Wettquote berechnen – was Einsatz und Quote in Franken wirklich ergeben

Updated Oktober 2026
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Ein Stapel unbedruckter Papierscheine liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch.

Ein Wettquote-Rechner nimmt Einsatz und Quote entgegen und gibt einen möglichen Gewinnbetrag in Franken zurück. Bei Einzelwetten ist das schlicht Einsatz mal Quote, bei Kombinationen das Produkt der Einzelquoten mal Einsatz. Wer das in einer Tabellen­zelle oder einem Taschenrechner nachstellt, kommt auf den gleichen Betrag wie jede App, die mit «Wettrechner», «Systemwetten-Rechner» oder «Wettschein-Rechner» wirbt. Das Ergebnis ist eine Schätzung. Wirklich ausgezahlt wird nach den Regeln des Veranstalters, der die Wette angenommen hat, und diese Regeln kennen eigene Rundungen, eigene Grenzen und eigene Annahmebedingungen.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

In der Schweiz darf nach dem Geldspielgesetz (BGS) nur Grossspiel anbieten, wer eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung hat. Bewilligt sind aktuell zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Jede der beiden Veranstalterinnen bedient ihr eigenes Vertragsgebiet; online registriert sich nur, wer dort wohnt oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Wer bei einer ausländischen Marke wettet, tut das ohne Schweizer Bewilligung, ohne Zugang zum Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Beschwerdestelle. Auf welchen Veranstalter sich dieser Text konzentriert, hängt vom Wohnkanton ab – der Rechner selbst ist von dieser Frage unabhängig.

Oktober 19, 2026 aktualisiert, abgeglichen mit den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) und dem Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024).

Was ein Quoten-Rechner tatsächlich kann

Die Grundformel: Einsatz mal Quote

Die Rechnung selbst ist einfach. Bei einer Einzelwette ist der Auszahlungsbetrag, den der Wettschein nach einem richtigen Tipp verspricht, Einsatz mal Quote. Bei einer Quote von 2.50 und einem Einsatz von CHF 20 ergibt sich ein Auszahlungsbetrag von CHF 50. Der Nettogewinn – das, was nach Abzug des Einsatzes auf dem Spielkonto ankommt – ist CHF 30.

Ein Abakus aus Holz steht auf einem Schreibtisch, einige Perlen sind nach links geschoben, Seitenlicht fällt darauf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.

Diese Rechnung steht auf jedem Wettschein und in jedem Hilfetext der Anbieter. Sie funktioniert für Pre-Match-Wetten ebenso wie für Livewetten, vorausgesetzt, der Veranstalter nimmt den Tipp an und die Quote steht zum Zeitpunkt der Wettabgabe fest.

Kombiwetten: die Gesamtquote als Produkt

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zu einer Gesamtquote. Eine Dreier-Kombi mit den Quoten 1.80, 2.10 und 3.00 hat eine Gesamtquote von 1.80 × 2.10 × 3.00 = 11.34. Mit einem Einsatz von CHF 10 wäre der Auszahlungsbetrag CHF 113.40, der Nettogewinn CHF 103.40 – vorausgesetzt, alle drei Voraussagen treffen ein. Verliert auch nur eine Voraussage, ist die gesamte Kombiwette verloren. Es gibt keine Teilrückzahlung; eine typische Faustregel aus der Wettpraxis («eine falsche Voraussage kostet den ganzen Schein») ist im Resultat wortwörtlich.

Systemwetten: mehrere Kombinationen aus einem Voraussagen-Pool

Eine Systemwette fasst mehrere Voraussagen zu einem Pool zusammen und bildet aus diesem Pool alle möglichen Kombinationen einer bestimmten Grösse. Eine «Systemwette 3 aus 4» bildet aus vier Voraussagen alle vier möglichen Dreierkombinationen. Jede dieser Kombinationen wird einzeln ausgewertet, und der Gesamtgewinn ist die Summe der Gewinne aus den gewonnenen Teilscheinen. Was bei einer Kombiwette der «alles oder nichts»-Punkt ist, wird hier aufgeteilt: Eine falsche Voraussage eliminiert nicht alle anderen, sondern nur die Kombinationen, die sie enthalten.

