Badminton Wetten in der Schweiz: Anbieter, Regeln, Quoten und Kosten im Überblick

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Ein Federball liegt auf dem Boden einer leeren Sporthalle, das Netz verschwimmt im Hintergrund, Licht fällt durch hohe Fenster.

Badminton gehört zu den unauffälligen Randsportarten im Schweizer Wettangebot – klein, schnell, mit einer Positivliste im Hintergrund, die nicht jeden Wettbewerb erreicht. Wer auf Ballwechsel tippen will, landet in einem eng gesteckten Rahmen: Nur zwei Veranstalter dürfen in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten, das Wettprogramm folgt einer bundesweit genehmigten Liste, und die Marge der Quoten ist höher als bei den grossen Ballsportarten. Dieser Ratgeber erläutert, wer Badminton-Wetten anbietet, welche Regeln gelten, wie Quoten und Marge zusammenhängen und was eine Wette bei Swisslos Sporttip konkret kostet – als Einordnung für alle, die wissen wollen, was bei diesen Wetten auf dem Spiel steht.

Beim Badminton wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt; ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei mindestens 21 Punkte mit mindestens 2 Punkten Vorsprung hat.

Stand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste und die Spielregeln von Swisslos Sporttip (Version 4.2).

Anbieter von Badminton-Wetten in der Schweiz im Vergleich

Nur zwei der zehn hier aufgeführten Anbieter verfügen über eine Schweizer Bewilligung – und es sind genau jene, die das Bundesrecht überhaupt zulässt. Swisslos Sporttip betreut die Deutschschweiz, Liechtenstein und das Tessin, Loterie Romande mit Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone. Beide brauchen eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), beide stehen unter der Aufsicht der Gespa. Die übrigen acht Marken – Rollbit, BDMBet, BetFury, Unibet, Rabona, BetOnRed, Betovo und HornetBet – treten ohne Schweizer Bewilligung auf.

Eine ausländische Lizenz – gleich aus Curaçao, Malta oder Deutschland – hat in der Schweiz keine Wirkung. Art. 4 BGS stellt klar, dass eine ausländische Bewilligung nur in dem Land gilt, das sie ausgestellt hat. Diese Anbieter sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt im Streitfall keine Schweizer Anlaufstelle, und die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen lassen. Schweizer Telekomanbieter setzen die Sperre technisch per DNS um – auf der ersten Sperrliste vom 3. September 2019 standen wenige Domains, Ende 2025 waren es 671. Wer dort spielt, spielt ohne den Schutz des BGS.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter und Lizenzlage
Swisslos Sporttip Ja SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – bewilligt durch die Gespa nach BGS
Loterie Romande Jouez Sport Ja Loterie Romande, Lausanne – bewilligt durch die Gespa nach BGS
Rollbit Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz in der Schweiz wirkungslos
BDMBet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz in der Schweiz wirkungslos
BetFury Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz in der Schweiz wirkungslos
Unibet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz in der Schweiz wirkungslos
Rabona Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz in der Schweiz wirkungslos
BetOnRed Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz in der Schweiz wirkungslos
Betovo Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz in der Schweiz wirkungslos
HornetBet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz in der Schweiz wirkungslos

Diese Einteilung in zwei und acht ist nicht höflich, sondern hart. Es gibt in der Schweiz keine dritte bewilligte Sportwettplattform. Wer auf Badminton wetten will, muss bei Sporttip wohnen und in dessen Vertragsgebiet leben – oder bei Jouez Sport und in der Romandie. Wer anderswo wohnt oder aus einem anderen Grund bei einem ausländischen Anbieter spielt, verlässt den Schutz des BGS, ohne ihn je gehabt zu haben. Wer in der Deutschschweiz wohnt und Sporttip nutzt, zahlt dafür den Preis der vollen Identitätsprüfung – und bekommt im Gegenzug ein Sperrregister, eine gesetzliche Mindestfrist und einen Schweizer Rechtsweg.

Der Kostenrahmen für den Spielenden ist zweistufig. Innerhalb des BGS kostet eine Wette den Anteil, den die Marge enthält – das sind bei einem Zwei-Wege-Markt etwa 5 %, bei einem Drei-Wege-Markt eher 7 %. Aussenhalb des BGS kostet eine Wette das, was im Streitfall auf dem Spiel steht: kein Sperrregister, kein Rechtsweg, mögliche Einziehung von Einsatz und Gewinn nach Art. 45 BGS, falls ein Verfahren gegen den Anbieter läuft. Wer den Unterschied zwischen diesen beiden Stufen nicht sieht, sieht den Preis nicht, den er zahlt.

