Heinz-Wettanbieter im Vergleich: Was die Systemwette mit 57 Wetten kostet
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Geprüft am Oktober 19, 2026 gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos (Sporttip) sowie das Règlement von Loterie Romande (Jouez Sport).
Eine Heinz-Wette bündelt 57 Einzelwetten auf sechs Auswahlen zu einem Wettschein – 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Klingt nach Unterhaltung, ist rechnerisch aber eine Vervielfachung des Einsatzes, und genau dort entscheidet sich, ob das Angebot eines Anbieters für die eigene Wettstrategie trägt. Wer in der Schweiz Systemwetten wie den Heinz spielen will, hat keine Auswahl an dutzenden Wettanbietern: Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport besitzen die nötige Bewilligung. Alles andere spielt sich offshore ab – ohne Schweizer Schutz.
Was eine Heinz-Wette ist und was sie kostet
Eine Heinz-Wette ist ein Wettschein, der aus sechs Auswahlen sämtliche Mehrfachkombinationen bildet, angefangen beim Doppel. Der Name kommt nicht von ungefähr: 57 Kombinationen, daher «Heinz 57». Eingeführt wurde der Begriff im britischen Wettgeschäft; die Idee ist, mit einer einzigen Wette viele Kombinationen abzudecken und nicht auf eine einzige mehrteilige Kombiwette zu setzen, bei der ein falscher Tipp alles zunichtemacht.

Aufbau der 57 Einzelwetten
Die 57 Wetten setzen sich aus einer klaren Pyramide zusammen: 15 Doppelwetten (je zwei der sechs Auswahlen), 20 Dreierwetten (je drei), 15 Viererwetten, 6 Fünferwetten und schliesslich eine einzige Sechsfachwette, die alle Auswahlen kombiniert. Einzelwetten auf eine der sechs Auswahlen sind nicht enthalten – wer die als Sicherheit möchte, müsste sie separat dazu spielen.
Diese Aufteilung hat zwei direkte Folgen. Erstens: Schon zwei richtige Auswahlen reichen, damit irgendein Teil des Wettscheins etwas auszahlt, denn das Doppel gewinnt. Eine einzige richtige Auswahl genügt nicht. Zweitens: Der Gesamteinsatz vervielfacht sich entsprechend. Wer pro Linie einen Franken setzt, zahlt 57 Franken – und wer 10 Franken pro Linie ansetzt, schreibt 570 Franken auf den Wettschein. Der Hebel nach oben ist im Aufbau eingebaut.
Der Unterschied zur Super-Heinz-Wette
Der Super Heinz funktioniert nach demselben Prinzip, nur eine Stufe grösser: Sieben Auswahlen statt sechs, und entsprechend 120 Einzelwetten im Wettschein – 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebenfach. Der Goliath erweitert das Ganze auf acht Auswahlen und 247 Wetten. Alle drei zählen zu den Full-Cover-Wetten, die sämtliche Mehrfachkombinationen über eine fixe Auswahlenzahl abdecken.
Der Sprung von 57 auf 120 Wetten ist nicht linear. Jede zusätzliche Auswahl erhöht die Zahl der möglichen Kombinationen überproportional, weil die Kombinatorik mit jeder Stufe wächst. Ein Super Heinz bei einem Franken pro Linie kostet bereits 120 Franken Einsatz – ohne dass sich der Reiz des «eine Auswahl kann falsch sein» geändert hätte. Wer mit kleineren Budgets spielt, ist mit dem klassischen Heinz besser bedient; der Super Heinz ist eine Wette für höhere Einsätze oder für sehr überzeugte Auswahlen.
Rechenbeispiel: Was eine Heinz-Wette zurückzahlt
Wer drei Auswahlen richtig tippt und drei verliert, gewinnt nichts – die Mindestbedingung sind zwei richtige Tipps, und die landen jeweils nur in Doppelwetten, die andere Beine brauchen. Wer vier richtig hat, sieht bereits die Vierfachwette ins Spiel kommen, und entsprechend höhere Auszahlungen. Ein konkretes Bild liefert eine Rechnung mit angenommenen Quoten:
Bei Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50 und einem Einsatz von 1 Franken pro Linie zeigt sich das Band: Eine einzelne Linie mit Quote 1.50 zahlt 1.50 Franken zurück, eine mit 2.00 zahlt 2 Franken, eine mit 2.50 zahlt 2.50 Franken. Eine Doppelwette aus zwei dieser drei Auswahlen – etwa 1.50 × 2.00 – zahlt bei einem Franken Einsatz 3 Franken, weil 1 × 1.50 × 2.00 = 3.00 ergibt. Die Bandbreite reicht von 1.50 Franken (einfache Linie, nur Quote 1.50) bis 7.50 Franken (1 × 1.50 × 2.00 × 2.50, alle drei richtig, Dreifachkombi). Bei der Sechsfachwette mit allen sechs Auswahlen richtig multiplizieren sich sechs Quoten, und schon moderate Werte wie 1.40, 1.60, 1.80, 2.00, 2.20 und 2.50 ergeben eine Gesamtquote von rund 44.4. Bei einem Franken pro Linie wäre die Sechsfachwette allein 44.40 Franken wert – sofern alle sechs Auswahlen treffen. Bei einer Heinz-Wette wird die Auszahlung also nicht von einer einzelnen Quote bestimmt, sondern davon, wie viele der 57 Linien am Ende treffen.