Das hat zwei praktische Konsequenzen. Erstens kann eine Systemwette auch dann einen (kleineren) Gewinn abwerfen, wenn einzelne Voraussagen danebenliegen; sie kostet aber im Verlustfall stets alle Einsätze der falschen Kombinationen. Zweitens steigt der Gesamteinsatz linear mit der Anzahl der Teilscheine: Eine Systemwette 3 aus 4 mit CHF 5 Einsatz pro Teilschein kostet 4 × CHF 5 = CHF 20, eine Systemwette 2 aus 5 CHF 20 aus fünf Zweierkombinationen mit CHF 4 pro Teilschein. Wer den Rechner füttert, muss daher nicht nur die Quoten kennen, sondern auch die Anzahl der gebildeten Kombinationen und den Einsatz pro Teilschein.

Wettmärkte und Wettarten im Rechner

Einzel-, Kombi- und Systemwette als Rechenfälle

Drei Rechenfälle decken das Alltagsgeschäft ab. Einzelwetten rechnen Einsatz mal Quote. Kombiwetten rechnen Einsatz mal Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Systemwetten rechnen pro Kombination Einsatz mal Kombiquote, und am Ende werden die Gewinne der richtigen Kombinationen addiert. Jeder Rechner, der etwas taugt, lässt den Nutzer zwischen diesen drei Fällen umschalten und verlangt dazu passend die Zahl der Voraussagen oder die Grösse der Kombination («3 aus 4», «2 aus 5»).

Eine vierte Variante sind Livewetten, die bei Sporttip grundsätzlich zugelassen sind und rechnerisch genau gleich funktionieren wie Pre-Match-Wetten. Die Quote kann sich während eines Spiels schneller ändern, als der Rechner nachführen kann – wer «live» tippt, sollte die Quote zum Zeitpunkt der Wettabgabe nehmen.

Was der Rechner nicht abbildet: Annahmebedingungen der Veranstalter

Was die Rechenregel hergibt, ist der Bruttobetrag auf dem Papier. Was der Veranstalter tatsächlich auszahlt, bestimmen seine eigenen Regeln. Drei Stellen, an denen die Rechnung vom Auszahlungsbetrag abweichen kann:

Der Rechner arbeitet mit den Eingaben, die er bekommt; ob die Wette so überhaupt angenommen wird, steht in den Spielregeln.

Rechtslage: Wettanbieter mit Schweizer Bewilligung

Die zwei zugelassenen Veranstalter

Das Geldspielgesetz lässt für Sportwetten in der Schweiz nur zwei Veranstalterinnen zu. Swisslos – mit Sitz in Basel und genossenschaftlich organisiert – veranstaltet unter dem Produktnamen Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande – mit Sitz in Lausanne und rund 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz – veranstaltet unter dem Produktnamen Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Eine Schweizer Bewilligung («Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung» im Sinn des BGS, SR 935.51) trägt nur, wer vom Konkordat zugelassen ist. Aufsichtsbehörde ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern.

Ein Brückengeländer aus Stahl über einem Gebirgsfluss im Gegenlicht, darunter schäumendes Wasser.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Wer online ein Spielkonto eröffnen will, muss volljährig sein und im Vertragsgebiet der jeweiligen Veranstalterin wohnen oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Bei Swisslos wird die Identität über einen hochgeladenen Ausweis geprüft; die Angaben werden gegen Adressdatenbanken abgeglichen. Wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, kann sich nur bei der Loterie Romande registrieren, und umgekehrt.

Was beworbene Wettseiten ohne Schweizer Bewilligung sind

Eine ausländische Marke darf in der Schweiz keine Sportwetten anbieten. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Land hat im Sinn von Art. 4 BGS in der Schweiz keine Geltung. Die Gespa führt eine Sperrliste von Domains, die Schweizer Internet­anbieter per DNS-Sperre blocken müssen – Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste. Wer über ein VPN auf einem blockierten Anbieter wettet, wettet weiter ohne Schweizer Bewilligung; die Sperre umgeht die Liste, die Rechtslage umgeht sie nicht.