Grundlagen der Sportart: Zählweise, Sätze und Disziplinen

Eine Badminton-Wette steht und fällt mit dem Verständnis der Sportart. Im Unterschied zu Mannschaftssportarten wie Fussball zählt hier jeder Ballwechsel, und die Satzlänge hängt vom Spielverlauf ab. Wer auf Satzwetten, Handicaps oder einen Sieger in einem bestimmten Satz tippt, muss die Zählweise kennen, sonst liest er die Quote falsch – und bezahlt eine Marge, die er gar nicht bemerkt.

Gespielt wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte. Wer einen Satz gewinnt, braucht mindestens 21 Punkte und zwei Punkte Vorsprung. Steht es 20:20, wird verlängert, bis eine Partei mit zwei Punkten vorne liegt – oder bis 30:29, was nach den Regeln das höchstmögliche Satzergebnis ist. Bei 29:28 ist also noch nicht Schluss, weil der Vorsprung nur ein Punkt ist; der Satz geht weiter bis 30:29. Diese Verlängerung treibt die Marge, weil sie mehr Unvorhersehbarkeit ins Ergebnis bringt, als eine fixe Obergrenze es täte.

Seit dem 6. Mai 2006 gilt weltweit die Rallypoint-Zählweise – davor konnte nur die aufschlagende Partei punkten, was den Sport langsamer und taktischer machte. Auf der BWF World Tour und bei den internationalen Turnieren wird nach dieser Regel gespielt. Ab 2027 soll auf 15 Punkte verkürzt werden, mit Verlängerung bis 21, wenn der Satz nicht bei 15 endet. Die Generalversammlung 2025 hat das mit 82 Prozent Zustimmung beschlossen – wer langfristig plant, muss wissen, dass sich die Regeln ändern, und mit ihnen die Taktik, die hinter jeder Quote steckt.

Das Spielfeld misst 13,4 m mal 6,1 m, im Einzel 5,18 m breit. Gespielt wird in fünf Disziplinen: Dameneinzel, Herreneinzel, Damendoppel, Herrendoppel und Mixed. Wer auf Satzwetten tippt, sollte wissen, dass die Satzlänge variiert. In einem Herreneinzel zwischen zwei ausgeglichenen Spielern sind drei Sätze mit knappen Ergebnissen eher die Regel als die Ausnahme, was die Quote für «Spiele über 2,5 Sätze» spürbar nach unten drückt. Umgekehrt bedeutet ein klarer Favoritensieg oft zwei Sätze – und die Wette auf «unter 2,5 Sätze» wird dann teuer, wenn das Match doch in den dritten Satz geht.

Der Badminton-Weltverband BWF (Badminton World Federation) trägt seinen Namen seit 2006, hervorgegangen aus der 1934 gegründeten International Badminton Federation. Das Turnierportfolio ist lang und traditionsreich: Die All England Championships gibt es seit 1899, den Thomas Cup für Nationalteams der Herren seit 1949, den Uber Cup für Damen seit 1957 und den Sudirman Cup für gemischte Teams seit 1989. Auf der BWF World Tour Super 1000 stehen All England, China Open, Malaysia Open und Indonesia Open – die höchste Kategorie im Profitourismus und damit auch im Wettprogramm der Veranstalter, die diese Turniere listen.

Was heisst das für die Wette? Die kurze Satzlänge und das Tiebreak bei 20:20 sorgen für höhere Margen, weil die Veranstalter das Risiko eines unerwarteten Punktverlaufs einpreisen müssen. Wer ein Badminton-Match auf den Sieger tippt, kauft eine Quote, die diese Marge enthält. Wer auf Satzwetten oder exakte Ergebnisse setzt, kauft noch mehr Marge – je exotischer die Wette, desto höher der Anteil, den der Veranstalter behält. Wer das nicht weiss, wettet trotzdem – und verliert auf Dauer den Unterschied zwischen Quote und echtem Wert.

