Tischtennis wetten in der Schweiz: Was 2026 wirklich erlaubt ist
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Oktober 19, 2026 geprüft gegen die Gespa-Liste zugelassener Sportarten und Wettarten (Stand 10.09.2026) und gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip.
Tischtennis ist die schnellste Ballsportwoche überhaupt. Ein Ballwechsel dauert oft nur Sekunden, die Quoten ändern sich im Live-Tick mit jedem Punkt — und genau diese Kürze macht den Markt für Wettende interessant und für die Buchmacher lukrativ. In der Schweiz gilt für den Sport allerdings dasselbe wie für Fussball, Eishockey oder Tennis: Wetten sind nicht pauschal verboten, aber nur zwei Veranstalter dürfen sie hier überhaupt anbieten, und das Angebot folgt einer Liste, die nicht jeder Buchmacher selbst füllt. Wer hier ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Schutz. Wer mit Bewilligung spielt, akzeptiert deren Regeln.
Tischtennis-Wetten erfordern ein Verständnis für Vorhersagen, den Spielplan grosser Turniere und die Unterschiede bei den Anbietern. Dieser Beitrag bietet einen Überblick zur Rechtslage, zum Spielerschutz sowie Profile der zugelassenen Veranstalter und der internationalen Marken, denen Schweizerinnen und Schweizer ohne Bewilligung im Netz begegnen.
Wie Vorhersagen auf Tischtennis entstehen — und warum keine Strategie sicher ist
Eine Vorhersage auf ein Tischtennisspiel ist das Gegenteil eines Bauchgefühls. Sie entsteht aus drei Bausteinen, die gegeneinander laufen: die aktuelle Form, der direkte Vergleich und die Quote.

Die Form ist im Tischtennis die nüchternste Grösse von allen. Spielerinnen und Spieler bestreiten pro Saison Dutzende Turniere, häufig auf zwei Kontinenten innerhalb weniger Wochen, und die Reisestrapazen schlagen schneller durch als im Fussball. Wer in den letzten zehn Matches acht Mal gewann, ist nicht «in Form», sondern belastbar. Wer davon sechs verlor, ist nicht «in einer Krise», sondern reist möglicherweise mit Rückenproblemen. Saubere Vorhersagen lesen die Weltranglisten-Plätze der letzten zwölf Monate, nicht die letzten drei Resultate.
Der direkte Vergleich ist im Tischtennis auffallend trennscharf. Paarungen, die wiederholt auf der World Tour aufeinandertreffen, zeigen oft jahrelang stabile Muster: ein Linkshänder, der einem bestimmten Aufschlag-Typ nicht liegt; eine Spielerin, die im fünften Satz regelmässig nachlässt. Diese Stabilität ist allerdings trügerisch, wenn sich die Spielweise ändert — ein neuer Trainer, eine neue Belag-Seite, ein anderes Material nach 11 Punkten.
Die Quote schliesslich ist die dritte Stimme. Eine Quote 1.60 auf einen klaren Favoriten sieht nach einem Geschenk aus, enthält aber bereits einen grossen Teil der Information, die Markt und Buchmacher haben. Eine Quote 3.40 auf einen Aussenseiter ist mehrfach abgesichert, nicht selten von Berufsmustern aus Asien, die hier zusehen. Wer gegen die Quote wettet, wettet nicht selten gegen den besseren Wissensstand.
Vorhersagen versagen aus drei Gründen: Verletzungen, die zwischen Ankündigung und Spielbeginn eintreten; eine Tagesform, die keine Statistik festhält; und der Zufall im Spiel selbst, der bei 11 Punkten und zwei Punkten Vorsprung sehr klein, aber nie null ist. Ein «sicherer Tipp» ist im Tischtennis genauso wenig möglich wie im Fussball oder im Pferderennen — die einzige Grösse, die sich wirklich steuern lässt, ist das eigene Risiko.
Die Einsatzdisziplin ist deshalb das, was eine Vorhersage tatsächlich zu einer Wette macht. Drei Punkte, die das vorwegte Hand in jedem Tippschein berücksichtigen sollte: Wettbetrag bei 1 bis 3 Prozent der verfügbaren Bank, niemals als Ganzes auf eine einzige Begegnung; keine Aufholjagd nach einem verlorenen Spiel, weil sie die Bank verdoppelt verbraucht, bevor sie sie verdoppelt zurückholt; und ein hartes Tageslimit, das unabhängig vom Ergebnis gilt. Die Quote verändert die Grösse des Gewinns, nicht die Grösse des Risikos.
Livewetten auf Tischtennis sind ein eigenes Kapitel der Vorhersagekunst. Der Ballwechsel dauert Sekunden, die Quoten springen im Tick mit jedem Punkt — und genau hier trennt sich die Vorhersage vom Reflex. Wer live wettet, weil er ein Momentum sieht, wettet gegen eine Quote, die der Buchmacher gerade selbst nachgezogen hat. Wer live wettet, weil er ein bestimmtes Aufschlagmuster erwartet, das der Algorithmus noch nicht eingepreist hat, hat eine Chance, die der Mathe-Tipp nie hat. Der häufigste Fehler ist das Tempo: wer in zwanzig Ballwechseln fünf Wetten platziert, hat nicht fünf Vorhersagen getroffen, sondern fünf Reaktionen auf Quotenbewegungen, die er nicht selbst verursacht hat.