Drei Punkte folgen daraus:

Spielerschutz: wer wettet, was setzt er ein

Limiten und Selbstausschluss

Wer bei Swisslos oder bei der Loterie Romande wettet, setzt vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Bei Swisslos liegt die Obergrenze für diese freiwilligen Limiten bei CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Statuiert ist nur, dass der Veranstalter überhaupt eine oder mehrere Maximalwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen muss – die Höhe bleibt Sache des Anbieters.

Eine Selbstsperre («Spielsperre») lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage eintragen; vor Ablauf der Frist ist keine Aufhebung möglich. Eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Sperrregister eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Bei der Loterie Romande gelten entsprechende eigene Regeln; das gemeinsame Register ist dasselbe. Wer sich ausschliesst, hat nach Art. 84 VGS erst nach drei Monaten die Möglichkeit, den Antrag wieder aufzuheben; eine Fachstelle ist einzubeziehen.

Eine Sperre sperrt das Spielkonto für Wetten, sie gibt das eingesetzte Geld aber nicht automatisch zurück: Wer schon vor der Sperre eingezahlt hat, kann das Spielguthaben grundsätzlich weiter auszahlen lassen – ein gesperrtes Konto ist kein eingefrorenes Konto.

Steuerliche Behandlung von Gewinnen

Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bund legt diesen Freibetrag fest – ab 1.1.2026 liegt er bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab; der Spieler holt sich den Betrag über die Steuererklärung zurück. Die kantonalen Freibeträge weichen davon ab; sie werden je nach Kanton festgesetzt. Wer das nicht weiss, schreibt dem Rechner eine Aufgabe zu, die er nicht hat: Die Frage «was bleibt vom Gewinn übrig?» beantwortet der Fiskus, nicht der Wett­quoten­rechner.

Ein typischer Wettende liegt mit seinen Gewinnen klar unter dieser Schwelle. Im Alltag fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Bei Gewinnen aus ausländischen Wetten fehlt die Verrechnungssteuer, dafür greift die kantonale Praxis anders zu – je nach Kanton unterschiedlich.

Wettarten und ihre Rechenregeln im Detail

Einzelwette – Rechenbeispiel

FC Zürich – BSC Young Boys, Tipp «Heimsieg», Quote 2.10, Einsatz CHF 25. Der Rechner liefert einen Auszahlungsbetrag von 25 × 2.10 = CHF 52.50, der Nettogewinn ist 25 × (2.10 − 1) = CHF 27.50. Bei Sporttip wird anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet: 52.50 bleibt 52.50. Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 13.27 ergäbe die Rechnung 13.27 × 2.10 = CHF 27’867, gerundet zuerst auf zwei Nachkommastellen 27.87, dann auf 5 Rappen genau 27.85.

Kombiwette – Rechenbeispiel

Drei Voraussagen mit Quoten 1.80, 2.10 und 3.00, Einsatz CHF 10. Die Gesamtquote ist 1.80 × 2.10 × 3.00 = 11.34, der Auszahlungsbetrag 10 × 11.34 = CHF 113.40, der Nettogewinn 103.40. Die Quoten werden zum Zeitpunkt der Wettabgabe fixiert; was sich später an Einzelquoten ändert, spielt für die angenommene Wette keine Rolle mehr. Fallen alle drei Voraussagen richtig aus, wird der Gesamtbetrag nach den Rundungsregeln des Veranstalters ausgeschüttet. Fällt auch nur eine Voraussage falsch aus, wird der Einsatz einbehalten.

Bei Sporttip verlangt die Kombiwette mindestens zwei Voraussagen; der Höchsteinsatz pro Kombischein liegt bei CHF 1’000. Bei einer Systemwette liegt die Obergrenze bei CHF 10’000, was erklärt, warum Systemwetten trotz identischem Voraussagen-Pool teurer werden können: Mehr Teilscheine, mehr Einsatz.