Rechtslage: Was die Schweiz beim Wetten erlaubt – und was nicht

Die Schweiz hat den Sportwettenmarkt nicht liberalisiert, sondern im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) eng begrenzt. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel, kein Spielbankenspiel – die Aufsicht liegt nicht bei der ESBK, sondern bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat seit 1.1.2021). Wer ohne Bewilligung Sportwetten anbietet, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre.

Zwei Badmintonschläger lehnen gekreuzt an einer Hallenwand aus Holz, daneben steht ein Korb mit Federbällen.
Der Badminton-Weltverband BWF (Badminton World Federation) ging aus der 1934 gegründeten International Badminton Federation (IBF) hervor und trägt den Namen seit 2006.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos, Produkt Sporttip, und Loterie Romande, Produkt Jouez Sport. Eine dritte bewilligte Sportwettplattform existiert nicht. Beide brauchen je eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS), und jede zusätzliche Wettart, jeder zusätzliche Sport, jeder zusätzliche Markt braucht eine separate Genehmigung. Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026) ist eine Positivliste, kein blossen Rahmenkatalog – was dort nicht auftaucht, gibt es nicht.

Was darf auf der Liste stehen? Nur Sportereignisse – Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind unzulässig. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Rangwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainingsläufe nie. Eckstoss- oder Kartenmärkte wie im Fussball fehlen, eine E-Sports-Sektion fehlt, und Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS ausgeschlossen. Live-Wetten sind grundsätzlich erlaubt, vor Spiel und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat – das BGS kennt kein generelles Verbot bestimmter Live-Märkte.

Hinter dieser Positivliste steht ein doppeltes Nadelöhr: Der Veranstalter muss überhaupt eine Bewilligung haben – und der einzelne Markt, das einzelne Turnier, die einzelne Wettart muss zusätzlich auf der Liste stehen. Badminton ist gelistet, die BWF-Turniere tauchen auf, die All England und die Super-1000-Turniere gehören dazu – aber nicht jeder Challenger und nicht jeder nationale Verband ist automatisch dabei. Wer auf ein bestimmtes Turnier wetten will, prüft es am Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport, nicht in einer globalen Wettliste.

Der Servicebereich ist kantonal aufgeteilt. Swisslos Sporttip betreut die deutschsprachigen Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein – das sind 19 Kantone plus Tessin plus Liechtenstein. Loterie Romande betreut mit Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in der Ostschweiz wohnt, kann online kein Konto bei Loterie Romande eröffnen – Art. 47 Abs. 3 VGS verlangt den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz und in der Praxis im Vertragsgebiet des Veranstalters.

Ein Online-Konto braucht mindestens 18 Jahre, einen Wohnsitz im Vertragsgebiet, keine laufende Spielsperre, eine eindeutige Identität (Art. 47–52 VGS). Swisslos liest die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis und prüft sie gegen Adressdatenbanken. Pro Person ist nur ein Konto erlaubt; Mehrfachanmeldungen werden abgelehnt. Die Identitätsprüfung ist kein Symbol, sondern Voraussetzung – wer ohne klare Identifikation spielen will, kann gar nicht erst spielen. Das ist der Preis, den das BGS für die Bewilligung verlangt.

Folgen für Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Acht der zehn hier verglichenen Marken – Rollbit, BDMBet, BetFury, Unibet, Rabona, BetOnRed, Betovo und HornetBet – haben keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland ändert daran nichts; Art. 4 BGS stellt klar, dass eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Geltung hat. Diese Anbieter sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt im Streitfall keine Schweizer Anlaufstelle, und die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen lassen – eine DNS-Sperre, die Schweizer Telekomanbieter technisch umsetzen. Auf der ersten Sperrliste vom 3. September 2019 standen wenige Domains; Ende 2025 waren es 671. Wer dort spielt, spielt ohne den Schutz des BGS, ohne Zugang zum Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg. Einsatz und Gewinn können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden – der Spieler wird nicht bestraft, verliert aber im Zweifel das Geld.

Die Reklame für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann nach Art. 131 BGS mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden. Diese Seite beschreibt die Anbieter und ihre Rechtslage – sie bewirbt sie nicht. Es gibt keinen Promo-Code, kein Bonusversprechen, keinen Aufforderungscharakter. Werbung kostet in dem Sinne, was sie bewirkt, und für nicht bewilligte Anbieter ist die Wirkung eine Busse.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und was im Ernstfall passiert

Spielerschutz ist im BGS kein Anhang, sondern ein eigener Pfeiler – und er gilt für kleine Einsätze auf Randsportarten ebenso wie für hohe Einsätze auf Fussball. Wer bei Swisslos Sporttip mitspielen will, setzt vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das verhindert, dass eine Person im Affekt ihre Limite hochsetzt und am gleichen Abend mehr setzt, als sie sich vorgenommen hat.

