Gratis Wettprognosen heute: was sie können und was sie kosten
Ladevorgang...
Stand der Daten: Oktober 19, 2026, geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip (Version 4.2) und gegen das Réglement Jouez Sport der Loterie Romande (17. Auflage, September 2024).
Wer an einem Sonntagmorgen den Begriff «gratis Wettprognosen heute» in eine Suchmaschine tippt, sucht keinen Lexikon, der kein Lexikon und keinen Wettanbieter, der nicht einmal da wäre. Wer sucht, ist jemand, der am Wochenende ein paar Franken riskiert und vorher noch etwas mehr wissen will als das, was die Quote zeigt. Genau für diese Person ist dieser Text geschrieben. Er erklärt, wie eine Prognose entsteht, was die Quote einer Wette wirklich sagt, was die Rechtslage in der Schweiz erlaubt und was Gratisprognosen in dieser Rechtslage wert sein können. Er verspricht keinen Treffer und keine sichere Wette, und er erfindet keine konkreten Spiele, weil jede erfundene Auswahl ein falsches Versprechen wäre.
Einordnung: was eine Prognose ist und was nicht
Eine Wettprognose ist eine Schätzung. Sie übersetzt Wahrscheinlichkeiten in eine Sprache, die auf einem Wettschein funktioniert, und sie kann richtig oder falsch sein wie jede Schätzung. Sie wird aus Form, Ausfällen, Statistiken und dem Vergleich der Quoten mehrerer Veranstalter zusammengesetzt. Wer sie nutzt, nutzt nicht Wahrheit, sondern eine Wahrscheinlichkeit mit Rand.

Drei Punkte verdienen es, vor allem anderen festgehalten zu werden. Erstens: Die Quote enthält bereits die Marge des Veranstalters. Wer eine Quote sieht, sieht nie den «wahren» Markt, sondern immer den Markt nach Abzug dieser Marge. Zweitens: Auch kostenlose Prognosen bleiben Einschätzungen. Dass sie nichts kosten, macht sie nicht zuverlässiger, sondern nur zugänglicher. Drittens: Wer einer einzigen Quelle vertraut, vertraut einer Stimme in einem Chor aus Dutzenden Stimmen, von denen jede ihre eigene Marge und ihre eigene Auswahl hat.
Diese Seite ist deshalb kein Tippzettel und kein Wettratgeber im Sinn von «so gewinnt man». Sie ist eine Anleitung, eine Prognose zu lesen, bevor man sie umsetzt. Wer am Ende des Textes noch immer eine konkrete Auswahl für heute sucht, sollte sich klarmachen, dass diese Suche selbst das Risiko ist.
Die Rechtslage in der Schweiz: zwei Veranstalter, kein Vertriebsraum darüber
In der Schweiz dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalter anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide haben die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Zuständig für die Aufsicht ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Das ESBK, das Eidgenössische Spielbankenkommission, beaufsichtigt nur Spielbanken und nicht die Sportwette.

Die beiden Veranstalter decken ihre Gebiete ab: Swisslos Sporttip betreut die Deutschschweizer Kantone sowie das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; Loterie Romande Jouez Sport betreut die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto lässt sich nur eröffnen, wer in diesem jeweiligen Vertragsgebiet Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat und mindestens 18 Jahre alt ist. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter bewusst auf zwei begrenzt.
Was Gratisprognosen in dieser Lage versprechen, ändert daran nichts. Eine fremde Plattform, die in der Schweiz Prognosen verkauft, Werbung dafür schaltet oder gar Wetten annimmt, ändert nichts daran, dass sie in der Schweiz nicht bewilligt ist und dass ihre Werbe nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten ist. Die Strafe für unerlaubte Werbe reicht bis CHF 500’000 (Art. 131 BGS), die Strafe für unerlaubte Veranstaltung bis drei Jahre Freiheitsentzug, bei gewerbsmässiger Durchführung bis fünf Jahre. Wer in der Schweiz wettet, wettet im rechtlichen Sinn fast immer bei einem dieser beiden Veranstalter. Alles andere ist Vermarktung eines Angebots, das die Schweizer Behörden nicht zugelassen haben.
Eine ausländische Bewilligung, gleich aus welchem Land sie stammt, hat in der Schweiz keine Wirkung. Eine Plattform mit Lizenz auf Curaçao, in Malta oder in Deutschland ist darum in der Schweiz weder bewilligt noch überprüft. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste, auf der ausländische Domains stehen; Schweizer Telekomanbieter sperren diese Domains auf DNS-Ebene. Wer dennoch dort spielt, hat keinen Schweizer Rückgriff und keine Schweizer Spielsuchtaufsicht.