Systemwette – Rechenbeispiel

Vier Voraussagen, eine Systemwette 3 aus 4 mit Einsatz CHF 5 pro Teilschein. Es entstehen vier Dreierkombinationen; jede kostet CHF 5, der Gesamteinsatz ist 4 × CHF 5 = CHF 20. Drei der vier Voraussagen treffen ein; die fehlende Voraussage eliminiert genau die Kombination, die sie enthält – die anderen drei Dreierkombinationen gewinnen. Auszahlungsbetrag ist die Summe der Gewinne aus diesen drei Kombinationen. Im Verlustfall, wenn keine einzige Kombination vollständig richtig ist, verfällt der Einsatz der falschen Kombinationen; Gewinne aus Teilscheinen, die noch passen, werden ausgezahlt, Verluste aus den anderen werden abgezogen – am Ende des Tages ergibt sich die Abrechnung als Saldo, nicht als «Einsatz zurück».

Implizite Wahrscheinlichkeit und Marge eines Marktes

Die Quote eines Marktes lässt sich als implizite Wahrscheinlichkeit lesen: 1 ÷ Quote. Eine Quote von 2.00 entspricht 50 %, eine Quote von 4.00 entspricht 25 %, eine Quote von 1.25 entspricht 80 %. Wer das addiert, stellt fest, dass einzelne Märkte mehr als 100 % ergeben – der Überhang ist die Marge des Buchmachers. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten zu Quote 1.90 ist die Auszahlungsquote (1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90)) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 0.95, die Marge also 5 %.

Diese Bandbreite ist typisch für gut geschnittene Hauptmärkte. Ein Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) mit Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 ergibt eine Auszahlungsquote von ungefähr 0’945, also rund 5.5 % Marge. Die Marge ist das, was der Veranstalter im Durchschnitt pro eingesetztem Franken behält; sie ist nicht das, was ein Spieler verliert – der Buchmacher weiss vorher nicht, wie viele Wetten auf jede Seite gehen, und der Spieler weiss vorher nicht, wie das Spiel ausgeht. Was die Marge aber definitiv tut: Sie verteuert jede einzelne Wette im Vergleich zu einem fairen Markt.

Wettquote-Rechner und Schweizer Bewilligung im Vergleich

Vergleichstabelle der Rechner und Bewilligungslage

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin / Bewilligungsstatus
Swisslos Sporttip Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung Loterie Romande, Lausanne
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung in der Schweiz
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung in der Schweiz
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung in der Schweiz
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung in der Schweiz
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung in der Schweiz
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung in der Schweiz
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung keine anerkannte Bewilligung in der Schweiz

Ein nüchterner Blick auf die Tabelle: Bewilligt in der Schweiz sind zwei. Die anderen acht Marken stehen hier als Referenz, weil Schweizer Spieler ihnen im Internet begegnen. Sie alle fallen in dieselbe Kategorie – keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle. Wer dort einzahlt, kann Gewinne auszahlen lassen, hat aber keinen Schweizer Schutz bei Streit, und die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen und den Zugang per DNS sperren lassen. Wer in der Schweiz wettet, wettet in der Regel bei einer der beiden bewilligten Veranstalterinnen oder eben ausdrücklich ohne diese Absicherung.

Bedienung der Rechner im Alltag

Eingaben, die ein Rechner verlangt

Vier Angaben genügen für eine Einzelwette: Quote, Einsatz, Wettart (Einzelwette) und gegebenenfalls die Rundungsregel des Veranstalters. Für eine Kombiwette kommt pro Voraussage eine Quote dazu – typischerweise zwischen zwei und zehn, beim Sporttip bis zur gleichen Obergrenze. Für eine Systemwette kommt die Kombinationsgrösse hinzu («2 aus 3», «3 aus 4», «2 aus 5»); der Rechner berechnet die Zahl der Teilscheine aus dieser Angabe und der Gesamtzahl der Voraussagen.

