Snooker Wetten in der Schweiz 2026: Was bei Sporttip und anderswo erlaubt ist

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Ein Snookertisch mit grünem Tuch und einem Dreieck aus roten Kugeln unter einer tief hängenden Lampe in einer leeren Halle.

Snooker ist eine Randsportart im Wettkalender, aber wer Turniere der Triple Crown spielt, weiss: ein langer Frame kann die Quote kippen. Wer in der Schweiz auf Snooker wetten will, hat genau zwei seriöse Adressen, und beide heissen nicht «Onlinebuchmacher». Es sind Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was im Internet mit Snookerquoten wirbt, läuft ohne Schweizer Bewilligung und ist nach dem Geldspielgesetz (BGS) nicht erlaubt. Der folgende Überblick fasst das Angebot, die Wettarten, die Quotenmechanik und die Spielregeln zusammen, die in der Schweiz gelten.

Stand: Oktober 19, 2026 — geprüft gegen die Liste der bewilligten Veranstalterinnen und Wettarten der Gespa.

An der Snookerweltmeisterschaft nehmen 32 Spieler in der Endrunde teil, inklusive Qualifikation sind es 144; das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt.

Wettarten und Quoten beim Snooker

Snooker wird Frame für Frame gespielt, nicht nach Minuten, und die Wettmärkte folgen dem Spieltempo. Wer eine Quote setzt, wettet auf einen künftigen Punktestand oder einen künftigen Frame. Wer die Mechanik kennt, erkennt, was die Quote tatsächlich abbildet — und wo der Anbieter seinen Schnitt macht.

Wie eine Snookerquote entsteht

Eine Quote ist das Verhältnis zwischen Einsatz und möglichem Gewinn, ausgeschrieben in Dezimal­form. Bei einer Quote von 2.10 bekommt man für jeden Franken Einsatz CHF 2.10 zurück, wenn die Wette eingeht. Der Buchmacher bildet die Quote aus zwei Bausteinen: der Wahrscheinlichkeit, die er dem Ergebnis beimisst, und seiner Marge. Eine faire Wette ohne Marge wäre die sogenannte «echte» Quote. Was der Anbieter tatsächlich anbietet, ist immer kleiner als das, was die faire Quote ergeben würde. Die Differenz ist sein Gewinn, unabhängig davon, wie der Frame ausgeht.

Ein blauer Kreidewürfel und eine Queuespitze liegen am Rand eines Holztischs im weichen Seitenlicht.
Beim Snooker zählt Rot 1 Punkt, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6 und Schwarz 7 Punkte; das maximale Break beträgt 147 Punkte.

Eine Zwei-Wege-Wette mit zwei gleich langen Preisen ist das einfachste Beispiel. Steht ein Match mit Quote 1.90 auf 1.90 im Programm, ergibt sich daraus eine Auszahlungsquote von rund 89.5 % und eine Marge von etwa 10.5 %. Bei einem Zwei-Wege-Markt ist 10.5 % ein hoher Wert: Snooker ist ein Nischenmarkt mit dünnem Umsatz, und die Anbieter kalkulieren vorsichtig. Bei stark umkämpften Fussballmärkten liegt dieselbe Marge oft unter 5 %. Wer sein Geld auf Snooker setzt, gibt also mehr vom Einsatz pro Wette an den Anbieter ab als bei einem Mainstream-Markt.

Welche Wettarten im Snooker üblich sind

Im Programm der Schweizer Veranstalter tauchen Snookerwetten vor und live auf drei Ebenen auf: Match, Spezial und Turnier. Matchwetten sind die Grundlage: Sieg im aktuellen Frame, Sieg im aktuellen Match, Handicap auf Frames. Spezialwetten betreffen einzelne Stationen eines Frames — etwa die nächste Farbserie oder ob ein Spieler das nächste Frame­break über einer bestimmten Schwelle eröffnet. Turnierwetten betreffen den Ausgang eines Wettbewerbs insgesamt, also Sieg, Finale oder Erreichen einer Runde. Die Sporttip-Bedingungen fassen alle drei unter «Einzelwetten auf eine Voraussage» zusammen, wenn sie vor dem Spiel platziert werden.

Die Schweizer Veranstalter kombinieren nicht alle Märkte frei miteinander. Wer auf das gleiche Spiel mehrere Voraussagen setzen will, muss dafür die Bet-Builder-Funktion nutzen. Nimmt der Anbieter eine Kombination versehentlich ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurück­erstatten. Wer mit Kombiwetten arbeitet, sollte vor der Bestätigung prüfen, dass der Bet Builder tatsächlich aktiv war — sonst steht die Wette auf wackligen Beinen.