Eine letzte Eigenheit des Tischtennis-Marktes: die besten Wetten sind nicht immer die bekanntesten. Satzwetten, Handicap-Sätze und Over-Under auf Gesamtpunkte sind in vielen Programmen dünner besetzt als das klassische 1X2 — die Quoten sind weiter, die Marge des Marktes ist niedriger, der Wert für den Wettenden ist potenziell grösser. Wer nur auf den Match-Sieger tippt, lässt das meiste liegen.
Spielplan der grossen Turniere und was im Wettprogramm steht
Tischtennis wird seit 1926 vom Weltverband ITTF organisiert, der seinen Sitz in Berlin hat und seither den internationalen Spielbetrieb prägt. Seit den Spielen 1988 in Seoul ist die Sportart olympisch, und der World Cup, die Welt- und Europameisterschaften sowie die World Tour Grand Finals bilden das Rückgrat der Profiliga. Im Punktspielbetrieb gilt Best of five, also drei Gewinnsätze; bei grossen Turnieren wird auf Best of seven, also vier Gewinnsätze, erweitert. Das verändert die Wettmathematik erheblich — bei fünf Sätzen reicht ein verlorener erster Satz weniger, bei sieben Sätzen spielt das Aufschlag-Momentum später herein.
Der Satz endet bei 11 Punkten mit mindestens zwei Punkten Vorsprung; bei 10:10 wird verlängert, bis ein Spieler zwei Punkte voraus liegt. Der Aufschlag wechselt nach jeweils zwei Punkten, bei 10:10 nach jedem Punkt, und im letzten Satz werden die Seiten gewechselt, sobald ein Spieler fünf Punkte erreicht hat. Bis 2001 wurde im Tischtennis bis 21 Punkte gespielt mit Aufschlagwechsel nach fünf Punkten; die Regeländerung hat das Tempo verdoppelt und den Markt neu kalibriert. Wer die alte Statistik liest, wettet gegen eine Realität, die seit bald 25 Jahren nicht mehr gilt.
Im Wettprogramm der zugelassenen Veranstalter steht nicht jedes Turnier und nicht jede Disziplin. Die zugelassene Liste ist eine geschlossene Liste im Sinne des Gesetzes — was nicht drauf steht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsrunden stehen nur drauf, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe stehen nur drauf, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind; Ranglisten-Wetten stehen nur drauf, wenn die Rangliste tatsächlich über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind tabu. Eckball- und Kartenmärkte fehlen, eine eigene Esports-Sektion fehlt.
Das ist der Punkt, an dem viele Wettende die Schweizer Liste mit der Liste verwechseln, die ausländische Buchmacher führen. Bei den dreien Pipi und Pipi Yoko kennen Zeiten, die Zeiten anderswo kennen. Die Liste der Gespa ist enger: was nicht drauf steht, ist nicht im Schein.
Wer in der Schweiz wettet, prüft vor einem grossen Turnier zwei Dinge: steht das Turnier auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettbewerbe, und in welcher Form steht es drauf — nur Hauptrunde, auch Qualifikation, auch Doppel, auch Mixed. Bei den olympischen Spielen, den Welt- und Europameisterschaften sowie dem World Cup sind Hauptrunde und übliche Nebenrunden in der Regel abgedeckt. Freundschaftsligen und kleinere Series-Events sind es häufig nicht, und wer auf sie wettet, wettet entweder gar nicht oder bei einem Anbieter, der hier nicht zugelassen ist.
Für die Spielsaison 2026 bedeutet das: Olympische Sommerspiele und WM-Turniere sind gesetzt; der World Cup und die World Tour Grand Finals sind in der Regel gesetzt; Trainingswochen und Show-Events sind nicht dran. Wer live wettet, sieht den Spielplan dichterfokt als das Wettprogramm — das ist der Normalfall, nicht der Skandal.
Anbieter im Vergleich: was die zugelassenen Veranstalter bieten und was die ausländischen Marken versprechen
Die Tabelle ordnet die zugelassenen Veranstalter und die im Ausland sitzenden Marken nebeneinander, ohne sie gleichzusetzen. Nur die zugelassenen Veranstalter dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; die ausländischen Marken erscheinen, weil Schweizerinnen und Schweizer ihnen im Netz begegnen, nicht weil sie hier zugelassen wären. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Schutz.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung BGS | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung BGS | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Donbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Rainbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus dem Ausland, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
Die zugelassenen Veranstalter Swisslos und Loterie Romande stehen hier mit ihren Spielprodukten Sporttip und Jouez Sport. Sie sind die einzigen Marken, die in der Schweiz Sportwetten organisieren dürfen. Die übrigen Marken sind im Netz präsent und werden hier abgebildet, nicht empfohlen — wer sie nutzt, verlässt den Schutz der Schweizer Aufsicht.