Wer eine implizite Wahrscheinlichkeit oder die Marge eines Marktes berechnen will, gibt die Quoten aller Ausgänge ein, der Rechner addiert die Kehrwerte und subtrahiert die Summe von 100 %. Wer hingegen die Auszahlungsquote eines Marktes berechnen will, dividiert 1 durch dieselbe Summe.

Die Schweizer Rundungsregel als zusätzlicher Schritt

Bei Sporttip läuft die Rechnung in zwei Schritten ab: zuerst Aufrundung auf zwei Nachkommastellen, dann Abrundung auf 5 Rappen genau. Ein Bruttobetrag von 27’863 Franken wird damit zu 27.85 Franken (erst 27.87, dann 27.85). Ein Bruttobetrag von 27’867 wird zu 27.85 Franken (erst 27.87, dann 27.85). Wer eine App benutzt, die nur auf zwei Nachkommastellen rundet, liegt meist zu hoch; wer auf Cent rundet, daneben. Die 5-Rappen-Regel ist nicht überall selbsterklärend und gehört zur Hausordnung von Sporttip – sie schlägt nur durch, wenn die Rechnung tatsächlich von einem glatten 5-Rappen-Betrag abweicht.

Bei Jouez Sport sind die Rundungsregeln nicht im gleichen Wortlaut veröffentlicht; der Auszahlungsbetrag wird intern verarbeitet und mit dem Wettschein-Quittungsbetrag verrechnet. Wer genau wissen will, wie viel ausgezahlt wird, schaut auf den Wettschein und nicht in den Rechner.

Wo der Rechner an Grenzen stösst

Vier Stellen, an denen der Rechner nicht weiterhilft:

Anbieter-Reihenfolge: rechnerisch und rechtlich

Swisslos Sporttip

Sporttip ist das Sportwetten-Produkt der Swisslos, einer der zwei in der Schweiz bewilligten Veranstalterinnen. Die Spielregeln (Version 4.2) regeln alle Quoten, Rundungen und Limits, die in diesen Text einziehen: Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette, Gewinn­berechnung mit Aufrundung auf zwei Stellen und Abrundung auf 5 Rappen. Für online-Registrierte gilt die Identitätsprüfung; Spielguthaben wird per PostFinance Pay, per Online-Zahlung oder per Einzahlungsschein aufgeladen, ab der dritten Auszahlung pro Jahr kann Swisslos 3 % Kommission belasten, Gewinne bis CHF 1’000 gehen automatisch aufs Wallet, Gewinne darüber innert drei Arbeitstagen auf das eigene Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto.

Für die Rechnung bietet Sporttip drei nützliche Eigenschaften. Erstens ist die Gesamtquote einer Kombiwette klar definiert (Produkt der Einzelquoten). Zweitens verlangt Sporttip mindestens zwei Voraussagen pro Kombi, und drittens ist der Kombiboost eine dokumentierte Funktion. Wer den Rechner füttert, kann diese Werte direkt aus dem Wettprogramm nehmen; der Rechner rechnet ohne Interpretationsspielraum.

Wer hier zugange ist: Schweizer Wettende mit Wohnsitz in den 19 Kantonen plus Tessin und Liechtenstein, die ein reguliertes Produkt mit klaren Limits und sauberer Rundung suchen und bereit sind, dafür die vom Veranstalter vorgegebene Liste an Sportarten und Wettmärkten zu nehmen.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Schwesterprodukt der Loterie Romande für die Westschweizer Kantone. Das Reglement (17. Ausgabe, September 2024) legt den Mindesteinsatz online auf CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples ebenfalls CHF 2), den Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten auf CHF 500 und für den gesamten Multiple-Schein auf CHF 7’500 fest. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzel- oder die Gesamtquote einer Kombi muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen. Der maximale Gewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.

Wer hier zugange ist: Westschweizer Wettende mit Wohnsitz in FR, GE, JU, NE, VD oder VS, die einen ähnlichen Funktionsumfang wie Sporttip suchen, aber mit anderen Einsatz- und Gewinn­obergrenzen. Zu beachten: Das Quoten­niveau und das Marktangebot können von Sporttip abweichen – wer nur das eine Produkt kennt, sollte vor einer Konto­eröffnung einen Blick ins Online-Wettprogramm werfen.