Verantwortung und Schutzrahmen, bevor man überhaupt tippt
Wer Prognosen nutzt, setzt vorab Verlustlimiten. Das ist nicht ein weicher Hinweis, sondern Pflicht für jeden, der bei Swisslos oder Loterie Romande mitmacht. Bei Swisslos müssen Spielende Wettende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Wer diese Limite nicht setzt, nimmt sich selbst den wichtigsten Schutzmechanismus, bevor er den ersten Tipp abgibt.
Daneben besteht das Instrument der Spielsperre: Wer sich sperren lässt, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst ausschalten, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register der Gespa eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und für Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause lässt sich erst nach Ablauf von drei Monaten wieder aufheben.
Was die Rechtslage nicht garantiert, ist Schutz an der Verkaufsstelle: Die Gespa hat 2025 bei Testkäufen an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft bekommen. Wer auf den Schutz an der Theke vertraut, vertraut auf einen Schutz, der nicht zuverlässig funktioniert. Wer sich an der Verkaufsstelle limitieren will, sollte seine eigene Limite kennen und durchsetzen.
Schliesslich gehört zum verantwortlichen Spielen die Frage nach dem Geld: Einsätze sollen nur aus frei verfügbarem Geld stammen, niemals aus Geld, das für Miete, Lebensmittel, Rückzahlungen oder Vorsorge reserviert ist. Eine Wette ist keine Investition und kein Einkommen, sie ist ein Unterhaltungsaufwand mit unsicherer Rendite. Wer sich das nicht klarmacht, bevor er den ersten Tipp umsetzt, hat den wichtigsten Teil der Anleitung übersprungen.
Wie eine Wettprognose entsteht und welche Statistiken einfliessen
Eine ernsthafte Prognose kombiniert mehrere Bausteine. Sie beginnt mit der aktuellen Form, also mit den Ergebnissen der letzten Spiele und mit der Frage, ob ein Team oder ein Sportler in einem Aufwärtstrend, in einer Stagnation oder in einem Abwärtstrend steht. Sie berücksichtigt Ausfälle, also Sperren, Verletzungen und Rücktritte, die das Kräfteverhältnis verschieben. Sie zieht Statistiken heran, etwa den direkten Vergleich, Heim- und Auswärtsstärke, Tordifferenzen und xG-Werte, wenn sie verfügbar sind. Sie vergleicht schliesslich die Quoten mehrerer Veranstalter, weil eine Quote, die deutlich über dem Mittel liegt, ein Hinweis sein kann und eine Quote, die deutlich darunter liegt, ebenso.
Die Reihenfolge der Bausteine ist nicht zufällig. Form ohne Ausfälle überschätzt ein Team, Ausfälle ohne Form unterschätzt ein Team nach einer Niederlage, Statistiken ohne Quotenvergleich bleiben blind gegenüber der Marktmeinung. Erst das Zusammensetzen macht aus Daten eine Einschätzung. Eine Quelle, die nur einen Baustein nennt und die anderen weglässt, liefert eine Meinung, keine Prognose.
Wer eine Prognose liest, sollte prüfen, ob die Quelle diese Bausteine nennt. Im Allgemeinen gilt: Eine Quelle, die ihre Methode offenlegt, ist einer Quelle vorzuziehen, die ihre Methode verschweigt. Eine Quelle, die Trefferquoten ausweist, ist einer Quelle vorzuziehen, die nur «Experten» zitiert. Eine Quelle, die zwischen Werbung und Prognose trennt, ist einer Quelle vorzuziehen, die Werbung und Prognose vermischt.
Value Bet und Marge: warum jede Quote einen Preisaufschlag enthält
Eine Quote ist keine Wahrscheinlichkeit. Sie ist das Ergebnis einer Umrechnung der geschätzten Wahrscheinlichkeit in einen Wert, der für den Wettenden lesbar ist und für den Veranstalter kalkulierbar. In einem perfekten Markt ohne Marge würde eine faire Quote von 50 % genau 2.00 lauten. In der Realität liegt sie tiefer, weil der Veranstalter einen Anteil der Einsätze als Marge einbehält.
Diese Marge lässt sich für einen Zwei-Wege-Markt berechnen. Wer für einen Markt Quoten von 1.90 und 1.90 sieht, kann die Auszahlungsquote berechnen als 1 geteilt durch (1/1.90 plus 1/1.90). Das ergibt rund 95 %; die Marge dieses Marktes liegt entsprechend bei rund 5 %. Bei einer Quote von 1.80 und 1.80 ergibt sich etwa 90.9 %, die Marge liegt bei etwa 9.1 %. Bei Quoten von 2.10 und 1.70 ergibt sich rund 90.5 %, die Marge liegt bei etwa 9.5 %. Der Wert schwankt mit der Konstellation: ein Markt, der nahe 50/50 wirkt, hat bei gleicher Marge symmetrische Quoten, ein Markt, der asymmetrisch wirkt, hat eine höhere Marge auf der Favoritenseite.