Ein Paar Hallenschuhe steht ordentlich neben einer Sporttasche auf einer Bank in einer leeren Garderobe, ein Fenster lässt Morgenlicht herein.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden – wer das tut, gibt sich einen zweiten Hebel neben der Verlustlimite. Beide Limite sind vom Spieler zu setzen, nicht vom Staat vorgegeben. Das BGS kennt keine fixe staatliche Einzahlungsgrenze. Wer das eine tut und das andere nicht, hat trotzdem ein Schutznetz, weil die Verlustlimite greift, sobald die gesetzte Schwelle erreicht ist – die Einzahlungslimite ist das Sahnehäubchen, nicht die einzige Bremse.

Die Spielsperre funktioniert zweistufig. Eine Selbstsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer sich für ein halbes Jahr sperrt, bleibt sechs Monate draussen – kein Operator-Call hebt die Sperre auf, kein Bonus lockt sie zurück. Eine unbefristete Sperre wird zusätzlich in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich einmal registrieren lässt, fällt unter das gemeinsame Register und kann nicht einfach die Plattform wechseln, um weiterzuspielen.

Das Gesetz gibt Mindestfristen vor. Eine freiwillige Spielsperre kann erst nach drei Monaten gelockert werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Wer sich sperren lässt, um «kurz durchzuschnaufen», bleibt mindestens ein Quartal draussen. Selbst der Veranstalter darf eine Selbstpause bis zu sechs Monate anbieten (Art. 89 VGS) – wer das in Anspruch nimmt, soll nicht nach drei Wochen zurückkommen, weil das Spiel schon wieder ruft.

Was geschieht im Ernstfall? Wer trotz Spielsperre spielt, hat nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn – die Auszahlung wird blockiert, der Einsatz verfällt. Das ist keine Theorie: Die Gespa führt Testkäufe durch, um den Jugendschutz zu prüfen, und die Quote der Testkäufe 2025 an Verkaufsstellen zeigt, dass in 47,5 % von 200 Versuchen ein Sporttipp an Minderjährige verkauft wurde. Der Schutz an Verkaufsstellen ist nicht so dicht, wie die Gesetzgebung suggeriert. Online, mit Identifikationspflicht, sieht es anders aus – wer als Minderjähriger kein Konto eröffnen kann, kann auch nicht spielen.

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, fällt durch dieses Schutznetz. Es gibt dort keinen Zugang zum schweizweiten Sperrregister, keine 72-Stunden-Frist bei einer Limite, keine Pflicht zur Fachstelle. Wer sich bei einem ausländischen Anbieter sperren will, sperrt sich nur dort – die Sperre gilt nicht für andere Plattformen, und die Selbstsperre ist nur so gut, wie der Anbieter sie umsetzt. Das ist die andere Seite der Lizenzfrage: Die Schweizer Bewilligung kostet den Spielenden Identitätsprüfung und Wartefristen; sie gibt ihm dafür ein Register, ein Limit, eine Fachstelle und einen Rechtsweg.

Was tun, wenn das Spiel problematisch wird? Anlaufstellen sind die Fachstellen der Kantone, die auf der Gespa-Website gelistet sind. Wer merkt, dass er mehr setzt, als er sich vorgenommen hat, kann die eigene Limite senken – das geht sofort. Wer eine Selbstsperre setzt, kommt drei Monate nicht zurück. Wer eine Fremdsperre erwirken will – etwa für eine überschuldete oder suchtgefährdete Person – kann das über die Gespa anregen. Der Weg ist da; er ist nur nicht auf jeder Plattform gleich lang.

Die Anbieter im Detail

Swisslos Sporttip: Der einzige Anbieter für die Deutschschweiz und Liechtenstein

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Bewilligung läuft als Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS; die Aufsicht liegt bei der Gespa. Wer bei Swisslos wettet, wettet bei der einzigen bewilligten Plattform für die deutschsprachige Schweiz, das Tessin und Liechtenstein – das sind 19 Kantone plus Tessin plus das Fürstentum. Wer in der Romandie wohnt, kann bei Sporttip kein Online-Konto eröffnen.