Das ist die Information, die in der Werbung für Systemwetten fast nie auftaucht: 57 Linien bedeuten 57 Gelegenheiten, Geld zu verlieren, und selbst ein guter Tag kann mehr kosten als er einbringt, wenn die falschen Auswahlen die richtigen mitziehen. Der Nettogewinn hängt nicht nur an den Quoten, sondern am Verhältnis von gewonnenen Linien zu verlorenen.
Heinz im Vergleich zur normalen Kombiwette
Eine normale Kombiwette – etwa drei Auswahlen zu einer Wette – zahlt nur, wenn alle drei stimmen. Die Heinz-Wette verzeiht einen Fehler, weil das Doppel aus zwei richtigen Auswahlen bereits etwas bringt. Dafür kostet sie ein Mehrfaches: drei Auswahlen als Kombi sind eine Wette mit einem Einsatz, drei Auswahlen als Heinz sind 57 Wetten mit dem 57-fachen Einsatz. Wer den einen Franken pro Linie ansetzt, zahlt bei der Kombiwette 1 Franken, beim Heinz 57. Wer 10 Franken pro Linie setzt, steht bei der Kombi mit 10 Franken, beim Heinz mit 570 Franken im Risiko.
Das ist die zentrale Abwägung: mehr Sicherheit durch Mehrfachkombinationen, mehr Risiko durch vervielfachten Einsatz. Wer mit einem festen Wochenbudget spielt, kann beim Heinz nicht gleich viele Auswahlen setzen wie bei einer Kombiwette, weil jede zusätzliche Auswahl die Zahl der Linien und damit den Gesamteinsatz explodieren lässt. Wer den Aufbau verstanden hat, sieht auch, warum ein Wettanbieter, der den Heinz anbietet, automatisch auch über die Frage nachdenken muss, wie tief die Mindestquote pro Linie und wie hoch die maximale Anzahl Auswahlen ausfallen.
Heinz-Wetten in der Schweiz: die Rechtslage
In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel, kein kleines Glücksspiel, und untersteht damit dem Geldspielgesetz (BGS). Der Bund hat den Kreis der Anbieter bewusst eng gezogen: Lotterien und Sportwetten dürfen nur die zwei interkantonalen Organisationen durchführen, Swisslos und Loterie Romande. Wer bei einem anderen Anbieter mit Schweizer Wohnsizt wettet, spielt bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – mit allen Konsequenzen, die später noch im Detail stehen.

Bewilligung und Aufsicht
Die Aufsicht über die bewilligten Anbieter liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Sie ist nicht zu verwechseln mit der ESBK, die nur für die Casinos zuständig ist. Eine Bewilligung braucht zum einen die Veranstalterbewilligung, zum anderen pro Spiel die Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS). Geregelt ist das im Geldspielgesetz (SR 935.51), das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Die Gelder aus den Wetten fliessen in gemeinnützige Zwecke in den Kantonen – Sporttip und Jouez Sport sind keine gewinnorientierten Privatfirmen, sondern Genossenschaften und Stiftungen mit diesem Auftrag.
Diese Konstruktion erklärt, warum der Wettmarkt in der Schweiz nicht so aussieht wie in Deutschland oder Österreich. Es gibt nicht «die zehn besten Anbieter» in dem Sinne, dass ein Wettender zwischen vielen bewilligten Häusern wählt. Es gibt genau zwei, und der dazugehörige Online-Zugang funktioniert nur, wenn der Wohnsitz im Vertragsgebiet liegt.
Swisslos Sporttip: das deutschsprachige Vertragsgebiet
Swisslos mit Sitz in Basel führt die Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweiz, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein – konkret die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie TI. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann ein Online-Spielkonto bei Swisslos eröffnen und Systemwetten wie den Heinz online spielen; für die Westschweiz ist die Loterie Romande zuständig. Das Online-Konto verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz im Vertragsgebiet und keine laufende Spielsperre, dazu eine Identitätsprüfung mit Ausweis-Upload.
Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Vertragsgebiet
Loterie Romande bedient die sechs französischsprachigen Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und rund 221 Mitarbeitende – die Loterie Romande ist in der Romandie ähnlich präsent wie Swisslos in der Deutschschweiz. Wer dort wohnt, kann ein Konto bei Jouez Sport eröffnen, und auch Jouez Sport bietet Systemwetten an, allerdings unter anderen Limiten als Sporttip.
Was die beiden Anbieter an Wetten zulassen
Das Angebot an Wetten ist nicht frei, sondern folgt einer geschlossenen Liste der Gespa, der «Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten» in der jeweils aktuellen Fassung. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt; auch E-Sports taucht in der Liste nicht auf. Was bewilligt ist, variiert nach Sportart: Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Eckball- und Kartenmärkte fehlen in der Liste.
Innerhalb dieses Rahmens bieten beide Anbieter Einzelwetten, Kombiwetten und Systemwetten an. Live-Wetten sind zugelassen, vorbehaltlich der jeweiligen Bewilligung der Gespa; ein gesetzliches Verbot einzelner Live-Märkte enthält das BGS nicht. Cash-Out ist keine regulierte Funktion, sondern ein Produktmerkmal der Anbieter – Sporttip bietet es für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten an, vollständig, ohne Teil-Cash-Out, und nur online.
