Quoten zu rechnen.
Wie eine Quote die Geschichte eines Marktes erzählt
Jede Quote ist die Umkehrung einer Wahrscheinlichkeit – zumindest behauptet das der Buchmacher. Eine Quote von 3.40 bedeutet rechnerisch 1 ÷ 3.40 ≈ 29.4 % implizite Wahrscheinlichkeit, dass das Ereignis eintritt. In einem 1X2-Markt mit Heim 1.85, Unentschieden 3.40 und Auswärts 4.20 addieren sich die Kehrwerte auf 0’541 + 0’294 + 0’238 = 1’073, die Auszahlungsquote liegt also bei 1 ÷ 1’073 ≈ 93.2 % und die Buchmacher-Marge bei rund 6.8 %. Auf Schweizer Boden verlangen die beiden zugelassenen Veranstalter keine besonders dünnen Margen – sie verlangen für jeden Markt ihren eigenen Schlüssel, und zwar ohne dass die Öffentlichkeit in einen Vergleich greifen könnte, denn es gibt nur zwei Anbieter.

Die folgende Tabelle ordnet die Schweizer Veranstalter nach Bewilligungsstatus und Aufsicht – nicht nach Quoten, denn die unterscheiden sich von Markt zu Markt und sind statisch nicht vergleichbar.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos – Sporttip | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande – Jouez Sport | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Betovo | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetPanda | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Wettigo | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rainbet | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Sportuna | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BC Game | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| myBet | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Sportaza | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Diese Liste sortiert die Welt nach dem einzigen Kriterium, das in der Schweiz rechtlich zählt: der Bewilligung. Wer ein Konto bei Swisslos eröffnen will, muss im Swisslos-Vertragsgebiet wohnen – also in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin oder in Liechtenstein. Wer in der Romandie wohnt, geht zur Loterie Romande. Wohnsitzpflicht gilt für beide. Das ist im Geldspielgesetz so vorgesehen, und es steht in den Teilnahmebedingungen jedes einzelnen Anbieters. Wer also nicht in diesen Gebieten wohnt, kann in der Schweiz legal nicht online an Sportwetten teilnehmen – die anderen Marken in der Tabelle vergeben keine Schweizer Bewilligung, sprechen aber sehr wohl Deutsch.
Livewetten: warum Geschwindigkeit die Quote auffrisst
Livewetten verschieben den Markt mit jedem Ballbesitz. Eine Quote, die vor dem Spiel bei 3.40 auf das Unentschieden stand, fällt in der 30. Minute regelmässig auf 2.10, wenn ein Team klar führt, und steigt über 5.00, wenn eine Rote Karte das Spiel kippt. Genau das macht Livewetten für Strategien interessant – und genau das macht sie riskant. Wer erst nach dem Ereignissetzt, wettet mit Quote 1.00, weil die Wette dann praktisch keine Wette mehr ist. Das steht ausdrücklich in den Sporttip-Spielregeln: Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos eine Wette ebenfalls mit 1.00 werten.

Die Verzögerung zwischen Bildschirm und Wettschein ist darum keine technische Randnotiz, sondern Teil der Strategie. Wer Livewetten spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Quote, die er sieht, bereits die Wahrscheinlichkeit enthält, dass sich der Markt in den nächsten Sekunden bewegt. Das gilt umso mehr bei Schweizer Veranstaltern, wo Livestreams nicht zu jedem Wettereignis verfügbar sind – die Wette ist unabhängig von der Übertragung gültig, und genau dieses «unabhängig» zwingt dazu, mit einer Verzögerung von mehreren Sekunden zu rechnen.
Cash-Out als vorzeitiger Ausstieg
Cash-Out ist bei Sporttip nur online verfügbar, gilt für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten und ist ausschliesslich ein vollständiger Ausstieg – Teilauszahlung gibt es nicht. Der Betrag, der angeboten wird, liegt immer unter dem, was die Wette bei regulärem Ausgang bringen würde, und Swisslos behält sich vor, Cash-Out nicht für jeden Markt anzubieten. Wer seinen vorzeitigen Ausstieg plant, gibt also einen Teil des Gewinns ab, dafür aber das Risiko einer späten Wendung ab. Ob das sinnvoll ist, hängt von der eigenen Risikobereitschaft und der Quotenbewegung ab – zwei Grössen, die jeder Wettende für sich entscheidet.
