Volleyball Wetten Schweiz 2026: Was erlaubt ist, wer anbietet, was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ladevorgang...

Ein Volleyball liegt im Sand eines Beachplatzes, zwischen zwei Pfosten ist ein Netz gespannt, tiefe Abendsonne wirft lange Schatten.

Wer in der Schweiz auf Volleyball oder Beachvolleyball setzen will, landet schneller bei einer Sperrliste als bei einem Wettschein. Seit dem Geldspielgesetz von 2019 dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein, Loterie Romande mit Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen. Alles andere läuft ohne Schweizer Bewilligung – was die Gespa mit einer DNS-Sperrliste belegt, die 671 Domains umfasste und binnen Stunden ersetzt wird, wenn ein Anbieter auf einen neuen Domainnamen ausweicht. Wer hier wettet, spielt ausserhalb des Gesetzes, ohne Schutz des schweizweiten Sperrregisters und ohne Schweizer Recourse im Streitfall.

Datenstand: Oktober 19, 2026; abgeglichen mit den Swisslos-Spielregeln Version 4.2, den Online-Teilnahmebedingungen ab 13. Januar 2025, dem Geschäftsbericht 2025 von Swisslos und der Gespa-Liste vom 10. September 2026.

Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Livewetten und Cash-out bei Sporttip

Eine Volleyballpartie lebt vom Satz. Bei Swisslos zählt jede Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis im Stream läuft – die Quote bewegt sich mit jedem Ballwechsel, nicht mit dem Bild. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, wertet Swisslos mit der Quote 1.00. Dasselbe gilt in spielentscheidenden Situationen: Schiedsrichterentscheid per Videoschiedsrichter, Disqualifikationen, rote Karten vergleichbarer Wettturniere können den Anbieter dazu bringen, eine anstehende Wette als hinfällig zu werten. Das ist kein Trick, sondern Spielregel: Wer live wettet, akzeptiert das Tempo und die Definitionshoheit des Veranstalters.

Cash-out funktioniert bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten – vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiger Ausstieg. Eine Teil-Auszahlung. Eine Annahmegarantie pro Markt gibt es nicht. Der Cash-out-Betrag liegt immer unter dem möglichen Gewinn bei natürlichen Ausgang des Wettereignisses und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Ausgeführtes Cash-out lässt sich nicht mehr zurücknehmen: Wer den Knopf drückt, hat in dessen Sekundenbegriff.

Was das in einer Volleyballpartie praktisch heisst

Die Logik ist einfach, die Konsequenz nicht. Eine Quote auf den nächsten Satzgewinn bei Spielstand 1:0 in Sätzen kann attraktiv wirken, sie wird aber in der Sekunde ungültig, in der der Spielballwechsel das Satzende auslöst. Wer nachsetzt, gewinnt nichts – die Wette wird mit 1.00 abgerechnet, der Einsatz zurückerstattet. Cash-out ist im selben Spiel dann sinnvoll, wenn die Quote auf den Heimsieg im fünften Satz über die realen Chancen gestiegen ist und der Gewinn lieber gesichert als riskiert werden soll; sie kostet aber genau den Anteil, den der Veranstalter bei einem vorzeitigen Ausstieg abschöpft. Wer Cash-out nie nutzt, lässt Gewinne laufen; wer es regelmässig nutzt, lässt dem Anbieter mit jeder vorzeitigen Auszahlung einen Teil des erwarteten Gewinns.

Ein Fahrrad lehnt an einem Geländer einer Uferpromenade an einem See im Sonnenlicht.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Volleyball und Beachvolleyball sind Sportarten, in denen sich die Quote innert weniger Ballwechsel stark bewegt. Genau darin liegt die Anziehungskraft der Livewette – und genau darin liegt die Schwierigkeitsfrage der Spielerin, die nicht weiss, wann das Netz zittert.

Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und das Tempo

Bei Sporttip beginnt die Einzel- und Kombinationswette bei einem Mindesteinsatz von CHF 1, die Obergrenze pro Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000, pro Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das schiebt das Tempo in eine bestimmte Richtung: Wer viele kleine Wetten live platzieren will, bewegt sich unter der Höchstgrenze, das Limit ist kein alltägliches Hindernis; wer mit einem grossen Betrag auf den fünften Satz spekulieren will, stösst im Fall an – die Wette wird gar nicht angenommen, was im Live-Tempo gar nicht so leicht zu bemerken ist.