Verantwortung beim Wetten: Limiten und Sperren
Eine Heinz-Wette mit 57 Linien verlangt mehr Disziplin als eine Einzelwette, weil das Auge auf dem Bildschirm eine einzelne Linie sieht, der Geldbeutel aber 57 davon bezahlt. Wer nicht mitdenkt, lädt sich ein Risiko auf, das er auf der Wettseite gar nicht als solches wahrnimmt. Die Schweiz hat das im Geldspielgesetz abgesichert, und beide Anbieter setzen das mit eigenen Limiten um.
Verlustlimiten bei Sporttip
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite pro Tag liegt bei 9’999 Franken, für unter 21-Jährige bei 1’000 Franken. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das ist die Schutzfunktion, die verhindert, dass ein Spieler in einer emotionalen Phase sein eigenes Limit hochfährt. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30-Tage-Perioden setzen.
Für die Heinz-Wette heisst das: Wer pro Linie 5 Franken setzt, ist mit 57 Linien bereits bei 285 Franken Einsatz – das ist mehr, als die meisten Spielenden an einem Tag als Limite setzen dürften, wenn sie das Limit ernst nehmen. Wer den Heinz spielt, sollte die eigene Verlustlimite bewusst so setzen, dass auch eine Serie von Wetten am Stück nicht darüber hinausgeht.
Spielsperren und das Schweizer Register
Spielende können sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren; eine Sperre lässt sich vor Fristablauf nicht aufheben. Wer sich für eine unbefristete Spielsperre entscheidet, wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für Casinos – einschliesslich Online-Casinos – und für das Fürstentum Liechtenstein gilt. Die Spielsperre ist damit nicht an ein Produkt gebunden, sondern gilt für alle Geldspiele mit Schweizer Bewilligung.
Diese Sperre ist mit dem Schutz verbunden, der auch vor dem Gesetz greift: Wer ausgesperrt ist oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Das ist nicht nur eine Formalie, sondern ein Mechanismus, der verhindert, dass eine gesperrte Person dennoch Gewinne einstreicht. Für die Heinz-Wette bedeutet das: Wer sich beim Spielen ertappt, dass er die Kontrolle verliert, hat mit der Sperre ein Werkzeug, das nicht an eine App, einen Anbieter oder ein Produkt gebunden ist.
Schutz bei Sporttip konkret
Bei Sporttip können Spielende den Zugang produktbezogen sperren – nur Sporttip, nicht die anderen Produkte von Swisslos – und das für eine Dauer von 1 bis 180 Tagen. Die Aufhebung vor Fristablauf ist ausgeschlossen. Wer sich für die unbefristete Sperre entscheidet, wird in das schweizweite Register eingetragen und ist damit auch bei Loterie Romande, in den Schweizer Casinos und in Liechtenstein gesperrt. Die Online-Registrierung bei Swisslos verlangt 18 Jahre, Wohnsitz im Vertragsgebiet, keine Spielsperre und einen einmaligen Ausweis-Upload mit automatischer Adressprüfung.
Schutz bei Loterie Romande
Bei Jouez Sport funktioniert das Limitensystem nach demselben Muster, mit eigenen Werten: online liegt der Mindesteinsatz bei 2 Franken (in Verkaufsstellen 3 Franken, für Multiples 2 Franken), und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei 500 Franken; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens 7’500 Franken Einsatz enthalten. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst mit Verzögerung. Loterie Romande ist in das schweizweite Sperrregister eingebunden.
Testkäufe der Gespa 2025
Die Gespa testet den Jugendschutz an Verkaufsstellen. Im Jahr 2025 wurde in 47.5 % von 200 Testfällen an einer Verkaufsstelle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist kein Resultat, das man schönreden sollte, und es zeigt, dass der Schutz an Verkaufsstellen alles andere als perfekt ist. Für die Bewertung von Anbietern heisst das: Der Online-Kanal mit Identitätsprüfung ist der strengere Weg; an der Verkaufsstelle ist die Kontrolle schwächer. Wer Online spielt, hat die höhere Sicherheit, dass die Verlustlimite greift.
Wettmärkte und Quoten für Systemwetten
Systemwetten leben davon, dass es überhaupt genügend bewilligte Märkte gibt, auf denen man sechs oder sieben Auswahlen mit akzeptablen Quoten unterbringt. Wer im Heinz spielt, will nicht sechs Quoten um 1.10 zusammenklauben, sondern Auswahlen, die einen Mehrwert haben. Wie sich der Markt zusammensetzt und wie die Quoten funktionieren, entscheidet darüber, ob die Heinz-Wette trägt.
Welche Wettmärkte die bewilligten Anbieter führen
Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist die Grundlage. Innerhalb dieser Liste führen beide Anbieter die klassischen Märkte: 1X2 (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg), Über/Unter bei Toren, Handicap-Wetten, Ergebniswetten. Was fehlt, sind Spezialmärkte, die im Ausland üblich sind: keine Eckballwetten, keine Kartenmärkte, keine Spielerwetten auf Tore, keine «nächste Ecke»-Märkte. Auch E-Sports ist nicht bewilligt.
