Lucky 31 Wetten in der Schweiz - was die 31-teilige Systemwette wirklich kostet
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Eine Lucky 31 ist eine Systemwette, die fünf einzelne Auswahlen zu einem einzigen Wettschein bündelt und dabei 31 Wetten zugleich spielt: fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine einzige Fünffachwette. Wer schon mit einer Lucky 15 vertraut ist, wird die Struktur wiedererkennen – nur eine Auswahl grösser, dafür elf zusätzliche Linien im Schein. Der Reiz liegt in der breiten Streuung des Risikos auf viele kleine Wetten; der Preis, den der Wettende dafür bezahlt, ist ein Gesamt-Einsatz, der schnell das Fünf- bis Dreiissigfache eines einfachen Kombi-Scheins erreicht. Wer in der Schweiz wettet, spielt diesen Schein bei genau zwei Anbietern: Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Beide haben eine Schweizer Bewilligung; alle anderen Marken, die einem Spieler in der Werbung begegnen, haben in der Schweiz keine Gültigkeit.
Eine Lucky 31 bündelt fünf Auswahlen zu 31 einzelnen Wetten: fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette. Hier erfahren Sie, wie sich daraus der Gesamteinsatz und die Gewinnchancen berechnen, was die Einsatzgrenzen der beiden zugelassenen Veranstalter bedeuten und welche Kosten ein Wettender einkalkulieren sollte.
Stand der Daten: Oktober 19, 2026; geprüft gegen die Spielregeln von Swisslos Sporttip (Version 4.2) und das Règlement Jouez Sport (17. Auflage, September 2024).
Lucky 31 Wettmärkte und Aufbau – wie 5 Auswahlen zu 31 Wetten werden
Eine Lucky 31 ist eine sogenannte Full-Cover-Wette mit fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Der englische Begriff «Full Cover» beschreibt genau das: jeder mögliche Kombi-Ausschnitt aus den fünf Auswahlen ist Teil des Scheins. Die Zahl 31 ergibt sich aus einer mathematischen Reihe: fünf Einzelwetten (eine pro Auswahl), zehn Doppelwetten (je zwei Auswahlen in einem Schein), zehn Dreierwetten (je drei), fünf Vierfachwetten (je vier) und eine Fünffachwette (alle fünf in einem Schein). Das ist die Definition, mit der die grossen englischen Buchmacher seit Jahrzehnten arbeiten, und sie gilt auch für die Schweizer Veranstalter, die das gleiche Produkt unter eigenem Namen führen.

Die Zahl der Kombinationen folgt der binomialen Logik hinter jeder Full-Cover-Wette. Für eine Auswahl von fünf Positionen ist die Gesamtzahl aller Teilmengen, die mindestens eine Position enthalten, 2 hoch 5 minus 1, also 31. Die Aufteilung auf die fünf Stufen ist ebenfalls festgelegt: fünf Einfachkombinationen (5 über 1), zehn Zweierkombinationen (5 über 2), zehn Dreierkombinationen (5 über 3), fünf Viererkombinationen (5 über 4) und eine Fünferkombination (5 über 5). Wer diese Logik einmal verstanden hat, erkennt das Muster auch in der kleineren Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und in der grösseren Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten).
Welche Wettmärkte für eine Lucky 31 geeignet sind
Eine Lucky 31 verlangt fünf Auswahlen, die alle aus unterschiedlichen Wettereignissen stammen müssen – das macht sie grundverschieden von einer Kombiwette auf ein einzelnes Spiel. In der Praxis bedeutet das: ein Fussballspiel, ein Tennismatch, ein Eishockeyspiel, ein Basketballspiel und ein Volleyballspiel, oder eine beliebige andere Mischung aus fünf voneinander unabhängigen Begegnungen. Das Schweizer Wettprogramm – bei Sporttip und bei Jouez Sport – listet überwiegend klassische Sportarten mit Hauptwettmärkten (1X2, Über/Unter, Handicap), und genau auf solchen Märkten baut eine Lucky 31 sinnvoll auf.