Marge und Auszahlung in einer Quote

Die Marge eines Marktes ist der Anteil, den der Anbieter im Schnitt einbehält. Sie wird sichtbar, wenn man die Auszahlungs­quoten aller möglichen Ausgänge addiert: was nicht an die Spielenden zurückfliesst, ist Marge. Eine Auszahlungsquote von 89.5 % auf einem Zwei-Wege-Markt bedeutet, dass die Spielenden zusammen rund 89.5 Rappen pro Franken Einsatz wieder ausbezahlt bekommen — die restlichen 10.5 Rappen sind die Marge. Wer daraus den eigenen Erwartungswert ableitet, sieht: bei jeder Wette verliert man im Schnitt genau diesen Anteil des Einsatzes, wenn man die «echten» Wahrscheinlichkeiten exakt prognostiziert. Die meisten Wetten werden auf dieser Basis zu einem Nullsummen­spiel mit Kosten.

Diese Kosten heben sich nicht auf, wenn man mehr wettet. Wer vier Wetten mit je 5 % Marge spielt, hat viermal 5 % abgegeben, nicht einen besseren Durchschnitt. Wer sein Glück mit Livewetten versucht, hat zusätzlich den Zeitdruck: Wetten, die nach dem Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen bei Sporttip mit Quote 1.00, der Einsatz wird zurück­erstattet. Wer in spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter oder einer Videobewertung setzt, riskiert die gleiche Bewertung. Eine Quote auf den nächsten Punkt zu setzen ist möglich, aber der Preis dafür ist eine Wette mit Quote 1.00, wenn das Spiel schon entschieden ist.

Kombiwetten und Kombiboost

Mehrere Voraussagen kombinieren heisst, die Einzelquoten zu multiplizieren. Die Gesamtquote einer Kombiwette ist das Produkt der Einzel­quoten, und der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Gesamtquote. Bei Swisslos gibt es den Kombiboost: er gilt nur online, nur für Prematch-, Live- und Systemwetten mit mindestens vier Voraussagen, jede Einzelquote mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Ein Kombiboost ist kein Geschenk: er erhöht den Gewinn, nicht die faire Quote. Wer eine Kombiwette ohne Boost spielt, hat bereits die multiplizierte Marge aller Einzelmärkte bezahlt — der Boost ist ein Rabatt auf den Auszahlungsbetrag, kein Ausgleich für die zugrundeliegende Marge.

Livewetten auf Frames

Snooker ist ein Frame-Spiel, und Livewetten folgen dem Frame-Verlauf. Wer auf den Sieger des laufenden Frames wettet, wettet auf einen schmalen Punktestand in einer offenen Situation. Der Anbieter reagiert auf jeden gespielten Ball mit einer neuen Quote, was die Marge pro Markt­bewertung leicht erhöht. Wer live setzt, hat zwei Kosten: die Marge pro Markt und das Risiko, dass die Quote wegen Zeitverzögerung oder Spielstand schon veraltet ist, wenn der Wettschein durchgeht. Sporttip wickelt Livewetten ab, unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird — eine visuelle Verzögerung beim Streaming ist also kein Grund für eine Annullierung, der Spielstand zählt.

Snooker als Wettsport: Turniere und Spielplan

Snooker hat einen kompakten Profikalender mit wenigen grossen Events, die den Buchmachern Markt­liquidität geben. Wer das ganze Jahr über Snookerquoten sehen will, orientiert sich an drei Turnieren: der UK Championship, dem Masters und der Snookerweltmeisterschaft. Diese drei bilden die Triple Crown.

Die Triple Crown und ihre Termine

Die UK Championship ist das erste grosse Ranglistenturnier der Saison, gespielt im Herbst. Das Masters ist ein Einladungsturnier der besten 16 der Weltrangliste, gespielt im Januar in London. Die Snookerweltmeisterschaft ist das grösste Event: 32 Spieler in der Endrunde, mit Qualifikation sind 144 Spieler am Gesamt­turnier beteiligt. Die Endrunde findet seit 1977 jeweils ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt; der Vertrag dafür läuft bis 2045. Das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt, was bedeutet, dass der erste Spieler 18 Frames gewonnen hat.