Strategien für Unentschieden-Wetten: Wert suchen, nicht Tipps
Eine Strategie ersetzt keine Vorhersage. Wer dauerhaft gewinnen will, muss Quoten so lesen können, dass er erkennt, ob der Markt das Risiko über- oder unterschätzt. Drei Ansätze stehen dabei im Vordergrund: Value Bet, Dutching und Systemwetten. Alle drei sind Werkzeuge, keine Versprechen.
Was eine Value Bet tatsächlich ist
Eine Wette ist dann ein Value Bet, wenn die eingeschätzte Wahrscheinlichkeit des Ereignisses höher liegt als die vom Markt implizierte. Beispiel: Wer die Wahrscheinlichkeit für ein Unentschieden bei einem konkreten Spiel auf 35 % schätzt und der Markt bietet Quote 3.20, dann liegt die implizite Wahrscheinlichkeit bei 31.3 % – der Wert liegt also bei rund 3.7 Prozentpunkten über dem Markt. Der Einsatz lohnt sich langfristig, falls die Schätzung tatsächlich stimmt. Stimmt sie nicht, ist es trotz hoher Quote ein schlechter Wert.
Der Clou liegt nicht in der Quote allein, sondern in der Disziplin der Schätzung. Wetten ohne Wert, also mit geschätzter Wahrscheinlichkeit unter der implizierten, verlieren langfristig – egal wie hoch die Quote ist. Wetten mit Wert gewinnen langfristig – aber nur dann, wenn die Schätzung im Durchschnitt besser ist als die des Marktes. Der Buchmacher behält seine Marge; was der Wettende gewinnt, ist die Differenz aus eigener Schätzung und Markteinschätzung.
Dutching: das Risiko auf mehrere Ausgänge verteilen
Dutching bedeutet, auf mehrere Ausgänge desselben Marktes so zu wetten, dass jeder mögliche Ausgang den gleichen Bruttogewinn abwirft. Bei einem Tennismatch mit Quotierungen Sieg A 2.20 und Sieg B 1.80 würden sich die Einsätze umgekehrt zu den Wahrscheinlichkeiten verteilen, sodass im Gewinnfall ein einheitlicher Betrag herausspringt – unabhängig davon, wer gewinnt. Beim Unentschieden funktioniert das nur, wenn das Spiel überhaupt einen Remis-Ausgang hat, was bei Fussball, Eishockey oder Basketball der Fall ist, bei Tennis jedoch nicht.
Der Vorteil von Dutching liegt darin, dass ein einzelner Ausgang nicht alles entscheidet. Der Nachteil liegt in der Quote: Die einzelnen Einsätze sind kleiner, der Buchmacher behält auf jedem Bein seine Marge, und am Ende gewinnt man weniger, als wenn man nur auf den tatsächlich eingetretenen Ausgang gesetzt hätte. Wer dutcht, akzeptiert weniger Gewinn pro Treffer im Austausch gegen mehr Sicherheit. Wann das sinnvoll ist, hängt von der Sicherheitsprämie ab, die der Wettende bereit ist zu zahlen.
Systemwetten und Kombinationen
Kombinationswetten multiplizieren die Quoten der Einzelbeine – daraus ergibt sich eine höhere Gesamtzahlung, aber auch eine höhere Marge, weil jede Einzelmarge im Produkt weiterwirkt. Systemwetten erlauben es, einen Teil der Beine falsch zu haben, ohne dass die gesamte Wette verfällt. Bei Sporttip kann eine Systemwette bis zu CHF 10’000 pro Schein betragen, das ist deutlich mehr als bei Einzel- oder Kombiwetten (Maximum CHF 1’000). Für ein Unentschieden-Bein in einer Kombi gilt: vier Beine mit Mindestquote 1.50 aktivieren den Kombiboost, der den Nettogewinn um 5 % bis 100 % erhöht, je nach Anzahl der Voraussagen.