Was nicht in eine Lucky 31 passt: voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung. Bei Sporttip ist das ausdrücklich geregelt – solche Kombinationen sind nur über die Bet-Builder-Funktion erlaubt; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer eine Lucky 31 spielen will, wählt also fünf klar getrennte Ereignisse.
Was eine Auswahl kostet und was der Gesamteinsatz macht
Der Preis einer Lucky 31 hängt davon ab, was der Wettende pro Linie setzt. Sporttip verlangt einen Mindesteinsatz von CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette, der Höchsteinsatz für eine Systemwette liegt bei CHF 10’000. Bei einem Einsatz von CHF 1 pro Linie ergibt sich für die volle Lucky 31 ein Gesamteinsatz von 31 CHF. Bei CHF 2 pro Linie (Mindesteinsatz online bei Jouez Sport) wären es 62 CHF, und bei einem typischen Systemwettensatz von CHF 5 pro Linie sind es 155 CHF.
Hier zeigt sich die ökonomische Eigenschaft der Systemwette: der Einsatz wächst linear mit der Anzahl Linien, nicht mit der Anzahl Auswahlen. Eine Lucky 31 ist also 31 Mal so teuer wie eine einzelne Linie, aber nur 6,2 Mal so teuer wie ein einfacher Fünffach-Kombi, der ebenfalls alle fünf Auswahlen kombiniert – und das ist der Punkt, an dem sich die Systemwette von der reinen Kombiwette abhebt: sie streut die fünf Auswahlen über 31 Linien, von denen einige auch dann gewinnen können, wenn einzelne Auswahlen verlieren.
Wie die Quote entsteht
Liegen die fünf Auswahlen bei moderaten Quoten, ergibt sich eine Gesamtquote aus dem Produkt der fünf Einzelquoten. Bei einem Einsatz von CHF 1 auf diese eine Linie wäre der Brutto-Return entsprechend hoch. Diese Multiplikation ist die Grundregel jeder Kombiwette.
Die 30 anderen Linien der Lucky 31 funktionieren analog: jede Doppelwette trägt die Multiplikation der beiden beteiligten Quoten, jede Dreierwette das Produkt aus drei Quoten. Bei einer Fünferauswahl mit moderaten Quoten wie 1.50 bis 2.50 bleibt das Produkt auf jeder Stufe überschaubar. Steigt eine Auswahl jedoch über 5.00, schwillt die Gesamtquote der Fünffachwette schnell auf Werte über 100 – und damit greifen bei manchen Anbietern Limits: bei Jouez Sport darf die Einzel- oder Gesamtquote einer Kombiwette maximal 100’000 betragen.
Wann die Lucky 31 zu teuer wird
Die Frage, wann eine Lucky 31 «zu teuer» wird, ist keine rechnerische, sondern eine risikopolitische. Wer 31 CHF pro Schein bei einer durchschnittlichen Auswahl von fünf 1.80-Quoten spielt, setzt 31 Linien auf einen moderaten Erwartungswert. Die Marge des Marktes – das, was der Veranstalter von jedem eingesetzten Franken einbehält – liegt bei Schweizer Sportwetten auf klassischen Hauptmärkten typischerweise im einstelligen Prozentbereich. Bei 5 % Marge und 31 CHF Einsatz bleibt im Erwartungswert rund CHF 1.55 Verlust pro Schein; bei 8 % Marge wären es CHF 2.48. Das klingt wenig, aber 31 solcher Scheine summieren sich zu einem erwarteten Verlust von rund CHF 50 bis CHF 80 – je nach dem, wie der Wettende die Quoten wählt.
Eine Faustregel, die jeder Wettende vor dem Abgeben des Scheins anwenden kann: je höher die durchschnittliche Auswahlquote, desto höher die Marge des Marktes und desto höher der erwartete Verlust pro Schein. Favoriten mit Quoten zwischen 1.20 und 1.50 sind in der Regel margenschwach; Aussenseiter mit Quoten über 4.00 tragen deutlich mehr Marge. Eine Lucky 31, die nur aus Aussenseitern besteht, ist deshalb nicht nur riskanter, sondern auch teurer.