Die Spalte «Veranstalter / ausgewiesene Lizenz» zeigt, was die Bewilligung trägt. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder anderswo hat in der Schweiz keine Wirkung, weil das Gesetz ausdrücklich festhält: Eine ausländische Bewilligung gilt nur in der Schweiz, wenn sie hier auch ausgestellt wurde. Das ist nicht eine Förmlichkeit — es ist die Trennlinie zwischen einem Anbieter, der sich an die Schweizer Aufsicht hält, und einem, der es nicht tut.
Was eine Online-Sportwette in der Schweiz eigentlich ist
Eine Online-Sportwette ist eine Wette auf den Ausgang eines Sportereignisses, die über ein Spielerkonto bei einem bewilligten Veranstalter abgeschlossen wird. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ordnet sie als Grossspiel ein; die Aufsicht führt die interkantonale Geldspielaufsicht Gespa mit Sitz in Bern, nicht die Eidgenössische Spielbankenkommission, die nur Casinos beaufsichtigt. Die Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung, die den Anbieter selbst betrifft, und einer Spielbewilligung pro Spiel- oder Wettprodukt. Beide braucht, wer hier anbietet; wer nur eines hat, darf nur einen Teil des Geschäfts betreiben.
Die Schweiz hat in den 2010er-Jahren entschieden, die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei zu begrenzen. Beide Veranstalter sind interkantonale Genossenschaften mit langer Geschichte: Swisslos mit Sitz in Basel, deren Sportwetten unter dem Namen Sporttip laufen, und die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne, deren Produkt Jouez Sport heisst. Das ist keine Monopol-Willkür, sondern eine politische Entscheidung des Geldspielkonkordats, das die Reinerträge an die kantonalen Fonds und an die Stiftung Sportförderung Schweiz bindet.
Die Verbreitungsgebiete sind kantonal geregelt. Swisslos Sporttip wird in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt: AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie TI und FL. Loterie Romande Jouez Sport deckt sich die Westschweiz ab: FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer in einem anderen Kanton wohnt oder im Ausland, kann bei keinem der beiden Veranstalter ein Online-Konto eröffnen — die Verbreitungsgebiete sind im Gesetz verankert, nicht ein Marketing-Vorbehalt.
Was eine Wette in der Schweiz konkret bedeutet, lässt sich am Beispiel Sporttip zeigen. Eine Einzelwette ist eine Wette auf ein einzelnes Ereignis mit einer Voraussage. Eine Kombinationswette verbindet mehrere Voraussagen in einem Schein; die Quoten multiplizieren sich, der Einsatz bleibt gleich, der mögliche Gewinn wächst, aber bereits eine falsche Auswahl streicht den ganzen Schein. Eine Systemwette verteilt den Einsatz auf mehrere Kombinationen aus denselben Auswahlen, sodass auch bei einer falschen Auswahl ein Teil des Einsatzes zurückkommt. Mindesteinsatz bei Einzel- und Kombinationswetten ist CHF 1; der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 pro Systemwette; Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen.
Der Cash-Out ist eine Funktion, die der Veranstalter anbietet, nicht vom Gesetz verlangt wird. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Eine ausgeführte Cash-Out-Entscheidung lässt sich nicht rückgängig machen.
Quotenboosts und Profitboosts sind online verfügbar, gelten aber nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage bzw. nur für ein definiertes Sportereignis; pro Wettendem sind sie nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und staffelt den Bonus auf den Nettogewinn: 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen.
Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer (Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Im Tischtennis ist die «reguläre Spielzeit» das, was das Programm ausgelöst hat — bei Best-of-five also drei Gewinnsätze, bei Best-of-seven vier Gewinnsätze. Wer auf «das Spiel» wettet, wettet auf das, was das Programm auslöst, nicht auf den Turnierverlauf.
Rechtslage: was erlaubt ist, was verboten ist, und warum die Bewilligung trennt
Wetten auf Tischtennis sind in der Schweiz nicht verboten — sie sind nur bei den bewilligten Veranstaltern erlaubt. Das klingt nach einer Spitzfindigkeit, ist aber die rechtliche Trennlinie, an der jeder Streitfall entlangläuft.

Das Geldspielgesetz definiert Sportwetten als Grossspiele und verlangt für jedes Angebot eine kombinierte Bewilligung: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel- oder Wettprodukt. Eine ausländische Bewilligung gilt in der Schweiz nicht. Wer hier ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre. Wer als Spielerin oder Spieler mitmacht, wird nicht bestraft; Einsätze und Gewinne können aber im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es fehlt jeder Schutz — kein Sperrregister-Anschluss, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Streitschlichtung.
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 umfasste die Liste 671 Einträge; neue Domains werden üblicherweise innerhalb von Stunden nachgetragen, was den Trick des «Domain-Hopping» immer mehr zum Glücksspiel macht. Wer heute eine ausländische Seite öffnet, die gestern noch ging, ist möglicherweise über Nacht auf einer blockierten Seite gelandet — die Seite selbst läuft weiter, der Zugang aus der Schweiz ist aber unterbrochen.