Die Triple Crown ist das, was ein Snookermarktplatz hat: drei Termine, an denen jedes Jahr die Weltspitze gegeneinander spielt und an denen Quoten ausgewiesen werden. Andere Turniere, vor allem kleinere Ranglistenturniere, werden in Schweizer Wettprogrammen nur sporadisch angeboten. Wer in der Schweiz auf Snooker wetten will, plant um diese drei Termine herum.

Wie ein Snookermatch funktioniert

Snooker wird auf 12-Fuss-Tischen mit Aussen­massen von etwa 366 × 183 cm gespielt. Auf dem Tisch liegen 22 Kugeln: der weisse Spielball, fünfzehn rote und je eine gelbe, grüne, braune, blaue, pinke und schwarze Kugel. Rot zählt einen Punkt, Gelb zwei, Grün drei, Braun vier, Blau fünf, Pink sechs und Schwarz sieben Punkte. Das maximale Break, also die höchste in einem einzigen Spieldurchgang zu erreichende Punktzahl, beträgt 147 Punkte: 15 Rot-Schwarz-Serien mit je 8 Punkten ergeben 120, dazu die sechs Farben in aufsteigender Reihenfolge 2 + 3 + 4 + 5 + 6 + 7 = 27 Punkte. Wer das perfekte Break erspielt, hat 147 Punkte auf dem Zähler.

Bei Punktegleichstand am Ende eines Frames wird die schwarze Kugel erneut auf ihre Position zurück­gelegt — das «Re-spotted black» — und der nächste Punkt­gewinn entscheidet den Frame. Das ist Snookers Standard­lösung für Unentschieden und führt in einigen Matches zu dramatischen Entscheidungen. Für Wettmärkte heisst das: ein Quote-auf-Frame-Sieg-Wettre-Markt kann nie in ein Remis laufen, und die Quote 1.90 / 1.90 auf einen Frame-Sieger ist die häufigste Preisstellung.

Warum Snooker für Wettende schwer zu prognostizieren ist

Snooker ist ein Spiel, in dem ein einziger Frame über 30 Minuten dauern kann, in dem aber ein einziger verschossene Ball die Dynamik kippt. Wer auf Frames wettet, setzt auf eine kleine Stichprobe — eine Handvoll Frames, in denen ein Spieler die Nerven behält oder verliert. Wer auf den Matchsieg wettet, setzt auf einen grösseren Korridor, aber die Best-of-Modus bedeuten, dass ein einziger schlechter Tag reicht, um das Match zu verlieren. Die Quoten sind oft sehr eng: zwei Spieler, die in der Weltrangliste benachbart sind, haben ähnliche Quoten, weil der Markt sie als ähnlich stark einstuft. Wer auf einen Aussenseiter wettet, akzeptiert eine hohe Quote, oft zwischen 3.50 und 8.00, und damit eine niedrige implizite Sieg­wahrscheinlichkeit — was wiederum die Marge schmerzhafter macht.

Anbieter im Vergleich: Sporttip, Jouez Sport und ausländische Marken ohne Bewilligung

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten. Beide sind kantonal verankert, beide führen ihre Sportwetten unter einem Produktnamen, und beide schliessen Spielende aus, die nicht in ihrem Vertrags­gebiet wohnen. Alles andere, was im Internet Snookerquoten zeigt, ist nach Schweizer Recht nicht bewilligt. Der folgende Vergleich zeigt, was die Schweizer Veranstalter begründet anders machen, und ordnet die ausländischen Marken ein, die Schweizer Spielende im Internet finden — mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass sie in der Schweiz keine Bewilligung haben.

Vergleich der wichtigsten Merkmale

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalter / Produkt
Swisslos Sporttip ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft / Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) Loterie Romande / Jouez Sport
BillyBets keine Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
1Bet keine Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
BetPanda keine Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
Boomerang Bet keine Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
Playzilla keine Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
BetAlright keine Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
BetFury keine Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung

Die Tabelle trennt zwei klar verschiedene Welten. Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport stehen unter Aufsicht der Gespa, sind an Schweizer Recht gebunden und zahlen Gewinne auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers aus. Alle übrigen Marken laufen unter ausländischen Lizenzen, die in der Schweiz keine Wirkung haben: nach Art. 4 BGS gilt eine Schweizer Bewilligung nur in der Schweiz. Für Spielende heisst das: keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Sperrliste, keine Schweizer Aufsicht und kein Schweizer Rechtsweg bei Streitigkeiten. Die Gespa publiziert eine Sperrliste von ausländischen Domains, die Schweizer Internet­anbieter per DNS blockieren; die Liste kann Domains innert Stunden ersetzen.