Wer spielen will, braucht ein Konto, und das Konto braucht Identität. Swisslos liest die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis und prüft sie gegen Adressdatenbanken – wer schon einmal gesperrt ist, wird abgewiesen, wer unter 18 ist, kann gar nicht erst loslegen. Pro Person ist nur ein Konto erlaubt; eine zweite Anmeldung wird abgelehnt. Das ist im Betrieb sperrig, schafft aber die Voraussetzung dafür, dass jeder Einsatz einer Person zugeordnet werden kann und dass eine Sperre tatsächlich greift.

Die Einsatzlimiten sind eng gesetzt. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer also CHF 1’500 auf einen Favoriten setzen will, scheitert am Wettschein, nicht am Markt. Die Limite schützt den Spielenden vor sich selbst – und den Veranstalter vor einem auffällig hohen Einzeleinsatz, der bei der Gespa Aufmerksamkeit wecken würde.

Was darf gewettet werden? Badminton ist als Sportart auf der Gespa-Liste gelistet; die BWF-Turniere und einzelne Challenger-Serien sind im Wettprogramm aufgeführt, soweit die Liste es zulässt. Wer auf ein bestimmtes Turnier tippen will, prüft das Wettprogramm von Sporttip – die Liste ist abschliessend, was nicht dort steht, kann nicht gewettet werden. Trainingsläufe und Ränge, die nicht über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb entscheiden, sind ausgeschlossen.

Wie die Wette selbst rechnet: Bei einer Einzelwette ist der Gewinn Einsatz × Quote, bei einer Kombination das Produkt der Einzelquoten als Gesamtquote, multipliziert mit dem Einsatz. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Auf den Rappen genau heisst: Eine Wette mit Quote 2.10 und Einsatz CHF 3 ergibt 6.30, abgerundet auf 6.30 (weil schon auf 5 Rappen), während Quote 1.87 und Einsatz CHF 7 zu 13.09 führt, was auf 13.10 abgerundet wird. Wer exakt rechnen will, rechnet mit dem Produkt und nicht mit dem «Schönen Wert» auf der Quittung.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Cash-Out ist eine Funktion des Anbieters, nicht des Markts – wer sie nutzt, akzeptiert, dass der Anbieter den Preis dafür festlegt.

Bei Live-Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 – wer also nach dem Punktgewinn noch auf den Punktgewinn wettet, bekommt nur den Einsatz zurück. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das gilt im Badminton analog: Wer nach dem Spielball noch auf den Sieger tippt, hat den Einsatz zurück, nicht den Gewinn.

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer (bei Fussball etwa 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Im Badminton, wo es keine Nachspielzeit gibt, ist das weniger heikel – die Frage stellt sich erst bei Spielen mit Golden Set oder Ähnlichem.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also «Sieger Match» und «Satz 1 geht an Spieler A» kombinieren will, braucht den Bet-Builder.

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen – Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Der Boost ist eine Aufwertung der Quote, keine zusätzliche Wette; der Gewinn aus dem Wettschein wird um den Prozentsatz erhöht, der Einsatz bleibt gleich.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost – wer vorzeitig aussteigt, lässt die Aufwertung liegen. Der Boost ist eine Marketingzuckerung, deren Preis der Anbieter im Produkt einpreist; wer den Boost nutzt, wettet nicht zu «faireren» Bedingungen, sondern zu Marketingbedingungen.

Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – eine Wette eines Spielers auf sein eigenes Match wird nicht angenommen. Die Sperre ist nicht symbolisch: Sie trifft sowohl den Spitzenspieler als auch den Hobbysportler, der in einem nationalen Wettbewerb gemeldet ist.

Verdikt. Sporttip ist die einzige Plattform, die für die Mehrheit der Deutschschweizer überhaupt in Frage kommt – und sie ist gleichzeitig der einzige Anbieter, der den vollen BGS-Rahmen ausfüllt, mit allen Vor- und Nachteilen: Schweizer Bewilligung, Sperrregister, Fachstelle und Rechtsweg, aber auch volle Identitätsprüfung, enge Einsatzlimiten und eine Gespa-Positivliste, die das Wettprogramm begrenzt. Wer in Liechtenstein, im Tessin oder in einem der 19 Deutschschweizer Kantone wohnt und auf Badminton wetten will, kommt an dieser einen Plattform nicht vorbei.