Die Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist die zweite harte Trennlinie. Sie wird von der Gespa geführt und ist eine geschlossene Liste: was nicht drauf steht, darf nicht angeboten werden. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind generell nicht erlaubt. Frauenwettbewerbe sind nur erlaubt, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Ranglisten-Wetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste tatsächlich über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind tabu. Eckball- und Kartenmärkte fehlen. Eine eigene Esports-Sektion fehlt. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Die Liste ist eng, und sie ist im Gesetz verankert.
Die Aufsicht ist strenger, als sie auf den ersten Blick wirkt. Die Gespa führt Testkäufe durch; bei einer Reihe von 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Wer den Verkaufsschutz in Schweizer Verkaufsstellen für lückenlos hält, hat die Testkäufe nicht gelesen. Online ist die Verifikation anders strukturiert, aber das ändert nichts an der Verantwortung des Veranstalters, der die Verifikation vornehmen muss.
Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten. Werbung für erlaubte Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet werden. Werbung, die gegen diese Regeln verstösst, wird mit Busse bis zu CHF 500’000 bestraft. Gratis-Artikel — also Freispiele und Gratiswetten — brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 hat die Gespa der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 Zustimmungen erteilt. Wer in der Schweiz ein Auktionsplakat oder eine Promotion mit «Gratiswette» sieht, ist gut dass die Gespa zugestimmt hat.
Die Besteuerung von Wettgewinnen folgt zwei Schwellen: bis zum Steuerfreibetrag sind Gewinne einkommenssteuerfrei, darüber wird die Verrechnungssteuer von 35 Prozent direkt am Gewinn abgezogen und kann über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Der Bundessteuerfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); der kantonale Schwellenwert liegt je nach Kanton anders — schreiben Sie nie einen einzigen Kantonsbetrag, ohne den Kanton zu nennen. Die überwiegende Mehrheit der Wettenden bleibt deutlich unter dem Freibetrag, also ohne Einkommenssteuer und ohne Verrechnungssteuer. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer; die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht — schreiben Sie das nie.
Spielerschutz: Limiten, Sperren und das, was wirklich greift
Spielerschutz im Schweizer Sportwetten-Markt ist nicht das, was ein Banner verspricht, sondern das, was vor der ersten Wette selbst gesetzt wird. Drei Bausteine tragen den Schutz, und alle drei sind im Gesetz und in den Spielregeln der Veranstalter verankert: die Verlustlimiten, die Selbstausschluss-Sperre und das schweizweite Sperrregister.
Verlustlimiten werden vor der ersten Teilnahme an Sporttip gesetzt — für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Das ist die Stelle, an der die Disziplin ansetzt, bevor sie im Wettschein gebraucht wird: wer sein Tageslimit auf 50 Franken setzt und es um 22 Uhr erreicht hat, hat verloren — auch wenn die Quote 4.50 lockt.
Die Spielsperre ist die härtere Stufe. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer eine unbefristete Sperre setzt, gibt ein Stück Kontrolle ab, das nur über eine spezialisierte Stelle zurückzuholen ist.
Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und genau eine Registrierung pro Person. Die Identität wird über den Ausweis verifiziert und gegen Adressdatenbanken geprüft. Minderjährige dürfen nicht teilnehmen; wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Wer aus einer ausländischen Seite spielt, hat keinen dieser Schutzmechanismen. Die Sperrliste der Gespa blockiert zwar den Domain-Zugang aus der Schweiz, nicht aber den Zahlungsfluss — Schweizer Banken und UBS-Inkasso-Vorgaben blockieren Zahlungen an nicht zugelassene Wettanbieter nicht, schreiben Sie das nie. Wer aus einer ausländischen Seite spielt, spielt ohne Schweizer Schutz.
Die Auszahlung von Gewinnen und Guthaben erfolgt ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers. Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen existieren in der zugelassenen Schweizer Wette nicht. Eine Kreditierung an Spielerinnen und Spieler — also das zeitweise Überziehen des Kontos durch den Veranstalter — ist verboten. Wer eine Auszahlung anstrebt, hat einen Ausweis hochgeladen, ein verifiziertes Konto und einen realistischen Zeitrahmen.
Swisslos Sporttip
Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, ist einer der beiden Veranstalter, die in der Deutschschweiz, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein Sportwetten anbieten dürfen. Das Produkt heisst Sporttip; die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) trägt das Fundament. Im Geschäftsbericht 2025 weist Swisslos für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. aus — CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach 861 CHF 122 Mio. im Jahr 2024 — ein Rückgang, der den Markt für alle Veranstalter verändert.
Das Online-Angebot deckt die ganze Breite der zugelassenen Gespa-Liste ab. Sporttip zeigt Quoten für die grossen europäischen Fussball-Ligen, die Schweizer Eishockey-Liga, die NBA, Tennis-Grand Slams, die World-Tour-Events im Tischtennis und das, was die Liste sonst noch hergibt. Im Tischtennis ist das Angebot an die zugelassenen Wettbewerbe gebunden — olympische Spiele, WM, EM, World Cup, World Tour Grand Finals stehen drauf, Freundschaftsligen und Series-Events in der Regel nicht. Wer live wettet, sieht eine Live-Konsole mit Quoten, die im Tick mit jedem Punkt aktualisiert werden; Cash-Out steht für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten zur Verfügung, vollständig und ohne Teilauszahlung.