Was die Schweizer Veranstalter vom Markt abhebt

Beide Schweizer Veranstalter sind organisiert wie eine Lotterie, nicht wie ein Onlinebuchmacher. Swisslos ist eine Genossenschaft, ihr Sitz in Basel, ihre Sportwetten laufen unter der Marke Sports­tip. Die Loterie Romande sitzt in der Romandie, sie betreibt 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende, ihre Online-Sportwetten heissen Jouez Sport. Beide Veranstalter sind an die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) gebunden. Sie verwenden den Reingewinn aus dem Spielbetrieb für öffentliche Zwecke: Swisslos hat 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgeschüttet, davon CHF 506 Mio. an kantonale Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., im Vorjahr CHF 122 Mio.

Die Kehrseite: das Wettangebot beider Veranstalter ist auf die Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten der Gespa beschränkt. Snooker ist dort eingetragen, aber das Angebot ist deutlich schmaler als bei einem internationalen Onlinebuchmacher. Wer eine exotische Wette sucht, wird sie bei Swisslos und Loterie Romande nicht finden.

Was ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung bieten

Die acht ausländischen Marken — BillyBets, 1Bet, BetPanda, Boomerang Bet, Playzilla, BetAlright, BetFury und FortuneJack — werben im Internet mit grosszügigen Bonus­paketen, vielen Wettmärkten und schnellen Auszahlungen. In der Schweiz haben sie keine Bewilligung. Wer dort spielt, hat keinen Schweizer Schutz: keine Spielsperre, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht. Die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen, was Schweizer Internet­anbieter per DNS umsetzen — der Zugang wird dann innerhalb von Stunden blockiert.

Wichtig für die Steuerfrage: Gewinne ausländischer Sportwettenanbieter unterliegen keiner Schweizer Verrechnungs­steuer, dafür aber je nach Kanton einer anderen Besteuerungs­praxis. Der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Andere Kantone können milder oder strenger sein. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, fragt am Ende des Jahres den Steuerberater oder die kantonale Steuer­verwaltung.

Rechtslage und Bewilligung in der Schweiz

Die Schweiz reguliert Sportwetten als Grossspiel unter dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Aufsichts­behörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Das Geldspiel­konkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Eine Bewilligung umfasst eine Veranstalter­bewilligung und eine Spiel­bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Die Veranstalter­bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Eine Garderobe aus Holz mit einem dunklen Regenschirm in einem stillen Korridor, am Fenster rinnt Regen herunter.
Die Endrunde der Snookerweltmeisterschaft findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Eine Bewilligung für einen weiteren Veranstalter ist rechtlich nicht möglich. Wer eine ausländische Lizenz vorweisen kann — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist ein Vergehen: bis zu drei Jahre Freiheits­strafe oder Geldstrafe, bei gewerbs­mässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsatz und Gewinn können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Die erlaubten Wetten sind in einer geschlossenen Liste geregelt, der Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten der Gespa. Snooker ist dort eingetragen, mit der Einschränkung, dass nur Events aus dieser Liste als Wettangebot verfügbar sind. Eckball- oder Kartenmärkte wie im Fussball gibt es im Snooker nicht, und die Liste enthält keine Esports. Qualifikations­runden sind nur erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen. Frauen­wettbewerbe sind nur erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen. Rangwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet — nie auf Trainings­läufe. Livewetten sind erlaubt, vor und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS enthält keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live­märkte.

Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Werbung allgemein darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht Minderjährige oder gesperrte Personen ansprechen. Gratiswetten oder Gratis­spiel­guthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS): 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen für Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt.

Schweizer Veranstalter und ihre Verbreitungsgebiete

Die beiden Veranstalter haben ihr Verbreitungs­gebiet klar geregelt. Swisslos betreibt Sporttip in den deutsch­sprachigen Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer in einem anderen Kanton wohnt, kann sich beim jeweils anderen Veranstalter nicht online registrieren. Wer im Ausland wohnt, hat keinen Zugang. Das ist keine Schikane, sondern die Konsequenz der kantonalen Gebiets­zuweisung: nur wer im Vertrags­gebiet wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen.

Die Online-Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertrags­gebiet, keine bestehende Spielsperre und die einmalige Registrierung pro Person. Die Identität wird per Ausweis­upload verifiziert, die Daten werden gegen Adress­datenbanken geprüft. Wer ein zweites Konto eröffnet, riskiert die Schliessung und die Auszahlungs­verweigerung offener Beträge.