Rechtliche Lage in der Schweiz – wer überhaupt eine Lucky 31 anbieten darf
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist, teilt die Glücksspiele in Geldspiele (Lotteries, Sportwetten) und Geschicklichkeitsspiele; beides untersteht der Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern). Für jedes Spiel einen Grossspiel braucht es eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21-25 BGS); eine ausländische Lizenz – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Gültigkeit (Art. 4 BGS).
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Sitz Basel), die ihr Sportwettenangebot unter dem Namen Sporttip führt, und Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), die ihre Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport anbietet. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS.
Diese Aufteilung bedeutet: wer in Genf wohnt, kann bei Sporttip kein Online-Konto eröffnen, und wer in Zürich wohnt, kann sich nicht bei Jouez Sport registrieren. Beide Anbieter prüfen die Wohnsitzadresse beim Registrierungsprozess – wer umzieht, muss sein Konto beim alten Veranstalter schliessen und beim neuen ein neues eröffnen. Es gibt in der Schweiz keine andere Veranstalterbewilligung für Sportwetten und keine weitere Spielbewilligung, die eine Systemwette wie die Lucky 31 abgeben dürfte; die Gespa publiziert deshalb auch nur die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains, nicht eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher.
Was das für eine Lucky 31 konkret bedeutet
Für eine Lucky 31 heisst das: der Schein wird über das Spielerkonto bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport abgegeben, und zwar ausschliesslich dort. Beide Anbieter bieten das Systemwetten-Format an, beide rechnen die Quoten für die 31 Linien nach dem gleichen mathematischen Prinzip, beide haben aber unterschiedliche Einsatz- und Gewinnlimiten. Wer eine Lucky 31 spielen will, hat also nicht die Wahl zwischen vielen Anbietern, sondern die Wahl zwischen zwei, und die Frage ist nur, in welchem Vertragsgebiet der Wohnsitz liegt.
Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt – etwa bei einer Marke, die mit einer ausländischen Lizenz wirbt -, bewegt sich ausserhalb der Schweizer Aufsicht. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS); das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat (bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, gewerbsmässig bis zu 5 Jahre, Art. 130 BGS), und Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS, Busse bis CHF 500’000 nach Art. 131 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden; ein Schutz durch die Schweizer Spielsperre gibt es nicht, und der Anbieter untersteht keiner Schweizer Kontrolle.
Verantwortungsvolles Spielen – Limits, Sperren und Kontrolle
Eine Lucky 31 bindet an Splikation schnell einen grösseren Geldbetrag – 31 Linien zu CHF 2 sind bereits CHF 62. Wer mit solchen Scheinen spielt, sollte vor der ersten Wette ein Verlustlimit festlegen, das die eigenen Mittel nicht überschreitet.
Verlustlimiten bei Swisslos Sporttip
Bei Swisslos müssen Wettende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000); eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese Limits sind nicht vom Gesetz vorgeschrieben, sondern vom Veranstalter in seinen Bedingungen – das BGS verlangt nur, dass überhaupt ein Maximumwert für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste gesetzt wird (Art. 87 VGS).
Spielsperre und Selbst-Ausschluss
Wer sich selbst vom Spielen ausschliessen will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren lassen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Gesetz sieht eine Aufhebung einer freiwilligen Spielsperre erst nach drei Monaten vor (Art. 84 VGS), mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Spielerinnen und Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Was das für eine Lucky 31 heisst
Für eine Systemwette mit 31 Linien gilt: das eigene Limit pro Tag, pro Woche und pro Monat schliesst alle Wetten ein, nicht nur die Lucky 31. Wer an einem Tag schon CHF 50 verloren hat und das Tageslimit auf CHF 100 gesetzt hat, kann noch eine Lucky 31 zu CHF 50 setzen – aber das Tageslimit ist dann ausgeschöpft. Ein Spieler, der mit Limits arbeitet, sollte das Gesamtvolumen seiner Scheine im Blick behalten und nicht nur das Einzelvolumen pro Schein.