Wer Sporttip nutzt, akzeptiert die Spielregeln in der Version 4.2: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette; Quotenboosts und Profitboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Kombiboost nur online für Prematch, Live und Systemwetten mit mindestens vier Voraussagen zu je mindestens Quote 1.50; Verlustlimiten vor der ersten Wette selbst gesetzt, mit Senkung sofort und Erhöhung erst nach 72 Stunden.
Das ist die Stelle, an der die Bewilligung einen Wert schafft, den kein ausländischer Anbieter bietet: ein verifiziertes Konto, ein Sperrregister-Anschluss, eine Aufsicht, die eingreift. Für Wettende, die ihre Bank diszipliniert halten wollen, ist das der Vorteil — und für Wettende, die ihre Bank zügellos halten, ist es die Bremse. Die Frage ist nicht, ob Sporttip der «bessere» Anbieter ist; die Frage ist, ob der Rahmen zur eigenen Disziplin passt.
Wettende, die im Deutschschweizer Vertragsgebiet wohnen und das volle Schutzangebot wollen, finden hier den einzigen Weg dahin. Wettende, die das Programm grösser, die Quoten weiter oder die Aktionen aggressiver haben wollen, werden es hier nicht finden — und sollten es auch nicht suchen.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande, offiziell Société de la Loterie de la Suisse Romande mit Sitz in Lausanne, ist der zweite der zwei zugelassenen Veranstalter und der einzige für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Das Sportwetten-Produkt heisst Jouez Sport und läuft auf jeux.loro.ch. Die Loterie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende — eine Grösse, die im Westschweizer Alltag sichtbarer ist als die Buchmacher, die im Internet werben.
Das Programm ist mit dem von Sporttip vergleichbar, aber nicht identisch. Beide Veranstalter halten sich an die zugelassene Gespa-Liste; beide bieten die grossen Sportarten, beide bieten Livewetten, beide bieten Cash-Out in eigener Definition. Im Tischtennis deckt Jouez Sport die zugelassenen Wettbewerbe ab und nicht mehr. Wer in der Romandie wettet, wettet über Jouez Sport, nicht über Sporttip — die Verbreitungsgebiete sind im Geldspielkonkordat verankert und nicht verhandelbar.
Für Westschweizer Wettende ist Jouez Sport das, was Sporttip für die Deutschschweiz ist: der einzige Weg zu einem zugelassenen Konto mit Sperrregister-Anschluss und Schweizer Aufsicht. Wer hier wettet, wettet in dem Rahmen, den das Gesetz setzt — nicht in dem Rahmen, den das Marketing verspricht.
Rabona
Rabona ist eine internationale Wettmarke mit Sitz im Ausland und ohne Schweizer Bewilligung. Wer hier spielt, spielt ohne Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, ohne Aufsicht durch die Gespa und ohne Anschluss an das schweizweite Sperrregister. Eine ausländische Lizenz — gleich aus welchem Land — hat in der Schweiz keine Wirkung; die Trennlinie steht im Gesetz und nicht in einer Marketing-Botschaft.
Die Plattform wirbt mit einem breiten Wettprogramm, mit Livewetten und mit Bonusaktionen, die im Schweizer Markt nicht zugelassen sind. Im Tischtennis heisst das: Rabona, Tageszeiten, die bei den dreierlei zugelassenen Zeiten unbekannt sind, sind hier Programm. Wer bei Rabona spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Schutz — keine Beschwerdestelle bei der Gespa, keine Sperre über das schweizweite Register, keine Rückforderung über eine Schweizer Behörde.
Für Wettende, die in der Schweiz leben und das volle Schutzangebot wollen, ist Rabona keine Alternative zu den zugelassenen Veranstaltern — es ist ein anderes Produkt mit anderen Regeln. Wer bei Rabona spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Regeln nicht die des Schweizer Gesetzes sind.
Betscore
Betscore folgt demselben Muster: internationale Marke, ausländische Lizenz, keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform zeigt ein breites Sportwetten-Programm mit Livewetten und Bonus-Mechaniken, die in der Schweiz der Zustimmung der Gespa bedürften und im Markt der zugelassenen Veranstalter nicht so vorkommen.
Der Punkt ist nicht, dass Betscore schlecht ist — der Punkt ist, dass Betscore in der Schweiz nicht zugelassen ist. Wer hier spielt, hat im Streitfall keine Schweizer Anlaufstelle. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, was den Zugang aus der Schweiz über DNS unterbricht; die Seite selbst läuft weiter, ist aber für Schweizer nicht mehr direkt erreichbar. Domain-Hopping ist möglich, aber keine Lösung — der Schutz, den die Sperrliste bietet, ist eine Frage des Schweizer Rechts, nicht der Schweizer Seite.
Wer in der Schweiz wettet und auf Schutz Wert legt, hat mit Betscore keine Option. Wer die Plattform trotzdem nutzt, sollte sich die Regeln im Klartext durchlesen, bevor der erste Einsatz gesetzt wird.