Spielerschutz: Limiten, Sperren und Limits

Wer in der Schweiz Sportwetten spielt, ist an einen strengen Schutz­rahmen gebunden. Schutz bedeutet hier nicht Verbot, sondern Werkzeuge, die der Spielende selbst bedient — und Pflichten, die der Veranstalter hat.

Verlustlimiten selbst setzen

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlust­limiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Zeitraum ist CHF 9’999 für volljährige Spielende und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — die Karenzzeit verhindert, dass eine Verlust­serie zu einer spontanen Limite­erhöhung führt. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungs­limite für 30 Tage gesetzt werden. Diese Limite ist das wirksamste Werkzeug, das ein Spielender selbst hat: sie definiert, wie viel Geld maximal in einem Monat auf das Konto fliessen kann, unabhängig davon, wie oft der Spielende einzahlt.

Statutarisch verlangt die Verordnung über Geldspiele (VGS, Art. 87), dass der Veranstalter ein oder mehrere Maximal­werte für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust verlangt. Die Schweizer Gesetzlich kennt keinen statutarischen Einzahlungs­deckel. Die Verlust­limite ist eine Spieler­wahl, kein staatliches Verbot.

Spielsperre und Selbst­ausschluss

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produkt­bezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Frist­ablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Spielsperre greift für alle Veranstalter, die an das Register angeschlossen sind. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fach­stelle (Art. 81 BGS). Selbst gewählte Pausen von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter anbieten (Art. 89 VGS).

Wer gesperrt ist oder das 18. Lebens­jahr noch nicht vollendet hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Wer also versucht, während einer Sperre zu spielen, verliert seinen Einsatz, wenn die Sperre später festgestellt wird. Das ist kein theoretisches Risiko: die Gespa führt Test­käufe durch, und im Verkauf wurde 2025 in 47.5 % von 200 Test­fällen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Wer am Schalter spielt, ist also nur teilweise geschützt; der strengste Schutz ist die eigene Selbst­sperre.

Wett- und Einzahlungs­limit bei Sporttip

Bei Sporttip liegt der Mindest­einsatz für Einzel- und Kombinations­wetten bei CHF 1, der Höchst­einsatz für eine Einzel- oder Kombinations­wette bei CHF 1’000, der Höchst­einsatz für eine System­wette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht ange­nommen. Wer regelmässig hohe Einsätze spielt, sollte vor der Wette prüfen, ob das System noch akzeptiert — eine Erhöhung kann ohne Vorankündigung erfolgen, und eine angenommene Wette wird im Nachhinein nicht zurück­genommen, wenn sie unter der alten Limite lag.

Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungs­konto im Namen des Konto­inhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es in der bewilligten Schweizer Sportwette nicht. Kredit­aufnahme durch Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS): wer mit geliehenem Geld spielt, spielt rechts­widrig, und der Veranstalter darf keine Kredite an Spielende vergeben.

Alter und Teilnahme

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen. Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wett­ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Verstösse gegen das Teilnahme­verbot sind für den Veranstalter sichtbar, weil die Identität verifiziert wird: ein Spieler, der bei einem Wett­anlass gemeldet ist, kann nicht gleichzeitig auf sich selbst wetten, jedenfalls nicht ohne dass der Veranstalter das mitbekommt.

Wie Snookerwetten verrechnet werden

Wer auf Snooker wettet, hat den Einsatz, die Quote und einen möglichen Gewinn vor sich. Was hinten rauskommt, ist eine einfache Multiplikation, mit zwei Eigenheiten der Schweizer Veranstalter.

Gewinn aus Einsatz und Quote

Der Gewinn­betrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette ist die Quote die angezeigte Einzel­quote. Bei einer Kombinations­wette ist die Quote die Gesamt­quote, also das Produkt der Einzel­quoten. Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkomma­stellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer also eine Wette mit Quote 2.50 und Einsatz CHF 10 platziert, erhält einen Gewinn von CHF 25.00, abgerundet auf den nächsten 5-Rappen-Wert: bei 25 Franken gibt es nichts abzurunden, der Gewinn ist CHF 25.00.

Beispielrechnung: drei Frames, eine Quote

Ein Spiel auf den Sieger des ersten Frames eines WM-Matches bietet Quote 1.90 auf Spieler A und Quote 2.05 auf Spieler B. Wer CHF 20 auf Spieler A setzt, erhält bei Sieg CHF 38.00 zurück, der Nettogewinn ist CHF 18.00. Wer CHF 20 auf Spieler B setzt, erhält bei Sieg CHF 41.00 zurück, der Nettogewinn ist CHF 21.00. Im Anbietät-Schnitt behält der Veranstalter bei diesem Markt etwa 9 % Marge, was sich aus der Auszahlungs­quote von rund 91 % ergibt. Bei einem Match über 25 Frames wird der Gesamtmarkt vielschichtiger, und die Quoten auf den Matchsieger, das Handicap oder den nächsten Frame­sieger sind jeweils eigene Märkte mit eigener Marge.