Für die Heinz-Wette heisst das: Die Auswahl an Märkten ist gross genug, um sechs Auswahlen mit unterschiedlichen Quoten zusammenzustellen, aber eng genug, dass nicht jeder Wunsch erfüllbar ist. Wer auf Spielerstatistiken wetten will, ist hier falsch. Wer auf Spielausgänge, Tore und Handicaps setzt, findet genug Material.
Wie die Quoten sich zum Markt verhalten
Die Quoten, die Sporttip und Jouez Sport anbieten, enthalten den Auszahlungs- und den Buchmachermarge-Anteil. Der Auszahlungsschlüssel – also der Anteil aller Einsätze, den der Markt wieder an die Wettenden zurückgibt – liegt typischerweise im Bereich von 90 bis 95 Prozent bei 1X2-Märkten grosser Fussball-Ligen, was einer Marge von 5 bis 10 Prozent entspricht. Über-Unter-Märkte und Handicap-Linien haben oft etwas andere Margen, weil die Buchmacher die Quoten so kalibrieren, dass das Risiko auf beide Seiten halbwegs ausgeglichen ist.
Was eine Heinz-Wette mit den Quoten macht, ist simpel und folgenreich: Die Quoten der sechs Auswahlen multiplizieren sich nicht in einer Linie, aber die Erwartung an die Auszahlung jeder Linie hängt direkt an der Quote. Eine Quote von 1.20 hat einen anderen Erwartungswert als eine Quote von 3.00, und der Quotenschlüssel pro Markt entscheidet darüber, wie viel von jedem gesetzten Franken im Durchschnitt zurückkommt. Bei einer Heinz-Wette mit 57 Linien zählt nicht die einzelne Quote, sondern die durchschnittliche Marge aller gewählten Linien zusammen.
Beispielrechnung: Auszahlung bei unterschiedlichen Quoten
Wer drei Auswahlen richtig tippt – was bei sechs Auswahlen ein typischer «mittlerer Tag» ist –, gewinnt nur die Doppelwetten, die aus diesen drei richtigen Auswahlen gebildet werden: drei Doppel (AB, AC, BC). Bei Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50 sind die drei Doppel 1.50 × 2.00 = 3.00, 1.50 × 2.50 = 3.75 und 2.00 × 2.50 = 5.00, also Gesamtquoten von 3, 3.75 und 5. Bei einem Franken Einsatz pro Linie wären das 3, 3.75 und 5 Franken, zusammen 11.75 Franken – gegenüber 3 Franken Einsatz, die diese drei Linien gekostet haben. Wer vier richtig hat, sieht die Dreierkombis dazukommen; wer fünf hat, die Vierer; und wer alle sechs hat, gewinnt die Sechsfachwette mit dem Produkt aller sechs Quoten.
Diese Rechnung ist eine Bandbreite, kein festes Resultat. Sie zeigt, dass selbst ein «guter Tag» mit vier bis fünf richtigen Auswahlen den Verlust der falschen Linien nicht zwangsläufig wettmacht, weil die falschen Linien genauso bezahlt wurden wie die richtigen. Die Frage, ob die Heinz-Wette am Ende Plus oder Minus macht, hängt nicht nur an der Trefferquote, sondern am Verhältnis der Quoten.
Kombiboost und Quotenboosts bei Sporttip
Sporttip bietet einen online verfügbaren Kombiboost, der den Nettogewinn einer Kombiwette stufenweise erhöht: 5 Prozent bei vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das gilt auch für Systemwetten, also für den Heinz – eine Aufwertung, die im Wettschein sichtbar wird, wenn die Bedingungen erfüllt sind.
Daneben gibt es Quotenboosts (für Prematch-Einzelwetten) und Profitboosts (für den Nettogewinn eines definierten Sportereignisses). Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Für den Heinz heisst das: Der Kombiboost kann die Auszahlung im Erfolgsfall spürbar heben, ist aber an die Mindestquote 1.50 pro Auswahl gebunden. Wer Quoten um 1.30 wählt, fällt aus dem Boost heraus.
Cash-Out bei Sporttip
Sporttip erlaubt Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten – vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out. Ein Teilauszahlung ist nicht möglich, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei Nicht-Auszahlung, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist, besteht nicht. Für die Heinz-Wette heisst das: Cash-Out hilft, eine schlechte Position zu retten, bevor die letzte Auswahl fällt – aber er wird nicht für alle 57 Linien einzeln funktionieren, sondern für den Wettschein als Ganzes.