Der mathematische Vorteil hoher Kombiquoten wird durch die kombinierte Marge praktisch aufgefressen. Eine Quote von 25.00 auf eine Fünf-Kombi-Wette klingt verlockend; rechnet man die einzelnen implizierten Wahrscheinlichkeiten zusammen und multipliziert, ergibt sich sehr oft ein Auszahlungsschlüssel von unter 85 %, manchmal unter 75 %. Das ist das, was die Anbieter so teilen wie kein anderes Detail – sie reden von Quote, nicht von Schlüssel.
Verantwortung am Wettschein: wer die Marge trägt
Wer in der Schweiz wettet, muss sich mit den Regeln der beiden Veranstalter auseinandersetzen, bevor er den ersten Schein spielt. Verlustlimiten von 1, 7 und 30 Tagen sind bei Sporttip vor der ersten Teilnahme verpflichtend zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer sich selbst sperren will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein.
Eine Strategie steht und fällt mit dem Budget, das ihr zur Verfügung steht. Wer 5 % des monatlichen Wettbudgets pro Schein riskiert, überlebt eine Pechsträhne von zehn verlorenen Wetten; wer 20 % riskiert, ist nach fünf weg. Die Konsequenz: keine Strategie ist es wert, das Haushaltsbudget zu sprengen, und keine Zahl von Statistiken kann einen Lottogewinn vorhersagen. Wer einmal den eigenen Boden unter den Füssen verliert, hat verloren, bevor die Quote überhaupt ausgewertet wird.
Wie die Schweizer Buchmacher die Bedingungen setzen
Die Spielregeln von Sporttip zeigen die Mechanik, mit der jede Strategie rechnen muss – nicht als Marketingversprechen, sondern als operative Wahrheit.
Limits pro Wette
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Auf- und Abrundung der Gewinne
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten). Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Wettausgang und Nachholung
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Das gilt im Übrigen auch für abgesagte Spiele, deren Wetten in den Quoten weiterhin stehen.
Verpasste Wettausgänge und Spielzeit
Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer – beim Fussball rund 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder die Wette selbst darauf gerichtet ist. Ein Unentschieden-Tipp auf das Spielergebnis nach 90 Minuten kann also trotzdem als verloren gelten, wenn das Spiel in die Verlängerung geht.
Bezahlung und Auszahlung
Wer im Swisslos-Wallet Spielguthaben aufstockt, zahlt mindestens CHF 20 pro Kauf, höchstens CHF 10’000 innert 30 Tagen, und nur solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Auszahlungen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto sind innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % erhoben werden, die Bearbeitung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos direkt dem Wallet gut; alles darüber wird innert 3 Arbeitstagen überwiesen.
Die Schweizer Veranstalter im Profil
Swisslos Sporttip – die deutschsprachige Hälfte des Marktes
Swisslos betreibt Sporttip in den 19 deutschsprachigen Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein – 21 Kantone plus das Fürstentum, alle mit unterschiedlichen Sprachen, aber einem gemeinsamen Vertrag. Sitz der Genossenschaft ist Basel, die Aufsicht liegt bei der Gespa in Bern, das Produkt heisst Sporttip und bietet Prematch- und Livewetten, Einzel-, Kombi- und Systemwetten sowie Cash-Out. Wer hier wettet, setzt auf einen gemeinwohlorientierten Veranstalter: Die Reinerträge fliessen in AHV, IV und weitere Zwecke der Kantone, das Geldspielgesetz gibt das so vor (Art. 125 BGS). Der Sporttip-Kombiboost gehört mit zu den wenigen Mechanismen, die für höhere Auszahlungen sorgen, indem der Nettogewinn bei mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 um 5 % bis 100 % erhöht wird.
Für eine Strategie auf Unentschieden heisst das: Die Limits sind eng – maximal CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, mit Cash-Out nur online und nur vollständig. Wer hohe Einsätze planen will, muss umdenken oder auf Systemwetten ausweichen, wo das Limit bei CHF 10’000 liegt. Der Nachteil: Die Marge ist nirgends offengelegt, sie steckt implizit in jeder einzelnen Quote, und ein Vergleich mit anderen Anbietern, der über das Schweizer Duopol hinausgeht, gehört in eine Grauzone.