Wer diese Marge versteht, versteht den Kern von Value Bet. Eine Value Bet liegt vor, wenn die persönliche Wahrscheinlichkeitsschätzung über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt, also über dem, was der Markt nach Marge einpreist. Beispiel: Wer die echte Chance auf Heimsieg auf 55 % schätzt und die Quote liegt bei 1.90, was 52.6 % entspricht, dann ist die Wette einen Einsatz wert, weil die Differenz ein erwarteter Gewinn ist. Wer die echte Chance auf 50 % schätzt und die Quote liegt bei 1.90, dann ist die Wette trotz möglicher Trefferquote kein Value, weil die Marge des Veranstalters einen erwarteten Verlust erzeugt. Value entsteht nicht zum Vorab, sondern aus der Differenz zwischen eigener Schätzung und Marktimplikation. Ohne diese Differenz ist jede Wette ein Verlustgeschäft im statistischen Mittel, und Sie treten die Marge des Veranstalters mit.
Diese Rechnung gilt für alle Märkte, nicht nur für 1X2. Auch ein Markt für Tore über/unter, ein Handicap, ein Spielerwetten oder eine Kombiwette trägt eine eigene Marge, und diese Marge ist oft höher als im klassischen 1X2. Wer auf Kombinationen setzt, vervielfachst die Margen der einzelnen Beine mit, was die Marge der Gesamtwette anheben wird. Genau das ist der Grund, warum eine Kombiwette bei vielen Veranstaltern mehr «Spielfreude», aber weniger Value liefert.
Bankroll: wie viel Kapital auf eine einzelne Wette gehört
Wer ein festes Kapital hat, das er für Wetten einsetzt, sollte dieses Kapital nicht als ganzes Spiel ansehen, sondern als Arbeitskapital mit fester Prozentregel. Eine übliche Regel lautet: Ein bis drei Prozent der gesamten Bankroll auf eine einzelne Wette, niemals mehr als fünf Prozent. Bei einer Bankroll von CHF 1’000 wären das zwischen CHF 10 und CHF 30 pro Wette, und jede einzelne Wette wird so klein, dass eine Pechsträhne von zehn verlorenen Wetten in Folge die Bankroll nicht ruiniert.
Die Regel ist nicht willkürlich. Sie folgt aus der Frage, wie viele Wetten jemand durchhalten will, ohne nachzufüllen, und aus der Frage, wie viel Verlust eine Person emotional und finanziell aushält. Eine Regel, die mehr als fünf Prozent erlaubt, ist eine Regel, die schon bei einer bescheidenen Pechsträhne die Bank halbiert und damit die Wahrscheinlichkeit einer Erholung sinken lässt. Eine Regel, die weniger als ein Prozent erlaubt, ist eine Regel, die den emotionalen Kick verschwinden lässt und niemanden motiviert.
Die Bankroll-Regel hat noch einen zweiten Vorteil: Sie verhindert, dass eine einzelne «sichere» Wette das halbe Kapital frisst. Wer eine Wette als sicher ansieht, sollte trotzdem die Regel anwenden, weil die subjektive Sicherheit fast immer trügt. Die Formel ist einfach: Bankroll mal Prozent, niemals der Bauch und niemals die Begeisterung nach einem Tipp aus einer Gratisprognose.
Die konkrete Prozentzahl hängt von der Risikobereitschaft und der Erfahrung ab. Einsteiger wenden mit ein bis zwei Prozent, wer mehr Erfahrung hat und einen klar dokumentierten Value-Anspruch pro Wette hat, kann auf drei Prozent gehen. Niemand, der das Operativ beschreibt, sollte eine Prozentzahl nennen, die für die eigene Person funktioniert; eine gute Regel ist die, die man durchhält.
Kostenbeispiel: was eine Wette bei Sporttip rechnerisch liefert
Wer bei Sporttip eine Einzelwette platziert, erhält den Gewinn nach einer einfachen Formel: Gewinn gleich Einsatz mal Quote. Beispiel: Wer CHF 10 auf Quote 2.50 setzt, erhält bei Gewinn CHF 25 zurück; der Nettogewinn, also der Gewinn ohne den Einsatz, beträgt CHF 15. Bei einer Kombiwette aus zwei Beinen mit den Quoten 2.50 und 1.80 ergibt sich die Gesamtquote als Produkt, also 2.50 mal 1.80 gleich 4.50; der Gewinn aus einem Einsatz von CHF 10 wäre CHF 45, der Nettogewinn CHF 35. Diese Rechnung steht in den Spielregeln der Sporttip; sie wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet.
Bei der Auszahlung gibt es eine Besonderheit: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Die Auszahlung erfolgt auf das Konto, das auf den eigenen Namen lautet, und die Bedingungen erlauben zwei Auszahlungen pro 365 Tagen kostenlos; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden.