Playzilla
Playzilla ist die nächste Marke im Feld der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das Sportwetten-Programm ist breit, die Bonusaktionen sind aggressiv, die Lizenz ist ausländisch und in der Schweiz ohne Wirkung.
Wer hier spielt, verlässt den Rahmen des Geldspielgesetzes. Das ist nicht zwingend ein Problem, wenn die Person weiss, was sie tut — aber es ist ein Problem, wenn die Person glaubt, sie spiele «wie bei Switzer». Die Realität ist: ohne Veranstalterbewilligung keine Schweizer Aufsicht, ohne Spielbewilligung keine Schweizer Kontrolle des Wettprogramms, ohne Sperrregister-Anschluss keine Schweizer Selbst-Sperre, die über die Plattform hinaus wirkt.
Für Wettende, die in der Schweiz leben, ist Playzilla eine Plattform unter mehreren — keine bessere, keine schlechtere, einfach eine andere. Die Bewertung läuft über das, was die Person will: das volle Programm unter Schweizer Aufsicht oder ein breiteres Programm unter ausländischer Aufsicht.
Sportuna
Sportuna reiht sich in dieselbe Kategorie ein: ausländische Plattform, keine Schweizer Bewilligung, kein Schutz im Streitfall. Das Programm umfasst die üblichen Sportarten, Livewetten und Aktionen, die im Schweizer Markt der Zustimmung der Gespa bedürften.
Die Trennlinie verläuft sauber zwischen den zugelassenen Veranstaltern und den ausländischen Marken. Auf der einen Seite steht der volle Schweizer Rahmen: Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht durch die Gespa, Sperrregister-Anschluss, Verlustlimiten vor der ersten Wette, gesetzliche Spielsperre. Auf der anderen Seite steht das breitere Programm mit Bonus-Mechaniken, das in der Schweiz nicht zugelassen ist. Wer sich für die eine Seite entscheidet, weiss, was sie bekommt; wer sich für die andere entscheidet, weiss es hoffentlich auch.
Sportuna ist ein Beispiel für die andere Seite. Wer hier spielt, sollte wissen, dass die Regeln nicht die des Schweizer Gesetzes sind.
Bettilt
Bettilt folgt dem Muster: ausländische Lizenz, kein Schutz im Schweizer Recht, kein Anschluss an das Sperrregister. Das Programm ist breit, die Bonusaktionen sind zahlreich, die Plattform ist für Schweizer über eine allfällige Sperrliste möglicherweise nicht erreichbar.
Der Punkt, an dem die Bewertung ansetzt, ist nicht die Plattform selbst, sondern der Rahmen, in dem sie genutzt wird. Wer in der Schweiz wettet und auf Schutz Wert legt, ist bei den zugelassenen Veranstaltern richtig. Wer das breitere Programm und die aggressiveren Aktionen sucht, findet sie hier — aber unter ausländischem Recht.
Für Wettende, die ihre Bank disziplinieren wollen, ist der Schweizer Rahmen hilfreich. Für Wettende, die das Programm in voller Breite wollen, ist der ausländische Rahmen notwendig. Beides gleichzeitig ist in der Schweiz nicht zu haben.
Bruce Bet
Bruce Bet reiht sich in die Liste der ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung ein. Das Programm ist breit, die Plattform wirbt mit Livewetten und Bonus-Mechaniken, die Lizenz ist aus dem Ausland.
Die Plattform ist nicht besser oder schlechter als die anderen ausländischen Marken in dieser Übersicht — sie ist einfach eine andere. Die Bewertung läuft über den Rahmen, nicht über die Plattform selbst. Wer hier spielt, spielt unter ausländischem Recht; die Schweizer Aufsicht greift nicht, das Sperrregister wirkt nicht, die Verlustlimiten werden nicht von Gesetzes wegen verlangt.
Wer in der Schweiz wettet und auf den vollen Rahmen Wert legt, ist bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport richtig. Wer das breitere Programm sucht, findet es hier — unter den Regeln, die diese Plattform selbst setzt.
Donbet
Donbet ist die nächste ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Das Sportwetten-Programm ist breit, die Livewetten sind umfangreich, die Lizenz ist aus dem Ausland und in der Schweiz ohne Wirkung.
Die Trennlinie bleibt: zugelassene Veranstalter mit vollem Schweizer Rahmen, ausländische Marken mit eigenem Rahmen. Donbet ist ein Beispiel für die zweite Seite. Wer hier spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Regeln nicht die des Schweizer Gesetzes sind.
Rainbet
Rainbet schliesst die Liste der ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung ab. Das Programm ist breit, die Plattform wirbt mit Livewetten und Bonus-Mechaniken, die Lizenz ist aus dem Ausland.
Auch hier gilt: die Plattform selbst ist nicht das Kriterium, der Rahmen ist es. Wer hier spielt, spielt unter ausländischem Recht; die Schweizer Aufsicht greift nicht, das Sperrregister wirkt nicht, die Verlustlimiten sind nicht gesetzlich verankert.