Ausländische Marken im Vergleich

WirWetten, BillyBets, Bahigo, Boomerang Bet, Interwetten, HighFlyBet, Rabona und Rollbit haben eines gemeinsam: keine Schweizer Bewilligung. Sie sind hier als Referenz aufgeführt, weil Schweizer Spieler ihnen online begegnen, nicht weil sie in der Schweiz zugelassen sind. Wer dort einzahlt, hat keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister und keine Schweizer Beschwerdestelle; die Gespa kann die Domains auf die Sperrliste setzen und per DNS sperren lassen. Welche Spiele, Quoten, Limits oder Auszahlungszeiten diese Anbieter bieten, ist nicht Gegenstand dieses Textes – wer das prüfen will, liest die AGB des jeweiligen Anbieters und entscheidet dann, ob das eigene Modell dahinterpasst.

Worauf der Rechner bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung nicht antwortet

In zwei Bereichen ist der Rechner ohne Schweizer Bewilligung blind:

Wer einen Wettquote-Rechner braucht – und wer nicht

Rechner ist Arbeitserleichterung

Drei Situationen, in denen ein Rechner Zeit spart: Wer eine Kombiwette aus fünf oder mehr Voraussagen kombiniert und den Brutto- und Nettobetrag vor der Wettabgabe sehen will. Wer eine Systemwette aus mehreren Voraussagen baut und prüfen will, wie viele Teilscheine entstehen und wie sich der Gesamt­einsatz zusammensetzt. Wer die Marge eines Marktes schätzen will, bevor er einen Tipp abgibt. In allen drei Fällen ersetzt der Rechner eine Tabellen­rechnung, die ansonsten viel Disziplin verlangt – Quoten untereinander­multiplizieren, mit dem Einsatz multiplizieren, Brutto von Netto trennen, Rappen genau runden.

Wer ein erfahrener Sportwettender ist und die Grundrechnung im Kopf hat, kommt ohne App aus. Wer neu einsteigt, sollte einen Rechner benutzen, weil die Multiplikation von sechs Quoten mit Nachkomma­stellen nicht zu den Rechen­operationen gehört, die der Mensch fehlerfrei im Kopf macht.

Rechner ist nicht Regulierung

Der Rechner sagt, was ein angenommener Schein auszahlt. Er sagt nicht, ob der Schein angenommen wird, ob die Quote zum Zeitpunkt der Wettabgabe noch gilt, ob das Wettereignis stattfindet und ob die Wette zu den vom Veranstalter zugelassenen Märkten gehört. Diese Bedingungen prüfen die Spielregeln und das Wettprogramm – sie stehen nicht in der App und nicht im Rechner.

Und der Rechner warnt nicht. Wer einen Einsatz eingibt, der über dem Höchsteinsatz des Anbieters liegt, sieht im Rechner einen Auszahlungs­betrag, den der Anbieter so nie auszahlt. Wer eine Quote eingibt, die unter 1.10 liegt (bei Jouez Sport), sieht eine Wette, die der Anbieter nicht annimmt. Ein Rechner rechnet – und nur das.

Fazit zum Rechner und zur Schweizer Marktlage

Was bleibt

Ein Wettquote-Rechner ist eine Rechenhilfe, nicht mehr. Er macht drei Dinge zuverlässig: Er rechnet Einzel-, Kombi- und Systemwetten in Brutto- und Netto­beträge um, er setzt Voraussagen in implizite Wahrscheinlich­keiten um, und er bestimmt die Marge eines Marktes. Diese drei Aufgaben erfordern keine App, sondern nur eine korrekte Rechnung; wer den Rechner versteht, kann die App verifizieren.