Wer eine Gratiswette erhält, etwa als Promotion, sollte eines wissen: Eine Freiwette, deren Einsatz nicht zurückbezahlt wird, ist nicht das, was sie zu sein scheint. Eine Gratiswette von CHF 10 auf Quote 3.00 bringt bei Gewinn einen Nettogewinn von CHF 20, nicht von CHF 30. Wer den Unterschied nicht versteht, sieht in einer Promotion einen Bonus, der kein Bonus ist. Wer den Unterschied versteht, bewertet die Promotion nach dem erwarteten Gewinn und nicht nach dem Nominalbetrag. In beiden Fällen ist die Gratiswette kein Geschenk, sondern eine Wette mit eingebautem Abzug.
Sporttip und die Spielregeln, die jede Prognose treffen muss
Sporttip arbeitet mit klar definierten Regeln, die jede Prognose berücksichtigen muss, weil sie sonst ins Leere läuft. Bei Livewetten zählt eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen, etwa bei einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer Videoschiedsrichter-Entscheidung, kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer eine Live-Prognose erstellt, muss die Sekunden mitdenken, in denen eine Wette platziert wird.
Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; im Fussball sind das 90 Minuten. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Diese Regel erklärt, warum eine sorgfältige Prognose nicht nur das Spiel, sondern auch den Spielkalender im Auge behält.
Die Limits sind klar und präzise: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer eine Strategie plant, die mit hohen Einsätzen arbeitet, plant gegen die Plattform, nicht gegen den Markt.
Cash-Out ist nur online verfügbar und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer mit Cash-Out plant, plant mit einer Option, die keine Vertragspflicht ist.
Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert zehn Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer eine Beschwerde hat, hat nicht unbegrenzt Zeit.
Kombiboost, Quotenboost und Profitboost: was die Promotionen wert sind
Problembewusste Promotionen verdienen drei Anmerkungen. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Der Boost erhöht nicht die Quote, sondern den Nettogewinn, und nur, wenn alle Voraussagen eintreffen. Wer mit einer Kombiwette arbeitet, sollte sich klarmachen, dass jede zusätzliche Voraussage die statistische Trefferwahrscheinlichkeit senkt, auch wenn der Bonus steigt.
Quotenboosts und Profitboosts sind ähnlich konstruiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen Boost nutzt, sollte prüfen, ob die zugrunde liegende Quote ohnehin einen Value hatte; ein Boost, der auf einer Quote ohne Value sitzt, erzeugt auch mit Boost keinen Value.
Eine Promotion ist ein Marketinginstrument. Sie verkauft sich mit einer Zahl, die nach Bonus klingt, und sie bezahlt sich aus den Margen der Wetten, die der Wettende während der Promotion platziert. Wer eine Promotion bewertet, bewertet den erwarteten Gewinn nach den Regeln, nicht den Nominalbetrag auf der Werbeseite.
Quoten, Markt und Marge: das Beispiel mit dem Band
Eine Wettprognose zu lesen heisst, eine Quote zu lesen. Wer eine Quote sieht, sieht nicht den Markt, sondern den Markt nach Abzug der Marge. Diese Marge schwankt mit dem Markt und mit der Veranstaltung; sie ist bei Top-Ligen oft enger als bei kleinen Ligen, sie ist bei 1X2 oft enger als bei Spezialmärkten, sie ist bei Prematch oft enger als bei Live. Wer die Marge versteht, versteht, warum die Quote nicht die Wahrheit ist.
Nehmen wir ein illustratives Beispiel: ein Zwei-Wege-Markt mit 1.90 und 1.90. Die Auszahlungsquote ist 1 geteilt durch (1/1.90 plus 1/1.90), das ergibt rund 0.95 oder 95 %. Die Marge dieses Marktes liegt entsprechend bei rund 5 %. Bei einem anderen Beispiel mit 1.85 und 1.85 ergibt sich rund 1 geteilt durch (1/1.85 plus 1/1.85), das ist etwa 0’925 oder 92.5 %, die Marge liegt bei etwa 7.5 %. Der Wert schwankt also mit der Konstellation der Quoten.
Das Ergebnis ist ein Band, kein Einzelpunkt. Wer die Marge für einen konkreten Markt exakt angeben will, sollte die konkreten Quoten dieses Marktes zu einem konkreten Zeitpunkt nennen. Wer eine generelle Aussage macht, spricht von einer Grössenordnung, die zwischen drei und zehn Prozent liegt. Diese Bandbreite ist die Information, die eine Leserschaft aus der Marge ziehen kann, ohne dass eine konkrete Zahl erfunden wird.