Für Wettende, die in der Schweiz leben und auf Schutz Wert legen, ist Rainbet keine Alternative zu den zugelassenen Veranstaltern. Für Wettende, die das breitere Programm suchen, ist Rainbet eine Option — aber unter den Regeln, die diese Plattform selbst setzt.
Wie die Marge den Preis einer Livewette frisst
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem gesetzten Eurakie einbehält — der Preis des Marktes, nicht der Preis der Quote. Sie lässt sich aus den Quoten einer Wette berechnen, und sie zeigt, wie viel die Wettenden im Durchschnitt verlieren, wenn sie auf diesem Markt spielen. Wer das versteht, versteht, warum ein und dasselbe Ereignis bei zwei Anbietern unterschiedlich viel wert ist.
Nehmen wir ein Beispiel: einen fiktiven Markt mit zwei Ausgängen zu je Quote 1.90. Die Auszahlungsquote des Marktes ist 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90) = 1 ÷ 1.0526 = 0.95, also 95 Prozent. Die Marge ist 100 minus 95 = 5 Prozent. Das heisst: von 100 Franken Euro, die auf diesen Markt gesetzt werden, zahlt der Buchmacher 95 Franken Euro als Gewinne aus und behält 5 Franken Euro als Marge. Die Wettenden verlieren auf diesem Markt im Durchschnitt 5 Prozent ihres Einsatzes.
Bei Tischtennis-Livewetten liegen die Margen typischerweise höher, weil das Ereignis kurz ist, die Quoten sich im Tick ändern und der Buchmacher das Risiko anders kalkuliert. Eine typische Live-Marge von 8 bis 10 Prozent ist im Markt nicht ungewöhnlich. Das heisst: 100 Franken Euro Einsatz auf einen Live-Markt verlieren im Durchschnitt 8 bis 10 Franken Euro, bevor irgendeine Vorhersage-Frage eine Rolle spielt. Eine gute Vorhersage verbessert das Bild, aber sie macht die Marge nicht weg.
Wer viele kleine Wetten auf vielen Märkten platziert, zahlt die Marge auf jeden einzelnen Markt. Eine Marge von 5 Prozent über zwanzig Wetten kostet etwa 64 Prozent der Bankrate, eine Marge von 8 Prozent kostet etwa 81 Prozent — die Marge ist nicht additiv, aber sie ist kumulativ. Wer das nicht im Kopf hat, wettet gegen eine Quote, die der Buchmacher gerade selbst eingepreist hat.
Der Punkt, an dem die Marge zählt, ist nicht die einzelne Wette, sondern das Portfolio. Eine einzelne Quote 2.00 ist mathematisch fair; eine einzelne Quote 1.90 ist 5 Prozent schlechter als fair. Wer fünf Wetten zu Quote 1.90 platziert, hat im Durchschnitt fünfmal 5 Prozent verloren — und die Frage ist nicht, ob die Vorhersage richtig war, sondern ob der Preis durch die Quote den Verlust durch die Marge überkompensiert hat. Bei Tischtennis-Livewetten ist die Antwort oft: nein.
Die zugelassenen Schweizer Veranstalter veröffentlichen ihre Margen nicht in einer Liste, die Wettende vor der Wette einsehen können. Wer die Marge seines Marktes schätzen will, rechnet sie aus den angebotenen Quoten selbst aus — die Formel ist die Auszahlungsquote 1 minus die Summe der Kehrwerte aller Quoten, die Marge 100 Prozent minus die Auszahlungsquote. Wer das einmal selbst macht, sieht, wie viel der Markt tatsächlich kostet, bevor er die Wette platziert.
Was Bonus und Kombiboost tatsächlich bedeuten
Ein Bonus klingt nach geschenktem Geld, ist aber im Schweizer Markt an Bedingungen gebunden, die der Werbung selbst nicht entlockt. Bei Sporttip sind die beiden Angebote sind das, was das Programm auslöst: Quotenboost und Profitboost sind online verfügbar, gelten nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und verfallen bei einem Cash-Out.
Der Kombiboost ist das interessantere Angebot, weil er die Logik der Kombinationswette selbst verstärkt: er gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und staffelt den Bonus auf den Nettogewinn mit 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Das klingt grosszügig und ist im Einzelfall ordentlich, aber es trägt den Mechanismus der Kombinationswette selbst: bereits eine falsche Auswahl streicht den ganzen Schein, und der Bonus wird nur auf den Nettogewinn gezahlt, nicht auf den Einsatz.
Eine Beispielrechnung zeigt, was das in Franken heisst: Eine Kombinationswette mit fünf Voraussagen zu je Quote 1.60 hat eine Gesamtquote von 1.60 × 1.60 × 1.60 × 1.60 × 1.60 = 10.49. Ein Einsatz von CHF 20 bringt im Gewinnfall CHF 209.70 brutto zurück, also CHF 189.70 Nettogewinn. Der Kombiboost bei fünf Voraussagen ist nicht definiert — die Stufen sind 4, 7, 10 und 15; bei fünf gibt es keinen Bonus. Eine Wette mit vier Voraussagen zu je Quote 1.60 hat eine Gesamtquote von 6.55, der Nettogewinn bei CHF 20 Einsatz ist CHF 111.10, der 5-Prozent-Bonus bringt CHF 5.55 zusätzlich. Die Frage ist, ob die zusätzlichen CHF 5.55 das zusätzliche Risiko wert sind, das mit jeder weiteren Voraussage ins Portfolio kommt.