Abgesagte Ereignisse und Bet-Builder
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückerstattet, in Kombinationen und im Heinz erhält die betroffene Auswahl die Quote 1.00. Das kann den Gewinn empfindlich kürzen, wenn die Auswahl im Zentrum des Wettscheins stand. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Beste Heinz-Wettanbieter in der Schweiz: der Vergleich
Wer in der Schweiz eine Heinz-Wette spielen will, hat genau zwei Anbieter zur Auswahl – Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Alles andere, was im Internet als «Wettanbieter» beworben wird, ist aus Schweizer Sicht ein Anbieter ohne Bewilligung. Der Vergleich, der hier sinnvoll ist, dreht sich deshalb um eine andere Frage: Welche der beiden Plattformen passt zu welchem Spielverhalten, und was unterscheidet sie konkret in Einsatzgrenzen, Quoten und Mechanik.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die zwei bewilligten Anbieter und ordnet sie ein. Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung sind als Referenz aufgeführt, weil Schweizer Spieler ihnen im Internet begegnen – mit der Einordnung, die sie verdienen: kein Schweizer Schutz, keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Bewilligungsstatus |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne – Aufsicht Gespa |
| Rainbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| BassBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Pribet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| BetLabel | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
Swisslos Sporttip
Swisslos führt die Sportwetten unter dem Namen Sporttip und ist für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein zuständig. Die Bewilligung als Veranstalter und pro Spiel ist im Geldspielgesetz geregelt; die Aufsicht liegt bei der Gespa. Für die Heinz-Wette interessieren vor allem drei Dinge: die Einsatzgrenzen, das Wettprogramm und die Zusatzfunktionen.
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei 1 Franken. Der Höchsteinsatz ist 1’000 Franken pro Einzel- oder Kombiwette und 10’000 Franken pro Systemwette – das ist die Limite, in der eine Heinz-Wette läuft. Wer also 57 Linien à 175 Franken setzen wollte, stösst mit dem Gesamteinsatz von rund 10’000 Franken genau an die obere Grenze. Swisslos kann die Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Wer hier spielt, bekommt das volle Bild: Verlustlimiten vor der ersten Teilnahme, die online zu setzen sind, das Schweizer Sperrregister mit Anbindung an Casinos und Liechtenstein, Cash-Out für die wichtigsten Wettformen, Kombiboost für Systemwetten mit ausreichend Auswahlen, Quotenboosts für ausgewählte Einzelwetten, Live-Wetten mit klarer Regelung bei spielentscheidenden Situationen. Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt und die Heinz-Wette mit Schweizer Schutz spielen will, kommt an Sporttip nicht vorbei.
Der Wermutstropfen liegt im Angebot an Wettmärkten: Was die Gespa-Liste nicht hergibt, fehlt auch bei Sporttip. Keine Eckballwetten, keine Kartenmärkte, keine Spielerwetten, keine E-Sports. Wer sein Heinz-Sortiment aus Spielerstatistiken zusammenstellen will, sucht hier vergebens.
Loterie Romande Jouez Sport
Loterie Romande bedient die Westschweiz und führt die Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport. Der Sitz ist Lausanne, das Vertragsgebiet umfasst die sechs französischsprachigen Kantone. Online ist der Mindesteinsatz 2 Franken (in Verkaufsstellen 3 Franken, für Multiples 2 Franken); der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei 500 Franken, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens 7’500 Franken Einsatz enthalten. Das ist enger als bei Sporttip und macht den Heinz bei höheren Pro-Linie-Einsätzen zur Rechenaufgabe: 7’500 Franken geteilt durch 57 Linien ergibt etwa 131 Franken pro Linie als Maximum, wer 100 Franken pro Linie setzt, bleibt mit 5’700 Franken Einsatz drunter, wer 150 Franken pro Linie anpeilt, sprengt die Limite.
Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Mindestquote pro Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei 300’000 Franken, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei 1’000’000 Franken. Das ist die Decke, an die der Heinz bei einem Glückstreffer stösst – was bei einer Sechsfachwette mit Gesamtquoten um 100 (1.50 × 1.80 × 2.00 × 2.50 × 2.80 × 3.00) bereits bei einem Franken pro Linie reichen würde, um die Million zu erreichen.
Wer in der Romandie wohnt, hat mit Jouez Sport den einzigen bewilligten Zugang zu Systemwetten. Das Angebot an Wettmärkten folgt derselben Gespa-Liste wie bei Sporttip, was die Vergleichbarkeit erleichtert. Der Vorteil gegenüber einer offshore-Seite: dasselbe Schutzregime, dieselbe Aufsicht, dasselbe Sperrregister.
Offshore-Anbieter: was «ohne Schweizer Bewilligung» konkret heisst
Die ausländischen Marken, die in der Vergleichstabelle aufgeführt sind, tauchen in der Werbung im Internet auf. Was sie in der Schweiz nicht haben: eine Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort mit Schweizer Wohnsizt spielt, spielt ohne Schweizer Schutz: keine Anbindung an das Sperrregister, keine Gespa-Aufsicht, keine Schweizer Rekursmöglichkeit. Die Gewinne fallen nicht unter den bundesrechtlichen Steuerfreibetrag, sondern sind nach kantonalem Recht – etwa im Thurgau – als Einkommen zu versteuern, unabhängig von der Höhe.
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blocken. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste; bet365 war explizit genannt, dazu Interwetten und Bet-at-Home. Domains, die blockiert werden, tauchen oft unter neuen Adressen wieder auf – das ist das Domain-Hopping, das die Gespa ebenfalls benennt. Wer eine dieser Seiten öffnen will, läuft in eine Stopp-Seite des Providers.
Für die Heinz-Wette heisst das: Wer auf einer offshore-Seite eine Heinz-Wette platziert, riskiert den Zugriff durch die Sperre, die fehlende Anbindung an Schweizer Limiten und Sperren, und die Besteuerung der Gewinne nach kantonalem Recht. Das ist nicht der «sichere Weg» in dem Sinn, wie es die Werbung der Anbieter gerne suggeriert.