Loterie Romande Jouez Sport – die Romandie ist ihr Revier
Die Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone – Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura – und betreibt dort Jouez Sport mit Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Die Strukturen ähneln Swisslos: kein Bundesliga-Vergleich, sondern gemeinwohlorientierte Lotteriegelder, eigene Spielregeln, eigene Limits, eigene Aufsicht durch dieselbe Gespa. Eine Kombiwette umfasst hier 2 bis 10 Voraussagen, jede Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen – das sind die Envelope, in denen jede Strategie arbeiten muss.
Wer in der Romandie wohnt, hat also eine ähnliche Plattform mit eigenen Zahlen: Höchstgewinn CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen, eigene Spielregeln-Auflage (17. Auflage, September 2024), eigene Auszahlungswege. Wer die Sprachgrenze überschreitet, etwa von Genf ins Wallis zieht, kann das Konto nicht ohne Weiteres migrieren – die Veranstalter decken ihre Gebiete exklusiv ab.
Betovo, BetPanda, Wettigo, Rainbet, Sportuna, BC Game, myBet, Sportaza – Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die übrigen Marken dieser Liste sind internationale Buchmacher, die zwar deutsche Sprache sprechen und Schweizer Kunden nicht prinzipiell ausschliessen, hier aber über keine Schweizer Bewilligung verfügen. Die Gespa pflegt eine Sperrliste mit Domain-Einträgen, die über DNS gesperrt werden – wer in der Schweiz surft, kann also nicht ohne Weiteres zur Wettseite gelangen. Diese Anbieter stehen ausserhalb des Schutzes des Geldspielgesetzes: keine Eintragung im Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, keine Beschwerdestelle, keine Schweizer Spielerschutzregeln.
Diese Tatsache entscheidet, was von einer Strategie zu halten ist. Die Quoten mögen anders aussehen, das Spielangebot breiter, die Promotionen grosszügiger – doch jede Einzahlung bewegt sich in einer regulatorischen Grauzone, und Gewinne sind nach kantonalem Steuerrecht (Thurgau zum Beispiel besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen voll) anders zu behandeln als Gewinne aus einem Schweizer Konzessionshaus. Wer hier spielt, spielt nicht im Schutzschirm des Schweizer Rechts – das ist die andere Seite des Vergleichs, die auf der Seite des Duopols gar nicht erst entsteht.
Was die Marge mit einer Quote macht
Eine Buchmacher-Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem gesetzten Franken im Schnitt behält. Sie ergibt sich, indem man die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes addiert – das Ergebnis oberhalb von 1’000 ist die Marge. Beispiel: Ein fiktiver Markt mit zwei Ausgängen und identischen Quoten von 1.90 ergibt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0’526 + 0’526) = 1 ÷ 1’053 ≈ 95.0 % Auszahlungsschlüssel und damit rund 5.0 % Marge.
Das gilt für jeden einzelnen Markt eines Buchmachers, variiert aber von Markt zu Markt. Bei einem Drei-Wege-Markt wie 1X2 im Fussball liegt die Marge typischerweise zwischen 5 % und 8 %, bei einem Zwei-Wege-Markt wie Über/Unter oft zwischen 4 % und 6 %, bei exotischen Märkten wie Eckbällen oder Karten gelegentlich über 10 %. Die Marge ist der Preis, den der Wettende zahlt, und ein durchschnittlicher Wettender verliert genau diesen Anteil seines Einsatzes, wenn er Quoten ohne Wert spielt.
Die Konsequenz: Wer einen Markt mit einer Marge von 5 % konsequent mit Quoten spielt, die einen Wert von mehr als 5 % über dem Marktpreis implizieren, ist langfristig im Plus. Wer ohne Wert spielt, verliert im Schnitt genau die Marge. Das ist die einfache Mathematik, die hinter jeder Strategie steht – und der Grund, warum keine Strategie ein Versprechen gibt.