Eine Sporthalle mit gespanntem Volleyballnetz über poliertem Holzboden, hohe Fenster lassen Tageslicht herein.
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und zahlt 5 % Bonus auf den Nettogewinn bei vier.

Hallen- und Beachturniere im Spielplan

Hallen- und Beachvolleyball sind unterschiedliche Welten, und der Wettkalender sieht das auch so. In der Halle dominieren nationale Ligen, die europäischen Wettbewerbe und die grossen Turniere des internationalen Verbands; am Sand stehen World Tour, nationale Meisterschaften und die kontinentalen Turniere der FIVB-Familie. Welche Wettbewerbe tatsächlich gewettet werden können, bestimmt die Gespa-Liste. Sie ist eine geschlossene Auswahlsliste von Sportarten, Wettbewerben und Wetttypen und führt Volleyball und Beachvolleyball nicht zwingend mit allen Unterwettbewerben: Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Liste es vorsieht. Die Liste hat Auslassungen – eine Wette auf ein freundschaftliches Beachvolleyball-Match im Mittsommer wird es schlicht nicht geben.

Für die Spielenden heisst das: Vor dem ersten Tipp auf den Sonntagsblock in der Bundesliga steht die Frage, ob der Wettbewerb in der Schweizer Liste überhaupt auftaucht. Ist er nicht gelistet, bieten weder Sporttip noch Jouez Sport eine Wette an. Die Folge ist nicht ein schlechtes Angebot, sondern gar kein Angebot – und die Versuchung, dann bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung zu spielen, wo die Liste keine Rolle spielt.

Spielregeln, die Volleyball wetten erschweren

Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. In einer Volleyballpartie gibt es keine Verlängerung im klassischen Sinn, dafür den Tiebreak. Wettet jemand auf «Sieger nach regulärer Spielzeit», fällt der Tiebreak in dieselbe Kategorie, weil das Spiel keine separate Verlängerung kennt. Wer auf «Sieg nach Tiebreak» setzt, muss darauf achten, dass das Wettprogramm diesen Markt überhaupt anbietet – sonst landet die Wette im ungeklärten Fälle des Spielregelwerks.

Eine zweite Hürde sind die abhängigen Märkte. Wetten auf denselben Wettbewerb, die einander aus dem Wesen der Sache berühren – zum Beispiel «Satz 1 Heimsieg» und «Sieg nach Sätzen 2:1 für die Heimmannschaft» –, lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion im selben Wettschein kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das schützt den Veranstalter vor einer Rechnung, die er nicht bezahlen will; für die Spielende heisst es: Wer mit Kombinationen spielen will, spielt sie über den Wettschein, den Swisslos als Sportplattform bereitstellt – nicht im Kopf.

Wonach Volleyball-Wetten abgerechnet werden

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Kombinationswette wird die Gesamtquote verwendet, also das Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. In der Praxis heisst das: Bei einer Kombination mit fünf Beinen und Einzelquoten um die 1.50 multiplizieren sich die Quoten zu rund 7.6, der Gewinn wird auf 5 Rappen genau ausgeschüttet. Der Effekt ist klein, aber er existiert und gehört zur Schweizer Normalität.

Schweizer Anbieter im Vergleich

Wer in der Schweiz Volleyball wetten will, hat de facto zwei Anbieter: Swisslos Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande Jouez Sport für die Romandie. Jeder Anbieter bedient seinen Bereich, niemand bedient die ganze Schweiz. Wer in Genf wohnt, kann nicht ohne weiteres ein Sporttip-Konto eröffnen, wer in St. Gallen wohnt, hat keinen Zugang zum Online-Angebot von Loterie Romande. Diese Trennung ist nicht technisch, sondern gesetzlich: Die Interkantonale Vereinbarung von 2019 (IKV 2020) teilt das Wettmonopol geografisch auf.

Der Vergleich unten ordnet die Anbieter nach Schweizer Bewilligung und Trägerschaft. Alle übrigen Anbieter in der Tabelle – Boomerang Bet, GG.Bet, BetFury, Bruce Bet, Unibet, Betovo, Bahigo, myBet – führen Volleyball-Wetten, besitzen aber keine Schweizer Bewilligung. Sie zahlen keine Steuern in die Schweizer Loterieschnäme, sind nicht an das schweizweite Sperrregister angeschlossen und können ihre Domains auf der Gespa-Sperrliste landen sehen, was in der Schweiz faktisch eine DNS-Sperre bedeutet.