Anbieter im Detail: was die zwei Bewilligten konkret leisten
Nach dem Überblick, welche Anbieter überhaupt in Frage kommen, hier der Detailblick auf die zwei Bewilligten. Beide tragen die Heinz-Wette im Programm, beide haben aber unterschiedliche Limiten, unterschiedliche Stärken und unterschiedliche Einsatzbereiche.
Swisslos Sporttip: Limiten, Quoten, Mechanik
Die Sporttip-Limiten sind im Detail in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen Version 4.2 geregelt. Pro Einzel- und Kombiwette liegt der Einsatz zwischen 1 und 1’000 Franken, pro Systemwette bis 10’000 Franken. Die Heinz-Wette fällt klar in die Systemwetten-Kategorie – 57 Linien, gemeinsames Schicksal, Systemlogik. Wer also einen Franken pro Linie ansetzt, zahlt 57 Franken, wer zehn Franken pro Linie ansetzt, zahlt 570 Franken, und die 10’000-Franken-Grenze erreicht man mit etwa 175 Franken pro Linie.
Die Quoten bewegen sich im typischen Rahmen für bewilligte Schweizer Anbieter. Die Margen bei 1X2-Märkten grosser Fussball-Ligen liegen im Bereich von 5 bis 10 Prozent, was einem Auszahlungsschlüssel von 90 bis 95 Prozent entspricht. Über-Unter-Märkte und Handicaps haben ihre eigenen Margen, oft näher an 5 Prozent, weil die Quoten symmetrischer kalibriert werden. Der Kombiboost bringt einen Aufschlag auf den Nettogewinn: 5 Prozent bei vier Auswahlen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn, 100 Prozent bei fünfzehn – jeweils mit Mindestquote 1.50 pro Auswahl. Eine Heinz-Wette mit sechs Auswahlen ist unter dieser Bedingung nicht boostfähig, weil vier die Untergrenze sind und der Boost erst ab vier Auswahlen greift; sechs liegen darüber, der Aufschlag ist 5 Prozent.
Was Sporttip zusätzlich leistet: Live-Wetten mit klarer Mechanik (Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs zählen mit Quote 1.00, in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder VAR-Entscheidungen ebenso), Cash-Out für die unterstützten Wettformen als vollständige Auszahlung, Bet-Builder für abhängige Märkte derselben Veranstaltung, und eine robuste Identitätsprüfung bei der Registrierung. Das Angebot ist nicht das grösste, aber es ist solide und im Rahmen der Gespa-Liste vollständig.
Für wen das die richtige Wahl ist: für alle in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein, die eine Heinz-Wette mit voller Absicherung spielen wollen. Für wen es nicht passt: für alle, die im Ausland wohnen oder auf ein breiteres Wettprogramm mit Spezialmärkten angewiesen sind.
Loterie Romande Jouez Sport: Limiten, Quoten, Mechanik
Die Jouez-Sport-Limiten sind im Règlement, 17. Auflage (September 2024), geregelt. Online liegt der Mindesteinsatz bei 2 Franken, in Verkaufsstellen bei 3 Franken, für Multiples ebenfalls bei 2 Franken. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt 500 Franken; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens 7’500 Franken Einsatz enthalten. Eine Heinz-Wette fällt unter die Multiples-Regel, ist also bei 7’500 Franken pro Wettschein gedeckelt.
Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Mindestquote pro Auswahl oder die Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei 300’000 Franken, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei 1’000’000 Franken. Wer mit moderaten Quoten spielt, kann die Millionen-Grenze bei einer Sechsfachwette im Heinz erreichen – die Bedingung ist, dass die Multiplikation der sechs Quoten den 1’000’000-Franken-Bereich nicht überschreitet.
Die Verlust- und Einzahlungslimitensystematik folgt dem BGS: Senkung sofort, Erhöhung verzögert. Die Spielsperre ist mit dem Schweizer Register verbunden. Online-Registrierung verlangt Wohnsitz im Vertragsgebiet (FR, GE, JU, NE, VD, VS), 18 Jahre, keine Spielsperre und einen Identitätsnachweis.
Für wen das die richtige Wahl ist: für alle in der Romandie, die eine Heinz-Wette mit Schweizer Schutz spielen wollen. Für wen es nicht passt: für alle, die einen höheren Pro-Linie-Einsatz als rund 130 Franken anpeilen – dann ist die 7’500-Franken-Deckelung erreicht.
Die acht Offshore-Marken ohne Schweizer Bewilligung
Rainbet, BassBet, Pribet, Rabona, GG.BET, BetLabel, Bettilt und N1 Bet sind Beispiele für Marken, die im Internet als Wettanbieter beworben werden. Keine von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Diese Anbieter sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, nicht an die Gespa-Aufsicht, und nicht an die Schweizer Limitensystematik. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg, und die Gewinne sind nach kantonalem Recht – explizit im Thurgau – anders zu behandeln als Gewinne aus bewilligten Schweizer Wetten.
Die Domains dieser Anbieter können auf der Gespa-Sperrliste stehen, was bedeutet, dass Schweizer Internetprovider den Zugriff per DNS blocken. Ende 2025 waren 671 Domains auf der Liste. Wer eine dieser Domains aufruft, läuft in eine Stopp-Seite des Providers. Das ist der Grund, warum diese Anbieter ständig neue Domains aufmachen – das Domain-Hopping, das die Gespa dokumentiert.