In der Schweiz gibt es zwei Veranstalterinnen, die Sportwetten anbieten dürfen, mit klaren Spielregeln, klaren Rundungs­regeln und klaren Limits. Was der Rechner liefert, prüft der Veranstalter an der Annahme­stelle nach – wo der Rechner vom tatsächlichen Auszahlungs­betrag abweicht (durch Rundung, Limits oder Annullierung), bürdet das Spielregel­werk die Differenz nicht dem Rechner, sondern dem Anbieter auf. Wer in der Schweiz wettet, bekommt mit Sporttip und Jouez Sport zwei Anbieter mit unterschiedlichen Vertrags­gebieten und unterschiedlichen Limits – nicht die grösste Auswahl am Markt, aber die Auswahl, die das Geldspiel­gesetz zulässt.

Was fehlt

Wer einen reinen Taschenrechner erwartet, der eine Quote in einen Gewinn verwandelt, bekommt ihn – und nicht mehr. Wer eine App erwartet, die nebenbei noch den Anbieter prüft, ob er überhaupt annimmt, einen Hinweis gibt, wenn ein Markt annulliert wurde, oder das Cash-Out live nachführt, sucht eher ein Wettprogramm als einen Rechner. Wer schliesslich einen Rechner erwartet, der die Frage «wird mein Tipp gewinnen?» beantwortet, sucht eine Voraus­sage, die es nicht geben kann – die Quote eines Marktes ist eine implizite Wahrscheinlich­keit, kein Ausgang einer Begegnung.

Wer vor der Wettabgabe selbst prüft, ob die Quote, der Markt und das Wettereignis zu seinem Tipp passen, hat den Rechner dort, wo er hingehört: als Werkzeug, nicht als Orakel.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Der Auszahlungsbetrag einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote; der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Quote von 2.50 und einem Einsatz von CHF 20 ist der Auszahlungsbetrag CHF 50 und der Nettogewinn CHF 30. Bei einer Kombiwette wird die Gesamtquote (das Produkt der Einzelquoten) eingesetzt, bei einer Systemwette wird jede Kombination einzeln ausgewertet und am Ende addiert.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet?

Die Gesamtquote einer Kombiwette ist das Produkt der Einzelquoten. Bei drei Voraussagen mit Quoten 1.80, 2.10 und 3.00 ergibt sich 1.80 × 2.10 × 3.00 = 11.34. Der Auszahlungsbetrag ist dann Einsatz mal 11.34. Damit eine Kombi bei Sporttip überhaupt angenommen wird, braucht es mindestens zwei Voraussagen und maximal – je nach Reglement – zehn Voraussagen.

Wie rundet Sporttip den Gewinnbetrag, und warum weicht er vom Rechner ab?

Sporttip rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und anschliessend auf 5 Rappen genau ab. Aus 27’863 wird dadurch 27.85, aus 27’867 ebenfalls 27.85. Weicht der rechnerische Bruttobetrag von einem glatten 5-Rappen-Wert ab, fällt der ausgezahlte Betrag entsprechend tiefer aus; das ist kein Fehler des Rechners, sondern die Hausordnung von Sporttip.

Wie berechnen sich implizite Wahrscheinlichkeit und Marge aus den Quoten?

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer einzelnen Quote ist 1 ÷ Quote (Quote 2.00 entspricht 50 %, Quote 4.00 entspricht 25 %). Addiert man die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, ergibt die Summe einen Wert über 100 %; der Überhang ist die Marge des Veranstalters. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten zu 1.90 ist die Summe rund 1.0526, die Marge also rund 5 %.

Wie rechnet sich eine Systemwette, und welche Angaben sind nötig?

Eine Systemwette «X aus Y» bildet aus Y Voraussagen alle Kombinationen zu je X Voraussagen. Wer 3 aus 4 spielt, erhält vier Dreierkombinationen; pro Teilschein wird Einsatz mal Kombiquote gerechnet und am Ende summiert. Der Rechner braucht dafür die Quoten aller Voraussagen, die Kombinationsgrösse, den Einsatz pro Teilschein und die Rundungsregel des Anbieters.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze setzen Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 1’000 und pro Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (CHF 3 in Verkaufsstellen), der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 500 und der maximale Einsatz für einen gesamten Multiple-Schein bei CHF 7’500. Die Höchst­gewinne bei Jouez Sport betragen CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen.

Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»