Beispielrechnung: Kombiwette mit vier Voraussagen

Wer vier Voraussagen mit den Quoten 1.90, 1.85, 2.10 und 1.95 kombiniert, hat eine Gesamt­quote von 1.90 × 1.85 × 2.10 × 1.95 = rund 14.41. Bei einem Einsatz von CHF 5 ergibt sich ein möglicher Gewinn von CHF 72.05, abgerundet auf den nächsten 5-Rappen-Wert sind das CHF 72.00. Mit dem Kombi­boost für vier Voraussagen steigt der Nettogewinn um 5 %, der Brutto­gewinn erhöht sich entsprechend. Der Boost ist ein Zuschlag auf den Gewinn, nicht auf die faire Quote: er gleicht nicht aus, was die multiplizierten Margen der Einzel­märkte kosten.

Cash-Out bei Sporttip

Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeit­wetten, vor Spiel­beginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teil­auszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wett­gewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer mit Cash-Out arbeitet, akzeptiert einen Abschlag auf den Gewinn, um den Ausgang vorzeitig zu realisieren. Der Abschlag ist nicht öffentlich beziffert: er ergibt sich aus dem konkreten Cash-Out-Angebot im Wettschein.

Quotenboosts und Profitboosts

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses über einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer mit Boosts spielt, sollte das Kleingedruckte lesen: die Limite auf den Einsatz und die Höhe der Erhöhung stehen in den Wettbedingungen, nicht im Wettschein.

Livewetten auf einzelne Frames

Livewetten sind beim Snooker besonders verbreitet, weil das Spiel Frame für Frame trägt und die Quote nach jedem Ball angepasst werden kann. Wer live auf den Sieger des nächsten Frames wettet, wettet auf eine sehr kurze Stichprobe: ein Frame dauert 20 bis 40 Minuten, die Ereignisse sind oft nicht übertragbar, und die Quote reagiert auf jeden Ball.

Wie der Anbieter die Livequote bildet

Bei einer Livequote fliesst der Spielstand direkt ein. Wer 5:3 in einem Best-of-9-Frame führt, hat eine höhere implizite Sieg­wahrscheinlichkeit als der Gegner. Der Anbieter rechnet diesen Spielstand in eine neue Wahrscheinlichkeit um, addiert seine Marge und gibt die Quote aus. Die Marge pro Live­aktualisierung ist nicht stabil, sie hängt vom Anbieter ab und kann während eines Spiels schwanken. Im Schnitt ist die Live­marge etwas höher als die Prematch-Marge, weil der Anbieter mehr Aufwand für die Marktanpassung hat und weil viele Spielende in Echtzeit reagieren.

Verzögerung und Annullierung

Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wett­ausgangs platziert werden, zählen bei Sporttip mit Quote 1.00, der Einsatz wird zurück­erstattet. In spiel­entscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Snooker hat keine Elfmeter und keine Roten Karten, aber es hat spiel­entscheidende Bälle: das Re-spotted Black, der entscheidende Frame­ball. Wer live auf den Frame-Sieger wettet, sollte darauf achten, dass das Frame noch nicht entschieden ist. Eine Sekunde Verzögerung kann eine bereits entschiedene Wette zu einer Quote von 1.00 machen.

Was eine Livewette kostet

Die Marge einer Livewette ist im Schnitt höher als die einer Prematch-Wette. Das bedeutet: wer während des Spiels setzt, gibt im Schnitt mehr vom Einsatz pro Wette ab als vor dem Spiel. Hinzu kommt das Risiko, dass die Quote auf dem Bildschirm veraltet ist, wenn der Wettschein durchgeht: der Anbieter rechnet mit dem tatsächlichen Spielstand zum Zeitpunkt der Wetten­annahme, nicht mit dem Stand auf dem Bildschirm. Wer live spielt, sollte schnelle Entscheidungen akzeptieren und mit einem höheren durchschnittlichen Verlust rechnen.