Anbieter Schweizer Bewilligung Trägerschaft / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Gespa, Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Gespa, Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne
Boomerang Bet keine ausländisch, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
GG.Bet keine ausländisch, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
BetFury keine ausländisch, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
Bruce Bet keine ausländisch, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
Unibet keine ausländisch, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
Betovo keine ausländisch, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
Bahigo keine ausländisch, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
myBet keine ausländisch, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)

Die Tabelle trennt zwei Welten, die im Alltag zusammen auftauchen. Wer im Internet nach Volleyball-Wetten sucht, stösst auf ausländische Marken mit Werbung, Apps und Quoten – und parallel auf zwei Schweizer Anbieter, die nicht bewerben dürfen, was die Gespa erlaubt. Wer hier wettet, wählt entweder das Schweizer Monopol mit Gespa-Aufsicht, Verlustlimiten und Sperrregister oder einen ausländischen Anbieter ohne jede Schweizer Aufsicht. Dazwischen gibt es nichts.

Was die Schweizer Anbieter gemeinsam haben

Beide Veranstalter arbeiten unter demselben Regime: BGS-Aufsicht durch die Gespa, Sitz in der Schweiz, ein Spielkonto pro Person, identitätsgeprüft vor der ersten Wette, Verlustlimiten vor dem ersten Tipp gesetzt, kein Kredit an die Spielende, Auszahlung nur auf ein Konto der Spielende. Das Sortiment beschränkt sich auf die Gespa-Liste; was dort nicht steht, wird nicht angeboten. Bonuspakete und Gratisspielguthaben gibt es, aber sie brauchen die vorgängige Einwilligung der Aufsicht – 2025 erteilte die Gespa 24 Einwilligungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Wer einen Bonus sieht, sieht einen, der diese Hürde genommen hat.

Die beiden Anbieter haben aber auch Unterschiede, die über die Sprache und die Kantone hinausgehen. Swisslos betreibt Sporttip seit Jahren als Produktlinie mit eigener App, Livewetten, Cash-out und einer breiten Palette an Wetttypen. Loterie Romande führt Jouez Sport im Westschweizer Markt, mit eigener Vertriebsstruktur und 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie. Der zweite Vergleich war so alt wie das Wettmonopol selbst: Schweizer Markt für Schweizer Anbieter.

Wie ein ausländischer Anbieter in der Schweiz funktioniert – und nicht funktioniert

Ein Anbieter wie GG.Bet, Unibet oder Betovo besitzt eine Lizenz in einem anderen Land – Curaçao, Malta, Deutschland –, aber keine in der Schweiz. Art. 4 BGS erklärt eine solche Lizenz für die Schweiz als nicht geltend. Wer dort wettet, betritt einen Markt, der sich ausserhalb des Gespa-Schutzes befindet: kein Anschluss an das schweizweite Sperrregister, keine Recourse bei Streit, keine Schweizer Aufsicht über die Auszahlung. Wer in einer Sprache wie Thurgau lebt, hat zudem eine kantonale Steuerpraxis, die Gewinne aus ausländischen Grossspielen ohne Freibetrag als Einkommen versteuert – der Gewinn wird zur Einkommenszeile, nicht zur Lotteriezeile.

Die Gespa kann Domains solcher Anbieter auf die Sperrliste setzen, worauf Schweizer Telekomanbieter die Domains via DNS blockieren. Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains, ersetzt innerhalb von Stunden, wenn ein Anbieter mit Domain-Hopping ausweicht. In der Praxis heisst das: Die Sperre ist eine Mauer mit Tür – der Anbieter kommt zurück, sobald er eine neue Domain hat. Wer trotzdem spielt, kommt erst recht zurück, und die Gespa hat keine Handhabe.

Was eine Volleyball-Wette kostet: die Marge im Hintergrund

Jede Wettquote trägt eine Marge. Der Veranstalter hält einen Anteil des Einsatzes als Gewinn zurück; was übrig bleibt, fliesst an die Spielenden zurück. Bei einem ausgeglichenen Zweiwege-Markt – Mannschaft A gewinnt, Mannschaft B gewinnt – mit den Quoten 1.90 und 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Multipliziert man das aus, erhält man eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent und damit eine Marge von rund 5 Prozent des Einsatzes. In Worten: Von jedem CHF 100, die auf diesen Markt gesetzt werden, zahlt der Veranstalter rund CHF 95 zurück und behält rund CHF 5.