Lucky 31 Wett-Typen – wie die 31 Linien rechnen
Die 31 Linien einer Lucky 31 sind nach Stufen geordnet: Einfach-, Doppel-, Dreier-, Vierer- und Fünferkombinationen. Jede Stufe hat eine eigene Quote, weil jede Stufe das Produkt der beteiligten Einzelquoten trägt. Was den Spieler interessiert, ist nicht die einzelne Linie, sondern die Verteilung der Gewinne über die Stufen.
Wie die Quote auf jeder Stufe entsteht
Bei fünf Auswahlen mit marktüblichen Quoten:
- Die fünf Einzelwetten tragen direkt die Quote der jeweiligen Auswahl (1.50, 2.00, 2.50, 1.80, 1.60).
- Die zehn Doppelwetten tragen das Produkt von je zwei Quoten. Die Doppelwette 1.50 × 2.00 ergibt 3.00; 1.50 × 2.50 ergibt 3.75; und so weiter.
- Die zehn Dreierwetten tragen das Produkt von je drei Quoten.
- Die fünf Vierfachwetten tragen das Produkt von je vier Quoten.
- Die eine Fünffachwette trägt das Produkt aller fünf Quoten: 1.50 × 2.00 × 2.50 × 1.80 × 1.60 = 21.60.
Wer mit einem Einsatz von CHF 1 pro Linie spielt, gewinnt bei der Fünffachwette CHF 21.60 Brutto-Return (CHF 20.60 Nettogewinn), sofern alle fünf Auswahlen eintreffen. Verlieren zwei Auswahlen, gewinnen aber die anderen drei, ist die Fünffachwette verloren, aber eine der Dreierwetten kann treffen, und einige der Doppelwetten ebenfalls.
Beispielrechnung – was eine Lucky 31 bei illustrativen Quoten zahlt
Mit fünf Auswahlen bei solchen Quoten und einem Einsatz von CHF 1 pro Linie ist der Gesamteinsatz für die volle Lucky 31 CHF 31. Bei einem perfekten Treffer aller fünf Auswahlen gewinnen alle 31 Linien, und der Brutto-Return summiert sich aus den Gewinnen aller 31 Linien:
- Fünf Einzelwetten: Die Summe der fünf Quoten pro CHF 1 Einsatz.
- Zehn Doppelwetten: die Produkte aus je zwei Quoten, summiert
- Zehn Dreierwetten: die Produkte aus je drei Quoten, summiert
- Fünf Vierfachwetten: die Produkte aus je vier Quoten, summiert
- Eine Fünffachwette: 21.60
Über alle 31 Linien liegt der Brutto-Return bei vollständigem Treffer in einem mehrstelligen Bereich (CHF 200-300 bei diesen moderaten Quoten), abzüglich des Gesamteinsatzes von CHF 31. Der Nettogewinn bei vollständigem Treffer entspricht also dem Brutto-Return minus 31 CHF. Wichtig: Eine Berechnung der genauen Summer ist abhängig von der genauen Quoten-Auswahl und ist hier als Bandbreite angegeben, nicht als exakter Wert. Eine exakte Berechnung liefert das System des jeweiligen Anbieters.
Verlieren zwei Auswahlen, gewinnen aber die anderen drei, dann verfallen die Linien, die diese beiden Auswahlen enthalten – also alle Linien mit drei oder mehr Auswahlen, die diese beiden Verlust-Positionen einschliessen. Übrig bleiben die Einzelwetten auf die drei richtigen Auswahlen sowie die Doppel- und Dreierwetten, die nur richtige Auswahlen kombinieren. Bei den genannten Quoten und zwei Verlusten könnte der Brutto-Return zwischen CHF 20 und CHF 80 liegen – wieder abhängig davon, welche beiden Auswahlen verloren gehen. Verlieren vier von fünf, gewinnt nur die Einzelwette auf die richtige Auswahl – das ist das Minimum, das eine Lucky 31 noch retten kann, und es ist immer noch ein Brutto-Return von 1.50 bis 2.50.
Verlieren alle fünf Auswahlen, ist der Gesamteinsatz von CHF 31 verloren. Das ist die andere Seite der Medaille: eine Lucky 31 mit fünf Verlust-Auswahlen kostet 31 Linien, nicht eine.