Wer die Marge weiter denkt, kommt zur Frage nach dem Value. Eine persönliche Schätzung von 55 % Chance auf Heimsieg bei einer Quote von 1.90 entspricht einer implizierten Wahrscheinlichkeit von 52.6 %; die Differenz von etwa 2.4 Prozentpunkten ist der erwartete Vorteil. Eine persönliche Schätzung von 50 % bei derselben Quote erzeugt keinen Vorteil. Wer die Marge versteht, kann Value ausrechnen, ohne zu spekulieren, und wer Value nicht ausrechnen kann, sollte besser auf das Wetten verzichten, als die Quote nach Bauchgefühl zu spielen.
Wer Wetten abschliessen darf: Voraussetzungen für die Registrierung
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, kann kein Konto eröffnen und keine Wette platzieren.
Die Loterie Romande hat vergleichbare Voraussetzungen: Mindestalter 18 Jahre, Wohnsitz im Vertragsgebiet, kein Spielsperre-Eintrag. Wer in beiden Vertragsgebieten wohnhaft ist, kann sich bei beiden Veranstaltern registrieren, weil die beiden Bereiche unterschiedliche Kantone abdecken. Wer weder im einen noch im anderen Gebiet wohnhaft ist, hat in der Schweiz keinen Zugang zu einer bewilligten Sportwette.
Diese Voraussetzungen sind nicht nur Formalitäten. Sie sind die Voraussetzungen, unter denen die Gespa eine bewilligte Wette überhaupt anbieten darf. Eine Plattform, die diese Voraussetzungen nicht prüft, ist darum in der Schweiz nicht bewilligt und fällt unter die Sperrliste, gleich ob sie Werbung dafür schaltet oder nicht.
Loterie Romande und ihre Regeln, die ebenfalls jede Prognose treffen
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Limits sind enger als bei vielen ausländischen Anbietern, aber sie sind im Klares Wunsch nach Schutz und gegen übermässige Gewinne formuliert.
Die Verkaufsstellen der Loterie Romande sind in der Westschweiz präsent; die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Wer in der Westschweiz wohnt, kann online oder an einer Verkstelle spielen; wer nicht dort wohnt, kann sich nicht registrieren. Wer für die Westschweiz eine Gratisprognose sucht, sollte sich an der Plattform der Loterie Romande orientieren und nicht an einer fremden Plattform, die ohne Bewilligung in den Schweizer Markt drängt.
Die Loterie Romande unterliegt denselben Regeln zum Spielerschutz wie Swisslos: Verlustlimiten, Spielsperre, Meldung an die Gespa. Wer in der Westschweiz spielt, spielt unter dem Schutzregime der Gespa und mit der Möglichkeit, sich an die Gespa zu wenden, falls eine Plattform sich nicht an die Regeln hält. Diese Möglichkeit ist bei einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung nicht gegeben.
Verbreitung, Werbe und die Frage der Quellen
Die Verbreitung von Gratisprognosen läuft über soziale Medien, über Tippspiele und über Werbeplattformen. Viele dieser Quellen sind werbefinanziert und trennen Werbung und Prognose nicht oder nur unzureichend. Wer eine Quelle prüft, sollte prüfen, ob die Werbung klar markiert ist, ob die Methode offenliegt und ob die Bilanz nachvollziehbar ist. Trefferversprechen sind ein Warnzeichen: Niemand kann die Zukunft eines Spiels sicher vorhersagen, und wer das verspricht, lügt oder verkauft eine Lüge.
Eine Quelle, die mit Fachbegriffen wie xG, Pressing-Intensität oder Ballbesitz arbeitet, ist nicht automatisch seriös, aber sie legt offen, womit sie arbeitet. Eine Quelle, die nur «Bauchgefühl» und «Expertenwissen» nennt, legt nichts offen. Eine Quelle, die Quoten verlinkt, ohne die Marge zu nennen, verkauft Tipps, ohne den Preis des Tipps zu nennen.
Wer mehrere Quellen vergleicht, gewinnt eine Bandbreite an Schätzungen. Diese Bandbreite ist wertvoller als jede einzelne Schätzung, weil sie die Unsicherheit sichtbar macht. Eine Prognose, die alleine steht, ist eine Meinung; eine Prognose, die im Chor vieler Quellen steht, ist eine Schätzung mit Konfidenz.
Wettarten und die Frage nach dem Markt
Die bewilligten Wettarten in der Schweiz sind in einer Liste der Gespa geregelt. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt; auch Eckstoss- und Kartenmärkte sowie ein Esports-Bereich fehlen in der Gespa-Liste. Wer eine Gratisprognose für einen Markt sieht, der nicht in dieser Liste steht, sieht eine Prognose für einen Markt, den es in der bewilligten Schweizer Wette nicht gibt.
Wer trotzdem auf solche Märkte wetten will, weicht auf eine ausländische Plattform aus. Diese ausländische Plattform ist in der Schweiz nicht bewilligt, unterliegt nicht dem Schweizer Spielerschutz und kann auf der Sperrliste stehen. Die Frage, ob die Plattform seriös ist, ist eine Frage nach der ausländischen Lizenz; in der Schweiz hat sie keine Wirkung. Wer diese Frage stellt, sollte sich klarmachen, dass die Schweizer Aufsicht die Plattform nicht prüft.