Diese Marge ist die unsichtbare Gebühr, die jeder einzelne Tipp trägt. Wer auf Volleyball-Handicap wettet, trägt eine andere Marge als auf den Sieger – Handicap-Märkte sind oft enger kalkuliert, Sieger-Märkte oft weiter. Die Marge ist kein Zufall und kein Fehler, sie ist die Mechanik, mit der der Veranstalter sein Geschäft betreibt. Wer die Quote sieht, sieht das Ende der Rechnung.

Was die Marge für die Spielende konkret heisst

Bei einem Markt mit 5 Prozent Marge verliert die durchschnittliche Spielende 5 CHF pro 100 CHF Einsatz – unabhängig davon, wer gewinnt. Das ist der Mittelwert vieler Wetten, nicht das Schicksal einer einzelnen. Wer einmal wettet und gewinnt, hat die Marge über die Quote zurückbekommen; wer über hundert Wetten spielt, zahlt im Mittel 5 Prozent seines Einsatzes an den Veranstalter. Das ist die Mathematik hinter jeder Wettplattform – die Gespa reguliert sie nicht, sie ist Teil der Geschäftsmechanik.

In der Volleyballpraxis schwankt die Marge zwischen Märkten. Siegerwetten auf klare Favoriten tragen oft eine höhere Marge, weil die Quote nahe 1.20 liegt und der Veranstalter weniger Spielraum hat; Unentschieden-Wetten im Tiebreak sind enger kalkuliert, weil der Markt ausgeglichener ist. Wer über mehrere Wetten hinweg spielt, achtet auf die Margen, nicht nur auf die Quoten – die Quoten zeigen den möglichen Gewinn, die Margen zeigen die Rechnung im Hintergrund.

Rechtlicher Rahmen in der Schweiz

Die Schweiz reguliert Sportwetten im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), in Kraft seit 1. Januar 2019. Die Aufsicht führt die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat seit 1.01.2021. Die ESBK ist dafür nicht zuständig – sie beaufsichtigt nur die Casinos. Eine Sportwetten-Bewilligung besteht aus zwei Teilen, einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS); sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Lotterie- und Sportwettenveranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande.

Was gewettet werden darf, bestimmt die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Fassung 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht zugelassen. Qualifikationsrunden sind nur dann zugelassen, wenn die Liste sie führt; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, nie Wetten auf Trainingsläufe. Eckball- oder Kartenmärkte und ein E-Sports-Bereich fehlen in der Liste. Veranstaltungen mit vorwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Livewetten, Cash-out und virtuelle Sportarten

Livewetten sind erlaubt, Prematch und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das BGS enthält keine spezifische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-out ist nicht gesetzlich geregelt – es ist eine Funktion, die jeder Veranstalter in seinem eigenen Sortiment anbietet oder nicht. Bei Sporttip ist Cash-out online verfügbar, als vollständiges Cash-out ohne Teil-Auszahlung, vor Spielbeginn und live, für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, ohne Garantie pro Markt. Virtuelle Sportarten: Deren Rechtslage ist nicht abschliessend geklärt – es steht nichts darüber zu lesen. E-Sports: Die Gespa-Liste enthält keinen E-Sports-Bereich, also steht dort nichts.

Werbung, Boni und Verrechnungssteuer

Werbung darf weder aufdringlich noch irreführend sein und sich weder an Minderjährige noch an gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratisspiele und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Einwilligung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Es gibt keine Werbezeitbeschränkung im Tagesverlauf. Promo-Codes werden nicht veröffentlicht.

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei – die Bundesgrenze liegt ab 1.1.2026 bei 4,8 Mio. CHF (für Sportwetten relevant ist die Schwelle von CHF 1’071’000 für Einzelgewinne über dem Freibetrag, Stand 2026); die kantonale Höhe variiert, also gilt «je nach Kanton», nie eine einzelne kantonale Zahl. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Eine Wettungsteuer auf den Einsatz existiert nicht – nie eine solche Steuer auf den Einsatz behaupten. Eine typische Spielende gewinnt weit unter der Schwelle, also keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt sie als voll steuerbares Einkommen ohne Rücksicht auf die Höhe. Generell gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Offshore-Anbieter und ihre Konsequenz

Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis 5 Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielende wird nicht bestraft (Bundesjustiz), aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und Schutz oder Fair-Play-Kontrolle existiert nicht. Ehrliche Einordnung: Offshore bedeutet keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Recourse, ausländische Gewinne nach kantonalem Steuerrecht steuerbar; bewilligt bedeutet voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Anbieter, eine geschlossene Sport- und Marktliste, eine Wohnsitzpflicht und Verifikation. Keine der beiden Varianten ist «die sichere Wahl» von vornherein.