Loterie Romande Jouez Sport: Der einzige Anbieter für die Romandie

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; das Unternehmen zählt 221 Mitarbeitende und betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann online ein Konto eröffnen, sofern er volljährig ist, im Vertragsgebiet wohnt, keine Spielsperre besteht und die Identitätsprüfung besteht. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann bei Loterie Romande kein Online-Konto eröffnen – die territoriale Aufteilung ist hart.

Das Produkt folgt denselben BGS-Regeln wie Sporttip: Sportwetten nur auf gelistete Wettbewerbe, Badminton ist auf der Gespa-Liste, die BWF-Turniere gehören zum Wettprogramm. Welche Einsatzlimiten, welche Cash-Out-Regeln und welche Mindestquoten beim Kombiboost konkret gelten, publiziert Loterie Romande in ihren eigenen Teilnahmebedingungen – sie sind nicht in jedem Punkt identisch mit den Sporttip-Bedingungen, aber sie liegen im selben BGS-Rahmen. Wer das Wettprogramm und die Regeln prüfen will, prüft sie direkt bei Jouez Sport.

Verdikt. Für Romands die einzige legal bewilligte Plattform, mit demselben Schutz- und Pflichtenkatalog wie Sporttip – und mit derselben territorialen Einschränkung. Wer ausserhalb der sechs Kantone wohnt, hat bei Loterie Romande keinen Zugang und sucht sein Glück anderswo, mit dem Preis, den das «Anderswo» in der Schweiz hat.

Rollbit: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Sperrregister

Rollbit ist ein internationaler Anbieter, der in der Schweiz keine Bewilligung hat. Die Gespa führt den Anbieter nicht in der Liste der bewilligten Sportwettveranstalter; eine in den Werbematerialien genannte Lizenz – gleich aus welchem Land – hat nach Art. 4 BGS keine Geltung in der Schweiz. Wer bei Rollbit spielt, ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, eine Spielsperre in der Schweiz gilt dort nicht, und im Streitfall gibt es keine Schweizer Anlaufstelle. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen lassen, was bei Schweizer Telekomanbietern zu einer DNS-Sperre führt.

Verdikt. Wer in der Schweiz wohnt und auf Badminton wetten will, hat bei Rollbit keinen Vorteil gegenüber dem Schweizer Markt, nur Nachteile. Der Anbieter existiert; die Lizenz gilt hier nicht.

BDMBet: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Fachstelle

BDMBet wirbt international mit Sportwetten und ist in der Schweiz nicht bewilligt. Eine ausländische Lizenz – gleich aus Curaçao, Malta oder einem anderen Staat – hat hier keine Wirkung. Das Schweizer Schutznetz greift nicht: keine Anbindung an das Sperrregister, keine Pflicht zur Fachstelle bei einer Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht. Wer dort spielt und Probleme bekommt, muss den ausländischen Kundendienst bemühen und hat im Streitfall den Rechtsweg des Anbieterlands – nicht den Schweizer.

Verdikt. Ohne Schweizer Bewilligung ist BDMBet für Schweizer Spielende keine Alternative, sondern eine Lücke im Schutz. Wer Wert auf Schweizer Aufsicht legt, spielt hier nicht.

BetFury: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg

BetFury tritt ohne Schweizer Bewilligung auf und ist im Casino- und Sportwettenbereich international tätig. Eine ausländische Lizenz hat nach Art. 4 BGS in der Schweiz keine Geltung, die Anbindung an das Schweizer Sperrregister fehlt, und es gibt im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg. Einsatz und Gewinn können in einem Verfahren gegen den Anbieter nach Art. 45 BGS eingezogen werden – der Spieler wird nicht bestraft, verliert aber im Zweifel das Geld.

Verdikt. Wer bei BetFury spielt, baut auf eine ausländische Plattform ohne Schweizer Rückendeckung. Die Lizenz gilt hier nicht; der Schutz bleibt auf der Strecke.

Unibet: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz

Unibet ist international bekannt, aber in der Schweiz nicht bewilligt. Eine MGA-Lizenz aus Malta oder eine andere EU-Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, das BGS gilt unmittelbar. Wer bei Unibet spielt, fällt durch das Schutznetz – keine Anbindung an das schweizweite Sperrregister, keine 72-Stunden-Frist bei einer Limite, keine Pflicht zur Fachstelle. Die Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten – auch wenn Unibet in der EU beworben wird.