Für die Heinz-Wette heisst das: Wer eine dieser Seiten nutzt, akzeptiert, dass er ohne Schweizer Schutz spielt. Das ist eine bewusste Entscheidung, die ihre Gründe haben kann – höhere Quoten, breiteres Wettprogramm, andere Bonusmodelle –, aber die Kehrseite gehört in die Abwägung: keine Verlustlimiten, keine Sperre mit Register, keine Schweizer Aufsicht, keine Gespa-Beschwerdestelle, und im Streitfall das Recht des Sitzlandes des Anbieters, nicht Schweizer Recht.
Wie man die Heinz-Wette konkret spielt
Eine Heinz-Wette zu spielen, ist mechanisch nicht schwer, aber wer die Mechanik nicht versteht, lädt sich Risiko auf, das er nicht sieht. Hier der Ablauf, wie er bei Sporttip und Jouez Sport funktioniert – Schritt für Schritt, mit den Stellen, an denen etwas schiefgehen kann.
Auswahl der sechs Tipps
Am Anfang stehen sechs Auswahlen, die der Wettende für spielbar hält. Das können Fussballspiele sein, Eishockeypartien, Tennisbegegnungen oder andere Sportarten, die in der Gespa-Liste auftauchen. Wichtig: Die Auswahlen müssen unabhängig sein – abhängige Märkte derselben Veranstaltung werden nur über den Bet-Builder zusammengeführt, nicht über den Heinz. Wer auf «Heimsieg» und «über 2.5 Tore» im selben Spiel setzt, kann das nicht in eine Heinz-Wette packen.
Festlegung des Pro-Linie-Einsatzes
Der Einsatz pro Linie ist der Hebel, an dem der Gesamteinsatz hängt. Bei 1 Franken pro Linie sind es 57 Franken, bei 5 Franken pro Linie 285 Franken, bei 10 Franken 570 Franken, bei 100 Franken 5’700 Franken. Bei Sporttip ist bei 10’000 Franken pro Systemwette Schluss, bei Jouez Sport bei 7’500 Franken. Wer die 7’500-Franken-Grenze erreichen will, müsste mit 131.58 Franken pro Linie spielen – eine Schwelle, die nur für sehr überzeugte Tipps Sinn ergibt.
Wettschein prüfen
Der Wettschein zeigt alle 57 Linien, aufgeschlüsselt nach Anzahl der Auswahlen: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer, 1 Sechser. Hier lohnt es sich, innezuhalten: 57 Linien sind 57 Wetten, und der Gesamteinsatz entspricht dem Faktor mal Pro-Linie-Einsatz. Wer das im Wettschein sieht, hat den Hebel vor sich, an dem das Risiko hängt. Die Frage, die sich jeder Wettende stellen sollte, ist: Will ich diese 57 Wetten wirklich zu diesem Einsatz spielen, oder bin ich mit einer 6-fach-Kombiwette zu einem Bruchteil des Einsatzes besser bedient, weil ich nur einen Fehler vermeiden muss und nicht viele?
Bestätigung und Quotenübersicht
Nach der Bestätigung wird der Wettschein angenommen, die Quoten sind fixiert. Bei Live-Wetten können sich Quoten bis zur Annahme ändern; das ist bei Sporttip geregelt, gilt aber grundsätzlich. Nach Annahme ist die Wette verbindlich, der Einsatz abgebucht.
Auswertung am Spieltag
Sobald die ersten Auswahlen ausgewertet sind, zeigen Sporttip und Jouez Sport den Stand der Linien. Cash-Out ist online verfügbar, vollständig, nicht teilbar. Wer den Heinz vor dem Ende aussteigen will, kann das tun – zu einem Kurs, der unter dem potentiellen Endgewinn liegt, weil der Anbieter seinen Anteil einpreist. Bei Sporttip heisst es explizit, dass Cash-Out tiefer ist als der mögliche Gewinn bei Nichtauszahlung, vom Spielstand abhängt und nicht für alle Märkte garantiert wird.
Wenn nicht alle Auswahlen treffen
Drei von sechs richtig heisst: drei Doppel und ein Dreier gewinnen, der Rest ist verloren. Die Auszahlung hängt an den Quoten der richtigen Auswahlen, der Verlust an den 51 verlorenen Linien. Die Frage, ob das plus oder minus endet, hängt am Verhältnis der Quoten zueinander. Eine Faustregel: Je höher die durchschnittliche Quote der Auswahl, desto grösser die Chance, dass eine Teilserie den Verlust der vielen kleinen Linien kompensiert – aber desto grösser auch das Risiko, dass die Auswahl nicht trifft.
Abgesagte Ereignisse
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nachgeholt, ist die Auswahl ungültig und erhält die Quote 1.00. Das schmälert vor allem die Sechsfachwette, die ohne diese Auswahl nicht mehr zustande kommt, kann aber auch den Fünfer und die Vierer betreffen. Wer eine Heinz-Wette plant, sollte die Spielansetzungen im Auge behalten – ein abgesagtes Spiel mitten in der Sechserkette kann einen grossen Unterschied machen.