Wie das Risiko im Vergleich zur reinen Kombiwette steht
Wer statt der Lucky 31 eine reine Fünffach-Kombiwette auf dieselben fünf Auswahlen setzt, zahlt nur einen Einsatz (CHF 1 für die gesamte Wette), riskiert aber alles auf eine Linie. Bei einem perfekten Treffer gewinnt die Kombiwette 21.60 (Brutto-Return), bei einem Fehler in einer Auswahl ist der ganze Einsatz verloren. Die Lucky 31 streut dieses Risiko über 31 Linien und kostet deshalb 31 Mal mehr Einsatz, gibt aber auch bei Teilerfolgen etwas zurück.
Eine Systemwette ist damit eine bewusste Entscheidung zwischen «alles auf eine Karte» und «viele kleine Wetten, die sich im Erwartungswert gegenseitig aufrechnen». Welche Strategie sich rechnet, hängt von der Marge der einzelnen Linien und von der Trefferquote der Auswahlen ab; eine pauschale Empfehlung gibt die Mathematik nicht her.
Top-10-Vergleich der Anbieter – wer in der Schweiz eine Lucky 31 anbieten darf und wer nicht
Die Tabelle ordnet die Anbieter nach der Schweizer Bewilligungslage ein. Die beiden zugelassenen Veranstalter (Swisslos Sporttip, Loterie Romande Jouez Sport) führen das Feld; die acht ausländischen Marken sind als Referenz aufgeführt, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler ihnen in der Werbung begegnen, haben aber in der Schweiz keine Gültigkeit.
| Bezeichnung | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel), Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Produkt Jouez Sport |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz |
| bet365 | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz |
| Jackbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz |
| Sportaza | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz |
| HornetBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz |
| Coolzino | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz |
Für eine Lucky 31 in der Schweiz kommen nur die ersten beiden Reihen in Frage; alle anderen Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung und dürfen in der Schweiz nicht beworben werden.
Swisslos Sporttip – die Systemwette mit den höchsten Limits
Swisslos Sporttip ist einer der beiden in der Schweiz bewilligten Veranstalter von Sportwetten. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und führt die Sportwetten unter dem Namen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen (in Kraft, 2020). Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; ein Online-Konto können nur Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet eröffnen.
Einsatzlimits und Gewinnlimiten
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1. Der Höchsteinsatz für eine einzelne oder eine Kombinationswette liegt bei CHF 1’000; für eine Systemwette liegt der Höchsteinsatz bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für eine Lucky 31 mit einem Einsatz von bis zu CHF 322 pro Linie (CHF 10’000 / 31 Linien) ist die obere Grenze des Systemwettensatzes ausgeschöpft.
Wie das System die Lucky 31 abrechnet
Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus dem Einsatz mal der Quote, bei Kombinationen also mal der Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten). Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet – eine Eigenheit, die bei sehr kleinen Gewinnen ein paar Rappen kostet, in der Summe aber unbedeutend ist.
Für die 31 Linien einer Lucky 31 rechnet Sporttip jede Linie einzeln mit der jeweiligen Quote. Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Bonusmechanik: Kombiboost und Quotenboost
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Eine Lucky 31 enthält alle vier-Plus-Voraussagen des Kombiboost-Bereichs, weil sie mindestens vier Auswahlen enthält – der Bonus wird aber auf die Fünffachkombi und die Vierfachkombis angerechnet, nicht auf die 31 Linien einzeln.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Verfügbare Wettmärkte und Mindestquoten
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist.
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Urteil
Sporttip ist für eine Lucky 31 die richtige Adresse, wenn der Wohnsitz im Deutschschweizer Vertragsgebiet liegt. Der Höchsteinsatz von CHF 10’000 für eine Systemwette ist grosszügig, der Mindesteinsatz von CHF 1 erlaubt auch Wettende mit kleinem Budget, das System rechnet alle 31 Linien sauber nach Quote mal Einsatz. Was das Angebot teurer macht: die Marge der Hauptmärkte, die Cash-Out nur als voller Staus zulässt, und die BoL-Limits beim Kombiboost.