Verdikt. Eine bekannte Marke hebt die Schweizer Rechtslage nicht auf. Wer Wert auf das BGS legt, spielt nicht bei Unibet.

Rabona: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Spielerschutz

Rabona ist international im Sportwettenbereich tätig und hat keine Schweizer Bewilligung. Die ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, die Gespa führt den Anbieter nicht in der Liste der bewilligten Veranstalter, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden. Wer bei Rabona spielt, hat keinen Zugang zum schweizweiten Sperrregister, keine Pflicht des Anbieters zur Fachstelle, und im Streitfall gilt das Recht des Anbieterlands.

Verdikt. Ohne Bewilligung fehlt der Schweizer Rahmen. Wer bei Rabona spielt, spielt ohne den Schutz, den das BGS vorsieht.

BetOnRed: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer DNS-Schutz

BetOnRed ist ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die in den Werbematerialien genannte Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, das BGS gilt unmittelbar. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen lassen, und Schweizer Telekomanbieter setzen die Sperre per DNS um – ein Schweizer Zugang ist dann nur über technische Umgehungen möglich, die der Anbieter selbst fördert (sogenanntes Domain-Hopping). Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele, bet365 steht auf der Liste.

Verdikt. Wer bei BetOnRed spielt, spielt auf einer Plattform, die in der Schweiz per DNS-Sperre blockiert werden kann. Die Lizenz schützt hier nicht.

Betovo: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Verbraucherschutz

Betovo ist international im Sportwetten- und Casino-Bereich tätig und hat keine Schweizer Bewilligung. Art. 4 BGS stellt klar, dass eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Geltung hat; das Schweizer Verbraucherschutzniveau – Pflicht zur Identitätsprüfung, Anbindung an das Sperrregister, Pflicht zur Fachstelle – gilt hier nicht. Im Streitfall gibt es keinen Schweizer Rechtsweg.

Verdikt. Ohne Schweizer Bewilligung fehlt der Rahmen, den das BGS vorsieht. Wer bei Betovo spielt, verzichtet auf den Schutz, den eine Schweizer Plattform bietet.

HornetBet: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Anonymitätsschutz

HornetBet tritt international auf und ist in der Schweiz nicht bewilligt. Die ausländische Lizenz hat hier keine Wirkung, das BGS gilt unmittelbar, die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen. Eine Schweizer Verbraucherschutzregel – Gewinne werden nach Art. 50 Abs. 2 VGS nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt – gilt hier nicht; anonyme oder Krypto-Auszahlungen, die das BGS nicht erlaubt, sind bei nicht bewilligten Anbietern eher die Regel als die Ausnahme.

Verdikt. Ohne Schweizer Bewilligung gibt es bei HornetBet keinen Anspruch auf die Schutzregeln des BGS. Wer dort spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Rahmens.

Was die Marge über eine Quote verrät

Eine Wette kostet immer auch die Marge. Wer das nicht sieht, sieht den Preis der Wette nicht. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem gesetzten Franken einbehält – die Auszahlungsquote, also der Anteil, der an die Wettenden zurückfliesst, ist 100 % minus Marge.

Wie sie sich rechnet: Bei einem Zwei-Wege-Markt mit zwei gleichberechtigten Ausgängen – etwa «Spieler A gewinnt Satz 1» und «Spieler B gewinnt Satz 1» – und einer Quote von 1.90 auf jede Seite liegt die Marge bei 5 %. Die Rechnung: 1 geteilt durch (1/1.90 + 1/1.90) = 1 geteilt durch 1.0526 ≈ 0.95, also 95 % Auszahlungsquote, 5 % Marge. Wer auf jede Seite einen Franken setzt, zahlt zwei Franken Einsatz; einer der beiden Ausgänge gewinnt, der Veranstalter zahlt 1.90 Franken aus, behält 0.10 Franken – beides genau die gleichen beiden.