Eine Wette mit fünfzehn Voraussagen zu je Quote 1.50 hat eine Gesamtquote von 437.39. Ein Einsatz von CHF 1 (Mindesteinsatz) bringt im Gewinnfall CHF 437.39 brutto, also CHF 436.39 Nettogewinn, plus 100 Prozent Bonus = CHF 436.39 zusätzlich. Der scheinbare Gewinn ist CHF 873.78 brutto auf einen Einsatz von CHF 1. Die Kehrseite ist die Wahrscheinlichkeit: fünfzehn Voraussagen zu je Quote 1.11 (Kehrwert von 1.50, ohne Marge) treffen mit etwa 25 Prozent Wahrscheinlichkeit, mit der realen Marge weit weniger. Wer das Spiel spielt, spielt es gegen eine Quote, die der Buchmacher gerade selbst eingepreist hat.
Die zugelassenen Schweizer Veranstalter verlangen keine Aktivitätszutrittsvoraussetzungen wie ausländische Anbieter — sie verlangen keine Mindest-Einzahlung, keinen Wettumsatz vor der Auszahlung, keine «35x umsetzen»-Klausel. Was sie verlangen, ist die Verlustlimite vor der ersten Wette und die Einhaltung der Spielregeln. Das ist ein anderer Markt als der, den ausländische Bonuswerbung verspricht — und ein anderer, der weniger Risiko trägt.
Wer in der Schweiz wettet und einen Bonus sucht, sollte die Spielregeln lesen, bevor er die Seite schickt. Die Zahlen, die zählen, stehen in den Spielregeln, nicht im Banner.
Häufige Fragen
Sind Wetten auf Tischtennis in der Schweiz verboten?
Wetten auf Tischtennis sind in der Schweiz nicht verboten, sondern nur bei den bewilligten Veranstaltern Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport erlaubt. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung; wer hier ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich strafbar. Wer als Spielerin oder Spieler bei einem ausländischen Anbieter mitmacht, wird nicht bestraft; Einsätze und Gewinne können aber im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Steht Tischtennis mit seinen grossen Turnieren auf der Gespa-Liste?
Tischtennis steht mit seinen grossen Turnieren — Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften, World Cup, World Tour Grand Finals — auf der zugelassenen Gespa-Liste der Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026). Freundschaftsligen, kleinere Series-Events und Trainingsläufe sind in der Regel nicht abgedeckt. Die Liste ist eine geschlossene Liste: was nicht drauf steht, darf nicht angeboten werden. Wer auf einen Wettbewerb wettet, prüft vor dem Einsatz, ob er drauf steht.
Welche Wettarten ergeben sich aus dem Modus Best of five und Best of seven?
Im Punktspielbetrieb wird Best of five gespielt, also drei Gewinnsätze; bei grossen Turnieren Best of seven, also vier Gewinnsätze. Ein Satz endet bei 11 Punkten mit mindestens zwei Punkten Vorsprung; bei 10:10 wird verlängert, bis ein Spieler zwei Punkte voraus liegt. Daraus ergeben sich Wettarten auf den Match-Sieger, auf Satzwetten, auf Handicap-Sätze, auf Over-Under auf die Gesamtzahl der Sätze und auf die korrekte Reihenfolge der Satzgewinne.
Wie lässt sich eine Vorhersage auf Tischtennis begründen?
Eine Vorhersage stützt sich auf drei Bausteine: die aktuelle Form, den direkten Vergleich und die Quote. Die Form ist die Weltranglisten-Bilanz der letzten zwölf Monate, nicht die letzten drei Resultate. Der direkte Vergleich zeigt stabile Muster, die sich allerdings bei Trainer- oder Materialwechseln auflösen. Die Quote ist die dritte Stimme und enthält bereits einen grossen Teil der Marktinformation. Eine Vorhersage ist trotzdem nie sicher, weil Verletzungen, Tagesform und der Zufall im Spiel nie null sind.
Was bedeutet die Marge, und wie wirkt sie sich auf Livewetten aus?
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem gesetzten Franken einbehält. Sie lässt sich aus den Quoten berechnen: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1 ÷ Quote₁ + 1 ÷ Quote₂), Marge = 100 Prozent minus Auszahlungsquote. Bei einer Zwei-Wege-Wette zu je Quote 1.90 beträgt die Marge rund 5 Prozent. Bei Livewetten auf Tischtennis liegen die Margen typischerweise höher, oft 8 bis 10 Prozent. Wer viele kleine Wetten auf vielen Märkten platziert, zahlt die Marge auf jeden einzelnen Markt — die Marge ist kumulativ, nicht additiv.
Wie funktionieren Verlustlimiten und Spielsperre bei Swisslos und Loterie Romande?
Bei Swisslos Sporttip werden Verlustlimiten vor der ersten Teilnahme selbst gesetzt — für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Die Spielsperre ist die härtere Stufe: bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperrbar; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein.
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Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»