Loterie Romande Jouez Sport – die Systemwette für die Romandie
Loterie Romande führt Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Online können sich nur Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet registrieren.
Einsatzlimits und Gewinnlimiten — Loterie Romande Jouez Sport
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2). Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Für eine Lucky 31 mit 31 Linien bei einem Einsatz von CHF 2 pro Linie ergibt sich ein Gesamteinsatz von CHF 62 – deutlich unter dem Höchsteinsatz für das Wettschein-Multiple von CHF 7’500. Wer näher an die Limite will, kann die CHF 7’500 auf 31 Linien verteilen (rund CHF 241 pro Linie), hat dann aber einen wesentlich höheren Gesamtverlust pro Schein.
Wie das System die Lucky 31 abrechnet — Loterie Romande Jouez Sport
Bei Jouez Sport wird die Lucky 31 wie eine Kombiwette mit Multiples behandelt – das heisst, alle Gewinne eines Multiples zusammen werden gegen die Höchstgewinnlimite von CHF 1’000’000 gerechnet. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss mindestens 1.10 betragen – bei einer Lucky 31 mit 31 Linien ist das Gesamtquoten-Limit von 100’000 die kritische Grenze; eine Gesamtquote über 100’000 wird nicht angenommen.
Wettmärkte und Livewetten
Jouez Sport bietet das gleiche Wettprogramm wie Sporttip im Rahmen der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Version 10.09.2026); die Liste ist abschliessend – was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Livewetten sind möglich, soweit die Wettlaute eine Bewilligung haben; die Gespa-Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esports-Sektion.
Urteil — Loterie Romande Jouez Sport
Jouez Sport ist die richtige Adresse für eine Lucky 31, wenn der Wohnsitz in der Romandie liegt. Der Mindesteinsatz von CHF 2 ist doppelt so hoch wie bei Sporttip, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten mit CHF 500 deutlich tiefer; das schränkt die Spannweite des Systemwettensatzes ein. Die Höchstgewinnlimite von CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen ist grosszügig; bei sehr hohen Quoten kann die Gesamtquotenlimite von 100’000 aber greifen.
Ausländische Anbieter – was «ohne Schweizer Bewilligung» konkret bedeutet
Die folgenden Marken tauchen in der Werbung für Schweizer Spielerinnen und Spieler auf, haben aber in der Schweiz keine Bewilligung. Sie sind hier zur Information aufgeführt, nicht als Empfehlung.
IviBet
IviBet ist eine internationale Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS); IviBet ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen und untersteht keiner Schweizer Aufsicht. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen und in der Schweiz per DNS-Sperre blockiert werden. Für Spielerinnen und Spieler mit Wohnsitz in der Schweiz heisst das: kein Zugang über Schweizer Zahlungswege mit garantierter Auszahlung, kein Schutz bei Streit, keine Spielsperre über das Schweizer Register.
bet365
bet365 ist einer der weltweit grössten Anbieter von Sportwetten, aber in der Schweiz ohne Bewilligung. Die Gespa nennt bet365 explizit als Beispiel für Domain-Hopping und führt die Marke in der Sperrliste-Logik. Eine ausländische Lizenz (Maltas UKGC-Lizenz oder andere) hat in der Schweiz keine Gültigkeit; Einsätze und Gewinne können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und der Spieler hat keinen Schweizer Schutz.
Jackbit
Jackbit ist ein Offshore-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer hier spielt, bewegt sich ausserhalb der Schweizer Regulierung – mit allen Konsequenzen, die das für Auszahlungen, Steuern und Schutz bei Streit bedeutet.
Sportaza
Sportaza wirbt international mit Sportwetten und Casino-Angeboten, hat aber in der Schweiz keine Bewilligung. Für Spielerinnen und Spieler mit Wohnsitz in der Schweiz ist Sportaza keine Adresse.
HornetBet
HornetBet ist eine weitere Offshore-Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die gleichen Einschränkungen wie bei anderen ausländischen Anbietern gelten: keine Schweizer Sperre, kein Schweizer Schutz, mögliche Einziehung in einem Strafverfahren.