Die 5 % sind nicht fix, sondern abhängig von der Preissetzung. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit 1.85 / 1.95 liegt die Marge etwas höher; bei 1.95 / 1.95 etwas tiefer. In der Praxis liegt die Marge eines gut bewerteten Zwei-Wege-Markts zwischen 4 und 7 %, die Auszahlungsquote entsprechend zwischen 93 und 96 %. Bei einem Drei-Wege-Markt – etwa «Heimsieg / Auswärtssieg / Entscheidung im dritten Satz» – ist die Marge höher, weil der Veranstalter das Risiko eines dritten Ausgangs einkalkuliert: Bei Quoten 1.90 / 3.50 / 4.20 liegt die Auszahlungsquote bei rund 93 %, die Marge entsprechend bei etwa 7 %. Wer auf einen Drei-Wege-Markt setzt, gibt mehr von seinem Einsatz an die Marge ab als bei einem Zwei-Wege-Markt – das ist der Preis der grösseren Auswahl.

Die Marge treibt auch den Spread zwischen den Quoten. Zwei Buchmacher können beide den Ausgang eines Spiels gleich einschätzen und trotzdem unterschiedliche Quoten anbieten, weil sie unterschiedlich viel Marge einpreisen. Der Buchmacher mit der tieferen Marge zahlt auf demselben Ausgang mehr aus – aber er macht auch weniger pro Franken Einsatz und muss das Geschäft über höhere Volumen refinanzieren. Für den Spielenden heisst das: je tiefer die Marge, desto besser die Quote, desto weniger verliert er auf Dauer. Eine Differenz von 2 Prozentpunkten Marge klingt wenig – über hundert Wetten gerechnet, ist es der Unterschied zwischen einem kleinen Verlust und einem spürbaren.

Was heisst das für Badminton-Wetten? Die kurze Satzlänge und das Tiebreak bei 20:20 erhöhen die Marge, weil die Veranstalter das Risiko eines unerwarteten Punktverlaufs einpreisen müssen. Wer bei Sporttip auf Badminton tippt, akzeptiert eine Marge, die im oberen Bereich dessen liegt, was andere Sportarten bieten. Wer die Quote akzeptiert, akzeptiert auch die Marge – und wer die Marge akzeptiert, gibt einen Teil jedes Frankens an den Anbieter ab. Das ist der Preis einer Wette, der unabhängig von Ausgang und Ergebnis immer bezahlt wird.

Häufige Fragen

Wer darf in der Schweiz auf Badminton wetten, und wer bietet es an?

Badminton-Wetten sind in der Schweiz erlaubt, aber nur über zwei Veranstalter. Swisslos betreibt Sporttip für die deutschsprachigen Kantone, Liechtenstein und das Tessin, Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in einem anderen Kanton wohnt, kann bei keinem der beiden ein Online-Konto eröffnen; die Anmeldung verlangt Wohnsitz im Vertragsgebiet, mindestens 18 Jahre und eine eindeutige Identitätsprüfung.

Wie wirkt sich die Satzregel mit Verlängerung bei 20:20 auf Satzwetten aus?

Im Badminton wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt; bei 20:20 wird verlängert, bis eine Partei mit zwei Punkten vorne liegt oder das Maximum 30:29 erreicht ist. Satzwetten auf Handicap oder Sieger eines Satzes müssen diese Verlängerung einkalkulieren – ein scheinbar klarer Satz kann bei 20:20 noch kippen, und die Quote enthält dieses Risiko als Marge.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinn einer Einzelwette ist Einsatz × Quote; bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, der Gewinn ist Einsatz × Gesamtquote. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – die letzte Stelle kann also vom glatten Produkt abweichen.

Was bedeutet die Marge eines Wettmarkts, und wie zeigt sie sich in den Quoten?

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem gesetzten Franken einbehält; 100 % minus Marge ist die Auszahlungsquote. Bei einer Quote von 1.90 / 1.90 in einem Zwei-Wege-Markt liegt sie bei 5 %, bei einem Drei-Wege-Markt mit 1.90 / 3.50 / 4.20 bei etwa 7 %. Je höher die Marge, desto weniger Quote für den Spielenden.

Sind Wettgewinne in der Schweiz steuerfrei, und was bedeutet «je nach Kanton»?

Wettgewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn – der Bund setzt den Schwellenwert seit 1.1.2026 auf CHF 1’071’000 (2025 CHF 1’070’400), die Kantone setzen eigene Schwellen, daher «je nach Kanton». Über dem Schwellenwert zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann; Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen der kantonalen Praxis, einzelne Kantone wie Thurgau behandeln sie als voll steuerbares Einkommen.

Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»