Kosten einer Heinz-Wette: was sie wirklich kostet
Die Werbung für Systemwetten spricht gerne von «Sicherheit» und «Mehrfachchancen». Die Arithmetik dahinter ist nüchterner. Eine Heinz-Wette mit 57 Linien zu 1 Franken pro Linie kostet 57 Franken Einsatz. Davon fliessen 57 mal den Auszahlungsschlüssel zurück, im Durchschnitt. Bei einem Auszahlungsschlüssel von 92 Prozent – 8 Prozent Marge – wären das 52.44 Franken zurück, im Mittel, vor Trefferglück. Wer 5 Franken pro Linie setzt, hat 285 Franken Einsatz und 262.20 Franken erwartete Rückzahlung. Die Differenz ist der Preis, den man für die Möglichkeit zahlt, dass auch bei einem Fehler noch etwas zurückkommt.
Die Marge als unsichtbarer Faktor
Der Auszahlungsschlüssel pro Markt variiert nach Sportart, Liga und Wettart. Bei grossen Fussball-Ligen liegt er oft im Bereich von 92 bis 95 Prozent, bei kleineren Ligen und Spezialmärkten tiefer. Bei einer Heinz-Wette, die Auswahlen aus mehreren Märkten kombiniert, mittelt sich der Auszahlungsschlüssel über alle Linien. Wer Auswahlen aus Ligen mit tieferem Auszahlungsschlüssel wählt, zahlt eine höhere implizite Marge, ohne es auf den ersten Blick zu sehen.
Die Auszahlungsmechanik bei Sporttip
Bei Sporttip ergibt sich der Gewinn aus Einsatz mal Quote; bei Kombinationen ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist ein Detail, das im Wettschein kaum auffällt, aber bei der Auszahlung den ein oder anderen Rappen kostet. Wer eine Auszahlung von 102’347 Franken erwartet, bekommt 102.30 Franken, weil auf 5 Rappen abgerundet wird.
Was Cash-Out kostet
Cash-Out ist ein Angebot, aber es hat einen Preis: Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Endgewinn, weil der Anbieter den Spread einpreist. Wie viel tiefer, hängt vom Stand der Ereignisse und vom Anbieter ab; eine verallgemeinerbare Zahl gibt es nicht. Wer Cash-Out nutzt, um einen drohenden Verlust abzuwenden, akzeptiert einen sicheren, kleineren Betrag statt eines unsicheren, grösseren – eine Wetten-die-Wette-Strategie, die ihren Preis hat.
Häufige Fragen zur Heinz-Wette
Was genau ist eine Heinz-Wette?
Eine Heinz-Wette ist ein Wettschein, der aus sechs Auswahlen alle Mehrfachkombinationen bildet – angefangen beim Doppel, aufsteigend bis zur Sechsfachwette. Insgesamt sind das 57 einzelne Wetten: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Einzelwetten auf die Auswahlen sind nicht enthalten; der Wettschein lebt von der Kombinationsmechanik.
Wie viele Auswahlen müssen mindestens richtig sein?
Mindestens zwei der sechs Auswahlen müssen richtig sein, damit irgendein Teil des Wettscheins etwas auszahlt. Eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht, weil die Heinz-Wette keine Einzelwetten auf die Auswahlen enthält – sie beginnt beim Doppel. Wer vier, fünf oder sechs Auswahlen richtig hat, sieht entsprechend die Dreier-, Vierer-, Fünfer- und schliesslich die Sechserkombinationen ins Spiel kommen.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Sporttip-Systemwetten?
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei 1 Franken, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette bei 1’000 Franken und für eine Systemwette bei 10’000 Franken. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei einer Heinz-Wette zu 1 Franken pro Linie liegt der Gesamteinsatz bei 57 Franken, bei 10 Franken pro Linie bei 570 Franken, die 10’000-Franken-Deckelung erreicht man mit etwa 175 Franken pro Linie.
Wer darf in der Schweiz Systemwetten anbieten?
In der Schweiz dürfen Sportwetten nur die zwei interkantonalen Organisationen durchführen, Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide brauchen eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, beide stehen unter der Aufsicht der Gespa. Swisslos bedient die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande die Westschweiz. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung – ohne Schutz durch das Sperrregister, ohne Schweizer Aufsicht, mit Domains, die auf der Gespa-Sperrliste stehen können.
Was unterscheidet den Heinz vom Super Heinz?
Der Heinz deckt sechs Auswahlen mit 57 Wetten ab, der Super Heinz sieben Auswahlen mit 120 Wetten. Beide funktionieren nach demselben Prinzip – alle Mehrfachkombinationen ab dem Doppel, aufsteigend bis zur Vollkombi –, nur dass der Super Heinz eine zusätzliche Auswahl und die daraus folgenden zusätzlichen Kombinationen enthält. Der Sprung von 57 auf 120 Wetten ist überproportional, weil die Kombinatorik mit jeder Auswahl wächst. Wer mit kleineren Budgets spielt, ist mit dem klassischen Heinz besser bedient, wer mit höheren Einsätzen und vielen Auswahlen unterwegs ist, wählt den Super Heinz.
Wettarten – rasentenniswetten
Inhalt erstellt vom Team «rasentenniswetten»