Bahigo
Bahigo tritt in der Schweiz als Sportwetten-Anbieter auf, hat aber keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer bei Bahigo spielt, ist nicht durch das BGS geschützt.
FortuneJack
FortuneJack wirbt international mit Krypto-Casino-Angeboten und Sportwetten, hat aber in der Schweiz keine Bewilligung. Lizenz als berichtet: nicht festgestellt. Anonyme Krypto-Auszahlungen – falls FortuneJack sie anbietet – sind in der Schweiz für bewilligte Veranstalter ausgeschlossen (Art. 50 Abs. 2 VGS: Auszahlung nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers). Für Schweizer Spielerinnen und Spieler heisst das: keine Garantie für Auszahlung, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister.
Coolzino
Coolzino ist eine weitere Marke ohne Schweizer Bewilligung. Lizenz als berichtet: nicht festgestellt. Für eine Lucky 31 in der Schweiz ist Coolzino keine Adresse.
Berechnung einer Lucky 31 – ein Beispiel mit illustrativen Quoten
Was eine Lucky 31 konkret zahlt, hängt von den fünf Auswahlen und ihrem Zusammenspiel ab. Das folgende Beispiel arbeitet mit drei illustrativen Quoten (1.50, 2.00 und 2.50), einem Einsatz von CHF 1 pro Linie und einer angenommenen Trefferquote aller fünf Auswahlen.
Bei einem vollständigen Treffer gewinnen alle 31 Linien. Die Brutto-Returns der einzelnen Stufen:
- Fünf Einzelwetten mit Quoten 1.50, 2.00, 2.50, 1.80 und 1.60 (CHF 1 pro Linie): Brutto-Return 9.40 CHF.
- Zehn Doppelwetten, jeweils das Produkt von zwei der fünf Quoten: Brutto-Return rund 36-38 CHF (abhängig von der genauen Auswahl).
- Zehn Dreierwetten, jeweils das Produkt von drei der fünf Quoten: Brutto-Return rund 90-110 CHF.
- Fünf Vierfachwetten, jeweils das Produkt von vier der fünf Quoten: Brutto-Return rund 150-180 CHF.
- Eine Fünffachwette: Das Produkt aller fünf Quoten als CHF-Betrag.
Über alle 31 Linien liegt der Brutto-Return bei vollständigem Treffer im mehrstelligen Bereich; der genaue Wert ist abhängig von der genauen Quoten-Auswahl und liegt bei diesen moderaten Quoten in einer Bandbreite von rund CHF 280-340, abzüglich des Gesamteinsatzes von CHF 31. Der Nettogewinn bei vollständigem Treffer entspricht also dem Brutto-Return minus 31 CHF. Wichtig: Die genaue Summe ist abhängig von der konkreten Quoten-Auswahl; eine exakte Berechnung liefert das System des jeweiligen Anbieters.
Verlieren zwei der fünf Auswahlen, gewinnen aber die anderen drei, dann verfallen die Linien mit drei oder mehr Auswahlen, die die beiden Verlust-Positionen enthalten; übrig bleiben die Einzelwetten, die Doppelwetten und die Dreierwetten ohne die beiden Verlust-Auswahlen. Bei den genannten Quoten und einem angenommenen Verlust der beiden höchsten Quoten liegt der Brutto-Return in einer Bandbreite von rund CHF 20-50; bei einem Verlust der beiden niedrigsten Quoten liegt er höher.
Verliert eine von fünf Auswahlen, gewinnen aber die anderen vier, dann verfallen nur die Linien mit der Verlust-Auswahl; übrig bleiben alle Linien ohne diese eine Auswahl. Bei den genannten Quoten liegt der Brutto-Return in einer Bandbreite von rund CHF 200-280, abzüglich des Gesamteinsatzes von CHF 31.
Was eine Lucky 31 unter dem Strich kostet, hängt von der Trefferquote der fünf Auswahlen ab. Bei einer durchschnittlichen Auswahlquote von 1.80 und einer angenommenen Margenkosten von 5 % pro Markt liegt der erwartete Verlust pro Schein im niedrigen einstelligen Bereich; bei höherer Marge oder höherer durchschnittlicher Auswahlquote liegt er höher.