Steuern und Auszahlung

Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommens­steuerfrei bis zum Steuerfrei­betrag pro Einzelgewinn. Der Bundes­schwellenwert liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Die kantonalen Schwellen­werte sind unterschiedlich, daher gilt: je nach Kanton. Oberhalb des Schwellen­werts zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungs­steuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurück­gefordert werden kann. Ein typischer Wettende gewinnt weit unter dem Schwellen­wert: keine Einkommens­steuer, keine Verrechnungs­steuer auf den Gewinn.

Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung unterliegen keiner Schweizer Verrechnungs­steuer, dafür aber je nach Kanton einer anderen Praxis: Thurgau besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Andere Kantone können anders entscheiden. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, fragt am Ende des Jahres den Steuer­berater oder die kantonale Steuer­verwaltung. Die Frage ist nicht, ob Gewinne aus ausländischen Anbietern steuerpflichtig sind, sondern in welchem Kanton in welcher Höhe.

Die Schweiz kennt keine Wett­steuer auf den Einsatz. Wer einen Einsatz von CHF 100 platziert, zahlt nicht 5 % Wett­steuer zusätzlich. Die Kosten der Wette stecken in der Marge.

Praktischer Vergleich: was bei welchem Anbieter geht

Wer in der Schweiz auf Snooker wetten will, hat drei Optionen: bei Swisslos Sporttip, bei Loterie Romande Jouez Sport, oder bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Wahl hängt davon ab, was einem wichtig ist.

Wer bei Swisslos Sporttip spielt

Swisslos Sporttip ist die richtige Adresse für Spielende in den deutsch­sprachigen Kantonen, in Ticino und in Liechtenstein. Das Angebot an Snookerwetten ist im Vergleich zu internationalen Buchmachern schmal, dafür sind die Quotenstruktur von Escales-Sporttip-typischerweise und der volle Schweizer Schutz­rahmen intakt: Limiten, Spielsperre, Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen, Schweizer Aufsicht. Wer Snooker als Rand­sportart spielt und nicht auf exotische Märkte angewiesen ist, ist hier richtig.

Wer bei Loterie Romande Jouez Sport spielt

Jouez Sport ist die Westschweizer Variante von Sporttip: gleicher Rechts­rahmen, gleiche Gespa-Bewilligung, anderes Verbreitungs­gebiet. Wer in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura wohnt, ist hier richtig. Das Angebot ist vergleichbar, die Mechanik dieselbe.

Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt

Wer bei BillyBets, 1Bet, BetPanda, Boomerang Bet, Playzilla, BetAlright, BetFury oder FortuneJack spielt, hat kein Schweizer Schutz­regime: keine Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht. Die Gespa kann die Domains auf die Sperrliste setzen und per DNS blockieren — der Zugang wird dann innerhalb von Stunden unterbrochen. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass er im rechtlichen Grau­raum handelt: nicht als Spielender bestraft, aber im Verfahren gegen den Anbieter kann Einsatz und Gewinn eingezogen werden.

Wie man eine Snooker-Wette liest

Eine Snooker-Wette ist am Ende des Tages eine Wette auf einen zukünftigen Punkt­stand oder einen zukünftigen Frame. Wer die Mechanik versteht, liest die Quote als das, was es ist: eine komprimierte Wahrscheinlichkeit mit einem eingebauten Anbieter­abschlag.

Auf den Punkt: Eine Quote von 1.90 / 1.90 auf einen Frame­sieger ist ein Zwei-Wege-Markt mit etwa 10.5 % Marge. Wer 100 Franken einsetzt und gewinnt, erhält 190 Franken zurück. Wer das Spiel zehnmal zu fairen Quoten spielen würde, hätte am Ende 89.50 Franken. Was fehlt, ist die Marge.

Auf den Matchsieg: Eine Quote von 1.50 auf den klaren Favoriten bedeutet, dass der Anbieter ihm etwa 60 % Sieg­wahrscheinlichkeit gibt, plus Marge. Wer 100 Franken auf den Favoriten setzt, erhält bei Sieg 150 Franken. Der implizite Wertverlust auf den 100 Franken Einsatz liegt bei etwa 6 Franken, das ist die Marge. Über zehn solcher Wetten verliert der Spielende etwa 60 Franken an Marge, unabhängig davon, wie gut er tippt.

Auf den Turniersieg: Eine Quote von 8.00 auf einen Spieler, der das Turnier gewinnen soll, bedeutet, dass der Anbieter ihm etwa 11 % Sieg­wahrscheinlichkeit gibt. Die Marge eines Turnier­marktes ist im Schnitt höher als die eines Frame­markts­es, weil das Ergebnis sehr unsicher ist und der Anbieter vorsichtig kalkuliert. Turnier­wetten sind Nischen­produkte für Spielende, die eine konkrete Meinung zum Saisonverlauf haben.