Zeit, Geduld und die Psychologie hinter jeder Prognose
Wer eine Prognose nutzt, sollte sich Zeit nehmen, die Prognose zu lesen. Eine Prognose, die in zehn Sekunden gelesen wird, ist eine Meinung mit Quote, und eine Meinung mit Quote ist noch keine Wette. Eine Prognose, die in zehn Minuten gelesen wird, ist eine Schätzung mit Annahmen, und eine Schätzung mit Annahmen lässt sich hinterfragen.
Die Psychologie der Wette ist nicht neutral. Nach einer gewonnenen Wette neigt der Mensch dazu, die Quelle aufzuwerten und das Risiko zu unterschätzen; nach einer verlorenen Wette neigt er dazu, die Quelle abzuwerten und das Risiko zu überschätzen. Beides sind kognitive Verzerrungen, die das langfristige Ergebnis verzerren. Wer eine Quelle objektiv bewerten will, führt Buch, nicht über die Quelle, sondern über die eigenen Wetten, mit Datum, Quote, Markt und Ergebnis.
Buchführung kostet Zeit, sie kostet Disziplin, und sie ist die einzige Möglichkeit, eine Quelle langfristig zu bewerten. Wer keine Buchführung führt, kann nicht wissen, ob eine Quelle Value liefert oder nicht. Wer eine Quelle nicht bewerten kann, sollte sie nicht nutzen, jedenfalls nicht mit Geld, das er nicht verlieren will.
Der Blick auf das Angebot: was die Schweizer Wette tatsächlich bietet
Das Schweizer Sportwettenangebot ist im internationalen Vergleich eng. Es gibt nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Wettarten, eine Marge, die im Mittelfeld liegt, und Promotionen, die klar deklariert sind. Wer das Angebot mit einem internationalen Anbieter vergleicht, sieht weniger Märkte, weniger Promotionen, weniger Quoten, und kann sich fragen, ob das ein Nachteil ist.
Die Antwort hängt vom Standpunkt ab. Wer maximale Auswahl sucht, findet sie auf ausländischen Plattformen, die in der Schweiz nicht bewilligt sind und deren Werbe in der Schweiz verboten ist. Wer Schutz, Aufsicht und Verlässlichkeit sucht, findet sie bei den beiden Schweizer Veranstaltern, die im Schweizer Recht verankert sind. Wer beides will, kann nicht beides haben, jedenfalls nicht legal.
Die Frage «Was kostet das?» hat zwei Dimensionen. Die eine ist die Marge, die jeder Wette innewohnt und die im Schnitt zwischen fünf und zehn Prozent liegt. Die andere ist der entgangene Schutz, der mit einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung verbunden ist. Wer beide Kosten addiert, sieht, dass die Frage «Was kostet eine Gratisprognose?» zwei Antworten hat, eine rechnerische und eine rechtliche, und beide gehören auf den Tisch, bevor die erste Wette platziert wird.
Vergleich der Veranstalter: Einordnung nach Schweizer Recht
In der Schweiz gibt es für Sportwetten zwei bewilligte Veranstalter und eine Reihe ausländischer Plattformen, die in der Schweiz ohne Bewilligung sind. Die folgende Übersicht ordnet diese Anbieter nach ihrer Stellung im Schweizer Recht, nicht nach ihrer Grösse im internationalen Markt.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel) |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Donbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung |
| HighFlyBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Interwetten | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Sportaza | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt, in der Schweiz ohne Wirkung |
Die Tabelle zeigt, was sie zeigen soll: zwei bewilligte Veranstalter für die Schweiz, eine Reihe ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Sie vergleicht weder Quoten noch Promotionen, weil die Quoten und Promotionen der ausländischen Anbieter in der Schweiz nicht anwendbar sind. Wer in der Schweiz spielt, spielt bei Swisslos oder Loterie Romande oder gar nicht.
Swisslos Sporttip: Veranstalter, Regeln, Grenzen
Swisslos Sporttip ist die Sportwette der Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Der Veranstalter hat die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung nach dem BGS und untersteht der Aufsicht der Gespa. Sporttip wird in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Wer in einem dieser Kantone wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann ein Konto bewilligen lassen und an Sporttip teilnehmen.
Die Limits sind klar: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Verlustlimiten müssen vor der ersten Teilnahme für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer seine Limite nicht setzt, kann nicht spielen.
Die Promotionen sind klar deklariert und in den Spielregeln beschrieben: Kombiboost ab vier Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50, Quotenboost und Profitboost für Prematch-Einzelwetten. Alle Promotionen sind in Einsatz und Erhöhung limitiert und pro Wettenden nur einmal nutzbar. Cash-Out ist nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung verfügbar.