Steuern auf Gewinne aus Sportwetten
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die Bundesschwelle liegt bei CHF 1’071’000 (gültig ab 1.1.2026); die kantonale Schwelle ist je nach Kanton unterschiedlich – die Faustregel ist «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die der Spieler durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückfordern kann.
Für die meisten Spielerinnen und Spieler liegt der Gewinn weit unter der Bundesschwelle und der kantonalen Schwelle; es fällt keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer an. Wer regelmässig spielt und hohe Gewinne erzielt, sollte den Steuerfreibetrag im Auge behalten und sich bei einer Steuerberatung oder der kantonalen Steuerverwaltung über die genaue Schwelle und die Deklarationspflicht informieren.
Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter sie einbehält. Die kantonale Steuerpraxis ist uneinheitlich: der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen, andere Kantone wenden eine andere Praxis an. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte sich vor einem grossen Gewinn über die kantonale Praxis informieren.
Häufige Fragen zur Lucky 31 in der Schweiz
Was genau ist eine Lucky 31 und wie viele Auswahlen braucht sie?
Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf fünf Auswahlen. Sie kombiniert nicht nur alle fünf zu einer Fünffachwette, sondern deckt auch alle kleineren Kombinationen ab – jede Einzelwette, jede Doppelwette, jede Dreierwette und jede Vierfachwette. Insgesamt sind das 31 Wetten auf einem einzigen Wettschein. Wer weniger Auswahlen will, wählt die Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten); wer eine Stufe grösser spielen will, wählt die Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten).
Wie verteilen sich die 31 Wetten einer Lucky 31 auf die einzelnen Stufen?
Die Aufteilung folgt der mathematischen Logik der Kombinationen: 5 über 1 = 5 Einzelwetten, 5 über 2 = 10 Doppelwetten, 5 über 3 = 10 Dreierwetten, 5 über 4 = 5 Vierfachwetten und 5 über 5 = 1 Fünffachwette. Die Summe 5 + 10 + 10 + 5 + 1 ergibt genau die 31 Wetten, die der Name der Systemwette trägt.
Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?
Die drei Systemwetten unterscheiden sich in der Zahl der Auswahlen und der Zahl der Linien. Eine Lucky 15 hat 4 Auswahlen und 15 Wetten, eine Lucky 31 hat 5 Auswahlen und 31 Wetten, eine Lucky 63 hat 6 Auswahlen und 63 Wetten. Der Gesamteinsatz wächst linear mit der Zahl der Linien, nicht mit der Zahl der Auswahlen; eine Lucky 63 kostet bei gleichem Linieneinsatz 63 CHF statt 31 CHF, aber die zusätzliche Auswahl erweitert die Streuung des Risikos.
Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?
Der Gesamteinsatz ist das Produkt aus dem Einsatz pro Linie und der Zahl der Linien. Für die volle Lucky 31 mit 31 Linien und einem Einsatz von CHF 1 pro Linie sind das 31 CHF; bei CHF 2 pro Linie sind es 62 CHF; bei CHF 5 pro Linie sind es 155 CHF. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000; bei Jouez Sport darf ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport für eine Lucky 31?
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2). Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen; der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.
Welche Rolle spielt die Marge im Preis jeder Quote für eine Lucky 31?
Die Marge ist das, was der Veranstalter von jedem eingesetzten Franken einbehält. Sie steckt in jeder der 31 Linien und wirkt deshalb 31-fach auf den erwarteten Verlust pro Schein. Bei einer Marge von 5 % und einem Gesamteinsatz von 31 CHF liegt der erwartete Verlust pro Schein im niedrigen einstelligen Bereich; bei höheren Margen auf Aussenseiter-Märkten steigt er entsprechend. Wer die Marge einer Lucky 31 minimieren will, wählt Hauptmärkte mit engen Quoten (Favoriten-Seiten) und nicht Aussenseiter-Quoten über 4.00.
Wettarten – rasentenniswetten
Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»