Verantwortungsvolles Spielen

Sportwetten sind Unterhaltung, keine Einkommens­quelle. Wer in der Schweiz spielt, hat die Werkzeuge, das eigene Spiel zu begrenzen: Verlust­limiten für 1, 7 und 30 Tage, freiwillige Einzahlungs­limiten, Selbst­sperren für 1 bis 180 Tage, eine unbefristete Spielsperre im schweizweiten Register. Diese Werkzeuge funktionieren nur, wenn man sie vor der ersten Wette setzt — wer mitten in einer Verlust­serie die Limite erhöht, hat das Werkzeug falsch eingesetzt.

Wer merkt, dass das Spielen nicht mehr unter Kontrolle ist, kann sich an eine Fach­stelle wenden. Die Schweizerische Fachstelle für Sucht­fragen ist eine Anlauf­stelle auf nationaler Ebene, daneben gibt es kantonale Angebote. Wer im Vertrags­gebiet eines Schweizer Veranstalters wohnt, hat einen zusätzlichen Vorteil: die Spielsperre gilt schweizweit, also auch für Casinos und für andere Veranstalter, die an das Register angeschlossen sind. Diese Sperre ist die stärkste Form der Selbst­kontrolle, die das Schweizer System anbietet.

Wer merkt, dass eine Wette zur Pflicht wird, sollte das Spielen ganz einstellen. Die Schweiz bietet die Werkzeuge dafür. Sie funktionieren, wenn man sie nutzt.

Häufige Fragen

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten, beide gestützt auf das Bundesgesetz über Geldspiele. Swisslos ist für die deutsch­sprachigen Kantone, Ticino und Liechtenstein zuständig, Jouez Sport für die Westschweiz. Andere Anbieter — auch international bekannte — haben in der Schweiz keine Bewilligung.

Ist Snooker auf der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten eingetragen?

Ja, Snooker ist auf der Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten der Gespa eingetragen. Die Liste regelt zugleich, welche Wett­arten zulässig sind: Match­sieg, Frame­sieg, Handicap und wenige Spezial­märkte. Andere Märkte wie Eckbälle oder Karten — im Fussball üblich — sind im Snooker nicht relevant. Die aktuelle Version datiert auf den 10.09.2026.

Wie gross ist die Marge in Snooker-Quoten, und wie wirkt sie sich auf die Auszahlung aus?

Die Marge in Snooker-Quoten liegt bei den Schweizer Veranstaltern typischerweise zwischen 10 und 15 %, je nach Markt und Zeitpunkt. Eine Marge von 10.5 % auf einem Zwei-Wege-Markt bedeutet, dass die Spielenden zusammen 89.5 % ihrer Einsätze zurück­erhalten und 10.5 % beim Anbieter bleiben. Über viele Wetten entspricht die Marge dem durchschnittlichen Verlust pro Franken Einsatz.

Wie wird der Gewinn bei einer Wette auf einen Frame- oder Match­sieger aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinn ist Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette ist die Quote die angezeigte Einzel­quote, bei einer Kombinations­wette das Produkt der Einzel­quoten. Bei Sporttip wird der Gewinn auf zwei Nachkomma­stellen gerundet und auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Beispiel: Einsatz CHF 20 auf Quote 1.90 ergibt einen Gewinn von CHF 38.00.

Wie werden Livewetten auf einzelne Frames abgerechnet, und was gilt bei zu spät platzierten Wetten?

Livewetten auf Frames werden mit der zum Zeitpunkt der Wetten­annahme aktuellen Live­quote abgerechnet. Wetten, die nach dem Eintreffen des Wett­ausgangs platziert werden, zählen bei Sporttip mit Quote 1.00, der Einsatz wird zurück­erstattet. Wer in spiel­entscheidenden Situationen wie einem Re-spotted Black oder einem Match­ball wettet, riskiert die Bewertung mit Quote 1.00. Snooker hat im Vergleich zu anderen Sportarten eine sehr kurze Ereignis­dauer, was das Risiko verspäteter Wetten erhöht.

Wie werden Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung steuerlich behandelt?

Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung unterliegen keiner Schweizer Verrechnungs­steuer, sind aber je nach Kanton anders steuerpflichtig. Der Kanton Thurgau behandelt sie als voll steuerbares Einkommen, andere Kantone können milder oder strenger sein. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, fragt am Jahresende den Steuer­berater oder die kantonale Steuer­verwaltung.

Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»