Wer Sporttip nutzt, ist gegenüber dem Schweizer Recht vollständig abgesichert: Gespa-Aufsicht, Spielsperre-Register, Verlustlimiten und Werbe-Regeln. Die Limits sind eng, das Wettprogramm ist enger als bei internationalen Anbietern, und die Promotionen sind klar, aber nicht üppig. Für eine Person, die in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, ist Sporttip die einzige legale Plattform für Sportwetten.
Loterie Romande Jouez Sport: Veranstalter, Regeln, Grenzen
Loterie Romande Jouez Sport ist die Sportwette der Loterie Romande, also der Société de la Loterie de la Suisse Romande. Der Veranstalter hat die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung nach dem BGS und untersteht der Aufsicht der Gespa. Jouez Sport wird in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura durchgeführt. Wer in einem dieser Kantone wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist, kann ein Konto bewilligen lassen und an Jouez Sport teilnehmen.
Die Limits sind ebenfalls klar: Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Limits sind enger als bei vielen ausländischen Anbietern und enger als die Limits von Sporttip, was die nicht direkte Konkurrenz, sondern die unterschiedlichen Profile der beiden Veranstalter zeigt.
Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, mit Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14). Wer in der Westschweiz wohnt, kann online oder an einer Verkaufsstelle spielen; wer nicht dort wohnt, kann sich nicht registrieren. Das Vertriebsnetz ist enger als bei Swisslos, weil die Westschweiz geografisch kleiner ist, aber es ist im Vertragsgebiet vollständig.
Für eine Person, die in der Westschweiz wohnt, ist Jouez Sport die einzige legale Plattform für Sportwetten. Sie ist die Schwester von Sporttip, mit ähnlicher Aufsicht, ähnlichem Spielerschutz und ähnlicher Werbe-Regel, aber mit einem eigenen Wettprogramm, eigenen Limits und eigenen Promotionen. Wer in beiden Vertragsgebieten wohnhaft ist, kann sich bei beiden Veranstaltern registrieren, weil die beiden Bereiche unterschiedliche Kantone abdecken.
22Bet, Rollbit, Donbet, BDMBet, BetFury, HighFlyBet, Interwetten und Sportaza: was die Plattform ohne Bewilligung kostet
Die übrigen acht Anbieter dieser Übersicht, sie unterliegen keiner Schweizer Bewilligung. Sie sind nicht mit dem Schweizer Spielsperre-Register verknüpft, sie gewähren keinen Schweizer Schutz, und ihre Werbe in der Schweiz ist verboten. Eine Lizenz in einem anderen Land, etwa Curaçao, Malta oder Deutschland, hat in der Schweiz keine Wirkung.
Wer bei einer dieser Plattformen spielt, setzt sein Geld bei einem Anbieter, der in der Schweiz nicht überprüft ist. Die Plattform kann auf der Sperrliste stehen, ihre Domain kann per DNS-Sperre blockiert sein, und die Plattform kann in einem Strafverfahren belanglorene werden. Der Spielende gehört nicht zu den Verfolglichenen, aber seine Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und die Erklärung gegenüber der Steuerbehörde ist komplizierter als bei einem bewilligten Gewinn.
Wer eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung nutzt, sollte sich klarmachen, dass er die Werbe der Plattform in der Schweiz nicht sieht, weil diese Werbe verboten ist; er sieht sie im Ausland oder über Umwege. Diese Werbe verspricht oft Boni und Quoten, die im bewilligten Markt nicht möglich sind. Diese Versprechen sind im bewilligten Markt nicht möglich, weil die Aufsicht die Margen, die Werbe und die Boni reguliert.
Was die Plattform konkret bietet, etwa Quoten, Promotionen oder Märkte, ist in der Schweiz nicht anwendbar und im internationalen Markt nicht überprüfbar. Die Frage, ob die Plattform seriös ist, ist eine Frage nach der ausländischen Lizenz, nicht nach der Schweizer Lizenz. Wer diese Frage stellt, sollte sie mit der ausländischen Lizenz beantworten und nicht mit einer Annahme über die Schweizer Aufsicht.
Wie eine Leser dieser Tage mit einer Gratisprognose umgehen sollte
Wer eine Gratisprognose liest, sollte zuerst prüfen, ob die Quelle ihre Methode offenlegt. Eine Quelle, die ihre Methode verschweigt, ist keine Quelle, sondern eine Meinung. Zweitens sollte die Leser die Quote prüfen, die zur Prognose gehört, und die Marge berechnen, die in dieser Quote steckt. Eine Quote ohne Marge ist eine Quote ohne Markt, und das einzelne Wort «Value» ohne Wer eine Quelle bedeutet nichts. Drittens sollte die Leser die eigene Schätzung mit der implizierten Wahrscheinlichkeit der Quote vergleichen und nur dann wetten, wenn die Differenz gross genug ist.