Das eigene Budget als Strategie
Ein festes Budget pro Monat – CHF 200 etwa, je nach Einkommen – und ein fester Prozentsatz pro Wette, etwa 2 %, schützt vor den grössten Verlusten. Eine typische Pechsträhne von zehn verlorenen Wetten mit 2 % Einsatz erschöpft das Budget zu 20 %; wer 10 % pro Schein riskiert, hat nach zehn verlorenen Wetten das ganze Monatsbudget weg. Der Unterschied zwischen einer schlechten Strategie und einem guten Bankroll-Management zeigt sich nicht in den Quoten, sondern in der Frage, ob der Wettende nach der zehnten Niederlage noch wetten kann.
Wer in der Schweiz spielt, sollte die Verlustlimiten bei Sporttip bewusst niedriger setzen, als es das Maximum erlaubt. Wer auf 1-Tages-Loss CHF 50 setzt, kann an einem Tag maximal 50 Franken verlieren – das ist nicht viel, aber es rettet einen vor einem durchzechten Abend mit schlechten Quoten. Die Sperrregister-Eintragung gilt produktbezogen, wer also dauerhaft Schluss machen will, muss die unbefristete Sperre wählen.
FAQ
Welche implizite Wahrscheinlichkeit steckt in einer Quote von 3.40 auf ein Unentschieden?
Eine Quote von 3.40 entspricht einer implizierten Wahrscheinlichkeit von rund 29.4 % (1 ÷ 3.40). Das heisst: Der Markt bewertet das Unentschieden so, als würde es in ungefähr 29 von 100 vergleichbaren Spielen eintreten. Wer das anders sieht, hat eine Value Bet – vorausgesetzt, die eigene Einschätzung hält einer Überprüfung stand.
Kann eine Strategie für Unentschieden-Wetten dauerhaft Gewinn bringen, oder bleibt die Marge des Buchmachers entscheidend?
Dauerhaft gewinnen kann nur, wer konsequent Quoten findet, deren implizierte Wahrscheinlichkeit unter der eigenen Einschätzung liegt – und das häufiger als der Zufall. Wer ohne Wert spielt, verliert im Schnitt genau die Buchmacher-Marge. Ohne Disziplin bei Schätzung und Bankroll bleibt jede Strategie auf Dauer ein Verlustgeschäft.
Was bedeutet ein Value Bet, und wie wird er bei einer Unentschieden-Wette erkannt?
Eine Value Bet liegt vor, wenn die eingeschätzte Wahrscheinlichkeit des Ereignisses über der implizierten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt. Bei einem Unentschieden mit Quote 3.20 (31.3 % implizit) und einer eigenen Schätzung von 38 % besteht ein Wert. Der Wert einer Value Bet zeigt sich erst über viele Wetten, nicht in einem einzelnen Spiel.
Was ist Dutching, und wie werden Einsätze auf mehrere Ausgänge verteilt?
Dutching ist das Setzen auf mehrere Ausgänge desselben Marktes mit angepassten Einsätzen, sodass der Bruttogewinn im Erfolgsfall gleich ausfällt. Bei zwei Ausgängen mit Quoten 2.20 und 1.80 werden die Einsätze so verteilt, dass beide Gewinne denselben Ertrag liefern. Der Preis der Sicherheit: Jedes Bein enthält die Buchmacher-Marge, der Gewinn pro Treffer fällt niedriger aus.
Wie zählt eine Wette auf Unentschieden bei Sporttip, wenn es Verlängerung oder Penaltyschiessen gibt?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm sie ausdrücklich erwähnt oder die Wette darauf gerichtet ist. Eine Wette auf Unentschieden nach regulärer Spielzeit kann also verloren gehen, wenn das Spiel in die Verlängerung geht.
Wie lässt sich ein festes Budget mit Verlust- und Einsatzlimiten bei Swisslos und Loterie Romande umsetzen?
Bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme verpflichtend zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 pro Periode (CHF 1’000 unter 21 Jahren); eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es freiwillige Einzahlungslimiten für 30 Tage. Jouez Sport bietet vergleichbare Schutzmechanismen, beide Anbieter tragen sich ins schweizweite Sperrregister ein, falls eine Selbstaussperrung gewünscht wird.
Strategie – rasentenniswetten
Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»