Verantwortungsvolles Wetten

Die Schweiz setzt beim Spielerische auf Eigenverantwortung mit gesetzlichem Rahmen. Die Verlustlimite setzt die Spielende selbst, vor der ersten Wette, und zwar für 1, 7 und 30 Tage. Bei Sporttip liegt die Obergrenze bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – was das Gesetz auf 24 Stunden ansetzt, in den Swisslos-Bedingungen aber auf 72 Stunden verlängert wird. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist zusätzlich möglich.

Wer sich ausschliessen will, kann das produktbezogen tun, für 1 bis 180 Tage, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinnen (Art. 45 BGS).

Tests der Gespa 2025

Die Gespa testet 2025 an Verkaufsstellen: Bei 200 Versuchen wurde in 47,5 Prozent der Fälle eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das ist kein gutes Ergebnis, aber es ist ein Ergebnis aus dem wirklichen Verkauf, nicht aus dem Internet. An Verkaufställen sind die Spielregeln durchgesetzt, aber nicht durchgehend durchgesetzt. Wer als Minderjähriger in der Schweiz wettet, verstösst gegen Art. 72 BGS und bekommt seinen Einsatz nicht zurück.

Wo Hilfe zu finden ist

Die Gespa unterhält keine eigene Beratungsstelle. Bei Suchtproblemen mit Geldspiel sind die kantonalen Suchthilfen und die Fachstelle Sucht Sprechstelle die Anlaufstellen. Die Selbsthilfegruppe Spieler anonymer Roulette hilft auch Spielenden, nicht als Schwangerschaftsbegriff – als Anonymus der Spieler. Das schweizweite Sperrregister wird von der Gespa geführt; wer sich eintragen lässt, ist für Casinos und Online-Casinos gesperrt.

Häufige Fragen zum Volleyball-Wetten in der Schweiz

Darf in der Schweiz online auf Volleyball gewettet werden?

Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos Sporttip in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein, Loterie Romande Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen. Beide führen Volleyball und Beachvolleyball nur, soweit die Wettbewerbe auf der Gespa-Liste stehen. Eine Wette bei einem ausländischen Anbieter ist nicht bewilligt und wird von der Gespa aktiv gesperrt.

Gehören Hallen- und Beachvolleyball zur Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten?

Die Gespa-Liste führt Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Welche Volleyball- oder Beachvolleyball-Wettbewerbe tatsächlich gelistet sind, ergibt sich aus der Liste selbst, Fassung 10.09.2026. Ein Wettbewerb, der nicht gelistet ist, wird von Sporttip und Jouez Sport nicht angeboten – das Angebot endet ein gut ablesbar am Endpunkt.

Wie funktionieren Livewetten im Volleyball, und wie wird Cash-out abgerechnet?

Bei Sporttip zählt jede Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis im Stream läuft; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, werden mit der Quote 1.00 abgerechnet. Cash-out ist nur online verfügbar, nur als vollständiges Cash-out ohne Teil-Auszahlung, vor Spielbeginn und live, und immer tiefer als der mögliche Gewinn bei natürlichem Ausgang. Es gibt keine Garantie pro Markt.

Wie wirkt sich die Marge auf Quoten für Sätze und Sieger aus?

Jede Quote enthält die Marge des Veranstalters. Bei einem ausgeglichenen Zweiwege-Markt mit Quoten 1.90/1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 Prozent, also die Marge bei rund 5 Prozent. Auf anderen Märkten – Handicap, Sätze, Unter-/Über – kann die Marge höher oder tiefer liegen. Die Quote zeigt den möglichen Gewinn, die Marge zeigt die Mechanik, die ihn bezahlt.

Was geschieht mit einer Wette, wenn eine Partie abgesagt wird?

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückerstattet, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Wer also eine Kombination auf drei Spiele setzt und ein Spiel fällt aus, gewinnt mit den zwei verbleibenden Beinen zu deren Gesamtquote, nicht zur ursprünglichen Kombiquote.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie lange dauert es, bis eine Erhöhung wirkt?

Bei Sporttip setzt die Spielende vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage: Obergrenze CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist zusätzlich möglich.

Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»