Wer nach dieser Prüfung immer noch wetten will, sollte seine Limite setzen und seinen Einsatz planen. Die Limite ist keine Schikane, sondern der wichtigste Schutz, den der Wettende sich selbst geben kann. Der Einsatz ist nicht die Höhe der Quote, sondern die Prozentzahl der Bankroll, und diese Prozentzahl liegt zwischen einem und zwei und eine Prozent, je nach Erfahrung.
Wer nach dieser Prüfung nicht wetten will, hat richtig entschieden. Eine Wette, die nicht gepasst wird, ist keine verlorene Wette, sondern eine vermiedene Wette, und eine vermiedene Wette hat keinen Verlust. Wer das versteht, versteht, warum eine Gratisprognose auch dann nützlich sein kann, wenn sie nicht zu einer Wette führt.
Kosten, die am Ende des Tages bleiben
Die Kosten einer Gratisprognose sind nicht der Preis der Prognose, denn sie ist gratis. Die Kosten sind die Marge, die in jeder Quote steckt, die Zeit, die in jede Bewertung fliesst, und das Risiko, das mit jeder Wette verbunden ist. Diese Kosten sind nicht versteckt, aber sie sind nicht offensichtlich, und sie verlangen eine Aufmerksamkeit, die viele Wettende nicht aufbringen.
Wer diese Kosten versteht, sieht die Gratisprognose als das, was sie ist: ein Ausgangspunkt für eine eigene Bewertung, nicht das Ende einer Entscheidung. Wer diese Kosten nicht versteht, sieht die Gratisprognose als das, was sie zu sein scheint: eine Empfehlung, die man umsetzt. Die Differenz zwischen diesen beiden Sichtweisen ist die Differenz zwischen einem Wettenden, der Buch führt, und einem Wettenden, der hofft.
Die Rechtslage in der Schweiz verschärft diese Differenz, weil sie den Kreis der Plattformen auf zwei beschränkt. Wer auf einer Plattform ohne Bewilligung spielt, zahlt nicht nur die Marge, sondern auch das Risiko der Sperrliste, der fehlenden Aufsicht und der fehlenden Werbe. Wer auf einer Plattform mit Bewilligung spielt, zahlt die Marge und die Schweizer Aufsicht, und er bekommt dafür Schutz, der ohne Bewilligung nicht existiert.
Häufige Fragen zu Wettprognosen in der Schweiz
Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Statistiken fliessen ein?
Eine Wettprognose kombiniert Form, Ausfälle und Statistiken mit dem Quotenvergleich mehrerer Veranstalter. Sie beginnt mit den jüngsten Ergebnissen, berücksichtigt Sperren und Verletzungen, zieht Statistiken wie direkten Vergleich oder Heimstärke heran und vergleicht anschliessend die Quoten. Die Reihenfolge ist nicht zufällig, weil jeder Baustein eine andere Verzerrung korrigiert.
Was ist eine Value Bet, und weshalb enthält jede Quote eine Marge?
Eine Value Bet liegt vor, wenn die persönliche Wahrscheinlichkeitsschätzung die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote übersteigt. Die Quote enthält die Marge des Veranstalters, die bei einem Zwei-Wege-Markt zwischen 1/1.90 plus 1/1.90 als Auszahlungsquote berechnet wird; bei 1.90/1.90 ergibt sich rund 95 %, also etwa 5 % Marge. Wer diese Marge versteht, versteht, warum eine Quote ohne Wert keine Value Bet ist.
Welcher Anteil des Kapitals darf auf eine einzelne Wette entfallen, damit die Bankroll geschützt bleibt?
Eine übliche Regel liegt zwischen einem und zwei Prozent der gesamten Bankroll pro Wette, bei mehr Erfahrung bis zu drei Prozent. Diese Regel verhindert, dass eine Pechsträhne die Bank halbiert, und sie verhindert, dass eine «sichere» Wette zu einem grossen Einsatz verleitet. Wer die Regel nicht durchhält, verliert die Bankroll schneller, als die Regel es vorsieht.
Welche Wetten sind in der Schweiz bei Swisslos und Loterie Romande überhaupt erlaubt, und wo steht das?
In der Schweiz sind Sportwetten nur bei Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport erlaubt; beide haben die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung nach dem BGS. Die erlaubten Wettarten stehen in der Liste der Gespa, Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind verboten, und ein Esports-Bereich fehlt. Die Spielsperre wird im Register der Gespa eingetragen und gilt für Casinos und Liechtenstein.
Wie wird der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Gewinn ist der Einsatz mal die Quote, bei Kombinationen mal die Gesamtquote, also das Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Bei einem Einsatz von CHF 10 und einer Quote von 2.50 ergibt sich also ein Gewinn von CHF 25, der Nettogewinn liegt bei CHF 15.
Tipps – rasentenniswetten
Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»
